Weil’s so schön war…

Kürzlich bekam ich ein Feedback zum letzten Campaigning-Seminar, das ich hier anonymisiert wiedergebe:

„Liebe Mit-Campaigner, ich habe gestern meinen Input zum „(Name des Projekts)“ in der Vorstandssitzung präsentiert. Mein Vorschlag für „back to the roots“ d.h. Ansetzen bei der Vision (was will die (Name der Organisation)? was wollen die (Name des Projekts)-Kunden?), ist – nach einer lebhaften Diskussion – auf fruchtbaren Boden gefallen. Sich der „vier Ebenen“ (Vision, strategisch, operativ, taktisch) bewusst zu werden, hilft sehr, (scheinbar) festgefahrene Probleme nochmals neu anzugehen. Es ist halt oft so, dass man die eigentlichen Ziele während des taktischen „Feuerlöschens“ aus den Augen verliert und sich dann möglicherweise irgendwo wiederfindet, wo man gar nicht hin wollte…“

Und weil’s so schön ware, biete ich gerade nochmal ein Seminar an, am 14. und 15. Januar 2013:  http://www.amiando.com/CampaigningSeminar

Strategisches Denken ist kreatives Denken

Nächste Woche unter richtig zum ersten Mal im CAS Unternehmensführung KMU (Link enthält nur die Daten vom kommenden Kurs, nicht vom aktuellen) an der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Meine Themen sind strategisches Management und Marketingstrategie.

Zur Zeit bereite ich den ersten Unterrichtstag vor, und mache mir so meine Gedanken, was alles zum Thema strategisches Management bzw. strategische Unternehmensführung dazugehört. Zu allererst ist da natürlich mein eigenes Modell, wegen dem ich ja auch durch einen früheren Kursteilnehmer des CAS Campaigning angefragt wurde. Dann sind da aber auch noch die Modelle von Michael Porter und ähnlichen, die aber eigentlich für Großunternehmen entwickelt worden, sowie eine Einführung in die Strategielehre, die eher allgemein gehalten wird. Aber was brauchen eigentlich KMU, also kleine und mittlere Unternehmen, die sich im globalen Wettbewerb teils gegen viel grössere Konkurrenten behaupten müssen? – Sicher keine defensive sondern eher eine proaktive Strategie nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“. Die Waffen in diesem „Kampf“ sind dabei : bessere Ideen, bessere Produkte, bessere Leistung, bessere Kommunikation, den Kunden – und seine Bedürfnisse, die er teilweise selbst nicht einmal kenn – besser verstehen.

Je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir deshalb, dass ein ganz wesentlicher Teil des Unterrichtes das Thema Kreativität sein muss. Denn bei der Frage nach der Unternehmensstrategie, stellt sich automatisch auch die Frage danach, wozu ein Unternehmen überhaupt existiert, welche Existenzberechtigung es hat, und worin es sich von anderen Unternehmen so sehr unterscheidet, dass es diese Auseinandersetzung gewohnt – oder mindestens überlegt.

Die klassischen Differenzierungsmodelle, die vielleicht für Grossunternehmen gelten, sind für KMU schwierig umzusetzen. Hier hilft nur Kreativität wirklich weiter, wobei Kreativität nicht meint, originell zu sein, sondern etwas einzigartiges neu zu schaffen, das relevant und nützlich ist und Bestand hat.

Kürzlich habe ich das Buch Think! von Edward de Bono gelesen. Er plädiert darin für ein neues Denkmodell, ein Modell das, anders unser heutiges nicht dem Gewinnen von Auseinandersetzungen dient, sondern dem Entwickeln von Lösungen. Während dem Lesen dieses Buches wurde mir klar, dass de Bonos Kreativitätsansatz, das neue Denken, für das er plädiert, sehr nahe an dem liegt, was ich als strategische Planung bzw. strategisches Denken bezeichne.

Die Grundfrage der Strategie eines Unternehmens ist die Frage was man letztendlich erreichen will, wozu es das Unternehmen im Endeffekt überhaupt gibt, welchen Sinn und Nutzen es stiftet. Hier geht es nicht um schwammige Formulierungen, wie viele Berater sie produzieren, sondern um den Kern des ganzen Wesens, die wirkliche Existenzberechtigung. Diese Frage zu beantworten ist viel schwieriger, als man meistens denkt. Es braucht dazu unbedingt Kreativität, und oft eine ganze Menge davon. Strategische Planung, strategische Unternehmensführung, strategisches Denken und kreatives Denken sind sehr eng miteinander verwandt.

Broschüre CAS Unternehmensfuehrung KMU zum Herunterladen

Link zu meinem nächsten öffentlichen Seminar Campaigning, das auf meinem Strategiemodell aufbaut: http://www.amiando.com/ZTYKZRK.html (Frühbucher-Rabatt noch bis 312. März)

THE Most Important Question To Success – Is It True?

You may believe it or not. But I believe that „Is it true?“ is the key to success. However, you have to understand how to use those few words wisely…

On 8th June 2011 Swiss parliament decided to phase out nuclear power. Four weeks later it struck me. This was probably the consequence of a strategy that a former work mate and I had created back in 1992 – 19 years earlier! A master piece of long-term strategic planning? Maybe. Maybe it would have happened anyway. But certainly we did ask ourselves the right question in 1992, again and again and again. Or better: he asked me…

In 1991 I had started to work as a (anti-) Nuclear Campaigner for Greenpeace Switzerland. My job then was to prevent unlimited operating licenses for two of Switzerland’s oldest nuclear power plants, Mühleberg and Beznau II. My work mate in this campaign was Berni. His job was to prevent final repositories for nuclear waste. Our office was very narrow and we had to sit back to back, as it was not possible to position our desks in the centre of the room. We were facing the walls. Berni had started his job two years earlier. He became my coach and trainer for the next two years. I learned from him most of what I know about campaigning today, when I design strategies, create ideas and manage campaigns or change-projects for clients.

Our situation was tough. Management didn’t have a favour for the (anti-) nuclear campaign, so we had to be successful in order to prove that our budget was justified. But our budget was always too small… Tough situations are when you learn most. We had to be very creative. We permanently came up with new ideas of what we could do in order to achieve the next goal. But how do you prevent (over-) activism and promote strategic action in such a situation?

Tactics

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ITIL – The Industrialisation Of IT

ITIL is to the IT industry what Henry Ford did to car manufacturing“ – that’s how a  campaign strategy workshop started yesterday which I moderated for Glenfis AG, with the goal of promoting their ITIL jobs portal. It was a fascinating workshop that gave me new insights in how IT is going to change during the next years and how it might change our lives. As Henry Ford’s assembly belt production made cars available to everyone, I asked whether ITIL can lead to similar changes in software production, and the answer was yes. We started with developing the campaign identity along the line passion-vision-mission, continued with the strategy checklist from goals to an interpretation of the Strategic Campaigning Guidelines™ and finally did a creative workshop on possible actions and measures to be taken. Unfortunately I cannot reveal any details about the strategy that we came to, but it was an inspiring workshop and I wish them good luck. This I can say.

Kodex für professionelle Krisenkommunikation verabschiedet

Die 2. Generalversammlung des Schweizer Verbandes für Krisenkommunikation (VKK) hat am Dienstag einen Kodex für Krisenkommunikation (pdf) verabschiedet. Dieser legt erstmals Qualitätsmassstäbe für die Beratungsarbeit fest und ist für die VKK-Mitglieder verpflichtend, wenn sie Kunden in Krisensituationen kommunikativ unterstützen. Also auch für mich verpflichtend. Leider konnte ich am Dienstag nicht dabei sein, freue mich aber sehr, dass folgende Passage entsprechend meinem Vorschlag aufgenommen wurde: „Wir orientieren uns am Grundsatz der offenen, transparenten und wahrhaftigen Kommunikation.“ Dieser Formulierung gingen Diskussionen darüber voraus, dass es manchmal durchaus besser sein kann, nicht immer alles sofort zu kommunizieren, sondern den richtigen Zeitpunkt abzuwarten, ohne dadurch etwas vertuschen oder die Unwahrheit erzählen zu wollen.

13 Jahre business campaigning® – 26 Gutscheine

 

Heute, im Jahre 2011 am 12. Februar vor exakt 13 Jahren unterrichtete ich zum ersten Mal eine erste Fassung des Campaigning-Modells, das kurz später den Namen «business campaigning®» erhielt. Es war dies damals auf Anfrage durch die Gewerkschaft Bau & Industrie.

Aufgrund dieses Jubiläums, und weil das Jubiläumsjahr so fantastisch begonnen hat, dass ich für 2011 bereits ausgebucht bin, verschenke ich nun 26 Seminar-Gutscheine.

Bevor ich zu den Details komme, noch ein «kurzer» Rück- und Ausblick.

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Happy New Year And Why Social Media Is More Than Just A Toolkit

The following text I sent as a newsletter before Christmas. Again I am only writing in German for a mainly German speaking audience. What I basically say is that it was announced that in 2010 in the USA for the first time more money was been spent for online advertising than for print ads. This year might mark a turning point for corporation communication and marketing. Personally I can see a huge demand for Social Media Campaigning. We are already 70% booked for next year and mostly with Social Media Campaigning. On top Kiwi Custom and my agency business campaigning Switzerland developed a Social Media Cockpit to allow professional marketers and communicators, as well as agencies or corporate departments, to handle all the different social media platforms as easily and flexible as possible. But why such a focus on one tool, when I always say that Campaigning is the opposite of tool-orientation? – Because Social Media Marketing is not just another tool or toolkit. It’s a new way of thinking, it requires an open and authentic culture of dialogue. This has always been part of our understanding of Campaigning. Most „new“ features being discussed in the context of Social Media can be found in my book, which was published in 2003.

Because this new way of thinking, Social Media Marketing, requires a cultural change for most companies, these companies need Change Management or Organisational Development first, before they can hope to be successful with this new approach. You cannot simply delegate Social Media to a communication or marketing department. Interdisciplinary approaches, as they are typical for Campaigning, are key success factors.

Social Media finally create an environment that demands an approach that is typical for Campaigning.

In this sense the rise of Social Media could also mean a breakthrough for Campaigning, or at least what our industry association pro:campaigning and myself understand under Campaigning. Focussing on Social Media in this context is not focussing on one toolkit but rather on our unique strengths that have always been a differentiator between Campaigning and other approaches. E.g. our „first listen then talk“ guideline, as well as TRUE target group orientation.

Read the newsletter (in German):

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Amazing Video On What Motivates People

A few days ago I came across the following video. It explains recent scientific results on what motivates us effectively (and not only theoretically). E.g. financial incentives for complex tasks that require creativity lead to WORSE results. (To take this serious would have to mean an end to all bonus programs for top, highly skilled professionals with complex problems to solve.)

It seems that for tasks that require highly skilled people and creativity only a clear purpose or vision around a goal to make the world a little better, a challenge of mastery and true involvement lead to better results. In the end it comes down to the purpose. That is not new, as it at the core of our campaigning approach. Every new campaign project that I get involved to starts with the question how it can make the world a better place to live, at least a little bit. Watch the video, as I can never explain it as good as the guys who made this:

Kurs mit mir: Krisenmanagement – Organisation, Kommunikation und Bewältigung von Krisen

Kursinhalt

Wenn die Reputation eines Unternehmens Schaden nimmt,  zeigt sich das nicht selten im Aktienkurs und an der Verkaufsfront. Internet und soziale Medien erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass aus einem Vorfall eine Krise wird. Rechtzeitige Krisenprävention hilft Schaden vermeiden: Feuerlöscher und Rauchmelder installiert man, bevor es brennt! Wer vorbereitet ist, hat bessere Chancen und kann auch die Potentiale nutzen, die in jeder Krise stecken. Sie verantworten die organisatorische und kommunikatorische Bewältigung von Krisen Ihres Unternehmens? Sie möchten einer Krisensituation mit den richtigen Werkzeugen begegnen? Der strategische Krisenplan soll gut vorbereitet sein? Dieser media workshop vermittelt Ihnen die notwendige Sicherheit.

 

Themenschwerpunkte

  • Arten und Früherkennung von Krisen
  • Verlauf und Dynamik von Krisen
  • Arbeitsweise von Journalisten und Medien in Krisensituationen
  • Aufbau eines nationalen oder internationalen Krisenmanagements
  • Media-Relations während der Krise
  • Social Media: eine neue Qualität in der Kommunikation
  • Erarbeitung von Krisenmanagement- und -kommunikationskonzepten

Bonus: Jeder Teilnehmer erhält ein Set von praxiserprobten Checklisten, die bei der Krisenprävention helfen.

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World Campaigning Forum: Learning from one another. To make our world a better place

During my career as a campaigning consultant and agency owner I came across a couple of books that marked milestones in the development of strategic thinking and the way business developers, marketers, strategists and communication specialists address change. I am thinking of people like:

  • Marty Neumeier, author of The Brand Gap
  • Alexandre Robert, co-author of Produkt ist Kommunikation
  • Mats Lindgren and Hans Bandhold, authors of Scenario Planning
  • Helen Edwards and Derek Day, authors of Creating Passionbrands
  • Joe Trippi author of The Revolution Will Not Be Televized
  • Tom Peters, author of Re-Imagine
  • Adam Brandenburger, Ada Brandenberger and Barry Nalebuff, authors of Co-Opetition
  • Harro von Senger, professor and expert for Chinese strategemes (www.36strategeme.ch)
  • Marco Althaus, author of Kampagne!

The concepts that they present in their books are mostly identical to my own campaigning concept. They come from different directions and work in different fields, but the mindset is the same. Since five years now the idea has been around to bring these authors together in order to learn from each other and make the world a better place. Because learning works best when you work together on a solution that is challenging and inspiring, with everybody adding his knowledge and experience to create something that is more than the sum of all, the idea is to choose a problem that poses a real challenge to humankind, the solution of which will be contribution to the future of our planet and our societies.

Some of the authors above have already confirmed that they would like to participate. In 2009 I tried to delegate the fundraising for and organization of the event. Today I started to give it another try myself. I updated the flyer and website and during the coming weeks I will make an effort to find sponsors – foundations that are interested to support this or corporations that will get an additional value by being allowed to present their own problem to be solved by this high-potential group of strategists.

One Pager 2010 V01

Website: www.worldcampaigningforum.org