Fürs Limmatfeld in den Gemeinderat. Am 22. März ist es soweit.

Als Otto Müller, Stadtpräsident von Dietikon, heute im Stadthaus das Ergebnis der Gemeinderatswahlen verkündete, traute ich zuerst meinen Ohren nicht. Obwohl meine Partei, die FDP.Die Liberalen Dietikon keinen zusätzlichen Sitz gewonnen hatte und obwohl noch nicht offiziell bekannt war, dass Philipp Müller in den Stadtrat gewählt wurde, nannte der Stadtpräsident meinen Namen als zukünftigen Gemeinderat.

Das war nur so zu erklären, dass ich eine Menge Stimmen von Wählern anderer Parteien erhalten hatte. Und in der Tat hatte ich 17 Stimmen von der SVP-Liste, 11 von der SP, 15 von der CVP, 10 von der GP, 2 von der EVP, 1 von der DP und 8 von der GLP. Vermutlich, weil ich fürs Limmatfeld angetreten bin, aber sicher auch, weil ich mich für eine nachhaltige Wirtschaft und Innovation engagiere.

Vielen Dank für jeden, der mir seine Stimme gegeben hat! Mir ist klar: Nun muss ich den Erwartungen gerecht werden. Das wird der wirklich anspruchsvolle Teil. In vier Jahren ist es dann Zeit, Bilanz zu ziehen. «An den Taten sollt Ihr sie erkennen»…

Verzicht auf Minergie kann sinnvoll sein

«Verzicht auf Minergie: Stadt erntet Kritik für überarbeitetes Bauprojekt» – so lautete kürzlich die Schlagzeile eines Artikels in der Limmattaler Zeitung. (Hier geht es zum Artikel.) Darin heisst es unter anderem:

Dass aus Kostengründen auf den Ausbaustandard Minergie verzichtet wird, überrascht. Ist Schlieren doch seit 1997 Trägerin des Labels Energiestadt und wurde seither drei weitere Male zertifiziert. Kritik kommt denn auch von den Ortsparteien, die sich für nachhaltige Bauweise einsetzen. Andreas Kriesi (GLP) etwa, findet, dass in diesem Projekt eine Sanierung zu Minergie-Standard sinnvoll sei. «Dies, wenn man davon ausgeht, dass die effektiven Kosten für den Minergie-Standard nicht mehr als zehn Prozent der Sanierung ausmachen sollten», sagt er.

Label geht nicht verloren
Aus Sicht von Manuela Stiefel ist es kein Problem, als Energiestadt auf eine Minergie-Sanierung zu verzichten. Zwar habe der Stadtrat vor anderthalb Jahren beschlossen, den Gebäudestandard 2015 von «Energiestadt Schweiz» zu übernehmen. «Es wurde jedoch explizit festgehalten, dass bei Renovationen nur dann Minergie zur Anwendung gelangt, wenn dies technisch und finanziell vertretbar ist», so Stiefel. Dies stehe nicht im Widerspruch zum Energielabel der Stadt. «Es besteht keine Gefahr, das Label zu verlieren, zumal die Stadt Schlieren in diversen anderen Bereichen wie Fernwärme, Photovoltaik-Anlagen und Holzbauten mit Material aus dem eigenem Wald punktet», sagt Stiefel.

Meine eigene Erfahrung stützt den Entscheid der Stadt. Auch der Limmat Tower verfügt über ein Minergie-Label. Dieses ist jedoch nicht über alle Zweifel erhaben. „Verzicht auf Minergie kann sinnvoll sein“ weiterlesen

AC/DC im Gemeinderat?

So lautet der Titel einer Werbekampagne, die ich gerade auf Facebook laufen habe. Sie richtet sich an AC/DC- und Hardrock-Fans aus Dietikon zeigt mich auf Fotos mit den AC/DC-Gitarristen Angus und Stevie Young, dem Schlagzeuger Chris Stade und dem Sänge Brian Johnson. 2015 durfte ich sie alle kennenlernen, in Zürich, London und Sydney. (Mehr darüber hier.) Was ist mit «AC/DC im Gemeinderat» gemeint? „AC/DC im Gemeinderat?“ weiterlesen

Wie die Digitalisierung die Menschlichkeit fördert und das Staatswesen fordert

Kurz nachdem wir 2015 nach Dietikon gezogen waren, wurde mir schnell klar, dass ich mich hier zum ersten Mal seit 1983 wirklich zuhause fühle. Da lag es nahe, dass ich die Anfrage, Präsident des Quartiervereins Limmatfeld zu werden, annahm, denn wo man sich zuhause fühlt, engagiert man sich auch gerne. (Ich zumindest.) Und als die FDP vorschlug, mich auf der Liste 4 nach ganz vorne zu setzen,um dem Limmatfeld Priorität einzuräumen, war auch hier die Zusage eine logische Konsequenz der ersten beiden Schritte. Und dennoch hatte ich immer auch noch das Gefühl, dass noch mehr dahinter steckt. Bis mir vor einer Weile auf dem Weg vom Bahnhof zum Limmat Tower plötzlich bewusst wurde, dass auch meine Überlegungen zur Digitalisierung eine bis dahin noch unterschwellige, unbewusste Motivation darstellten. Was steckt dahinter? „Wie die Digitalisierung die Menschlichkeit fördert und das Staatswesen fordert“ weiterlesen

Meh Blau für Dietikon

«Meh Blau für Züri» lautete der Slogan der FDP schon im Gemeinderatswahlkampf 2014, dessen Strategischer Wahlkampfmanager ich damals war. In dieser Funktion hatte ich auch den Spruch unter allen Vorschlägen ausgewählt. Er passte am besten zum Strategischen Campaigning Grundsatz Nr. 1 (Polarisieren, profilieren, positionieren). In Tat und Wahrheit jedoch ist Zürich jedoch vor allem Rot. Und zwar an der Ampel. (Dass ich da lieber mehr Grün sehen würde, kann ich mir aber knapp noch verkneifen. )

Vor Jahren sorgte ein Artikel der New York Times für Aufsehen, in dem ein Mitarbeiter des Tiefbauamtes freizügig zugab, dass man dort Überstunden schiebt, um künstlich Stau zu produzieren, damit möglichst wenig Autofahrer den Weg in die Stadt suchen. Auf Druck der Behörden musste der Artikel wieder vom Netz genommen wurden, aber plausibel war er definitiv. Denn so klein Zürich ist, wie der Tages-Anzeiger vor ein paar Tagen berichtete, hat die Stadt einen undankbaren Spitzenplatz bei Staus inne: „Meh Blau für Dietikon“ weiterlesen

So wählen Sie richtig fürs Limmatfeld

Immer wieder werde ich gefragt, wie man bei den anstehenden Gemeinderats- und Stadtratswahlen richtig wählt. Anbei ein paar Erklärungen.

Grundsätzlich muss man wissen, dass der Gemeinderat das Parlament ist und der Stadtrat die Stadtregierung.

Einem Stadtrat kann man nur eine Stimme geben, einem Gemeinderat mehrere, indem man dessen Namen manuell mehrfach auf den Stimmzettel schreibt (so genanntes Panaschieren, was hier sehr gut anhand der Nationalratswahlen erklärt ist). Manche Namen stehen auch schon von vornherein mehrfach auf der gleichen Liste, wie in meinem Fall, der ich zwei Mal auf der Liste 4 stehe.

Damit unterstreicht die FDP Dietikon die Bedeutung, die sie einer Vertretung des Limmatfelds im Gemeinderat beimisst.

Mein Name ist der 5. auf der Liste 4 der Gemeinderatskandidaten. Auf dem ersten Platz ist Philipp Müller, der auch als Stadtrat kandidiert. Damit ich bessere Chancen habe, in den Gemeinderat gewählt zu werden, ist es wichtig, dass Philipp Müller in den Stadtrat gewählt wird. Denn dann rutsche ich einen Platz nach vorne und bin automatisch gewählt, wenn die FDP keine Stimmen verliert.

Schafft Philipp Müller es nicht in den Stadtrat, braucht die FDP 5 Sitze im Gemeinderat, also einen mehr als heute. Deshalb ist es sehr wichtig, die vollständige Liste 4 ins Stimmzettelkuvert zu tun und nicht einfach nur meinen Namen auf die Liste einer anderen Partei zu schreiben. Das erhöht meine Chancen mehr als Panaschieren.

Und so machen Sie es konkret:


  1. Unterschreiben Sie als erstes Ihren Stimmrechtsausweis.
  2. Nehmen Sie den Wahlzettel Erneuerungswahl des Stadtrates.
  3. Tragen Sie Philipp Müller und Roger Bachmann ein.
  4. Schreiben Sie als Stadtpräsident Roger Bachmann auf.
  5. Wählen Sie aus allen grauen Listen die Liste 4 FDP. Die Liberalen aus und reissen Sie sie von den anderen ab.
  6. Legen Sie beide Zettel (Stadtrats- & Gemeinderatswahlen) in Ihr Stimmzettelkuvert und verschliessen Sie es unbedingt. (Wenn Sie sich auch noch an den nationalen und kantonalen Abstimmungen beteiligen, müssen Sie auch diese zuerst ausfüllen und ins Stimmzettelkuvert legen).
  7. Fast fertig: Nur noch den Stimmrechtsausweis und Ihr Stimmzettelkuvert in Ihr Antwortkuvert legen und verschliessen.
  8. Bringen Sie es heute noch auf die Post!

 

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Smartspider von Smartvote leider gar nicht smart…

Obwohl es den Test für die Gemeinderatswahlen in Dietikon gar nicht gibt, habe ich mir einen Spass daraus gemacht, einen Wahlempfehlungstest von Smartvote zu machen. Ich habe dazu einfach den Fragenbogen zu den letzten Nationalratswahlen genommen. Das Ergebnis sollte ja trotzdem passen. Sollte man meinen.

Denn schaut man es sich an, fällt auf, dass ich es beim Thema Umweltschutz auf gerade mal 50 von 100 Punkten schaffe. (Aktualisiert. In der ersten Version stand hier noch 25 Punkte, weil ich den Kreis falsch interpretiert hatte. Das ändert aber nichts an den folgenden Ausführungen.)

Ich, der ich in den achtziger und neunziger Jahren 13 Jahre meines Lebens für Greenpeace gab (das war praktisch damals rund um die Uhr im Zentrum meines Lebens) und parallel noch private Umweltorganisationen auf die Beine stellte, zum Beispiel einen Verein, der sich für den Schutz eines Stücks Regenwald in Brasilien an der Grenze zu Bolivien stark machte, der heute noch als einziges Waldgebiet nicht gerodet wurde? Ich, der ich mich bei jeder Gelegenheit für nachhaltige Lösungen einsetze, beruflich wie privat, soll auf diesem Gebiet nur 25 von 100 Punkten erreichen???

Was stimmt da nicht?  „Smartspider von Smartvote leider gar nicht smart…“ weiterlesen

Warum ist die S-Bahnstation Silbern so wichtig?

Die Vernehmlassung zur Bahninfrastruktur 2035 und die Forderungen nach einer S-Bahnstation Silbern waren in letzter Zeit oft in den Medien und haben auch einige Diskussionen ausgelöst. Viele Gemeinden, Organisationen und Unternehmen haben sich beteiligt und fordern die Station, es sind in Bern mehr Briefe eingegangen, als zu hoffen war. Warum ist diese Station so wichtig? „Warum ist die S-Bahnstation Silbern so wichtig?“ weiterlesen

Die Zukunft des Strassenverkehrs: Innovation als Fluch oder Segen?

Innovation – welch ein kleines Wort im Vergleich zu den vielfältigen und oftmals gravierenden Veränderungen, die wir gerade durchleben. Diese Gedanken schossen mir durch den Kopf, als ich heute Morgen in der Dezember-Ausgabe des Magazins „Spektrum der Wissenschaft“ einen Artikel zum Thema autonome Fahrzeuge las. Wie werden sie die Situation in unseren Städten verändern? Steckt in ihnen die Lösung für die Staus in der Heimstrasse, bei der Post, am Kronenplatz oder an den anderen neuralgischen Punkten in Dietikon? Schon die S-Bahnstation in Silbern könnte einen so wichtigen Beitrag leisten – was können dann erst die autonomen Fahrzeuge?

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Mein Unterstützerkomitee stammt bisher aus dem Limmat Tower. Wieso eigentlich?

Die ersten Namen meines Unterstützerkomitees sind nun online – bisher alle aus dem Limmat Tower. Das ist sicher das Ergebnis meines Engagements für die Interessen der Stockwerkeigentümerinnen und -eigentümer und für eine anständige und vollständige Behebung der letzten vorhandenen Baumängel.
Solche Mängel gibt es bei jedem Neubau. Sie sind nichts Aussergewöhnliches und der Limmat Tower ist ein tolles Gebäude, in dem ich sehr gerne wohne. Jedoch wäre es wünschenswert, wenn die Halter AG und Priora AG sich nicht so viel Zeit mit der Mängelbehebung lassen würden. Ich engagiere mich dafür, dass diese vollständig und zügig behoben werden und dass die Eigentümer das nicht selbst und auf eigene Kosten machen müssen. Schliesslich wurden die Firmen schon dafür bezahlt, ein mängelfreies Gebäude zu erstellen.
Eigentlich sollte man 20 Prozent des Kaufpreises auf ein Kautionskonto zahlen und erst dann freigeben, wenn die Mängel alle behoben sind. Leider versagt hier bei Stockwerkeigentum der Markt. Mit verschiedenen Nationalrätinnen und Nationalräten habe ich schon darüber gesprochen, ob man ein solches Kautionskonto nicht gesetzlich und obligatorisch verankern sollte. Die Idee stiess auf grosses Interesse. Ich bin gespannt, wie es damit weitergeht.

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