Mit Crowdfunding 100 Tonnen CO2 aus der Luft filtern

Yes, we can, Mr. Trump! Und zwar CO2 aus der Luft filtern. Wir brauchen keine USA, wir packen selbst an. Letzte Woche war ich dabei, als in Hinwil die weltweit erste kommerzielle Anlage zum Filtern von CO2 aus der Atmosphäre in Betrieb ging, erfunden und installiert von ClimeworksHier gibt es einen tollen Bericht dazu (nur auf Englisch). Es war sehr bewegen und gab einem das Gefühl, einem historischen Moment beizuwohnen, weil damit der Beweis erbracht wurde, dass man CO2 aus der Luft nicht nur aus der Luft filtern und unterirdisch, wo es mit Gestein reagiert, sicher lagern kann, sondern man kann es auch als Rohstoff nutzen und damit fossile Energie ersetzen. Und das ganze einen Tag bevor Trump nur Mist erzählte, als er ankündigte, die USA würden sich vom Pariser Klimaabkommen verabschieden.

Wie das mit Campaignern so ist, führen solche Reaktionen manchmal zu Gegenreaktionen, getreu dem Motto «putting words to action». Und so haben wir von business campaigning GmbH nun eine Crowdfunding-Kampagne lanciert, mit der wir einerseits das Beseitigen von 100 Tonnen CO2 aus der Luft finanzieren wollen und andererseits Aktivitäten, die es weltweit bekannt machen, dass die Menschheit nun eine Chance hat, mit Innovation und Technologie den Klimawandel zu bekämpfen.

Unser Ziel ist es, 50’000 Franken zusammenzubekommen. Ab 1 Franken ist man dabei. Wir freuen uns über jeden einzelnen, der mitmacht und damit nicht nur CO2 aus der Atmosphäre entfernt, sondern auch ein Startup unterstützt. Let’s make it mit wemakeit:

https://wemakeit.com/projects/let-s-remove-100-tons-co2 

Analyse der US-Präsidentschaftswahl in 1’430 Zeichen

Wenn man über die Details dieses Wahlkampfs hinweg schaut, zeigt sich aus der Vogelperspektive ein gemeinsamer Nenner, der alles andere, was diesen Wahlkampf ausmachte, dominierte: Donald Trump gab sich nicht anders als die Konkurrenz, sondern komplett anders. Damit hat er nicht nur den Strategischen Campaigning Grundsatz Nr. 1 in Perfektion umgesetzt, sondern obendrein auch noch die Sehnsüchte einer grossen Mehrheit in den USA direkt angesprochen, einer Mehrheit, die sich nach Jahren des wirtschaftlichen Abstiegs nach Veränderung sehnt – Veränderung, wie Barack Obama sie versprochen, aber dann doch nicht bewirkt hat, weil auch er zum Establishment gehört.

Eine Empfehlung für Rockbands lautet: «Versucht nicht besser zu sein, denn das ist sowieso Geschmacksache. Stattdessen versucht, komplett anders zu sein. Darüber kann sich dann niemand mehr streiten, aber wer anders ist, fällt auf und prägt sich ins Gedächtnis ein». Beispiele: KISS (die mit der Schminke im Gesicht), AC/DC (die mit dem Gitarristen in der Schuluniform), The Beatles (die Pilzköpfe in Anzügen), usw.

Donald Trump ist so anders, dass er nicht einmal darauf achten musste, was er konkret von sich gab. Er konnte sich fast alles erlauben. Hauptsache, es war anders – und er war anders. Sein Toupet ist nicht die Krönung, sondern die Krone seiner Präsidentschaft. Am Ende werden wir uns an den «Präsidenten mit dem Toupet» erinnern. So sind wir Menschen.