Liberale foutieren sich nicht um Klima und Umwelt | NZZ

Mit Ach und Krach hat die FDP eine eigene Klima- und Umweltpolitik entworfen. Spät tat sie das, und erst noch in einem Wahljahr. Das ist riskant. Allerdings: Dass sich der Freisinn dem Thema zuwendet, ist richtig. Und dürfte ihm längerfristig helfen.

In den letzten vierzig Jahren wurde es zu einem Axiom: Umweltpolitik ist links. Muss das bis in alle Ewigkeit so bleiben? Und ist es zweckdienlich, wenn eine liberale Partei die Umwelt- und Klimapolitik ganz den Links-Grünen überlässt? Sicher nicht. Liberale foutieren sich nicht um Klima und Umwelt! 

— Weiterlesen www.nzz.ch/meinung/liberale-foutieren-sich-nicht-um-die-umwelt-ld.1492923

Umweltschutz: Vor den Grünen kämpften Konservative für die Natur

Widerstand gegen die Naturzerstörung gibt es seit Beginn der Moderne: Bereits früh formulierten Konservative Kritik an der Umweltzerstörung. Heute besetzen linke Parteien das Thema – wieso eigentlich?
— Weiterlesen www.nzz.ch/feuilleton/umweltschutz-vor-den-gruenen-kaempften-konservative-fuer-die-natur-ld.1478871

Das angeblich fehlende Umweltbewusstsein der FDP ist auch eine Folge falschen Denkens

Als ich vor vielen Jahren die Mitglieder der FDP im Kreis 3 in Zürich kennenlernte und selbst noch kein Mitglied war, war ich überrascht, wie viele von ihnen in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz die gleiche Position vertraten, wie ich.

Von aussen hatte die Partei ja schon damals das Image, nicht besonders umweltbewusst zu politisieren. Doch am mangelnden Bewusstsein fehlte es nicht. Vielmehr herrschte Einigkeit, dass man Umweltschutz viel schneller und besser durch Innovationen erreicht, als durch Verbote, die erstens jederzeit wieder aufgehoben werden können und zweitens im Widerspruch zu einer liberalen Lebens – und Wirtschaftsweise stehen.

Wie ich schon in meinen letzten beiden Beiträgen auf diesem Blog dargelegt habe, sind viele Lösungen schon da, andere müssen noch entwickelt werden, aber so oder so werden es Unternehmer und Unternehmen sein, die sie an den Markt bringen und uns damit wesentlich schneller in eine nachhaltige Wirtschaftsweise führen, als dies durch die ewigen Streitereien möglich sein wird, die entstehen, wenn man anderen versucht, eine bestimmte Lebensweise aufzuzwingen.

An diesem falschen Image ist aber auch Smartvote schuld. Anfang letztes Jahr schon habe ich kritisiert, dass man dort als wenig umweltbewusst eingestuft wird, wenn man Unweltpolitik nicht mit Verboten betreiben will. So erging es auch mir.

Das macht aber doch keinen Sinn. Entscheidend für das Umweltbewusstsein sollte doch sein, welche Priorität man einer nachhaltigen Wirtschaftsweise einräumt und was man alles unternimmt, um diese zu ermöglichen. Verbote sind nur ein Teil des Repertoires, dass einem zur Verfügung steht. Dass dieses bei Smartvote überbewertet wird bzw. sogar als fast das einzige Kriterium gilt, ist ein grober Fehler im System.

Er führt dazu, dass Politiker/innen, die sehr wohl sehr umweltbewusst sind und auch sehr viel für den Schutz der Umwelt konkret unternehmen – wie zum Beispiel FDP-Kantonsrat Andreas Geistlich – bei Smartvote als wenig umweltbewusst eingestuft werden. Es wäre höchste Zeit, dass man das endlich mal korrigiert.

Kommentar zum Artikel „CO2-Gesetz: Bei der FDP brodelt es“ #FDPnachhaltig

„Peter Metzinger, FDP-Gemeinderat in Dietikon… lancierte gestern auf den sozialen Medien den Hashtag #fdpnachhaltig. Dort können FDP-Mitglieder mitteilen, was sie in Sachen ökologischer Nachhaltigkeit konkret unternehmen.“

Zahlreiche Zeitungen berichten heute über die Debatte, die innerhalb der FDP in der Schweiz über den Klimaschutz geführt wird. Anders als viele ausserhalb der Partei meinen, gibt es innerhalb sehr grosse Unterstützung für eine griffige, clevere, innovative, aber auch liberale Klimaschutz-Politik.

Darunter nicht nur die Basis, sondern auch die meisten Ständeräte, wie der Artikel aufzeigt. Diese werden nun als nächste das neue CO2-Gesetz beraten. Das gibt Hoffnung. Denn der Klimawandel kommt schneller als gedacht und nun droht sogar ein sich selbst beschleunigendes, davon galoppierendes Szenario. Siehe Bild der Wissenschaft, Deutsche Welle und FAZ, um nur drei glaubwürdige Quellen zu erwähnen.

Deshalb müssen auch die Massnahmen massiv beschleunigt werden. Greta hat recht, was das angeht. Taten statt Worte sind notwendig. Individuelle Massnahmen genügen jedoch nicht, Verzicht wird das Problem genauso wenig lösen, wie Verbote oder der Versuch, anderen einen bestimmten Lebensstil aufzuzwingen, weil dies nur Streit verursacht und wir keine Zeit mehr haben, zu streiten.

Die Lösung kann nur in einem Systemwechsel liegen, hin zu einer Kreislaufwirtschaft und in der Zwischenzeit, bis wir dort sind, eine clevere Ressourcen-Nutzung. Es gibt so viele clevere Lösungen, von Startups und Forschen entwickelt, aber noch zu wenig bekannt und zu wenig genutzt.

Beispiele:

www.climeworks.com, www.simplyhome.tech

Solche Innovationen müssen wir nun beschleunigt voranbringen, um mit Hilfe der schweizerischen Innovationskraft innovative und clevere Lösungen auf den Markt zu bringen, die das Klima schützen, Arbeitskräfte schaffen und der Welt als Vorbild dienen können. Wir schaffen das, wenn wir wollen. #FDPnachhaltig

Mehr zu Debatte innerhalb der FDP hier:

https://epaper-service.azmedien.ch/Nachrichten/0902-the-klima-noser-p1020136.html

«Freisinnige Klimakatastrophe»

Die Republik berichtet heute über die Gründung von Forum Futur und erwähnt mich dort als Initianten:

Der Zürcher Kantonsrat (Olivier Hofmann) glaubt, dass sich analog zur «FDP Urban» bald eine parteiinterne Bewegung für Klimapolitik formiert.

Tatsächlich: Einige Freisinnige haben diesen Weg bereits eingeschlagen.

Peter Metzinger, FDP-Gemeinderat aus Dietikon, hat – als Reaktion auf die Debatte im Nationalrat – eine Website unter dem Namen «Forumfutur» online geschaltet. Der Unternehmer baut mit rund einem Dutzend weiterer FDPler ein Kompetenznetzwerk auf. Die Politiker planen, Empfehlungen für eine nachhaltige Klimapolitik auszugeben. Dies auch mit dem Ziel, die parteiinterne Klimadebatte zu beeinflussen.»

Den Artikel in voller Länge gibt es hier: www.republik.ch

uno_sdg_transparent.pngDie Idee dazu entstand schon vor etwa einem Jahr zusammen mit Marco Weber, bis vor kurzem Präsident der FDP Zollikon. Auf dem Rückweg von Chur (ich hatte dort für die FDP Graubünden ein Referat mit dem Titel «Gibt es nur in Amerika modernen Wahlkampf oder geht das auch in Graubünden?» gehalten) waren wir uns einig, dass die FDP als Staatsgründer-Partei auch eine besondere Verantwortung für die Zukunft der Schweiz hat.

Diese setzt eine umfassende und ganzheitliche Betrachtung dessen voraus, was die Wahrung wirtschaftlicher Interessen in Wirklichkeit bedeutet und wie diese in Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen («SDG») der UNO zu bringen sind. Ein funktionierendes Staatswesen, das Freiheit ermöglicht, muss liberale Lösungen für Probleme rechtzeitig entwickeln und umsetzen, bevor sie sonst unweigerlich nur noch mit Verboten bekämpft werden können.

Der Klimawandel ist ein solches Problem. In einer Welt, die mehr und mehr vom Klimawandel gebeutelt wird, werden wir auch mehr und mehr unserer Freiheiten verlieren.

Um auch nur das Schlimmste zu verhindern, braucht es schon heute drastische Massnahmen. Um ohne unnötige Einschränkungen unserer Freiheit das Schlimmste verhindern zu wollen, müssen jetzt sofort liberale Lösungen auf den Tisch und umgesetzt werden. Weiteres Abwarten können wir uns nicht mehr leisten.

Wir könnten zum Beispiel den Umbau des Energiesystems viel schneller vorantreiben, wir könnten eine Mobilität entwickeln, die dank einer cleveren Sektorenkoppelung (Power-to-Gas / Power-to-Fuel) sowohl den Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion vorantreibt, um irgendwann auch Elektromobile klimaneutral fahren zu können (das tun sie nämlich heute nicht, solange noch Kohlestrom im Netz ist), als auch die bestehende Flotte – bis sie ausgedient hat – mit synthetischen Treibstoffen betanken und somit klimaneutral fahren. Mehr dazu siehe hier: www.CleanFuelNow.com

Aber dazu müssten die linken und rechten Enden des politischen Spektrums endlich Kompromisse eingehen, wie sie immer als wesentlicher Erfolgsfaktor der Schweiz gegenüber dem Rest der Welt galten. Die aktuelle Blockadepolitik, das Muskelspiel darum, wer die Macht im Lande hat, führt nicht zu Lösungen, sondern zu Stillstand. Wer zum Beispiel kein Inlandziel für die CO2-Reduktion will – dafür git es nachvollziehbare Gründe – muss das Problem mit der Kontrolle lösen. Alles andere ist Augenwischerei.

Wenn wir so weitermachen wie bisher, dann werden wir irgendwann um Verbote nicht herumkommen, um wenigstens die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu verhindern. Der vergangene Sommer sollte als eindringliches Warnzeichen gelten.

Nur ein Beispiel, um das Ausmass dessen zu demonstrieren, was wir als einen der schönsten Sommer der Geschichte erlebten: der Rhein bräuchte mehrmonatigen und flächendeckenden Niederschlag , damit sich die Tiefe der Fahrrinne im Rhein zumindest mittelfristig bessert (Spektrum der Wissenschaft).

Wollen wir unsere Freiheit schützen, müssen jetzt Lösungen her. Diese zu identifizieren, vorzuschlagen und voranzubringen, sachorientiert auf wissenschaftlicher Basis und frei von jeglicher Ideologie, das wäre eigentlich die Aufgabe der FDP.

Und das werden wir uns wahrscheinlich als eine der Kernaufgaben von Forum Futur definieren. («Wahrscheinlich» deshalb, weil die entscheidende Besprechung erst in den kommenden Tagen stattfindet und dann erst definitiv entschieden wird. Bis dahin ist dies nur meine persönliche Meinung.)

Die Ereignisse überschlagen sich genauso wie die Besorgnis erregenden Nachrichten von der Klimafront. Dass über die Gründung von Forum Futur in der Republik berichtet wurde, kam überraschend und schnell. Weitere News folgen.

P.S. In den Worten eines Parteikollegen:

Ja, ich will! Ich will die Vision einer CO2-freien Schweiz, Ja ich will dies mit liberalen Ansätzen, ich glaube an unseren Erfindergeist und unser Können. Dafür brauchen wir einen schlanken Staat, der Leitplanken setzt und effizient arbeitet.
Ja, der Staat soll bei 35% des BIP gedeckelt werden. Wir benötigen ein neues Jahrhundert mit industrieller Innovation. Deshalb sind wir FDP.

Mein Unterstützerkomitee stammt bisher aus dem Limmat Tower. Wieso eigentlich?

Die ersten Namen meines Unterstützerkomitees sind nun online – bisher alle aus dem Limmat Tower. Das ist sicher das Ergebnis meines Engagements für die Interessen der Stockwerkeigentümerinnen und -eigentümer und für eine anständige und vollständige Behebung der letzten vorhandenen Baumängel.
Solche Mängel gibt es bei jedem Neubau. Sie sind nichts Aussergewöhnliches und der Limmat Tower ist ein tolles Gebäude, in dem ich sehr gerne wohne. Jedoch wäre es wünschenswert, wenn die Halter AG und Priora AG sich nicht so viel Zeit mit der Mängelbehebung lassen würden. Ich engagiere mich dafür, dass diese vollständig und zügig behoben werden und dass die Eigentümer das nicht selbst und auf eigene Kosten machen müssen. Schliesslich wurden die Firmen schon dafür bezahlt, ein mängelfreies Gebäude zu erstellen.
Eigentlich sollte man 20 Prozent des Kaufpreises auf ein Kautionskonto zahlen und erst dann freigeben, wenn die Mängel alle behoben sind. Leider versagt hier bei Stockwerkeigentum der Markt. Mit verschiedenen Nationalrätinnen und Nationalräten habe ich schon darüber gesprochen, ob man ein solches Kautionskonto nicht gesetzlich und obligatorisch verankern sollte. Die Idee stiess auf grosses Interesse. Ich bin gespannt, wie es damit weitergeht.

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Fürs Limmatfeld in den Gemeinderat?

Am 4. März 2018 wählt Dietikon einen neuen Gemeinderat. Damit das Limmatfeld dort vertreten ist, habe ich entschieden, zu kandidieren.

Zudem engagiere ich mich für eine Stärkung des Standorts Dietikon im allgemeinen und schon lange für nachhaltige Arbeitsplätze durch Innovation und gute Rahmenbedingungen, sowie eine nachhaltige und gleichzeitig wirtschaftsfreundliche Energie- und Verkehrspolitik.

Gute Rahmenbedingungen für Startups, hochwertiges Bauen und die Chancen der Digitalisierung runden meine Themen ab.

Melden Sie sich für meinen Newsletter an, like Sie meine Facebook-Seite und  wählen Sie am 4. März 2018 die Liste 4.

Die Schweiz ist ein Entwicklungsland!

Vorgestern auf dem Weg zu einem gemeinsamen Kunden diskutierte ich mit Roger Huber, dem Präsidenten des Schweizer Verbands Krisenkommunikation, über den Stand des Campaigning in der Schweiz. Auslöser waren die jüngsten Aufsehen erregenden Kampagnen, bei denen sich immer die Akteure durchsetzten, die auf modernste Technologie, zeitgemässe Kampagnen-Techniken und konsistente Strategien setzten. Zudem schafften sie es, ihre Zielgruppen bei den richtigen Emotionen zu packen. Neu ist das alles nicht. Von US-Wahlkämpfern wie Joe Trippi – aber auch von Greenpeace in den neunziger Jahren – könnte man hierzulande noch viel lernen. Das Resultat dieser Diskussion ist die folgende Medienmitteilung, mit der wir hoffen,  die Parteien, Unternehmen und Verbände in der Schweiz ein wenig wachzurütteln. Für gutes Campaigning und gegen stumpfe Streukommunikation.

Medienmitteilung des Campaigning Summit Zürich vom 26. April 2013

Die Schweiz ist ein Entwicklungsland!

Nach der Kampagne gegen die Abzocker-Initiative und der FDP-Wahlniederlage in Zürich sind sich Campaigning-Profis in einem Punkt einig: die Schweiz ist ein Kampagnen-Entwicklungsland. Die meisten Parteien, Unternehmen und Verbände verpassen Chancen, ihre Zielgruppen wirkungsvoll zu erreichen. Wenn sie es versäumen, zeitgemässe Strategien, Taktiken und Technologien einzusetzen, gewinnt die Konkurrenz. Strategie, Organisation und Technologie werden dann gewichtiger als Argumente – vorausgesetzt, sie treffen auf das richtige Umfeld.

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