business campaigning, communitycation und kreatur

Campaigning ist für viele Menschen immer noch schwer zu fassen. Meine Ansprüche, den Begriff korrekt zu definieren, wie ich ihn in der Anwendung gelernt habe, als etwas, das weit über Kommunikation hinausgeht, als die Kunst alle Register ziehen zu können, um ein Ziel zu erreichen und Menschen zu bewegen, macht die Sache nicht gerade einfacher. Man muss sich schon intensiv damit auseinandersetzen, um die wahre Bedeutung und Vielfalt der Anwendungen zu erkennen und zu verstehen, warum Campaigning nicht einfach Wahlkampf ist oder eine bestimmte Art der öffentlichen Kommunikation.

Da wundert es auch nicht, dass viele nicht verstehen, dass meine Firma business campaigning GmbH immer wieder auch wie eine ganz normale Kommunikations- oder Kreativagentur funktioniert. Manche denken sogar, der Campaigning Summit Switzerland wäre unser Business. (In Wirklichkeit ist er mein teuerstes Hobby…)

Wir knacken in der Tat nicht nur harte Nüsse, sondern machen durchaus auch ganz normale Jobs, wie z.B. Flyer, Plakate, Online-Banner, Markenentwicklung (CI/CD), Medienarbeit, Social Media Kampagne, Inbound-Marketing usw.

Weil Menschen in Schubladen denken, haben wir deshalb drei eigene Marken geschaffen, die wir neuerdings wie getrennte Firmen kommunizieren:

  1. business campaigning ist die strategische Unternehmensberatung für Kommunikation, Management und Change. Und für die scheinbaren Impossible Missions.
    home-beratungsagentur
  2. Communitycation ist die Agentur für integrierte Community-Kommunikation. Hier werden Kampagnen geplant und umgesetzt, die Zielgruppen zum Mitmachen bewegen sollen.home-kommunikationsagentur
  3. Kreatur ist unsere Designagentur, die Corporate Design, Logos, Flyer usw. entwirft und gestaltet.  home-designagentur

Und plötzlich versteht man uns, habe ich jedenfalls den Eindruck.

Und was machen wir eigentlich? – Kampagnen. Aber anders.

Was das bedeutet, darüber schreibe ich beim nächsten Mal.

 

Campaigning, Kampagnenführung 2016 und die Sache mit dem Symphonieorchester statt Blasmusikkorps

Kürzlich las – und verzwitscherte – einen Blog-Beitrag einer PR-Agentur, die sich gerne mit Campaigning schmückt. Der Artikel ist nicht schlecht. Er enthält ein paar gute Ansätze, wie zum Beispiel den Vergleich mit dem Symphonieorchester (eine Vielfalt als Instrumenten) und dem Blasmusikkorps (nur eine Instrumente-Kategorie). Diesen Vergleich kennen wir ja schon seit mindestens 2002. Aber der Artikel ist noch nicht perfekt. Er braucht noch ein paar Feinschliffe und Korrekturen. Deshalb habe ich mir erlaubt, ihn zu korrigieren. Die korrigierte Version gibt es hier unten, das Original hier.

Der Plakataushang und breitangelegte Inseratekampagnen in den klassischen Medien allein haben noch nie genügt, um Menschen von Meinungen zu überzeugen und Haltungen zu verändern. Am Ende des Tages ist der Mix der eingesetzten Massnahmen – seit 2004 ein Mix auf digitalen und analogen Kanälen – zusammen mit der Glaubwürdigkeit der Akteure und weiteren Erfolgsfaktoren (siehe die 14 Strategischen Campaigning Grundsätze und die 21 Strategischen Campaigning Positionen) für den Erfolg einer Kampagne entscheidend. Meinungen haben sich schon immer vor allem im Austausch und können meist nur indirekt über Werbebotschaften, die über die klassischen „Ein-Weg-Kanäle“ verbreitet werden, beeinflusst werden. Denn gemäss der Netzwerk-Theorie gibt es in einer Gesellschaft ein paar wenige Menschen, die sich aktiv informieren und dabei alle Kanäle und Informationsquellen nutzen, zu denen sie Zugang haben. Diese Menschen sind meist auch gut vernetzt und beeinflussen dann im Gespräch bzw. Austausch ihr Umfeld. Meinungen en masse entstehen schon immer eher im Gespräch bzw. Austausch als durch den Konsum von Massenmedien durch die Massen. Diesen Netzwerk-Effekt machen sich Campaigner schon seit Jahrzehnten zunutze. Ich selbst lernte diesen Ansatz Ende der achtziger Jahre kennen und nutzen.

Mit anderen Worten: An Stelle eines Blasmusikkorps braucht es ein grosses Symphonieorchester, das auf einer ganzen Palette von Instrumenten zu spielen weiss – analog meiner Definition von Campaigning als der Kunst, alle Register ziehen zu können, um Ziele zu erreichen und Menschen zu bewegen. Eine zunehmend wichtigere Rolle spielen langsam auch die digitalen Kanäle, was ca. 18 Jahre nach den ersten vor allem im Internet geführten und erfolgreichen Kampagnen sich langsam als Erkenntnis durchgesetzt hat. Die Gouverneurs-Kampagne von Jesse Ventura 1998 gilt hier als wegweisend (Quelle).

Dialog statt „Ein-Weg-Kanäle“, wie in der Campaigning-Formel «I hoch 4»

Der aufgeklärte Stimmbürger will von einer Abstimmungs- oder Wahlempfehlung überzeugt werden. Dies kann am besten, wer mit den Leuten im Dialog steht und für jede Zielgruppe eine nutzenstiftende und individualisierbare Botschaft hat. Deshalb lautet auch seit 2003 die Campaigning-Formel, dass Campaigning das Produkt

Intention x Information x Interaktion x Intervention = (I hoch 4)

ist.  Die Interaktion steht hier für den Dialog. 

Der Einsatz der (seit 18 Jahren und deshalb nicht mehr wirklich) neuen dialogischen Kanäle muss deshalb von Anfang an in die Überlegungen einfliessen und prägt das Kampagnen-Design entscheidend mit – sofern dies Sinn macht. Welche Plattform im digitalen Campaigning und in der Markenbildung führend ist, hängt dabei jeweils sehr von der Zielgruppe, der geographischen Region und der Thematik ab. Aussagen wie «Die führende Plattform im digitalen Campaigning und in der Markenbildung ist heute Facebook» sind deshalb mit grosser Vorsicht zu geniessen.

Mittels Fokusgruppen-Analysen lassen sich die Argumente, die im Zusammenhang mit dem Kampagnenziel die grösste Wirkung haben, identifizieren. Mittels Target Community Labs™ lässt  sich sogar die gesamte Kampagnen direkt durch die Zielgruppe(n) entwickeln. Kampagnenprofis müssen die Vorgaben dann nur noch richtig umsetzen. 

Die durch die Zielgruppe selbst entwickelte Strategie erlaubt es dann, die Zielgruppen richtig – zielführend – zu dem zu bewegen, was man von ihnen möchte. Kontinuierliches Wiederholen der Argumente auf allen Kanälen (Social Media, Website, Medienarbeit, Flyer, Infografiken, Print, etc.) ist wichtig, reicht jedoch nicht aus, damit die umgesetzten Mehrheiten erreichen. Dazu braucht es noch ein wenig mehr. 

Wie kann man messbare Ziele für Social Media Strategien definieren?

Am Donnerstag werde ich für einen schweizweiten Branchenverband ein Referat zum Thema halten dürfen, wie sie ihre Social Media Präsenz verbessern können. Bei der Vorbereitung bin ich über einen Beitrag gestossen, der schön zusammenfasst, wie man recht einfach messbare Social Media Ziele setzen kann. Diese messbaren Ziele sagen vielleicht noch nichts über den ROI aus, wenn es um weitergehende Ziele geht, wie zum Beispiel ein Angebot zu verkaufen oder eine Abstimmung zu gewinnen. Aber immerhin machen sie mindestens Zwischenziele messbar und stellen so vielleicht Indikatoren für die Annäherung an das Hauptziel dar. Sie eignen sich zum Teil auch zum Berechnen des ROI von Social Media mittels meiner Formel, die ich in meinem Buch «Der relative ROI von Social Media» beschreibe. Ganz sicher wird das auch ein Thema sein, wenn ich beim nächsten Mal im Somexcloud Social Media Manager Intesivlehrgang zum Thema Strategie unterrichte. Denn Strategien ohne messbare Ziele sind wie Angeln ohne Haken.

How big is your brand’s social media engagement really?

I just read this article „What’s A Facebook “Like” Really Worth?“ in which the authors suggest a „a new Facebook Likes Per Million (LPM) equatio“.

Brand strength has traditionally been measured by the number of consumers actively engaged with a product or service—often requiring marketers to employ costly, complicated analytics. Now there is an alternative.

Using a simple formula, you can calculate brand value according to the size of your brand’s Facebook community, adjusted for company size.

Simply measuring the total number of Facebook “likes” doesn’t provide a true indicator of your brand’s shape. Larger companies predictably attract more followers simply because of their scale, and that doesn’t tell the whole branding story.

To find out the true popularity of a brand, you also need to take into account the size of your company’s revenue stream. In other words, how many brand zealots do you have per million dollars of revenue?

At Booz & Company, we developed the Facebook LPM ratio to answer this question. LPM requires two steps. First, tally your total Facebook likes and divide them by your company’s revenue. Then, do the same thing for your competitors to find who is really winning the branding race in your industry.

Interesting approach. But it ignores the fact that a page with 100 fans and 3’000 interactions per year (likes, comments, shares) and a large number of page views definitely has a bigger engagement than a page with 1’000 fans and the same number of interactions. The formula therefore should consider the engagement, too, not only the numbers of connections. Here comes a formula into play that I developed recently in the context of developing a formula for the relative social media ROI („Der relative ROI von Social Media„, my latest book; so far only in German).

Social Media ROI number of contacts

The formula adds the number of connections in a network plus the numbers of different interactions. In the context of ROI not the total number of interactions is of interest but the number of interactions noticed by others, including page views. Only that number gives you an estimate of the number of contacts that you made by posting on your page, or Twitter etc. Not every post and interaction gets seen. The different numbers are therefore multiplied with correction factors (R). If you use that formula instead of simply the number of likes the  LPM as mentioned in the article could be changed to a NKPM. And then it could be used to compare different brands on a much better basis.

P.S. Campaigning Summit Zürich 2013 – 7th June, with Social Media Campaigning Pioneer Joe Trippi. Let’s meet and discuss.

http://zurich.campaigning-summit.com

 

Live Interview durch SOMEXCLOUD

Im Rahmen der gestrigen Social Media Marketing Konferenz wurde ich auch noch interviewt, wobei das Interview live via Google Hangout On Air ausgestrahlt wurde. Im Nachhinein betrachtet hätte ich wohl eine Regieanweisung gebrauchen können, wo ich hinschauen soll, aber immerhin rede ich recht verständlich.

Video: Der relative ROI von Social Media

Gestern durfte ich an der Social Media Marketing Konferenz in Zürich meine Formel zur Berechnung des relativen ROI von Social Media vorstellen, die ich auch in meinem neuesten Buch erläutere (Kindle-, Taschenbuchausgabe. Vielen Dank an Justyna Grund, die mich filmte und das Video in ihren YouTube-Kanal stellte. Es war auch eine tolle Gelegenheit, auf das Campaigning Summit Zürich 2013 hinzuweisen, das am 7. Juni zum ersten Mal in der Schweiz stattfindet, mit DEM Social Media Campaigning Pionier, der die Grundlagen für die erfolgreiche erste Wahlkampagne von Barack Obama schaffte – Joe Trippi

„Community-Marketing erweitert den klassischen Marketingmix“ (reloaded)

Heute morgen hat SonntagsZeitung-Redakteur Barnaby Skinner darüber getwittert, dass Lady Gaga nun ihr eigenes Social Network gegründet hat. Das erinnerte mich an einen Artikel, den ich am 13. Deze,her 2006 in der Handelszeitung veröffentlichen  durfte, in dem ich voraussagte, dass Agenturen in Zukunft eigene Communities aufbauen werden, innerhalb derer sie dann für ihre Kunden ganz gezielt kommunizieren und vermarkten können, weil sie diese Community sehr gut kennen und ein gewisses Loyalitätsverhältnis besteht:

Community-Marketing erweitert den klassischen Marketingmix

Diesen September kaufte Rupert Murdoch die Jugendplattform MySpace, im Oktober Google die Plattform YouTube, und Sat1 beteiligte sich an Lokalisten.de. Hintergrund für das wachsende Interesse an Online-Communities ist die Erkenntnis, dass sie für das Marketing in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden – unter anderem, weil man hier gezielt das junge Publikum ansprechen kann, das sich von den klassischen Kanälen mehr und mehr abwendet.

Communities – ob online oder offline – zeichnen sich durch eine Reihe von Faktoren aus, die sie für das Marketing besonders interessant machen. Sie haben gleiche Interessen oder stehen hinter einer verbindenden Idee, teilen sich quasi eine Lebenswelt, sind ohne grosse Streuverluste effizient und effektiv zu erreichen und nicht selten untereinander vernetzt. Letzteres erleichtert das Initiieren von viraler Kommunikation, bei der Informationen, Ideen oder Botschaften sich ähnlich verbreiten wie Viren, im Wesentlichen also gratis. Communities sind auch relativ leicht zu mobilisieren, weil die gemeinsame Idee dazu führt, dass sie sich auch gerne ehrenamtlich engagieren. Dies wiederum erleichtert den direkten Dialog mit der Zielbzw. DialogGruppe, was hilft, die Kommunikation permanent zu verbessern und eine effiziente Wirkungskontrolle zu betreiben.

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«Eher lust- als marketinggetrieben»

Unter diesem Titel berichtet die Werbewoche über die Ergebnisse einer Umfrage zu Social Media Kampagnen. Ich habe den Artikel heute zufällig entdeckt. Umso mehr freut es mich, gleich mehrmals erwähnt zu sein. Und seReive ist auch noch erwähnt. Rock’n’Roll!

«Eher lust- als marketinggetrieben»

Nicht nur die Überflieger, sondern auch kleinere Auftritte setzen Social Media zu ihrem Vorteil ein.

Zum (vorläufigen) Abschluss der Serie mit Mini Case Studies über den Einsatz von Social Media geht es nicht um die grossen Namen und um die Überflieger, sondern um Beispiele, die in der WEmad.org-Rangliste weniger prominent platziert sind. Denn diese können in ihrem jeweiligen Umfeld betrachtet genau so erfolgreich sein – auch wenn sie keine riesigen Fan-Zahlen vorweisen.

Angelink: Wir nutzen Facebook nicht mit grossem wirtschaftlichen Kalkül, sondern spontan», sagt Markus Gabriel, Inhaber und Creative Director der auf Online- und Social-Media-Marketing spezialisierten Crossover-Agentur Angelink AG. Es gehe darum, mit der Facebook-Seite «die menschliche Seite der Firma spürbar machen» und auch, um die Reichweiten von Web-Posts zu steigern. Man habe Freude an der «Spielwiese Facebook» und betreibe die Seite «eher lust- als marketinggetrieben». In einer kleinen Firma sei das dann vor allem Chefsache, doch es gelte: «Jeder darf, keiner muss.» So werde nichts geplant, und Facebook diene «als Gefäss für spontane Einfälle, die dann eine Heimat kriegen und sonst versanden würden». Und auch das hat einen positiven Effekt, kommt Gabriel doch zum Schluss: «Einige, die uns vorher nicht kannten, halten uns jetzt für empfehlenswürdig.»

Comparis: «Wir mussten lernen, dass unsere Kernkompetenzen Krankenkassen und Versicherungen keine Themen sind, die in Social Media ohne weiteres funktionieren», bringt Dominique Candik die bisherigen Erfahrungen auf den Punkt. Er kümmert sich als Online Marketing Manager beim Vergleichsdienst Comparis auch um alle Inhalte, Auftritte bzw. Funktionen im Bereich Social Media. Am Anfang sei auch noch nicht klar verstanden worden, dass das alleinige Verbreiten von News über diese neuen Kanäle «im Grunde nicht dem Wesen von Social Media entspreche». So versuche man heute, einen guten Mix zwischen Information und Unterhaltung zu bieten. Man wolle «den Dialog mit unseren Usern gezielt fördern, um Mehrwert zu schaffen ». Auf Facebook gibt es vier Fanpages zu unterschiedlichen Themen, doch sei hier «das Potenzial sicherlich noch nicht ausgeschöpft». Doch auf Twitter (786 Followers) und auf YouTube (250 000 Views) könne man «gute Zahlen vorweisen». Allerdings sei man nicht nur an quantitativen Zielen (Anzahl Fans) interessiert, sondern wolle «vor allem auch qualitativ gut kommunizieren». Deshalb setzt Comparis zur Erklärung der eher trockenen Inhalte auf witzige und unterhaltende Clips, um die User so vermehrt auch über emotionale Inhalte anzusprechen.

Hostpoint: Der (nach eigenen Angaben) führende Schweizer Webhosting Provider hat für die Betreuung des Social-Media-Auftritts Thomas Brühwiler verpflichtet, der seit Jahren als «BloggingTom» in der Online-Szene bekannt ist und über ein entsprechendes Know-how und Kontakte verfügt. Für ihn ist «reine Informationsverteilung über die sozialen Kanäle als Werbeschleuder ein absolutes ‹nogo› ». Dafür sei der Dialog mit bestehende Kunden und neuen Interessenten «sehr vielfältig» und betreffe Auskünfte zu den Dienstleistungen bis zu Supportanfragen. Dabei hat man sich bisher vor allem darauf konzentriert, Twitter als Kommunikationskanal zu etablieren. Nach den Sommerferien soll es verstärkte Aktivitäten auf Facebook geben, denn da habe man sich «bewusst etwas Zeit gelassen ». Er betont, Hostpoint nehme aktiv an der Community teil und habe von Anfang an als Presenting Partner die zweimonatlich in Zürich stattfindende Social-Media-Party pokeRT unterstützt. Denn, so Brühwiler, «wir glauben, dass sich ‹social› nicht nur auf online beschränkt.»

Aeropers/SwissALPA: Als im letzten Herbst die Verhandlungen der Piloten mit der Swiss um einen neuen Gesamtarbeitsvertrag stagnierten, lancierte der Piloten-Personalverband einen Social-Media- Auftritt, wie Vorstandsmitglied und Pressesprecher Thomas Steffen berichtet. «Wir sind sehr zufrieden », denn «sehr schnell» habe es «eine beachtliche Zahl» von Fans auf der Facebook-Seite gegeben, und auch der Blog werde von den Medien gelesen und zitiert. So habe man erreichen können, dass über die wahren Fakten berichtet werde und nicht einfach die Darstellungen des Arbeitgebers übernommen wurden. Hingegen habe man beim Aufbau und Betrieb der Social-Media-Aktivitäten von der Swiss gelernt, sich aber von einem erfahrenen Profi beraten lassen. Den Aufwand für Social Media kann Steffen nicht beziffern, «weil vieles in der Freizeit stattfindet».

Pensionskassenverband ASIP: «Social Media ist für uns ein wichtiger Kanal, um mit Teilen der interessierten Öffentlichkeit einen direkten Austausch pflegen zu können, aber auch, um unsere Informationen, die ja eigentlich die ganze Bevölkerung betreffen, direkt und ungefiltert, ohne grosse Kosten, an die Öffentlichkeit zu bringen», sagt Peter Metzinger von Business Campaigning Switzerland, der den Aufritt im Auftragsverhältnis betreut und dafür 15 Stellenprozente aufwendet. Auslöser für das Social-Media-Engagement war die eidgenössische Abstimmung über die Anpassung des Umwandlungssatzes vom März 2010. Damals seien, so Metzinger, «massiv falsche Informationen über die zweite Säule verbreitet» worden. Also wurde im Mai 2010 ein Pilotprojekt gestartet, mit dem Ziel, den Traffic auf der Website www.mit-uns-fuer-uns.ch zu erhöhen und die Bevölkerung zu ermuntern, sich mit Fragen direkt an den ASIP zu wenden. Es sei «nicht so einfach», alle zwei bis drei Tage interessanten Content aus der Pensionskassenwelt zu produzieren, weshalb Metzinger auf das tägliche Medienund Webmonitoring zurückgreift und die interessantesten Artikel herausgreift, sie kommentiert oder sie zum Anlass für eigene Beiträge nimmt. «Die grösste Herausforderung ist es, genügend Aufmerksamkeit zu bekommen und Dialoge anzuregen. Das Thema Pensionskassen ist für viele zu weit weg und zu wenig emotional.» Doch es läuft gut: «Wir haben es geschafft, genau soviel Traffic zu generieren, wie wir direkt vor der Abstimmung hatten, als das Interesse am Thema in der Bevölkerung sehr hoch war. Auf Twitter sind wir gut auf der Zielgeraden, dass uns wichtige politische Meinungsmacher folgen.»

Business Campaigning Switzerland: Metzinger ist ein Pionier beim Einsatz von Online-Kommunikationstools. Er bloggt und ist selber auf Social- Media-Kanälen aktiv, wozu er die Eigenentwicklung seReive verwendet, um gleichzeitig auf mehreren Kanälen zu posten. Die gegenwärtige Entwicklung kommentiert er kritisch: «Ich sehe in den letzten eineinhalb Jahren einen ungesunden Hype, der mich befürchten lässt, dass ihm eine grosse Enttäuschung folgen wird.» Denn: «Zu viele Unternehmen und Organisationen haben erstens keine richtige Social-Media-Strategie und sind sich zweitens nicht bewusst, wie gewaltig der Kulturwandel im Unternehmen sein muss, um Social Media richtig einsetzen zu können, so, dass es sich auch wirklich lohnt.» Zwar gebe es viele Anbieter mit Stärken im operativen Bereich, aber es gebe zu wenig strategisches Know-how.

Christoph J. Walther

Facebook Like – How To Combine Online And Offline

Yesterday I came across a couple of nice examples that show creative ways how to combine Facebook Likes online and offline. Have a look:

suxedoo – Los. Spiel. Gewinn

Fast hätte ich es vergessen: letzten Freitag schrieb ich einen Blogbeitrag auf dem pro:campaigning-Blog zur Currywurst Campaigning Night am 27. April 2010. Live-Blog, am Folgetag noch geringfügig redaktionell überarbeitet:

rwaltungsratspräsident und Interim-Geschäftsführer von suxedoo stellt die Online Tombola Plattform vor, die geschaffen wurde aufgrund der Idee, dass man mit Online Tombolas Communities gründen kann, die man dann für Werbezwecke einsetzen kann. Bei suxedoo können Partner (Firmen) und Einzelpersonen Tombolas lancieren, die User können Lose erwerben, diese einsetzen und gewinnen – oder eben auch nicht.

Den Artikel in voller Länge gibt’s hier: http://procampaigning.wordpress.com/