«Magazin»-Autoren geben ihren Kritikern recht, aber ich keinen von beiden

«Wir haben teilweise überspitzt formuliert», schreiben Hannes Grassegger und Mikael Krogerus mit Blick auf die Kritik an ihrem Artikel im «Magazin». Die beiden erhoffen sich, mit ihrem Beitrag den Anstoss für eine «wichtige Debatte» gegeben zu haben.

So stand es gestern im persönlich-Magazin. Den dazugehörigen Artikel in ganzer Länge gibt es hier.

Meiner Meinung haben aber beide Seiten Unrecht. Nur zwei Beispiele:

  1. Dass ein einzelner Faktor den Wahlsieg nicht erklären kann, ist doch logisch. Dass man darüber überhaupt diskutiert ist das eigentlich Faszinierende an dieser Sache. Die Tatsache, dass die Sonne im Osten aufgeht und nicht im Westen löst ja auch keine emotionalen Diskussionen aus. (Zumindest nicht dass ich wüsste…)
  2. Die Kritik, bei Cruz hätte Cambridge Analytica keinen Erfolg gehabt und deshalb auch nicht bei Trump erfordert hingegen schon ein wenig mehr Nachdenken. Jedoich nicht viel, wie folgender Vergleich zeigt: Beweist die tatsache, dass ich mit 5 Jahren noch nicht Motorrad fahren konnte, dass ich es heute auch nicht kann? – Jedes neue Tool muss erst einmal getestet werden, bevor man es voll beherrscht und es seine ganze Wirkung entfalten kann. Anfängliche Untauglichkeit sagt oft nicht sehr viel aus über spätere Einsätze. Auch das ist eigentlich völlig logisch, und es ist mir ein Rätsel, wieso das als Argument ins Feld geführt wird.

Die ganze Debatte ist vollgespickt mit unlogischen Äusserungen und Schlussfolgerungen, die den Blick aufs Wesentliche verschliessen: dass die Büchse der Pandora offen ist. Dabei ist nicht das Microtargeting gemeint. Das haben wir auch schon 1992 gemacht, als ich bei der Planung der Abstimmungskampagne gegen eine unbefristete Bewilligung für das AKW Mühleberg nachschaute, welche Gemeinden bei der 3xJa-Abstimmung für die Atomkraft abgestimmt hatten. In diesen Gemeinden verteilten wir dann Informationen zu möglichen Alternativen zum Mühleberg-Strom, mit dem Ziel, die Wähler dort zu verunsichern und von der Urne fernzuhalten (was auch die Trump-Kampagne gegenüber Hillary-Wählern erreichen wollte). Und in den AKW-Gegner-Gemeinden verteilten wir Informationen, die zum Urnengang mobilisieren sollten. Wir gewannen die Abstimmung mit ca. 52% Nein zur unbefristeten Bewilligung für Mühleberg…

Was aus der genannten Büchse der Pandora zuerst rauskam ist wahrscheinlich unwesentlich gegenüber dem, was in Zukunft rauskommt. Und darauf kommt es an. Es konnte mir noch niemand glaubhaft widerlegen, dass die Kombination aus globaler Daten- und Dinge-Vernetzung mit Learning Artificial Intelligence keine völlig neue Qualität bedeutet, einen Bruch mit dem, was wir bisher für selbstverständliche und gegebene Ordnungen und Wertesysteme im Campaigning hielten.

Darum geht es doch wirklich bei dieser Sache.

Campaigning Summit Zurich heisst neu Campaigning Summit Switzerland

Campaigning Summit Switzerland 2015 Logo Facebook Profilbild TwitterDer Campaigning Summit geht in die nächste Runde. Mit dem folgenden Newsletter haben wir heute offiziell den Campaigning Summit Switzerland 2015 lanciert.

Menschen, die bewegen – Kampagnen, die bewegen. Das ist wieder das Motto des Campaigning Summits, der am 13. März 2015 zum dritten Mal in Zürich stattfinden wird.
Das Team von business campaigning Switzerland GmbH und alle anderen Supporter und Partner des Campaigning Summits sind schon wieder mitten in den Vorbereitungen.

Heute möchten wir Ihnen die aktuellen News mitteilen, denn davon gibt es so einige für den nächsten Summit:

Neuer Name

Wir haben einen neuen Namen: Campaigning Summit Switzerland. Da in den letzten beiden Jahren Teilnehmer aus allen Teilen der Schweiz, von Genf bis St. Gallen, von Basel bis Lugano, anreisten, soll dies mit einem neuen Namen deutlich zum Ausdruck gebracht werden. Der Campaigning Summit Switzerland ist für die ganze Schweiz gemacht.

Neue Website

Wir haben auch eine neue Website, die Sie unterwww.CampaigningSummitSwitzerland.com finden. Integraler Bestandteil sind Mitmach-Tools, denn wir setzen auch dieses Mal wieder auf die tatkräftige Unterstützung und Weiterempfehlungen durch die Campaigning Summit Community.

Mehr Möglichkeiten zum Networken

Um noch mehr Nutzen zu bieten, im Sinne von Erfahrungsaustausch und als Möglichkeit Gleichgesinnte kennenzulernen, haben wir neu BarCamps ins Programm aufgenommen. BarCamps sind kleine Workshops, die die Sie als Teilnehmer selbst organisieren können. Sie stellen für alle ein zusätzliches Angebot dar, bei dem auf konkrete, individuelle Problemstellungen eingegangen und gemeinsame Lösungsvorschläge erarbeitet werden können. Möchten Sie eine Frage vertiefen, die während eines der Referate auftauchte? Dann können Sie in einer Pause ein BarCamp dazu anbieten. Oder haben Sie jetzt schon ein Thema für ein BarCamp? Es werden während des Campaigning Summits drei Mal Zeitfenster für BarCamps angeboten. Vorschläge und Tipps für die BarCamps können Sie auf unserer neuen Website unterwww.CampaigningSummitSwitzerland/vorschlägemachen einbringen.

Neuerungen Im Programm

Auch 2015 ist Stephan Klapproth mit an Bord. Leider kann er wegen einer anderweitigen Verpflichtung dieses Mal aber nur die Eröffnungsrede halten. Moderation und Gruppendiskussionen werden vom Veranstalter Peter Metzinger und seinem Campaigner-Kollegen Markus Sorg aus Barcelona geleitet. Neu finden die Diskussionen erst nach jedem zweiten Referat statt, dafür aber doppelt so lange. Wer möchte, kann nach 20 Minuten die Diskussion verlassen und sich im Nebenraum einem BarCamp anschliessen. Ebenfalls neu sind die Preise für NGOs und Kleinstfirmen, die wir aufgrund des Feedbacks vom letzten Mal CHF 100.00 günstiger anbieten.

Themenblöcke: Change, Integrale Strategien, Big Data richtig nutzen

Ralf Stüber (Marketingleiter PostFinance) und Sunnie J. Groeneveld (CEO Inspire 925), befassen sich im ersten Block mit Fragen der Unternehmensentwicklung und eher internem Campaigning: Welche Konsequenz zieht die radikale Digitalisierung für traditionelle Branchen mit sich? Wie bereite ich unsere Firma, unser Geschäftsmodell und unsere Mitarbeiter proaktiv auf Veränderungen, wie z.B. die Digitale Transformation vor? Welche Rolle nehmen die Mitarbeiter beim Campaigning ein und wie kann ich sie zum Mitmachen bewegen?

Im zweiten Block werden Daniel Graf (Gamechanger) und Sid Balman (turner4D) den ganzheitlichen Ansatz des Campaignings durchleuchten. Daniel Graf erläutert, wie erfolgreiche Kampagnen den Brückenschlag zwischen Online und Offline meistern. Denn auch wenn wir viele Stunden am Tag online sind, geschieht das wahre Leben immer noch offline, was angesichts der omnipräsenten Digitalisierung nicht vergessen gehen darf. Sid Balman wird eine Antwort darauf geben, mit welchen Strategien man einem aktiven Campaigning entgegentritt und wie man sich in Washington DC Gehör verschaffen kann.

Als Hauptreferentin wird sich Celinda Lake dem Thema Big Data zuwenden und aufzeigen, wie man Big Data richtig nutzt, um gute Strategien zu entwickeln.

Was nicht neu ist

Auch in diesem Jahr gibt es am Vorabend exklusive und kostenlose Workshops. Zum Beispiel zum Thema «Wie vermarkte ich Fleisch für Vegetarier?». Die aktuelle Liste finden Sie hier.

Und auch dieses Mal wird sich der rote Faden des Campaigning über den ganzen Summit spinnen: Campaigning ist die Kunst, alle Register ziehen zu können und Menschen zu bewegen, um effektiv und effizient Ziele zu erreichen.

Handeln Sie jetzt

Schnellentschlossene sparen bares Geld mit den Pioneer-Tickets. Bis zum 22. November sparen Sie CHF 90.- gegenüber dem regulären Ticket. Denken Sie auch an andere. Machen Sie drei Bekannten eine Freude, indem Sie ihnen diesen Newsletter weiterleiten.

Happy Campaigning,
Peter Metzinger und das business campaigning Switzerland Team

Machen Sie mit.

Die Hauptsponsoren des Campaigning Summits Switzerland sind business campaigning Switzerland GmbH, PostFinance AG, und die ‚Persönlich‘ Verlags AG.

Weitere Sponsoren und Supporter sind immer willkommen. Haben Sie Vorschläge?