Dietikon plant Cluster für «Umwelt und Energie»

Die Stadt Dietikon plant die Schaffung eines «Kompetenzzentrums für Umwelt und Energie». Hintergrund dieses Entscheids war die im Februar 2019 durch den Stadtrat verabschiedete Wirtschaftsstrategie, welche die Ansiedlung eines Wirtschaftsclusters vorsieht. Aktuell laufen die Anstrengungen für die Entwicklung einer entsprechenden Strategie sowie die Suche nach einem geeigneten Standort.

Dies hat der Stadtrat heute bekannt gegeben. Nun bin ich gespannt auf die Antwort auf meine Interpellation, die genau in die gleiche Richtung zielt. Ich begrüsse diese klare Aussage des Stadtrats, denn ich bin der Meinung, dass im Bereich «Umwelt und Energie» grosse Wachstumschancen für nachhaltige – also auch langfristig sichere – Arbeitsplätze bestehen. Es wird Dietikon gut tun, hier die Nase vorne zu haben.

Weiter schreibt der Stadtrat:

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Toter Liberalismus – aber was sonst?

Gastkolumne von Robert Nef in der Limmattaler Zeitung – Welche Weltanschauungen und ökonomischen Doktrinen sollen Klima und Welt retten?

Die Zeiten, in denen sich viele Linke selbst als «Auch-Liberale» oder mindestens «Kulturliberale» bezeichnet haben, sind offensichtlich vorbei. Heute wird der Liberalismus im Rahmen der Klimadebatte frontal angegriffen. Aber was tritt an seine Stelle? Nach den vielen Schiffbrüchen des etatistischen Sozialismus aller Schattierungen getraut man sich nicht, offen für eine sozialistische Zentralverwaltungswirtschaft einzutreten und für die Verstaatlichung der Wirtschaft, für die Abschaffung des Privateigentums und für eine staatlich kontingentierte Produktionslenkung und Konsumzuteilung. Die Frage muss erlaubt sein, mit welchen neuen politischen Weltanschauungen und ökonomischen Doktrinen man heute das Klima und die Welt retten will.

Die Analyse zeigt: Freiheit geht einher mit Lebens- und Umweltqualität, weil Totalitarismus und Planwirtschaft einfach zu viel kosten.

Deshalb nicht vergessen, am Sonntag in Zürich Ruedi Noser als Ständerat wählen.

Mehr dazu:

https://www.limmattalerzeitung.ch/kommentare-aaz/der-liberalismus-ist-tot-aber-was-ist-die-alternative-135938435

Wer mehr Umweltschutz will, muss Ruedi Noser in den Ständerat wählen

Was bringt einer fortschrittlichen Umweltpolitik mehr, eine weitere grüne Politikerin in Bern oder eine ganze Partei, die einer fortschrittlichen UmweltPolitik mehr und mehr Gewicht gibt?

Es sei daran erinnert, wie sehr die FDP Anfang des Jahres kritisiert wurde, weil das neue, totalrevidierte CO2-Gesetz im Nationalrat von den Grünen und der SVP abgelehnt wurden. Umso grösser das Erstaunen, als die FDP-Delegierten am 22. Juni ein fortschrittliches Umweltpositionspapier verabschiedeten, das bei der CO2-Zielsetzung noch über das Pariser Abkommen hinausgeht und eine Variante für eine Flugticketabgabe beinhaltet, die sowohl von den Grünen als auch der Industrie befürwortet wird.

An dieser Neuausrichtung der FDP-Umweltpolitik haben im Hintergrund viele mitgewirkt (auch ich), aber sie hätte es trotz Unterstützung der Basis vielleicht schwer gehabt, hätte es nicht innerhalb der FDP gewichtige Stimmen gegeben, die sich dafür intern stark machten und kein Blatt vor den Mund nahmen, die Partei an ihre ökologischen Wurzeln zu erinnern (s. Foto des Parteiprogramms der FDP Kanton Zürich von 1979).

Eine dieser Stimmen war die von Ruedi Noser. Wer ihm, der sich für eine neue Umweltausrichtung innerhalb der FDP engagiert und gleichzeitig aber auch etwas von der Wirtschaft des Kantons versteht und deshalb Lösungen erarbeiten kann, die wirklich funktionieren und schnell akzeptiert und umgesetzt werden können, jetzt die Stimme verweigert, zugunsten einer grünen Kandidatin, deren Bild von der Wirtschaft durch Mythen geprägt ist und die auf Probleme vor allem Verbote kennt – die logischerweise auf Widerstand stossen – als Antwort, der erweist der Umwelt einen Bärendienst.

Wer will, dass Umweltpolitik Parteien übergreifend die dringend benötigten Lösungen entwickeln kann, die wir nun ganz schnell brauchen, der wählt Ruedi Noser in den Ständerat.

Zu guter Letzt sei auch noch daran erinnert, dass Ruedi Noser entscheidend am neuen CO2-Gesetz mitgewirkt hat, daran, dass es nun ein Inlandziel gibt, dass eine Flugticketabgabe vorgesehen ist, dass Behinderungen für die Produktion erneuerbarer, synthetischer Treibstoffe beseitigt werden und vieles mehr. Und bei alledem hat er so geschickt agiert und so gute Lösungen erarbeitet, dass am Ende auch die Wirtschaft und damit unser Wohlstand davon profitieren. Nur solche Lösungen können schnell genug umgesetzt werden, weil sie nicht unnötig auf Widerstand stossen.

😉

Hallo, Konservative: Klimaschutz ist imfall euer Kernthema. Get it?

Anstatt jeden Ton von Greta Thunberg wie ein geblendeter Bulle aufzuspiessen, würden sich konservative Eliten gescheiter auf ihre eigenen Vordenkerinnen besinnen. Zum Beispiel auf Margaret Thatcher. 

Sie gilt als Mutter des modernen Konservatismus, hat den britischen Finanz­markt dereguliert und staatliche Unter­nehmen privatisiert, wie es zuvor nie jemand gewagt hatte. Gemeinsam mit Ronald Reagan installierte sie eine neoliberale Wirtschafts­ordnung, die ihr Leben überdauerte. Kapitalismus­kritiker verachten Thatcher dafür bis heute; nach ihrem Tod im Jahr 2013 stürmte ein alter Musical­song mit dem Titel «Ding-Dong! The Witch is Dead» die britischen Charts.

Umso mehr überraschte ihr denkwürdiger Auftritt im Jahr 1989 an der Uno-Generalversammlung. Die damalige britische Premier­ministerin und studierte Chemikerin warnte in ihrer Rede, dass die Gefahr durch die Klima­erwärmung real genug sei, um sofortige Veränderungen herbei­zuführen und entsprechende Opfer zu bringen: «Die ökologische Heraus­forderung, vor der die ganze Welt steht, erfordert auch eine Antwort der ganzen Welt. Jedes Land wird betroffen sein, niemand kann sich verstecken. Und die Länder, die industrialisiert sind, müssen mehr tun und jenen helfen, die es nicht sind.»
— Weiterlesen www.republik.ch/2019/10/16/hallo-konservative-klimaschutz-ist-imfall-euer-kernthema-get-it

Neue Technologien versprechen Klimarettung, aber manche haben damit ein Problem

Ingenieure bringen neue Technologien zur Rettung des Planeten. Klimaaktivisten sagen Nein dazu. Mittendrin im Kampf ums Überleben: die Grünen. Und die haben nun ein Problem. Das war schon 2013 so, als ich die Präsidentinnen und Präsidenten aller Parteien der Stadt Zürich zu einem Besuch bei Climeworks einlud mit Besichtigung von deren CO2-Kollektor. Der einzige, der die Einladung annahm, war Michael Baumer von der FDP… Die Ausrede von Regula Rytz ist entlarvend. Wer grün will, wählt deshalb lieber blau.

war Michael Baumer von der FDP…
— Weiterlesen www.blick.ch/news/schweiz/rettet-hans-michael-kellner-mit-seiner-maschine-das-klima-dieser-ingenieur-loest-das-co2-problem-id15563073.html

Zukunft des Verbrenners ist elektrisch

Im Mitgliedermagazin des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE ist ein Artikel von mir erschienen, der sich mit der Frage befasst, wie sinnvoll es ist, Elektromobilität gegen Verbrennungsmotoren und Ölheizungen gegen Wärmepumpen auszuspielen.

Vielleicht würde es die Energiewende sogar beschleunigen, wenn wir mit dem entweder-oder-Denken aufhören und stattdessen sowohl-als-auch denken würden (was im übrigen dem Strategischen Campaigning Grundsatz Nr. 5 entsprechen würde).

Weiterlesen: https://klima-neutral.info/2019/09/08/die-zukunft-der-verbrenners-ist-elektrisch/

Im gleichen Magazin ist ein ergänzender Artikel Von Christian Bach (EMPA) erschienen:
https://www.bulletin.ch/de/news-detail/die-post-fossile-mobilitaet.html

Und zuguter Letzt noch der Hinweis, dass ich am Aufbauen einer Informationsplattform über die Klimaneutralität der verschiedenen Antriebs- und Heizsysteme bin, für die ich noch Partner suche, die bei der Finanzierung helfen: www.klima-neutral.info

Aktion von Clean Fuel Now im Juni 2015 auf dem Bundesplatz: Alt-Bundesrat Johann Schneider-Ammann füllt synthetischen Diesel in den Tank des Audis von Alt-Nationalrat Thomas Böhni (GLP)

How to make carbon pricing palatable to air travelers

Importantly, consumers even chose more expensive tickets with a fee described this way over cheaper tickets that had no extra $14 fee attached at all.

„Taxes feel like you’re charging people money for nothing,“ said Hardisty. „Whereas an offset is the idea that, ‚Sure we’re paying, but we kind of have an idea where that payment is going, to make the environment better,‘ which is what people want.“

https://www.sciencedaily.com/releases/2019/10/191003133143.htm

Das Klima und ich

In der Debatte um Klimaschutz entsteht der Eindruck, jeder Einzelne müsse radikal sein Leben ändern. Das klingt sinnvoll – ist aber gefährlich, wie der folgende Beitrag aufzeigt. Denn es besteht die Gefahr, dass man vergisst, am grossen Rad zu drehen.

Weiterlesen: desktop.12app.ch/articles/11993745

Muss Klimaschutz sado-madoschistisch sein, um das Klima zu schützen?

Ich werde oft gefragt, wieso ich bei meiner Vergangenheit FDP-Mitglied bin. Seit 1982 engagiere ich mich für Umweltschutz und nachhaltige Lösungen. Und zwar für Lösungen, die funktionieren. Am besten und am schnellsten funktionieren Lösungen dann, wenn es keinen Widerstand gibt. Leute wie der Autor dieses Artikel wie der vom 9. September 2019 „Klimaschutz im Konjunktiv“ haben das noch nicht verstanden. Der Autor die Meinung vertritt, eine Lösung müsse weh tun, damit sie das Klima schützen kann. Was ist das für ein Unsinn?

Anthony Patt, Martin Bäumle und ich haben einen Ansatz für eine Flugticketabgabe ausgearbeitet, an dem man sicher noch weiter arbeiten kann, der aber einen realistischen Weg aufzeigt, wie die Flugindustrie bis 2050 komplett CO2-neutral fliegen kann. Wie geschrieben, funktioniert das am schnellsten, wenn es keinen Widerstand gibt, damit wir möglichst schnell loslegen können. Aber genau das, dass wir einen Weg gesucht gaben, der niemandem weh tut, wird nun missbraucht, um uns zu unterstellen, wir würden es mit dem Klimaschutz nicht ernst meinen.

Wer solche Thesen vertritt, sollte sich ernsthaft hinterfragen, worum es ihm wirklich geht, um echten und wirkungsvollen Umweltschutz oder nur um das Ausleben eines verkappten Sado-Masochismus. Wegen solcher Leute habe ich mich vor langem von den Grünen abgewandt und wurde Mitglied der FDP. Weil ich Lösungen voranbringen will, die funktionieren und nicht einfach nur für gewisse Leute gut aussehen, weil sie (anderen und einem selbst) weh tun.

CO2 vermeiden ist wichtiger als Leute lenken!

— Weiterlesen klimalandschweiz.ch/2019/09/10/9-september-2019-klimaschutz-im-konjunktiv/

CO2-neutral Fliegen bis 2050 – so geht das günstig und ohne Widerstand

(Updated 10.10.19 with an English translation below the text in German)

Ein Vorschlag von ETH (Prof. Anthony Patt), GLP (Martin Bäumle) und mir als Vertreter des Forum Futur (FDP), über den die NZZ am Sonntag heute auf der Frontseite und S. 11 berichtet, im Detail.

Besonders daran ist, dass es sich um den ersten Vorschlag handelt, auf den die Luftfahrtindustrie positiv reagiert.

Seinen Anfang nahm die Idee damit, dass ich in Dietikon Marcel Hänggi, den Initianten der Gletscher-Initiative getroffen hatte. Da machte es auf einmal Klick, wie ich schon am 7. Juni berichtete. Konkrete und herausfordernde Ziele wie das der Gletscher-Initiative führen eben manchmal zu aussergewöhnlichen Ideen und Lösungen.

Ein Flugzeug auf dem Flughafen von Amsterdam wird startklar gemacht. In Holland entsteht schon eine Demonstrationsanlage zur Produktion von erneuerbarem Kerosin

Ausgangslage: Fliegen muss anders sein

Die Klimapolitik erfordert ein rasches und wirksames Handeln zur Reduktion der klimawirksamen Prozesse und insbesondere zur Reduktion des CO2. Die Ziele von Paris konsequent umgesetzt bedeutet mindestens die Erreichung eines Netto-Null-Zieles 2050. 

Dies ist insbesondere für die Luftfahrt eine Herausforderung, da die Luftfahrt zu den grossen CO2-Emittenten gehört und zudem v.a. auch weltweit rasches Wachstum aufweist. Eine markante Reduktion des Flugverkehrs ist aufgrund der global steigenden Nachfrage ohne massiven Kostenschub kaum wahrscheinlich. Das Fliegen ist zudem heute klar zu günstig, da insbesondere die externen Kosten nicht integriert sind. Es bleibt aber die Frage: wie können wir diese externe Kosten nicht nur kompensieren und mindern, sondern elimineren?

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