Ohne Empathie keine KI

Campaigning-Experte Peter Metzinger im Interview: Aktuelle Herausforderungen, die Schweizer Startup-Szene und die Zukunft der Schweiz in einer globalen Welt.
— Weiterlesen www.newsaktuell.ch/blog/ohne-empathie-keine-kuenstliche-intelligenz/

LinkedIn – Im Netz der Karrieristen läuft einiges schief

Ein Artikel von heute aus der Schweiz am Wochenende erinnert mich an eine eigene Geschichte mit LinkedIn: man kann den Profilen dort nicht trauen.

Vor ein paar Monaten entdeckte ich, dass unser früherer Mitarbeiter S. P. in seinem LinkedIn-Profil angibt, er sei bei business campaigning GmbH als Campaign Manager mit einer Budget-Kompetenz von 50’000 CHF angestellt gewesen. Tatsache ist: er hatten einen Job als Junior Campaigner und nur in einem einzigen Fall überhaupt Budgetkompetenz – über max. 1’500 CHF, niemals jedoch über 50’000 CHF.

Daraufhin kontaktierte ich LinkedIn, um das Netzwerk auf diese Falschangaben hinzuweisen. Ich wollte verhindern, dass zukünftige Arbeitgeber in die Irre geführt werden und jemanden als «erfahrenen» Campaign Manager einstellen, der bisher nur Erfahrung als Junior sammeln konnte. Und was tat LinkedIn daraufhin? Sie antworteten, sie hätten S. P. kontaktiert und dieser habe angegeben, es stimme alles. Dann legten sie den Fall zu den Akten, obwohl ich anbot, schriftliche Beweise für die Falschinformationen zu liefern.

Fazit: traue niemals einem LinkedIn-Profil. Es gibt keinerlei Qualitätsgarantie.

Und hier noch der Artikel über weitere Verfehlungen im Karrieristen-Netzwerk:

epaper-service.azmedien.ch/Nachrichten/24-akt-linkedin-p1060433.html

TICKETINO: Im Zeitalter der Algorithmen Menschen bewegen – Campaigning Summit Switzerland 2019

Auf dem Blog von TICKETINO wurde eben folgender Beitrag veröffentlicht:

Im Zeitalter der Algorithmen Menschen bewegen – Campaigning Summit Switzerland 2019

Konzertveranstalter, Eventmanager, Musiker, Werber, Politiker, Kommunikationsfachleute, Leader, Change Manager und Change Maker – sie alle wollen Menschen bewegen und für eine Idee oder ein Produkt begeistern. Vor den gleichen Herausforderungen stehen Campaigner wie Peter Metzinger..

— Weiterlesen blog.ticketino.com/im-zeitalter-der-algorithmen-menschen-bewegen-campaigning-summit-switzerland-2019

Was eigentlich ist business campaigning®?

Diese Frage wurde mir in den letzten Tagen häufig gestellt. Der folgende Text sollte es ganz gut erklären können, denn ich verwendete ihn in einer E-Mail und bekam die Antwort, dass damit alles beantwortet sei.

Campaigning ist die Kunst, Menschen dazu zu bewegen, ihr Verhalten, Denken oder ihre Einstellungen zu ändern, damit man ein bestimmtes Ziel erreicht.

So lernte ich das in den 80er und 90er Jahren bei Greenpeace, für die ich 13 Jahre tätig war, darunter 6 Jahre hauptberuflich und die letzten 3 Jahre als Campaigns Director Greenpeace Schweiz.

Ich habe damals erkannt, dass sämtliche Kampagnen und Veränderungsprozesse am Ende darauf abzielen, das Verhalten, das Denken oder die Einstellungen einzelner Personen zu verändern. Denn es sind nicht Staaten oder Behörden, Verbände oder Unternehmen, die Entscheidungen fällen und etwas tun, es stecken immer  einzelne Menschen dahinter. Daraus folgt, dass jede Kampagne und jeder Veränderungsprozess den gleichen Gesetzmässigkeiten unterliegen.

Und so entstand 1997 bei mir die Idee – hier kommt nun der Physiker in mir zum Ausdruck – eine Theorie der Veränderung zu entwickeln und ein Modell, mit dem man Kampagnen systematisch planen, umsetzen und bewerten und zudem auch noch Campaigner ausbilden kann.

Dieses Modell nannte ich dann 1999 das business campaigning® Modell, denn der Begriff Campaigning stammt aus dem Nonprofit-Bereich und die Ergänzung mit dem Wort Business soll zum Ausdruck bringen, dass das Modell genauso gut durch Unternehmen eingesetzt werden kann. Die letzten 20 Jahre haben das auch bewiesen, wie man hier nachlesen kann.

Das ® kommt daher, dass ich den Begriff business campaigning beim Institut für geistiges Eigentum in Bern als Wortmarke schützen liess, als Qualitätssicherung, damit ich garantieren kann, dass business campaigning «drin steckt, wenn business campaigning drauf steht».

business campaigning GmbH checkt Fakten zur Altersvorsorge

De nächsten Monate werden intensiv. Gestern veröffentlicht:

Medienmitteilung vom 16. Mai 2017

business campaigning GmbH checkt Fakten zur Altersvorsorge

Dietikon. Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP hat business campaigning GmbH mit einer Faktencheck-Kampagne zur «Altersvorsorge 2020» beauftragt. Wie der Verband am Freitag in Bern bekannt gab, sagt er «mit Vorbehalten Ja zum beschlossenen Kompromiss und fokussiert sich im Abstimmungskampf auf einen Faktencheck». Dazu gehört die Weiterentwicklung der bereits bestehenden und ebenfalls durch business campaigning GmbH konzipierten und betreuten Website dringendereform.ch und der dazugehörigen Social Media Konten. Auch ein von business campaigning GmbH konfigurierter Chatbot, der Auskunft zur Altersvorsorge gibt, befindet sich bereits in der Testphase.

Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP hat seine Mitglieder zur Reform der Altersvorsorge befragt. Dabei wurde die Haltung des Vorstands von über 80% der antwortenden Mitglieder unterstützt. Bezüglich Gesamtbeurteilung der Vorlage bewegen sich die Meinungen zwar innerhalb einer bestimmten Bandbreite: Mehrheitlich wird – teilweise mit Vorbehalten – zugestimmt; eine Minderheit lehnt, unter Betonung der zusätzlichen monatlichen CHF 70 für Neurentner und der umsetzungstechnischen Nachteile für die berufliche Vorsorge, die Vorlage aber ab. Aufgrund dieser Ergebnisse sagt der ASIP nach Abwägen der Vor- und Nachteile Ja zum beschlossenen Kompromiss.

Die Palette von Meinungen unter den ASIP-Mitgliedern lässt sich auf deren unterschiedliche Strukturen zurückführen. Die Meinungsvielfalt ist nachvollziehbar und zu respektieren. Es liegt in der Verantwortung jeder Pensionskasse, zu entscheiden, wie sie sich im Abstimmungskampf positionieren und in welcher Form sie ihre Versicherten informieren will.

Als unabhängiger Fachverband ist der ASIP Ansprechpartner für alle Akteure im Umfeld der beruflichen Vorsorge. Er wird sich daher keinem Abstimmungskomitee anschliessen. Gleichwohl wird sich der ASIP im Abstimmungskampf engagieren: Mittels einer primär im digitalen Bereich geführten Aufklärungs- und Faktencheck-Kampagne wird er die Vor- und Nachteile (Chancen/ Risiken) der Vorlage sowie die Konsequenzen bei einem Ja und bei einem Nein aufzeigen.

Der ASIP setzt sich zum Ziel, das Verständnis bezüglich Vorsorgefragen zu verbessern und gleichzeitig Falschinformationen entgegenzuwirken. Wichtig für den ASIP ist eine ausgewogene und fachlich fundierte Meinungsbildung der Stimmbevölkerung. Dreh- und Angelpunkt bleibt die schon bestehende Website www.dringendereform.ch.

A 3D-printed key that can’t be copied – media coverage for one of our clients

Did you know, that today you can copy any mechanical key with a cheap 3D printer? Even worse: modern smartphones can scan any key hanging or lying around and thus provide the file for the 3D printer. Digital keys are not the best answer to this threat, as they can be hacked. UrbanAlps, a startup from Switzerland and one of our clients found the answer: the Stealth Key, a key that turns its security elements inside out and cannot be scanned. One should think the industry  was waiting for it. Instead, they deny that there is a problem at all.

Last week the Stealth Key covered by The Economist. Read more here:

http://www.economist.com/news/science-and-technology/21720619-new-technology-high-security-locks-3d-printed-key-cant-be-copied

Grober Tippfehler im letzten Blog-Beitrag

Soeben habe ich gemerkt, dass ich mich letzten Blog-Beitrag böse vertippt habe. Es sollte nicht heissen «Das bedeutet, ich sollte den Slogan von business campaigning Day anpassen», sondern den von business campaigning GmbH. Denn die business campaigning GmbH is «the real thing» in Sachen Campaigning. (Oder doch das business campaigning® Modell?)

Chatbot «Berni» hilft nun bei der Kampagnenplanung

Zum Feierabend darf ich mich heute über einen Bericht des persoenlich-Magazins freuen, das über unseren Kampagnenplanungs-Chatbot berichtet. Den entwickelte ich vor einigen Wochen mal in einer ersten Version am Wochenende aus reiner Lust am Programmieren. Allerdings habe ich dabei nicht wirklich Code geschrieben, sondern Chatfuel genutzt, eine Art CMS für Facebook-Bots. Der Bot erkennt den Inhalt des Geschriebenen dank intelligenter Spracherkennung recht gut und kann Fragen beantworten, wie zum Beispiel, was Campaigning ist oder was es von Öffentlichkeitsarbeit unterscheidet. Vor allem aber führt er einen durch den Prozess der Planung einer Kampagne, und zwar nach dem business campaigning® Modell.

Hier gehts zum Artikel von persoenlich: http://www.persoenlich.com/digital/chatbot-fur-die-kampagnenplanung

Noch ein paar Informationen zum business campaigning® Modell:

Vor 20 Jahren begann ich mit der Entwicklung dieses Modells zur Planung von externen und internen Kampagnen. Als Physiker will man die Wirklichkeit ja immer am liebsten mit Modellen beschreiben, deren Anwendung brauchbare Resultate liefert, die man dann umsetzen kann. Genau so ein Modell wollte ich für die Planung von Kampagnen entwickeln – und tat es auch. Am 12. Februar 1998 leitete ich dann das erste Campaigning Seminar mit Hilfe dieses Modells, das ich dann später business campaigning® Modell taufte, weil es zwar aus dem NGO-Bereich kommt, aber auch von Unternehmen anwenden lässt.

Seitdem wurde es erfolgreich zur Planung von Kampagnen in den Bereichen Public Affairs, Marketing, Unternehmenskommunikation, Branding, Produktlancierung und Reputation Management eingesetzt, intern in den Bereichen Change Management, Organisationsentwicklung, Kulturwandel und Verbesserung der internen Kommunikation. Selbst das Open Forum des World Economic Forum in Davos wurde auf seiner Basis entwickelt.

Interesse, darüber zu philosophieren? – Komm‘ zu unserem nächsten Campaigning Meetup oder zum Campaigning Summit Switzerland.

Wir machen Kampagnen. Aber anders.

Seit 19 Jahren versuche ich in allen Varianten zu erklären, was wir eigentlich machen. Wenn ich Campaigning als die Kunst, ALLE Register ziehen zu können, definiere, bringe ich gerne als Erklärung die Anekdote von der Inhaberin einer kleinen Firma, die von uns eine Werbekampagne wollte, um Kundenverluste zu kompensieren. Stattdessen empfahl ich ihr eine Traumatherapie, weil sie zwei Wochen bevor die Probleme der Firma anfingen, einen Autounfall mit Schleudertrauma als Folge und Schmerzen hatte. Wenn die Inhaberin einer sehr kleinen Firma ein Riesenproblem hat und dann auf einmal die Firma auch, sollte man das zuerst lösen bevor man eine Werbekampagne macht, war mein Gedanke, der sich auch als erfolgreich herausstellte.

So gesehen ist Campaigning eine bestimmte Art zu denken, um Probleme zu lösen.

Aber natürlich machen wir auch ganz normale Kampagnen, Werbekampagnen, Wahlkämpfe, Abstimmungskampagnen, PR-Kampagnen, Social Media Kampagnen, Produktlancierungen usw. Wir entwerfen die Strategie, planen die Umsetzung, produzieren alles, was es braucht, bereiten die Lancierung vor, suchen die passenden Partner und koordinieren als Kampagnenhauptquartier die Umsetzung. Oder wir begleiten Partner dabei.

Nur, so wie wir unseren Kunden immer wieder empfehlen, ihre Angebote aus den Augen der Zielgruppe zu betrachten, weil man selbst dem Fluch des Wissens unterliegt und gar nicht richtig vermitteln kann, was für die Zielgruppe relevant ist, so geht es uns auch. Wir brauchen Feedback von aussen, am besten von Personen, die sich noch ganz frisch mit der Materie befassen.

Als Bruno Hofer, der Standortförderer Limmattal, in dem wir nun seit über einem Jahr domiziliert sind, letztes Jahr zu Besuch war, um mein Referat beim Wirtschaftsfrühstück vom 17. Januar vorzubereiten und erfuhr, was wir alles machen, brachte er es so auf den Punkt: «Ihr macht Kampagnen. Du hast ein Modell, mit dem Du Leute ausbilden und Kampagnen strukturiert nach dem immer gleichen und bewährten Muster planen kannst. Und Du hast ein Team von am Modell ausgebildeten Leuten, die für Dich Kampagnen umsetzen können.»

Das stellt eine Umkehrung des Schwerpunkts dar. Wir machen Kampagnen. Aber wir machen nicht einfach nur Kommunikationskampagnen. Unter einer Kampagne verstehen wir einen strategisch gesteuerten Prozess zur Erreichung eines Ziels, bei dem ich Menschen dazu bringen muss, ihr Verhalten oder Denken zu ändern, ohne dass ich das befehlen kann. Der Fokus liegt hier auf der Kampagne, nicht auf der Denkweise.

Diese Art Kampagnen zu machen, unterscheidet sich ganz wesentlich von dem, was man sonst unter Kampagne versteht. Deshalb haben wir das «wir machen Kampagnen» ergänzt mit «aber anders». Anders, weil wir mit dem business campaigning® Modell eine Theorie als Basis haben, die definiert, dass Campaigning mehr ist als Kommunikation.

Anders, weil wir vom Ziel aus rückwärts und wirkungsorientiert denken. Weil wir Kampagnen mit Hilfe des business campaigning® Modells durch die Zielgruppe selbst entwickeln lassen (Target Community Labs™). Weil wir kein normales Büro haben, sondern mit dem Campaigning Center ein zentrales Home Office als Co-Working-Space. Weil wir Querdenker sind und meist einen dritten Weg sehen, wo andere nur zwei sehen. Und so weiter.

Wir machen Kampagnen. Aber anders.

business campaigning, communitycation und kreatur

Campaigning ist für viele Menschen immer noch schwer zu fassen. Meine Ansprüche, den Begriff korrekt zu definieren, wie ich ihn in der Anwendung gelernt habe, als etwas, das weit über Kommunikation hinausgeht, als die Kunst alle Register ziehen zu können, um ein Ziel zu erreichen und Menschen zu bewegen, macht die Sache nicht gerade einfacher. Man muss sich schon intensiv damit auseinandersetzen, um die wahre Bedeutung und Vielfalt der Anwendungen zu erkennen und zu verstehen, warum Campaigning nicht einfach Wahlkampf ist oder eine bestimmte Art der öffentlichen Kommunikation.

Da wundert es auch nicht, dass viele nicht verstehen, dass meine Firma business campaigning GmbH immer wieder auch wie eine ganz normale Kommunikations- oder Kreativagentur funktioniert. Manche denken sogar, der Campaigning Summit Switzerland wäre unser Business. (In Wirklichkeit ist er mein teuerstes Hobby…)

Wir knacken in der Tat nicht nur harte Nüsse, sondern machen durchaus auch ganz normale Jobs, wie z.B. Flyer, Plakate, Online-Banner, Markenentwicklung (CI/CD), Medienarbeit, Social Media Kampagne, Inbound-Marketing usw.

Weil Menschen in Schubladen denken, haben wir deshalb drei eigene Marken geschaffen, die wir neuerdings wie getrennte Firmen kommunizieren:

  1. business campaigning ist die strategische Unternehmensberatung für Kommunikation, Management und Change. Und für die scheinbaren Impossible Missions.
    home-beratungsagentur
  2. Communitycation ist die Agentur für integrierte Community-Kommunikation. Hier werden Kampagnen geplant und umgesetzt, die Zielgruppen zum Mitmachen bewegen sollen.home-kommunikationsagentur
  3. Kreatur ist unsere Designagentur, die Corporate Design, Logos, Flyer usw. entwirft und gestaltet.  home-designagentur

Und plötzlich versteht man uns, habe ich jedenfalls den Eindruck.

Und was machen wir eigentlich? – Kampagnen. Aber anders.

Was das bedeutet, darüber schreibe ich beim nächsten Mal.