Satt von Luft oder eher betrunken?

Der folgende Artikel aus der Limmattaler Zeitung zeigt, dass dem Einfallsreichtum innovativer Unternehmer bei der Bekämpfung der Klimakrise keine Grenzen gesetzt sind.

Eine ausgewachsene Buche entzieht der Atmosphäre pro Jahr 12,5 Kilogramm CO2. Dafür müsste man 25 Flaschen ­Wodka trinken. Was einen vernachläs­sigbaren Nutzen für das Klima, aber gravie­rende Folgen für die eigene Gesundheit hätte. Klammert man den ökolo­gischen Fussabdruck gewisser tiefsibirischer Ethnien aus, so ist der Wodka für den Klimawandel ein bescheidenes Problem. Insofern wird die Welt mit dem ­Saufen von CO2-negativem Wodka nicht gerettet werden können.

Mehr dazu:

epaper-service.azmedien.ch/Nachrichten/issue-SaW-LIZ-20200125-article-0256513937-p1191822.html

Kaffee aus Kapseln oder Kolben? Eine andere Frage ist wichtiger

Der symbolträchtige Streit um Kapsel oder nicht Kapsel ist typisch für Diskussionen um Umweltbilanzen. Es gibt nicht einfach Gut und Böse, sondern es kommt immer auf die Randbedingungen an. Und je nachdem kann man dann jene Studie auswählen, die einem gerade ins Weltbild passt – oder in die Bequemlichkeit des Alltags.
— Weiterlesen www.higgs.ch/kaffee-aus-kapseln-oder-kolben-eine-andere-frage-ist-wichtiger/28308/

Kapitalismus fürs Klima: Die Jugend hat recht

Peter A. Fischer hat am 27.12.2019 in der NZZ einen Kommentar zu obigem Thema veröffentlicht.

Zentrale Aussagen darin:

Der Klimawandel ist ernst zu nehmen. Aber die Entwicklung zeigt: Ein freiheitlicher Kapitalismus ist die Lösung, nicht das Problem. Es braucht Korrekturen bei den Anreizen, mehr Wettbewerb, Marktvertrauen und Zuversicht.

(…) Die Menge an CO2, die zur Produktion von kaufkraftbereinigten 1000 Dollar an Wirtschaftsleistung ausgestossen wird, hat sich in Europa in den letzten vierzig Jahren um etwa zwei Drittel verringert. In China ist sie derweil um ganze vier Fünftel auf das Niveau gesunken, das in Europa noch 1970 üblich war.(…) die Umweltzerstörung nimmt ab, sobald sich die Menschen den Fortschritt leisten können.

Es braucht den Wettstreit der Ideen

Das bereits Erreichte ist technologischer Innovation zu verdanken, die primär der freiheitliche Kapitalismus generiert hat. Er plant nicht zentral und kennt das Endresultat nicht von vorneherein. Wird schliesslich das Elektro- oder das Wasserstoffauto uns einen wichtigen Schritt in Richtung CO2-neutraler Mobilität bringen? Oder vielleicht etwas Drittes, derzeit noch nicht Bekanntes? Kein noch so wohlmeinender Diktator kennt den besten Weg sicher. Viel effizienter ist es, wenn der freie Wettbewerb der Ideen und Projekte dafür sorgt, dass sich das Beste durchsetzt. Vielleicht werden wir künftig kaum mehr Kohle verbrauchen, oder wir werden das dabei freigesetzte CO2 wieder neutralisieren. Damit das gelingt, braucht es aber Firmen und Investoren, die nach Gewinnen streben. Sie erst sorgen dafür, dass das Kapital in die erfolgversprechendsten Projekte fliesst.

Der freiheitliche Kapitalismus und das Wirtschaftswachstum sind somit der Schlüssel, um Umweltprobleme zu beheben. (…)

Der Internationale Währungsfonds hat ausgerechnet, dass eine globale CO2-Steuer von 75 Dollar pro Tonne ausreichen würde, um die Erderwärmung auf zwei Grad zu beschränken. (…)

Wenn der Staat in Frankreich 56 Prozent der Wirtschaftsleistung für sich beansprucht und in Deutschland 46 (in der Schweiz ist es rund ein Drittel), dann bleibt dem innovativen Markt nur noch der knappe Rest. 

Mehr dazu hier (Kommentar in voller Länge).

Gerade zum letzten zitierten Absatz möchte ich noch etwas anfügen. Gemeint ist damit «der knappe Rest» an Kapital, der für das Entwickeln innovativer Lösungen für den Umweltschutz eingesetzt werden kann. Deshalb lehne ich auch eine Flugticketabgabe ab, die eine reine Lenkungsabgabe darstellen würde. Wenn alle Einnahmen an die Bevölkerung verteilt werden und die Lenkung tatsächlich dazu führen würde, dass weniger geflogen wird, dann bliebe den Airlines noch weniger, um innovative Lösungen zu finanzieren, die zu einer komplett CO2-neutralen Fliegerei führen können. Mindestens ein Teil (49%) der Flugticketabgabe sollten für die Finanzierung des Aufbaus einer Industrie dienen, die synthetisches Kerosin liefert, so dass wir im Jahr 2050 zu 100% CO2-neutral fliegen können. Siehe dazu auch der Vorschlag von Martin Bäumle, Prof. Anthony Patt und mir.

Zu Beginn des neuen Jahrzehnts eine geballte Ladung positiver News

Denn zu viele negative News sind gefährlich. Warum das so ist, berichtet heute die Republik. In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern meines Blogs ein frohes und erfolgreiches Neues Jahrzehnt. Am Ende brauchen wir dann die positive News, den CO2-Ausstoss halbiert zu haben. Hoffentlich schaffen wir das. Nur mit Innovation.

Und nun zu den Berichten, was unter anderem im ersten Jahrzehnt besser wurde.

Im vergangenen Jahrzehnt erhielten 325’000 Menschen Anschluss an Elektrizität, 200’000 an Trinkwasser, 650’000 ans Internet, und 170’000 Menschen entkamen der bittersten Armut – jeden einzelnen Tag, die ganzen zehn Jahre über. 

Mehr dazu und den Gründen, warum die Medien so viel Negatives berichten: www.republik. ch/2020/01/01/gute-nachrichten

Nachtrag: das neue Jahrzehnt beginnt erst in einem Jahr. Siehe de.wikipedia.org/wiki/Jahrzehnt

Der wichtigste Megatrend unserer Zeit

Lesenswerter Artikel für alle, die noch meinen, die Sorgen um den Klimawandel seien ein vorübergehendes Phänomen. In Tat und Wahrheit werden weltweit Gegenmassnahmen in die Tat umgesetzt. Wer wusste, dass die Wirtschaft von Costa Rica schon 2021 klimaneutral sein wird? Sie ist damit dank vorausschauendem Handeln für die kommenden Herausforderungen bestens positioniert.

„Neo-Ökologie ist der Megatrend, der die 2020er prägen wird wie kein anderer: Umweltbewusstsein wird vom individuellen Lifestyle zur gesellschaftlichen Bewegung. Nachhaltigkeit vom Konsumtrend zum Wirtschaftsfaktor. Und die Klimakrise zur Grundlage einer neuen globalen Identität. (…)

Die Lösung der Klimakrise ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie kann nur gelingen, wenn sich sämtliche Gesellschaftsbereiche neu ausrichten – auf ein progressives Postwachstumsparadigma. Die Politik steht vor der Aufgabe, diesen Wandel durch entsprechende Regulierungen und Anreize voranzutreiben. Je eher Unternehmen die Potenziale dieser Transformation für sich ausloten, umso mehr werden sie künftig davon profitieren.

— Weiterlesen www.zukunftsinstitut.de/

„Die smarte grüne Diktatur“

Ein aktueller Artikel aus dem Spektrum der Wissenschaft, der zu denken gibt:

„Ist die Techno-Autokratie die Zukunft des Klimaschutzes? Angesichts des Klimawandels werden Stimmen nach einem radikalen Durchgreifen lauter. (…) Noch hat der Bürger die Wahl, ob er sich freiwillig in ein solches Freiluftgefängnis begibt. Doch mit jedem Grad Erderwärmung scheint die brutale Entscheidung zwischen dem demokratischen Weltuntergang und der autokratischen Weltrettung unausweichlicher. Kippt das Klima, könnte auch die Demokratie kippen.

Das Ende der Freiheit klopft an die Tür… Der Spielraum für liberale Lösungen wird zunehmend enger. Packen wir sie an!

— Weiterlesen www.spektrum.de/kolumne/die-smarte-gruene-diktatur/1694202

«Alles, was Sie im Netz tun, wird überwacht»

Dieser Artikel gibt zu denken. Ich zwar die Definition von Start-ups fragwürdig und nicht korrekt, aber den Rest des Artikels sollte jeder gelesen haben, der im Internet surft und/oder ein Smartphone hat, das kein iPhone ist. Wie wir überwacht werden und was «People Farming» bedeutet:

desktop.12app.ch/articles/11741569

Grönland: Eisschmelze entspricht schlimmsten IPCC-Szenario

Good news – bad news: Grönlands Eis schmilzt so schnell wie im höchsten IPCC-Szenario berechnet. Doch seit ein paar Jahren verliert es deutlich weniger Masse.

Quelle: Grönland: Eisschmelze entspricht schlimmsten IPCC-Szenario

Die Belebung des Rapidplatzes rückt näher

Der Gemeinderat, das Parlament von Dietikon, hat am Donnerstag meinem Antrag zugestimmt, ein minimales Budget für einen einfachen Kinderspielplatz und Beschattung auf dem Rapidplatz zu reservieren. Ausserdem wurde ein Rahmenkredit für ein temporäres Schulhaus genehmigt.

Nötig ist ersteres, weil man bei der Entwicklung des Limmatfelds durch die Halter AG vermutlich vergass (oder ignorierte?), dass es für den Rapidplatz Massnahmen und Infrastruktur für dessen Belebung braucht. Noch vor kurzem warb die Halter AG auf der Website Limmatfeld.ch damit, der Rapidplatz sei ein lebendiger Platz mit mediterranem Flair…

Es lag wohl auch daran, dass man zu Beginn vor allem Büroflächen schaffen und vermarkten wollte. Nachdem man sich dann eines Tages dieses Irrtums bewusst wurde und das Limmatfeld schliesslich für Wohnungen konzipierte, ging die Tatsache, dass dort Familien mit Kindern wohnen werden, wohl irgendwie unter.

So fehlt bis heute Zentrum des Quartiers ein Kinderspielplatz und generell auch ein Schulhaus. Für letzteres haben wir am Donnerstag im Gemeinderat immerhin einen Rahmenkredit bewilligt. Nun muss 2020 «nur noch» eine Volksabstimmung gewonnen werden.

Aber auch Kinderspielplatz und Beschattung sind noch nicht sicher. Das Parlament hat erst einmal nur ein Budget bewilligt. Ob die Verwaltung nun mit diesem Budget etwas macht, bleibt abzuwarten. Man kann erst einmal nur hoffen, dass der durch das Parlament zum Ausdruck gebrachte Volkswille und die sehnsüchtigen Wünsche der im Limmatfeld lebenden Kinder und Familien endlich erhört werden. Zu viele Jahre sind vergangen, zu viele Familien schon weggezogen. Es wird nun Zeit.

Weiterlesen in der Limmattaler Zeitung:

Das Dietiker Parlament investiert mehr
https://epaper-service.azmedien.ch/Nachrichten/issue-LT-20191206-article-0253281737-p1140951.html?uid=3478655c-1360-41cd-9fa7-77189f08dc91&Edition=LT

«Ein Schulhaus auf Zeit» und «Das Parlament diskutierte über die Stadtratsantwort zur Interpellation von Peter Metzinger (FDP) mit dem Titel «Umweltschutz schafft Arbeitsplätze».
https://epaper-service.azmedien.ch/Nachrichten/issue-LT-20191206-article-0253281732-p1140950.html?uid=5ae329a9-afcb-49fa-95cc-72e73b02dd83&Edition=LT


«Man hätte es nicht besser planen können»

Letzte Woche sorgten Linksextreme für Schlagzeilen, weil sie die SVP-Politiker Roger Köppel und Christoph Mörgeli in einem Zürcher Lokal mit Getränken überschüttet hatten. Für das Lokal sollte dieser Vorfall jedoch keine negativen Folgen haben, «meint der Image-Experte Peter Metzinger gegenüber RADIO TOP.»
— Weiterlesen www.toponline.ch/