LinkedIn – Im Netz der Karrieristen läuft einiges schief

Ein Artikel von heute aus der Schweiz am Wochenende erinnert mich an eine eigene Geschichte mit LinkedIn: man kann den Profilen dort nicht trauen.

Vor ein paar Monaten entdeckte ich, dass unser früherer Mitarbeiter S. P. in seinem LinkedIn-Profil angibt, er sei bei business campaigning GmbH als Campaign Manager mit einer Budget-Kompetenz von 50’000 CHF angestellt gewesen. Tatsache ist: er hatten einen Job als Junior Campaigner und nur in einem einzigen Fall überhaupt Budgetkompetenz – über max. 1’500 CHF, niemals jedoch über 50’000 CHF.

Daraufhin kontaktierte ich LinkedIn, um das Netzwerk auf diese Falschangaben hinzuweisen. Ich wollte verhindern, dass zukünftige Arbeitgeber in die Irre geführt werden und jemanden als «erfahrenen» Campaign Manager einstellen, der bisher nur Erfahrung als Junior sammeln konnte. Und was tat LinkedIn daraufhin? Sie antworteten, sie hätten S. P. kontaktiert und dieser habe angegeben, es stimme alles. Dann legten sie den Fall zu den Akten, obwohl ich anbot, schriftliche Beweise für die Falschinformationen zu liefern.

Fazit: traue niemals einem LinkedIn-Profil. Es gibt keinerlei Qualitätsgarantie.

Und hier noch der Artikel über weitere Verfehlungen im Karrieristen-Netzwerk:

epaper-service.azmedien.ch/Nachrichten/24-akt-linkedin-p1060433.html