Dualist*innen-Talk: Peter Metzinger “Mr. Campaigning”

Heute morgen ist der folgende Beitrag im dualist.cc-Forum erschienen:

«Sind mehr Systematik und stärkere Professionalisierung die Lösung? Eine Kultur-Lobby? Learning from Greenpeace? Mit Peter Metzinger aka Mr. Campaigner gehen wir diesen und anderen Fragen nach.

Über mehr Selbstbewusstsein in der Kultur, darüber, dass es keine Schwarzweiss-Lösungen gibt und weshalb sich die «Fronten zwischen Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft aufweichen» sollten.

Peter Metzinger im Gespräch mit Dualist Initiantin Fosca Tóth.»

Hier geht es zum Podcast.

Das Dilemma der sozialen Medien ist ein Dilemma für unsere Demokratien

Was ist Wahrheit? Können wir uns überhaupt noch auf eine Wahrheit einigen? Zerstören die sozialen Medien unsere Demokratien und spalten unsere Gesellschaften bis hin zu Bürgerkriegen?

Das sind Fragen, mit denen sich «Das Dilemma der sozialen Medien / The Social Dilemma» (auf Netflix) auseinandersetzt. Ich habe es eben gesehen und für sehr gut befunden. Es trifft genau den Nerv der Probleme, mit denen wir immer mehr konfrontiert werden.

Kaum ein grosses gesellschaftliches Problem – Pandemiebeämpfung, Klimawandel, Erneuerung unserer Mobilfunk-Infrastruktur – kann noch gelöst werden, weil Desinformation, Polarisierung, Hass und ein vermeintliches Recht auf eigene Meinung bar jeder Faktenbasiertheit jeden vernünftigen Diskurs kaputt machen.

Dahinter stecken umsatzorientierte Algorithmen, die nur ein Ziel haben: dass wir mehr und mehr Zeit in den Social Media verbringen.

Lassen wir uns das bieten? Oder stellen wir uns dagegen?

Die Antwort auf diese Frage wird die Zukunft der Menschheit entscheiden.

Mehr dazu hier.

Und wer sich gegen Desinformation (-skampagnen) engagieren möchte, kann mir hier folgen: www.ReclaimTheFacts.com

22 Jahre Campaigning Training

Heute sind es ganz genau 22 Jahre her, seit ich das erste Mal ein Campaigning-Seminar durchgeführt habe. Grundlage waren Spielregeln und Erfolgsrezepte, deren ich mir während meiner Zeit bei Greenpeace bewusst geworden war.

Beim ersten Seminar überforderte ich die Teilnehmenden noch masslos mit viel zu viel Material, das sie in einem Tag gar nicht verarbeiten konnten. Ihr Feedback half mir dann, das Konzept weiterzuentwickeln, so dass das nächste Seminar im April 1998 schon wesentlich besser verarbeitet werden konnte.

Was ist seitdem passiert?

Im Rahmen von Seminaren und einzelnen Kurstagen als Bestandteil von Weiterbildungen habe ich schätzungsweise 2’500 bis 3’000 Personen in der Anwendung meines Campaigning-Modells unterrichtet, in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Vietnam und den USA. Ich habe zwei Bücher auf seiner Grundlage veröffentlicht und es vor kurzem nochmals weiter vereinfacht, in Form von vier Dreiecken, die es zu berücksichtigen gilt, wenn man etwas verändern will, egal ob Unternehmenskultur, Politik oder Marktverhalten.

The Science of Change Modell, Stand 12. Februar 2020

Ich habe mit meinem Campaigning-Modell hunderte von Klienten beraten, unter anderem das World Economic Forum in Davos mit dem Konzept für das Open Forum und eine politische Partei, die daraufhin 23.5 Prozent mehr Stimmen erhielt.

Dank meiner Frau konnten wir zwischen 2013 und 2019 sieben Mal den Campaigning Summit Switzerland durchführen, mit über 1’200 Teilnehmenden, von denen zahlreich allerdings mehrmals dabei waren (manche sogar an allen Veranstaltungen) und mit prominenten Rednern aus allen Kontinenten ausser Australien und der Antarktis. Darunter sogar einer der früher führenden Präsidentschaftswahlkämpfer aus den USA, Joe Trippi.

Das Umfeld hat sich verändert. Während ich noch 2003 bei der Erstauflage und 2006 im Rahmen der Zweitauflage meines ersten Buches beklagte, dass (Unternehmens-)Kommunikation in der Schweiz nur als einseitiger Prozess definiert ist, dass man keine Wirkungsmessungen vornimmt und statt Zielgruppen-orientiert Elite-orientiert kommuniziert (und Veränderungsprozesse plant), ist es mittlerweile Standard, zuerst einmal genau hinzuhören bevor man richtig loslegt und dann genau zu analysieren, was dabei herauskommt, um dazuzulernen. Der wichtigste Treiber für diese Veränderung war wohl nicht mein Buch, sondern das Aufkommen der sozialen Medien vor über 10 Jahren und die ganze Digitalisierung.

«Veränderung ist die einzige Konstante», dieses Zitat war für mich immer ein guter Leitsatz. Kein Wunder, dass ich den Firmennamen im Durchschnitt alle vier Jahre wechselte. Aber bei Mr. Campaigning wird es nun wohl für die nächsten 22 Jahre bleiben. Die positiven Rückmeldungen sind einfach zu gut und zahlreich.

Eine weitere Veränderung betrifft die Arbeit selbst. Künstliche Intelligenz nimmt mir heute einen enormen Teil der Analyse-Arbeit ab, Dienste wie Zapier und IFTTT helfen, Routinearbeiten zu automatisieren, insgesamt helfen mir diese neuen Technologien bei der Umsetzung mehr in der gleichen Zeit zu erledigen.

Die dadurch hinzu gewonnene Zeit nutze ich nun für «Campaigning For Good» Projekte, aktuell vor allem im Klimaschutz, sowie für meine lokalpolitische Arbeit.

In den kommenden Jahren werden wir noch mehr Automatisierung erleben und Künstliche Intelligenz wird uns noch mehr Arbeit abnehmen können.

Nutzen wir die hinzugewonnene Zeit, uns für einen Planeten zu engagieren, auf dem sich gut leben lässt, auch noch in sieben Generationen, wie indigene Völker es gerne formulieren.

Ich freue mich auf die nächsten 22 Jahre Campaigning!

Ohne Empathie keine KI

Campaigning-Experte Peter Metzinger im Interview: Aktuelle Herausforderungen, die Schweizer Startup-Szene und die Zukunft der Schweiz in einer globalen Welt.
— Weiterlesen www.newsaktuell.ch/blog/ohne-empathie-keine-kuenstliche-intelligenz/

Blockchain Technologie – wie man sie erfolgreich einführt

Roger Bittel betreibt Upcrypto-Your Cryptocurrency News, einen News-Kanal und Community-Plattform rund um das Thema Blockchain.

Gestern hat er mich interviewt zur Frage, wie man Blockchain Technologie erfolgreich einführt. Basis des Interviews ist mein Modell mit den vier Dreiecken, den The Science of Change Triangles.

Hier geht’s zum Interview:
https://upcrypto.org/2019/05/28/blockchain-technologie-wie-man-sie-erfolgreich-einfuhrt-interview-mit-peter-metzinger/

Executive Coach Lisa Christen’s Business Podcast on Future of Marketing

Business leadership podcast by Executive Coach Lisa Christen with AI Marketing and business campaigning guru Peter Metzinger.
— Weiterlesen christenconsulting.ch/ep-13-the-future-of-marketing-is-ai-humans-with-peter-metzinger/

Ohne das Waldsterben wäre der ÖV in der Schweiz nicht das, was er ist

Ein sehr Gastkommentar von Benedikt Weibel in der Limmattaler Zeitung:

„Die grossen Krisen der Gegenwart sind alle schleichend: der Klimawandel, der unaufhaltsame Anstieg der Gesundheitskosten, die immer prekärer werdende Finanzierung der Altersvorsorge. Was tun wir dagegen? Wir verdrängen und betreiben Pflästerlipolitik.

Nun kommen diese jugendlichen Klimaaktivistinnen und -aktivisten und halten uns den Spiegel vor. Sie haben recht, es geht um ihre Zukunft. Dieses Momentum sollten wir jetzt ergreifen und Nägel mit Köpfen machen.“

Nur in einem Punkt bin ich anderer Meinung. Es heisst immer, das Waldsterben sei übertrieben gewesen, weil der Wald gar nicht gestorben ist. Bei dieser Argumentation wird völlig unterschlagen, dass die Diskussion konkrete Massnahmen zur Luftreinhaltung auslöste. Der Katalysator wurde zur Pflicht, Kohlekraftwerke mit Rauchgasreinigung ausgestattet und – wie hier geschildert – der ÖV ausgebaut. Wenn man davon ausging, dass diese Massnahmen wirksam waren – und nur dann haben sie Sinn gemacht – dann ist die Ursache für das Ausbleiben des Wald-Todes wohl eher im Erfolg dieser Massnahmen zu sehen als in einer Hysterie der Übertreibung. Gleiches gilt übrigens bei der nächsten Grippewelle, die dank Prophylaxe erfolgreich bekämpft wird. Da wird es nachher dann auch wieder heissen, die Angst sei übertrieben gewesen…

epaper-service.azmedien.ch/Nachrichten/MEI-OBEN-LINKS-p1046745.html

Junge Menschen bewegen, Künstliche Intelligenz in Kampagnen

Medienmitteilung vom 4. April 2019

Junge Menschen bewegen, Künstliche Intelligenz in Kampagnen

Dietikon. Das sind nur zwei der Themen, die morgen am Campaigning Summit Switzerland in Zürich behandelt werden. Unter den fünf Referentinnen und Referenten sind Lucero Oyarzun von der mit dem Nobelpreis ausgezeichneten ICAN-Kampagne gegen Atomwaffen, Harnaam Kaur, weltberühmtes bärtiges weibliches Model und Körperpositivitäts-Aktivistin und Online-Marketing-Pionier Peter Hogenkamp. KI-Marketing-Pionier Steffen Konrath wird anhand konkreter Beispiele zeigen, wie Künstliche Intelligenz schon seit 2017 in der Schweiz in Kampagnen eingesetzt wird. Sophie Hundertmark und Christoph Süess von Paixon werden live demonstrieren, wie ein KI-basierter Chatbot entsteht. Die Veranstalterin business campaigning GmbH hat für 2020 eine Pause angekündigt, um sich auf die Weiterentwicklung der Online-Plattform campaigning.swiss zu konzentrieren.

«Brandaktuell ist das Referat von Lucero Oyarzun. Nicht nur wegen der heute bekannt gewordenen Debatte im Bundesrat zur Unterzeichnung des Atomwaffen-Verbotsvertrags. Das Referat von Lucero könnte auch als Anleitung für das gebraucht werden, was über Greta kolportiert wird – wie man junge Menschen bewegt. Dabei ist es ein grosser Zufall, dass dieses Thema so aktuell ist. Wir hatten Lucero schon lange vorher angefragt», so Veranstalter Peter Metzinger. Sein Team freue sich auch sehr auf das Referat von Harnaam Kaur, die mit ihrem Thema «sich selbst erkennen und zu sich stehen» einen Kontrapunkt zur Digitalisierung und den omnipräsenten Algorithmen setzt, wie zum Beispiel das automatisierte Content Marketing, das Peter Hogenkamp vorstellen wird.

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Greta fernsteuern – so geht das. Oder?

Am Freitag findet der siebte Campaigning Summit Switzerland statt, ein Gipfeltreffen für Campaigner, das ich gerne als mein teuerstes Hobby bezeichne, durchaus doppeldeutig gemeint.

Wenn sich eine Bewertung wie ein roter Faden durch mittlerweile sechs Jahre Campaigning Summit Geschichte durchzieht, dann ist es «Durchgängig sehr hohe Qualität der Referenten und Referate. Man merkt, dass Ihr Euch vorher abstimmt.»

Und in der Tat wird jedeR ReferentIn ausführlich über den Summit, seine Werte und Leitplanken informiert, zuerst die Inhalte der Referate grob besprochen und nachher gibt es dann noch ein detailliertes Feedback auf den letzten Entwurf der Präsentation.

Heute bin ich mit Lucero Oyarzun ihre Präsentation durchgegangen. Lucero arbeitet bei ICAN, der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten internationalen Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen. Ihr Thema: Wie man junge Menschen bewegt.

Während ich mich durch die Präsentation klickte, wurde mir bewusst, dass ihr Referat auch als Anleitung für das gebraucht werden könnte, was über Greta gemunkelt wird. Manche Zeitgenossen beschäftigen sich Kaliber it der Frage, ob Greta Teil einer perfekt inszenierten PR-Kampagne ist oder wirklich von selbst aktiv wurde, statt sich mit der wirklich wichtigen Frage zu beschäftigen, wie wir die Klimakrise lösen…

Allerdings – und das ist fast wie ein Widerspruch in sich – ist eine der Lektionen, die Lucero vermittelt, praktisch identisch mit «Lass‘ das sein», denn junge Leute von heute lassen sich nicht so einfach fernsteuern.

Womit wir wieder bei Greta wären. Mir persönlich ist es völlig egal, ob sie Teil einer hervorragend inszenierten PR-Kampagne ist. Sie hat es nach Jahrzehnten nur mässig erfolgreicher Bemühungen durch etablierte Umweltorganisationen endlich geschafft, unsere Aufmerksamkeit so auf die sich schleichend anbahnende Klimakatastrophe zu lenken, dass wir nicht mehr wegsehen können und den vielen Worten nun endlich Taten folgen müssen. Letztendlich ist das, was zählt.

Aber nochmal zurück zum Campaigning Summit Switzerland: wer wissen will, wie man (junge) Menschen bewegt, wie Künstliche Intelligenz schon heute in Kampagnen eingesetzt wird, wie man durch Liebe zu sich selbst die Welt verändert oder mit automatisiertem Content Marketing viel Zeit gewinnt, der/die muss am Freitag dabei sein. Um 9:15 Uhr geht es los.

www.campaigning.swiss

Greta kommt zum Campaigning Summit Switzerland – zu Fuss (April, April)

Medienmitteilung vom 1. April 2019

Greta kommt zum Campaigning Summit Switzerland – zu Fuss

Dietikon, 1. April 2019. Greta Thunberg wird am Freitag in Zürich beim Campaigning Summit Switzerland teilnehmen, um den Anwesenden so richtig die Leviten zu lesen. Wenn man schon Campaigning mache, dann solle man dies ausschliesslich für den Schutz des Klimas und ihrer Generation. Schliesslich handle es sich beim Campaigning um die effizienteste und effektivste Methodik, anspruchsvolle Ziele zu erreichen. Die Macht, die in dieser Methodik stecke, dürfe man nicht für Kommerz vergeuden. Um ihren Appell zu unterstreichen, will sie dieses Mal zu Fuss in die Schweiz kommen. 

Ganz nach dem Motto «Networking, Inspiration und voneinander lernen» bietet der Campaigning Summit Switzerland am 5. April wieder Profis aus Verbänden, NGOs und Unternehmen eine einzigartige Plattform, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, spannende Kontakte zu knüpfen und sich zu vernetzen. Die Teilnehmenden sind Meinungsmacher und Querdenker unterschiedlichster Branchen. Die meisten arbeiten in Kommunikation, Marketing, Change Management und Public Affairs.

Sie diskutieren und lernen am Freitag von internationalen Referentinnen und Referenten, wie man Künstliche Intelligenz in Kampagnen einsetzt, um die Zielgruppen besser zu verstehen, wie man mit automatisierten Inhalten Menschen bewegt und wie man die Welt verändert, indem man sich selbst akzeptiert.

Lucero Oyarzun von der mit dem Friedensnobelpreis gekrönten ICAN-Kampagne wird zudem darüber referieren, wie man junge Menschen auch in Zukunft bewegt. 

«Wir freuen uns sehr, dass mit Greta Thunberg eine Vertreterin genau dieser Generationen ebenfalls auf der Bühne stehen wird. Dass man mit Campaigning die Welt retten kann, habe ich schon immer vermutet», so Peter Metzinger, Inhaber von business campaigning GmbH, die den Campaigning Summit Switzerland organisiert und sponsert.

Partner, die den Campaigning Summit Switzerland ermöglichen, sind Booster Magazine, business campaigning GmbH, EMEX Management GmbH (Business Innovation Week), Greenfocus Communications Andrea Holenstein, Hochschule Luzern, Liquid Newsroom, nexoya Ltd., news aktuell (Schweiz) AG, Paixon GmbH, Papiersaal Zürich, persönlich Verlags AG, TICKETINO AG und Vögeli Druck AG.

Nicht alles in dieser Medienmitteilung ist ein Aprilscherz. Weitere Informationen: 

Peter Metzinger

Telefon  +41 79 628 61 26

E-Mail summit@businesscampaigning.com

Website  www.campaigning.swiss

Twitter @campaigning_ch

business campaigning GmbH ist seit 1997 die Nr. 1 für Campaigning in der Schweiz. Wir machen Kampagnen. Aber anders. Denn der Campaigning Ansatz basiert auf einer integrativen, cross-medialen und strategischen Denk- und Arbeitsweise und Campaigning ist die Kunst, alle Register ziehen zu können, um wirkungsvoll und effizient ein gegebenes Ziel zu erreichen und/oder Menschen zu bewegen.