Jede Menge Missverständnisse rund um Cambridge Analytica

Am letzten Samstag erschien im «Magazin» des «Tages-Anzeigers» ein Artikel, wie die Big-Data-Firma Cambridge Analytica Donald Trump zum Wahlsieg verholfen hat. Basierend auf Daten von Facebook-Benutzern sowie weiteren hinzugekauften Datenbeständen seien von 220 Millionen amerikanischen Bürgern detaillierte Persönlichkeitsprofile erstellt, die es der Trump-Kampagne ermöglicht haben sollen, gezielt kleinste Wählergruppen mit massgeschneiderten Informationen zu beeinflussen. Dieses so genannte Microtargeting habe Trump schliesslich ins Weisse Haus gebracht. Auch in der Brexit-Kampagne sei die Firma involviert gewesen.

Kritik an Cambridge Analytica zielt am eigentlichen Thema vorbei

Es dauerte nicht lange, bis Kritik an dieser Darstellung laut wurde. Die Schweiz am Sonntag schreibt heute, im Vorwahlkampf hätte Cambridge Analytica noch für Trumps Konkurrenten Ted Cruz gearbeitet und nun habe die Firma behauptet, ihm aus dem Nichts zu einem «Blitzaufstieg» verholfen zu haben, was kompletter Unsinn sei, denn Ted Cruz sei nicht aus dem Nichts gekommen, sondern war seit Jahren ein Star der Tea-Party-Bewegung. Trump habe bei den Stammwählern der Republikaner weniger Stimmen geholt, als Mitt Romney, und die Clinton-Kampagne habe ebenfalls auf Big Data und Microtargeting gesetzt.

Auch andere Autoren haben schon Kritik geübt. Was dabei aber völlig vergessen ging, ist die Tatsache, dass es NIE nur einen Einflussfaktor gibt, der über den Erfolg einer Kampagne entscheidet. In meinem, dem business campaigning® Modell gibt es 14 Strategische Campaigning Grundsätze, an die man sich halten sollte und 21 Strategische Campaigning Positionen, die den Erfolg mit beeinflussen. Die Wahl der richtigen Instrumente und die präzise Zielgruppenansprache sind zwar enorm wichtig, aber nicht die einzigen, wie man schon alleine anhand der Anzahl Einflussfaktoren sieht. Zu sagen, Microtargeting wie Cambridge Analytica es anbietet, sei nur einer von vielen Faktoren und deshalb solle man es nicht überbewerten, stellt also eine Erkenntnis dar, die so neu ist, wie die Erkenntnis, dass die Sonne im Osten aufgeht und im Westen unter.

Wer die Tatsache, dass es auch andere Einflussfaktoren gab und gibt, zum Anlass nimmt, die Bedeutung dessen, was Cambridge Analytica neu anbietet, herunterzuspielen, verschliesst deshalb die Augen vor der wirklichen Relevanz und Innovation einer Entwicklung, die eben erst richtig in Gang gekommen ist.

Angst ist immer ein schlechter Ratgeber

In der aktuellen Ausgabe des GDI Impuls («2050  – Gebrauchsanleitung für die Zukunft») steht geschrieben

Wir haben das hinter uns gelassen, das die Wirtschaftshistorikerin Carlota Pérez als Installationsphase der Software bezeichnet, die auf die grundlegende Infrastruktur wie Betriebssystem fokussiert ist. Stattdessen sind wir nun in einer Anwendungsphase, die sich auf Applikationen wie soziale Netzwerke, Ride-Sharing und E-Books konzentriert. In ihrer bahnbrechenden Arbeit zur Technikgeschichte zeigte Pérez auf, dass dieser Übergang von der Installations- zur Anwendungsphase bei jeder bedeutenden Technologie von einer chaotischen Übergangsphase geprägt ist – mit Kriegen, Finanzskandalen und tief sitzenden Ängsten vor dem Zusammenbruch der Zivilisation.

Kommt einem irgendwie bekannt vor… Es ist diese Angst, die uns den Blick auf das verstellt, was wirklich passiert, und die verhindert, dass wir die bahnbrechenden Veränderungen, die sich zur Zeit exponentiell vollziehen, nicht nüchtern betrachten und diskutieren können.

Letzten Montag haben wir – meine Campaigning-Firma business campaigning GmbH – unser Campaigning Center für einen Tag geschlossen und uns intensiv Gedanken über die Zukunft gemacht. Dabei kamen drei Szenarien heraus: Terminator (die Maschinen übernehmen die Kontrolle und finden, es braucht uns nicht mehr), Paradies (Maschinen erledigen alle Arbeiten, wir widmen uns dank den bedingungslosen Grundeinkommens nur noch der Kunst, dem Brot und den Spielen) und Goldene Mitte (Maschinen könnten theoretisch alles für uns übernehmen, wir müssen nicht mehr arbeiten, aber wir entscheiden bewusst, wie weit das gehen darf und behalten gewisse Betätigungsfelder für uns, in denen weiterhin Menschen die Arbeit verrichten und Entscheidungen treffen).

Drei Szenarien für die Zukunft

Für jedes Szenario haben wir uns überlegt, was uns als Firma noch übrig bleibt. Bei den ersten beiden Szenarien gab es nicht viel zu überlegen: kämpfen bzw. geniessen. In der Goldenen Mitte wird vor allem die Qualität der zwischenmenschlichen Beziehungen wichtiger. Wenn zum Beispiel ein Pilot eine Airline überzeugen will, dass er nun den Flug nach New York machen soll und nicht die Maschine selbst, wird die Entscheidung weniger von seinen Fähigkeiten abhängen als vom Goodwill der Entscheider. Bei diesem Szenario gibt es zum Glück eine Menge Arbeit für uns auf dem Weg dahin. Denn Menschen und Unternehmen müssen einen Kulturwandel bestreiten, es wird jede Menge Change Management und Involvement der Mitarbeitenden bei der Transformation brauchen; klassische Betätigungsfelder für internes Campaigning also.

Unter dem Strich blieb deshalb  übrig, dass wir uns vor allem auf das konzentrieren sollten, was wir auch in Zukunft noch gut können (müssen): Campaigning als die Kunst, nicht nur alle Register ziehen zu können, sondern vor allem auch als die Kunst, Menschen zu bewegen. Fürs Erste sind wir sicher…

Microtargeting ist gar nichts Neues. Es ist neu nur billiger.

Mit einer gewissen Ruhe im Kopf sollte man sich also ganz nüchtern betrachten, was die Cambridge Analytica Story wirklich bedeutet. Sie besagt nämlich nicht, wie es seit einer Woche immer heisst, dass es neuerdings möglich ist, Zielgruppen-Segmente bis herunter zur einzelnen Person personalisiert anzusprechen.

Denn das war schon immer möglich. Es war lediglich enorm aufwendig und bei grossen Zielgruppen viel zu teuer. Der News-Gehalt in dieser Story ist die Tatsache, dass die personalisierte Ansprache von Zielgruppen bzw. Zielpersonen heutzutage massenhaft zu einem spottbilligen Preis möglich ist, den man sich bis vor kurzem schlicht nicht vorstellen konnte. Und das wird unweigerlich in einer weitere Demokratisierung der Kampagnenführung münden.

Am Ende wird jeder jeden auf diesem Planeten persönlich ansprechen könne, ohne vorher von der Zielperson gewusst zu haben. Am Ende wird  Software stehen, der ich die Vermarktung meiner Ideen oder Produkte praktisch gänzlich überlassen kann, weil sie genau weiss, wen sie wo, wann und wie am besten erreichen kann. So, wie ich das schon vor zweieinhalb Jahren am Campaigning Summit Switzerland  2014 (damals hiess er noch Campaigning Summit Zurich) vorhergesagt habe:


Andere kritisieren, dass das Psychometrie-Modell, das hinter der Arbeit von Cambridge Analytica steht. Auch diese Kritik kann man getrost vergessen, denn sollte sie sich als richtig erweisen, wird das Modell einfach durch ein anderes ersetzt, das besser funktioniert. So oder so ist die Büchse der Pandora nun offen und man darf gespannt sein, was da alles bei herauskommt.

Mit Campaigning in die Zukunft

Das Motto des Campaigning Summit Switzerland 2017 – Hashtag #CSCH17 – lautet nicht umsonst «Mit Campaigning in die Zukunft».

Die aktuellen Themen und was alles noch bis dahin bekannt wird, werden uns intensiv beschäftigen, und mit Yuri van Geest haben wir auch einen Referenten, der sich unter dem Titel «Digital Big Bang – we are right in the middle of it!» intensiv mit den Folgen der technologischen Entwicklungen fürs Campaigning befassen wird.

(Übrigens: wer sich sein Ticket – fast die Hälfte ist schon weg – bis Weihnachten sichert, nimmt automatisch an der Verlosung einer Teilnahme am Speakers Dinner teil. Direkt zum Ticketshop geht’s hier.)

Es reicht nicht, die Zielgruppe präzise zu erreichen

Zum Schluss noch eine Bemerkung zur wirklichen Zielgruppenorientierung. Angesicht der enormen Möglichkeiten, die Big Data heute bietet, vor allem in Kombination mit lernender Software, habe ich mich natürlich gefragt, ob es in Zukunft überhaupt noch Target Community Labs™ braucht, unser Workshop-Angebot, bei dem Zielgruppen die Kampagnenstrategie, deren Botschaften usw. für sich selbst entwickeln. In Daniel Grafs Beitrag bin ich aber über folgende Passage gestolpert:

Während wir das «Keyvisual» , eine glückliche, 30jährige Frau mit zwei Hunden, für alle Versionen einsetzen, sorgen unterschiedliche Hintergrundbilder für einen regionalen Wiedererkennungseffekt.

Zielgruppen ticken meist anders, als wir denken

Wer dies aufmerksam durchdenkt, wird feststellen, dass diese Aussage auf einer (vielleicht) nicht überprüften Hypothese beruht, nämlich der Hypothese, dass ein ländliches Hintergrundbild ländliche Zielgruppen anspricht und ein urbanes städtische Zielgruppen. Aber stimmt das auch wirklich?

Als bluewin vor vielen Jahren junge Menschen mit einer Kampagne ansprechen wollte, die junge Menschen beim Snowboarden zeigt, erlebte sie einen Ansturm neuer Kunden aus dem KMU-Kader-Segment. Denn es waren vor allem deren Sehnsüchte – die sie sich viel zu selten erfüllen konnten –, die angesprochen wurden, während die jungen Leute die Werbesujets mehrheitlich ignorierten, schliesslich zeigten sie nichts Besonderes. Man muss sich also schon sehr gut überlegen, was denn am Ende wirklich bei der Zielgruppe richtig ankommt.

Target Community Labs™ wird es noch eine ganze Weile brauchen

Deshalb denke ich, wir können uns bei business campaigning GmbH entspannt zurücklehnen. So schnell wird die 2016 enorm angestiegene Nachfrage nach Target Community Labs™ nicht versiegen. Gleichzeitig bauen wir mit jedem Target Community Lab™ unser Wissen über das aus, was die verschiedenen Zielgruppen-Segmente, die schon teilgenommen haben, wirklich bewegt. Wir werden dadurch dank unserem eigenen Datensatz permanent besser darin, zu wissen, was bei wem funktioniert und was nicht. (Wer mehr über Target Community Labs™ wissen will, kann sich hier für einen spezifischen Newsletter anmelden und bekommt noch ein White Paper dazu.)

Eines Tages werden wir das in einen Algorithmus füttern. Aber bis dahin haben wir sicher eine neue Idee, was es auch in Zukunft noch für uns zu tun gibt.

Wir gehen weiter mit Campaigning in die Zukunft.

Meilenstein der Firmenentwicklung – wenn die Mitarbeiter übernehmen

Seit 1998 gebe ich Campaigning Unterricht und halte Referate zu den verschiedenen Themen, die Campaigning betreffen – unter anderem auch für das St. Galler Instirtut für Jungunternehmen. BIsher machte ich das immer selbst. Nun ist es jedoch Zeit, hin und wieder anderen die Bühne zu überlassen.

Und so wird Roman Ernst am kommenden Dienstag in Brugg zum Thema «Campaigning und die wirksamkeitsorientierte Kommunikation»

Wer will schon sein Marketing- oder Kommunikationsbudget wirkungslos aus dem Fenster werfen? Kommunikation muss allein an ihrer Wirksamkeit ausgerichtet sein, ansonsten besteht die Gefahr, einen eigenen blinden Flecken zu erliegen und an der Zielgruppe vorbei zu kommunizieren.

Roman Ernst zeigt in seinem Referat anhand von Theorie und Praxisbeispielen, wie Sie sich an den 14 Strategischen Campaigning Grundsätzen und an den Spielregeln für wirksamkeitsorientierte Kommunikation orientieren.

Datum:

Dienstag, 27. September 2016

Zeit:

18:30 – 20:00 Uhr

Exportieren:

Ort:

Technopark Aargau, Badenerstrasse 13, Brugg

Preis:

Der Anlass ist inkl. Apéro kostenlos

Veranstalter:

IFJ und Technopark Aargau

Event-Hashtag:

#ifj_si

Der Ausbildungshintergrund von Roman Ernst liegt an der Schnittstelle zwischen Kunst, Gestaltung und Kommunikation. Er ist Kunstvermittler (BA ZFH) und Kommunikationswissenschaftler (BA UZH). Sein Wissen setzt er als Campaigner bei business campaigning GmbH ein, seit 1997 die Nr. 1 für Campaigning in der Schweiz. Das von ihm betreute Kundenspektrum reicht von der Internationalen Physikolympiade 2016 bis hin zum Schweizer Pensionskassenverband ASIP.

Anmeldung und weitere Informationen gibt es hier.

Wie bewegt man Menschen dazu, Fahrradhelme zu tragen?

Diese Frage beschäftigte vor ein paar Jahren die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt SUVA

Gestern in Bern kamen mir nacheinander nicht wenige Fahrradfahrer entgegen. Und keinE einzigeR von ihnen trug einen Helm, wie man sie früher als typische Fahrradhelme kannte, diese hässlichen Gerippe, die die Frisur kaputt machten; sofern man eine slche hatte.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? – Ganz einfach: die SUVA liess uns damals ein Target Community Lab™ durchführen, um durch die Zielgruppe Velofahrer (so nennt man hier in der Schweiz Fahrradfahrer) ein Konzept für eine Kampagne ausarbeiten zu lassen, mit der man sie dazu bewegen könnte, mehr Velohelme (Fahrradhelme) zu tragen.

Ergebnis: keine rein kommunikative Kampagne dieser Welt würde das schaffen, solange es nur diese hässlichen Gerippe gibt. Stattdessen sollte man sich bemühen, dass mehr Helme mit anständigem Design in den Handel gelangen. Dies war denn auch unsere Empfehlung. Der Rest ist Geschichte.

Man kann zwei Dinge daraus lernen:

  1. Nicht alle Probleme dieser Welt lassen sich durch Kommunikation alleine lösen. Campaigning ist deshalb auch mehr als Kommunikation, der zweite Faktor sind Interventionen.
  2. Zielgruppen denken nicht in Kategorien wie Marketing, Kommunikation usw. Für sie zählt einzig und allein, was ankommt. (Ich sage schon lange: «Aufs Ankommen kommt’s an». © by business campaigning GmbH)

«Eyes opening and absolutely engaging»

It’s been a busy week, so I didn’t see this video earlier. My team at business campaigning GmbH finished and published the After Summit Video of the Campaigning Summit Switzerland 2016. Like every year we put together some typical scenes to give you an impression of the event.

I am totally proud of what our team put together. Especially as I didn’t have to give a single feedback. Great job, thanks to our team!

Tickets for 2017 are currently as cheap as they won’t again be after 30th April. Make sure to book the event today and you will even be invited to help us identify 2 of the 4 speakers of next year. Official Hashtag: #CSCH17

www.CampaigningSummitSwitzerland.com

Click here to go straight to the Ticketino ticketshop

Rückblick auf den Campaigning Summit Switzerland 2016: Campaigning wirkt!

Kaum zu glauben, dass am Freitag schon der vierte Campaigning Summit in der Schweiz stattfand. Es kommt mir vor wie gestern, als Lorena und ich im März 2013 entschieden, den ersten Campaigning Summit durchzuführen, der dann schon am 7. Juni stattfand.

*** Werbung: After-Summit-Tickets für nur 175 CHF gibt es nur bis Dienstag hier: www.CampaigningSummitSwitzerland.com ***

Ich freue mich extrem, wie die Campaigning Community gewachsen ist und wie viele bekannte Gesichter ich jeweils am Campaigning Summit Switzerland begrüssen darf. Den Austausch mit Euch schätze ich sehr. So anstrengend und fordernd die Vorbereitungen jeweils sind, so stark ist der Energieschub, den wir jeweils danach erfahren, und der auf die positiven Erfahrungen am Campaigning Summit zurückgeht. Für mich war der Campaigning Summit Switzerland am Freitag wieder ein ganz tolles Erlebnis. 

Vier internationale Top-Referenten und über 200 Teilnehmende aus acht Ländern und zwei Kontinenten – plus aus meiner Heimat, dem Saarland – haben sich am Freitag im ausverkauften Papiersaal in Zürich sehr engagiert  über erfolgreiches Campaigning ausgetauscht. Veranstaltet wurde der Campaigning Summit Switzerland wieder von meiner Firma, business campaigning GmbH. (Ich muss das erwähnen, weil mir gesagt wurde, niemand wisse das und ich solle es mehr betonen.)

Übrigens hat business campaigning GmbH seit Mittwoch eine neue Website:
businesscampaigning.com

Zweimal waren wir ausverkauft. Zum ersten Mal am Dienstag, woraufhin Lorena noch 10 Plätze organisieren konnte. Die gingen sehr schnell weg, sie organsierte nochmals 6, am Donnerstagabend war dann aber definitiv Schluss. Schade war nur, dass in der ersten Reihe viele Plätze leer blieben, während viele Teilnehmende ganz hinten an der Wand standen. So entstand nicht wirklich der Eindruck eines ausverkauften Events. Sollen wir nächstes Jahr überbuchen, wie es die Airlines machen?

Der Campaigning Summit Switzerland, das sind nicht nur über 200 Teilnehmende, 4 ReferentInnen plus Eröffnungsredner, 10 Crew-Mitglieder, Technik usw. Es sind auch 2’100 Arbeitsstunden und 120’000 CHF Kosten. Das wäre nicht finanzierbar, gäbe es da nicht die Sponsoren.

An dieser Stelle möchte ich mich deshalb insbesondere nochmals bei PostFinance bedanken, die uns nun vier Jahre lang die Treue gehalten haben und bei Photoflyer und Frosmo, die als Startup enorm viel Vertrauen aufgebracht haben.

Des weiteren haben uns kräftig unterstützt die Hochschule Luzern, Ticketino, persönlich Verlag, news aktuell (Schweiz) AG, Frosmo, furrerhugi und der Schweizerischen Bankiervereinigung.

Eröffnet wurde mit einer Rede von Stephan Klapproth zur Tripe-R-Theorie. Paula Peters von change.org zeigte auf, wie dank moderner Technologie jede und jeder global vernetzt Menschen mobilisieren und Einfluss nehmen kann. Bestseller-Autor Jan Rijkenberg erläuterte, was Ethical & Environmental Präposition im Unterschied zu USP bedeutet. Olaf Kunz von der Watson-Chefredaktion legte anhand von Beispielen dar, wie man Botschaften mobile-tauglich formuliert und André Schneider, der frühere Direktor des WEF, erklärte die Prinzipien des Stakeholder-Managements in Zeiten der Veränderungen und Krise anhand konkreter Fallbeispiele. Zudem zeigte er eine Art Masterplan für jede Art von Campaigning auf.

In den Pausen gab es 15 BarCamp-Sessions, in denen Teilnehmende eigene Fragestellungen mit anderen Teilnehmenden bearbeiten konnten – auch mit den Referenten. Für Auflockerung sorgte nach dem Mittag der Campaigning Body von Felix Ritter. Durch das Programm führten Markus Sorg, Inhaber von campaigning.green aus Barcelona und ich. Schon am Vorabend fanden exklusive Workshops zu verschiedenen Themen statt, unter anderem zum Thema «Provokation» als Kampagnenstrategie.

Nach dem Summit sassen wir noch lange mit nicht wenigen Teilnehmenden, den meisten Referenten und der Crew in der Rüsterei, um bei Bier, Wein und Essen über Campaigning und Kampagnen zu philosophieren und den Campaigning Summit Switzerland 2016 Revue passieren zu lassen. Es zeigte sich einmal mehr: der Campaigning Summit Switzerland, das ist mehr als ein Kongress und mehr eine Plattform. Er ist mittlerweile eine Community von Gleichgesinnten, die fachlich und freundschaftlich einander verbunden sind.

Der Campaigning Summit Switzerland 2016 auf Twitter:

https://storify.com/Campaigning_CH/csch16

Der Campaigning Summit Switzerland 2017 findet am 31. März 2017 statt. 

Vorbereitungen und Vorverkauf mit sehr günstigem After-Summit-Rabatt haben bereits begonnen. Bis Dienstag gibt es 50 After-Summit-Tickets für nur 175 CHF hier

Der offizielle Hashtag lautet #CSCH17

Medienmitteilung: Neueste Techniken und Strategien, um Menschen zu bewegen, am Campaigning Summit Switzerland

Soeben wurde die folgende Medienmitteilung veröffentlicht. Noch eine Woche…

Zürich. Keine zwei Wochen nach der epochalen Abstimmung über die Durchsetzungsinitiative treffen sich am 11. März in Zürich Kampagnenmacher/innen aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Finnland und Holland, um sich über neueste Technologien und Strategien, sowie Tipps und Tricks auszutauschen, wie man Menschen dazu bewegt, bei der Erreichung von Zielen zu helfen. Die Veranstaltung am 11. März ist die einzige Plattform in der Schweiz, auf der sich Unternehmen, NGOs und Verbände branchen- und berufsübergreifend zu dieser Frage austauschen. Vier internationale Referenten, darunter ein Bestseller-Autor und ein früherer Direktor des WEF, ausführliche Diskussionen, Workshops, ausgeklügelte Networking-Möglichkeiten und neue Formate wie Photoflyer, Poster und Toolbox sorgen für Inspiration und voneinander Lernen. Der Hashtag lautet #CSCH16

Den Auftakt macht Paula Peters, Director Strategy bei change.org, einer weltweit agierenden Plattform für Online-Aktivismus. In der Kategorie «Political» gibt sie spannende Einblicke in die tägliche Arbeit bei der grössten Petitionsplattform der Welt. Anhand konkreter Campaigning-Beispiele zeigt sie, wie Technologie sozialen Wandel radikal vorantreibt und über 120 Millionen Menschen auf der Welt dazu ermutigt, sich für Veränderung einzusetzen und wie man eine weltweite Bewegung startet.

Jan Rijkenberg (CEO BSUR Gruppe, Marketing-Bestseller-Autor) referiert in der Kategorie «Inspiration» über die Zukunft des Branding: von Makro zu Multi-Mikro. Im Zentrum stehen schon lange nicht mehr alleine das Produkt und der Massenabsatz. Individuen interessieren sich verstärkt für die Philosophie und Vision hinter einer Marke und für die Werte, die das Unternehmen vertritt.

Olaf Kunz, Mitglied der Chefredaktion bei watson.ch, erläutert in der Kategorie «Business» was
#newsunfucked bedeutet. Wer es nicht schafft, den User auf Smartphones und via soziale Medien zu erreichen, kann bald einpacken. Gleichzeitig ergeben sich durch den Medienwandel gewaltige Chancen, für alte oder neue Player – und für Nicht-Medien.

Als Hauptreferent wird André Schneider (Vice President Resources & Infrastructures EPFL, ehemaliger Direktor WEF) Einblicke in das Stakeholder-Management in Zeiten der Veränderungen und Krise geben.

Die Eröffnungsrede wird wieder Stephan Klapproth halten. Im Anschluss an jedes Referat gibt es eine Diskussionsrunde mit dem/der Referenten/in und den Moderatoren Peter Metzinger (Veranstalter) und Markus Sorg aus Barcelona. Danach finden BarCamp-Sessions statt, auch mit den Referenten.

Der Campaigning Summit Switzerland startet auch 2016 wieder mit exklusiven Vorabend-Workshops, gesponsert von business campaigning GmbH, furrerhugi, Swissbanking und Swisscom.

Die Sponsoren des Campaigning Summit Switzerland sind business campaigning GmbH, PostFinance, Photoflyer, news aktuell (Schweiz) AG, persönlich, Frosmo, Ticketino und die Hochschule Luzern.

Medienpartner sind die SonntagsZeitung und marketing.ch. Promotionspartner sind Affiliate Marketing Konferenz, IAB Switzerland, Institut für Jungunternehmen, Schweizer Kader Organisation SKO, SOMEXCLOUD, Swiss Green Economy Symposium, Swissfundraising und wifimaku.com.

Campaigning ist im Verständnis von Veranstalter Peter Metzinger «die Kunst, alle Register ziehen zu können, um seine Ziele zu erreichen und Menschen zu bewegen». Der Campaigning Summit Switzerland ist die einzige internationale Plattform, die sich der Interdisziplinarität des Campaignings widmet. Organisiert wird der Summit durch business campaigning GmbH, die Beratungsagentur Nr. 1 für Campaigning in der Schweiz (seit 1997).

Der offizielle Hashtag lautet #CSCH16

Das business campaigning Modell wird erwachsen

Heute sind es exakt 18 Jahre her, dass ich das erste Mal ein Campaigning-Semianr gab, das auf dem business campaigning Modell beruhte. Schon zu Greenpeace-Zeiten hatte ich die Idee, ein Modell zu entwickeln, mit dem man rasch vermitteln kann, wie erfolgreiches Campaigning funktioniert, mit dem man Kampagnen und Change-Projekte planen und umsetzen und mit dem man Kampagnen, Change-Projekte und die Leistung von Campaignern evaluieren kann. Dieses Modell entwickelte ich dann für ein internes Campaigning-Seminar für die Zürcher Sektion der damaligen Gewerkschaft Bau & Industrie (die dann später mit der SMUV zur Unia fusionierte).

Nach einem Tag Folienschlacht und Zuballern der Teilnehmer war mir klar: das Ganze muss noch entschlackt und vereinfacht werden. Auch wenn das Feedback durchaus positiv und die späteren Kampagnenerfolge dieses Feedback bestätigten, gab es noch einiges Finetuning zu tun.

Das tat ich während der folgenden Monate und testete die neue Version dann am 26. April im Rahmen eines öffentlichen Seminars. Dort waren nicht nur Vertreter von Gewerkschaften und NGOs, sondern auch von Unternehmen anwesend, die anschliessend mit Mandaten auf mich zukamen. Der Unternehemensberatungsteil von business campaigning GmbH war geboren. Heute bieten wir Aus- und Weiterbildung, Unternehmensberatung und Agenturdienstleistungen (analog einer Kommunikationsagentur) an.

Ebenfalls 1998 begann ich mit der Arbeit an meinem Buch «Business Campaigning», veröffentlichte aber zuerst noch ein paar Fachartikel zum Thema Campaigning. Das Buch war dann erst 2003 fertig.

Es gäbe noch viel über die damalige Phase zu erählen, aber die laufenden Kampagnen rufen wieder. Wer sich gerne mit mir über damals unterhalten möchte, bekommt am Campaigning Summit Switzerland 2016 eine Chance. Nur noch vier Wochen. Es empfiehlt sich, die Tickets nicht zu spät zu buchen. Nicht nur, weil sie dann mal teurer werden, sondern auch, weil es immer weniger werden.

www.CampaigningSummitSwitzerland.com

Copy with pride, share with delight

Diesen Spruch sagte mir mal ein Berater, als ich mich 1998 selbständig machte. Natürlich schreibt jeder jedem ab, wenn er etwas gut findet. Farner PR beispielsweise versuchte sich am 1. April als Campaigning-Anbieter zu positionieren. Mehrmals verwendeten sie dabei den Begriff business campaigning. Nachdem ich sie ebenso mehrmals aufmerksam machte, dass es sich hierbei um eine geschützte Wortmarke handelt, liessen sie es sein. Geschützte Wortmarken sind geschützt, womit der Kopiererei klare Grenzen gesetzt sind. Anders verhält es sich bei Texten und Begriffsdefinitionen.

Hier ist es üblich und auch akzeptiert, zu kopieren, solange die Quelle genannt wird. In ihrem Buch Campaigning verwenden Peter Mentner und Michael Behrent seitenweise Textpassagen aus einem von mir 1999 veröffentlichten Artikel inklusive der von mir verwendeten Checklisten. 2002 führten wir deshalb eine Auseinandersetzung, mit der sich auch ein Gericht befassen musste. Am Ende sagten sie mir einen Quellenverweis zu, womit die Sache für mich erledigt war.

Es kommt immer wieder vor, dass ich auf Texte aufmerksam gemacht werde, die offensichtlich identisch mit meinen eigenen sind. Z.B. habe ich die Definition entwickelt, wonach Campaigning die Kunst ist, alle Register ziehen zu können und Menschen zu bewegen, um ein Ziel zu erreichen. Manchmal formuliere ich es auch als Kunst, alle Register zu ziehen, um Menschen zu mobilisieren. Es gibt verschiedene Varianten davon. So war ich auch nicht überrascht, dass ich in einem Newsletter von der Agentur Feinheit fand «Zum Campaigning gehört, dass alle Register gezogen werden.» Die Autorin kannte meine Definition vom Campaigning Summit Switzerland. Zufall oder Kopie ohne Quellenverweis? Nachdem ich intervenierte, einigten wir uns darauf, zu überlegen, wie wir uns gemeinsam fürs Campaigning engagieren können. Denn darf jeder aus meinem Buch oder meine Definitionen zitieren, solange die Quelle genannt wird. Und je mehr das tun, desto mehr Aufmerksamkeit gibt es für das Campaigning als Methodik, was wiederum allen einen Nutzen bringt. So würde ich mir das wünschen: gemeinsam an einem Strang ziehen. In diesem Sinne: copy with pride, share with delight. Let’s work together!

E-mail Marketing: Die Grande Dame des Online-Campaignings | Campaigning Blog

Aktuelle Zahlen im Schweizer Werbemarkt zeigen, dass Ressourcen im Online-Bereich noch nicht immer ideal eingesetzt werden, weil der Fokus auf aus dem Offline-Bereich übernommenen klassischen Anzeigen liegt. Dabei bietet die Methode des E-mail-Marketings gerade im Campaigning oft die beste Möglichkeit, seine Kunden persönlich zu erreichen.

Mehr dazu auf dem neuesten Campaigning-Blog:
http://campaigning-blog.com/2015/07/13/e-mail-marketing-die-grande-dame-des-online-campaignings/

«Ein Chef wie ein Rockstar» – Campaigning like Rock’n’Roll

«Der Boss von morgen muss denken wie ein Rockstar», wird Ståle Økland im gestrigen Tages-Anzeiger zitiert (Quelle). Der Artikel beschreibt Øklands «ganz eigene Managementtheorie», wonach Firmen, die in Zukunft die besten Mitarbeiter gewinnen wollen, mehr wie Musikbands und weniger wie gewöhnliche Konzerne funktionieren müssen – idealerweise also ohne Chef, dafür mit viel Freiheit für jeden.

Als hartgesottener AC/DC-Fan, dem eine Firma gehört, deren Motto lautet «Campaigning like Rock’n’Roll», fühle ich mich da natürlich sofort angesprochen. Wie ist es denn bei meiner Firma, business campaigning Switzerland GmbH? Was ich im folgenden (be)schreibe, behaupte ich nicht einfach nur so. Ständige Mitarbeiter-Feedbacks lauten konstant, dass es »rockt» bei uns zu arbeiten.

Folgende Zitate aus dem Artikel treffen auch auf business campaigning Switzerland GmbH zu:

«Obwohl es keinen Chef gibt, sind die Bands straff organisiert. Es braucht keine Hierarchie, jeder weiss, was er zu tun hat.»

In der Tat fühle ich mich weniger wie ein Chef denn als Teammitglied, einfach eines, das mehr zu entscheiden und mehr zu koordinieren hat. Das zeigt sich konkret beim Feierabendbier oder bei Weihnachtsfeiern und ähnlichen Anlässen, wenn abends genauso hart gefeiert wird wie tagsüber (oder wann auch immer) gearbeitet. Und der zweite Satz stimmt definitiv. Er entspricht dem Strategischen Campaigning Grundsatz Nr. 10: Unité de doctrine.

Dieses System funktioniere, «weil alle dasselbe Ziel verfolgen: gute Konzerte zu spielen».

Auch das ist bei uns so, nur dass «Konzerte spielen» bei uns «Kampagnen machen» oder «Konzepte schreiben» heissen würde.

«Aber die nachfolgenden Generationen stellen andere Ansprüche an ihren Arbeitgeber: Sie streben nach Freiheit, nach flexiblen Arbeitszeiten, Home-Office und Jobsharing. Sie wollen Teil eines hervorragenden Teams sein und gleichzeitig selbstbestimmt.» … Wer zwischen 1980 und 2000 geboren wurde, ist demnach nicht mehr so sehr auf Status aus wie die Generation davor. Man will sich selbst verwirklichen, einer «sinnvollen» Aufgabe nachgehen, dabei eine gesunde Work-Life-Balance haben. Feste Hierarchien und Reglementierungen sind dieser Altersgruppe ein Graus, lieber arbeitet sie in ihrem eigenen Tempo, nach ihren eigenen Regeln.

Das trifft alles auch auf uns zu. Die meisten unserer Mitarbeitenden stammen auch aus dieser Generation.

«Eine gute Firma motiviert ihre Angestellten nicht. Sie stellt nur die Leute ein, die so begeistert sind, dass sie von sich aus Leistung erbringen wollen.»

Besser könnte man meine Rekrutierungsstrategie nicht beschreiben.

«Führung ist eine Dienstleistung am Team…»

So beschreibe ich meine Rolle am besten.

Zum Originalartikel geht es hier. Und wer noch mehr darüber wissen will, wie man Engagement in der eigenen Firma erzeugt und/oder aufrecht erhält, der kann dies am Campaigning Summit Switzerland 2015 erfahren. Referentin Sunnie J. Groeneveld (Consultant, CEO Inspire 925, CH) spricht dort zum Thema «Katalysator Engagement – Inspiration als Business Strategie erfolgreich umsetzen».

Sunnie J. Groeneveld ist CEO ihres Beratungsunternehmens Inspire 925 in Zürich, Mitglied der «Global Shapers Community» World Economic Forum (WEF) und unter den Top 50 Business Frauen, die 2014 im Rahmen der Gender 50/50 Initiative ans SEF eingeladen wurden. Sie schreibt Kolumnen, u.a. für die Huffington Post. Groeneveld hat Wirtschaft an der Yale University studiert und ihre Diplomarbeit über «The Economic Value of a Positive Work Environment» verfasst. Kürzlich erschien Ihr neues Buch «Inspired at Work – 66 Ideen für mehr Engagement und Innovation im Unternehmen».

P.S. Ich bin richtig stolz auf unser Team.