Campaigning soll auch Spass machen

So lautet zumindest eine Interpretation des 14 Strategischen Campaigning Grundsatzes Nr. 8 («Ausnützung von Synergien und Multiplikationseffekten»). Deshalb haben wir Comedian-Newcomerin Sam-Elise Etienne mit «Peanuts» auf dem 6. Campaigning Summit Switzerland: http://www.de.campaigning.swiss/sam-elise-etienne
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Erster Kampagnen-Chatbot der Schweiz lanciert, für die Ja-Kampagne zur «Altersvorsorge 2020»

Mit der folgenden Medienmitteilung betreten wir – business campaigning GmbH – Neuland. Denn Chatbots gibt es bisher nur für den Dialog zwischen einem Anbieter und den Nutzern von dessen Online-Angebot. Mit dem heute präsentierten Chatbot für die «Altersvorsorge 2020» steht nun ein Chatbot zur Verfügung, der nicht nur dem Dialog zwischen dem Schweizerischen Pensionskassenverband ASIP und der Öffentlichkeit dient, sondern der gleichzeitig vom Kampagnenteam der Ja-Kampagne als Textdatenbank und Informationsquelle genutzt werden kann.

Diese Massnahme setzt die folgenden Strategischen Campaigning Grundsätze um: Nr. 3 (Konzentration der Kräfte), Nr. 7 (Wirkungsorientierung und Abstimmung von Zielen und Mitteln), Nr. 8 (Ausnützung von Synergien und Multiplikationseffekten), Nr. 10 (unité de doctrine), Nr. 11 (Effizienz und Einfachheit) und Nr. 14 (Goldene Brücken bauen)

 

Medienmitteilung vom 29. Mai 2017

business campaigning GmbH entwickelt Chatbot als Dreh- und Angelpunkt für die Ja-Kampagne zur «Altersvorsorge 2020»

Dietikon. Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP und business campaigning GmbH präsentieren den ersten Chatbot, der auch als Kampagnen-Werkzeug eingesetzt werden kann. Man kann ihm auf der Facebook-Seite von dringendereform.ch Fragen zur «Altersvorsorge 2020» stellen. Getreu dem Mitmach- und Empowerment-Campaigning-Ansatz der ersten Schweizer Campaigning-Agentur dient der Chatbot aber auch der Kommunikation mit den Kampagnenteams. Denn er liefert zu Argumenten der Gegner die entsprechenden Argumente der Befürworter. Unterstützer der Ja-Kampagne können den Chatbot deshalb für ihre Überzeugungsarbeit nutzen.

Weiss jemand zum Beispiel nicht, was man auf ein kritisches Argument antworten soll, kann man den Chatbot fragen. Er gibt dann eine fachlich korrekte Antwort, die man einfach kopieren kann. Weiss der Chatbot einmal nicht weiter, werden durch das Redaktionsteam laufend neue Antworten ins System gegeben. Der Chatbot wird dadurch zum Dreh- und Angelpunkt der Kampagne. Er wird permanent weiterentwickelt.

Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP hat business campaigning GmbH mit einer Faktencheck-Kampagne zur «Altersvorsorge 2020» beauftragt. Wie der Verband am 12. Mai in Bern bekannt gab, sagt er «mit Vorbehalten Ja zum beschlossenen Kompromiss und fokussiert sich im Abstimmungskampf auf einen Faktencheck». Dazu gehört die Weiterentwicklung der bereits bestehenden und ebenfalls durch business campaigning GmbH konzipierten und betreuten Website dringendereform.ch und der dazugehörigen Social Media Konten.

Als unabhängiger Fachverband ist der ASIP Ansprechpartner für alle Akteure im Umfeld der beruflichen Vorsorge. Er wird sich daher keinem Abstimmungskomitee anschliessen. Gleichwohl wird sich der ASIP im Abstimmungskampf engagieren: Mittels einer primär im digitalen Bereich geführten Aufklärungs- und Faktencheck-Kampagne wird er die Vor- und Nachteile (Chancen/ Risiken) der Vorlage sowie die Konsequenzen bei einem Ja und bei einem Nein aufzeigen.

Der ASIP setzt sich zum Ziel, das Verständnis bezüglich Vorsorgefragen zu verbessern und gleichzeitig Falschinformationen entgegenzuwirken. Wichtig für den ASIP ist eine ausgewogene und fachlich fundierte Meinungsbildung der Stimmbevölkerung. Zentrale Plattform bleibt die schon bestehende Website www.dringendereform.ch.
Weitere Informationen:
Auftraggeber: Schweizerischer Pensionskassenverband ASIP
Konzeptionen & Umsetzung: business campaigning GmbH

Kontakt:
Peter Metzinger (business campaigning GmbH)
Telefon +41 79 628 61 26
E-Mail peter@businesscampaigning.com
Website http://www.businesscampaigning.com
Twitter @campaigning

business campaigning GmbH ist die Nr. 1 für Campaigning in der Schweiz. Wir machen Kampagnen. Aber anders. Denn der Campaigning Ansatz basiert auf einer integrativen, cross-medialen und strategischen Denk- und Arbeitsweise und Campaigning ist die Kunst, alle Register ziehen zu können, um wirkungsvoll und effizient ein gegebenes Ziel zu erreichen und/oder Menschen zu bewegen.

 

Kampagne für die Unternehmenssteuerreform III: Wieso nicht???

Das Desaster (für die Befürworter) bei der Unternehmenssteuerreform III war angesichts der gegnerischen Kampagne ja deutlich abzusehen. Warum die Befürworter ihre Kampagne so führten, wie sie sie führten, ist immer von aussen kaum zu beurteilen, erst recht, wenn man keine Kenntnisse über die internen Debatten und strategischen Diskussionen hat.

Dennoch kam mir heute morgen mir ein Gedanke dazu, der mich nicht mehr loslässt. Und zwar der Gedanke, dass die Befürworter vermutlich eine gravierende strategische Nachlässigkeit begangen haben.

Es stellt sich nämlich die Frage, warum man nicht gut vernetzte Leute mit vielen Followers auf Social Media (in der Schweiz zähle mich dazu) versucht hat, zu Botschaftern zu machen. Ich wurde nie angefragt, ob ich mich engagieren will und man hat mir auch nie leicht verdauliche Argumente-Häppchen geliefert, die ich hätte verbreiten können.

Ohne diese wäre die Debatte aber zu kompliziert geworden. Ob ich mich überhaupt hätte engagieren wollen, sei dahingestellt und ist vor allem völlig nebensächlich. Aber man hätte es doch mindestens versuchen sollen. Oder hat man es versucht, aber aus irgendeinem Grund mich nicht erreicht? Waren die Maschen des Netzes zu gross oder hat man es an der falschen Stelle ausgeworfen? Hat man darauf verzichtet, im Detail zu analysieren, wer gut vernetzt ist und Einfluss nehmen könnte und stattdessen nur Targeting im Facebook-Stil gemacht? – Ich weiss es nicht.

Jedenfalls zeigen die US-Kampagnen seit Joe Trippis Kampagne für Howard Dean (2003)  – und auch die vielen Abstimmungskampagnen, die es in der Schweiz schon gegeben hat – dass das nicht nur wesentlich, sondern in Zeiten digitaler Vernetzung sogar sehr einfach wäre.

Nach der heutigen Abstimmung bleibt für mich deshalb vor allem diese eine Frage im Raum stehen: Wieso nicht?

Hat jemand eine Antwort und möchte sie hier teilen?

Nicht vergessen: die Tickets für den 5. Campaigning Summit Switzerland gehen weg wie nie zuvor. Wer eins haben will, sollte sich beeilen: 

www.CampaigningSummitSwitzerland.com

Rock’n’Roll like Campaigning: AC/DC und der Strategische Campaigning Grundsatz Nr. 8

SCG 8: Ausnützung von Synergien und Multiplikationseffekten

Synergien und Multiplikationseffekte entstehen dann, wenn man möglichst viele Akteure zu überzeugten Anhängern macht, wenn man einen gemeinsamen Nenner und eine Idee mit einzigartigem Kultcharakter entwickelt, die die Zielgruppen emotionalisieren, aktivieren und mobilisieren. Man sollte Anhängern und Freunden konkrete und einfache, interessante und motivierende Handlungsmöglichkeiten anbieten, die möglichst viele Akteure mitreissen, Aufbruchstimmung erzeugen, den Anhängern und ihren Communitys die Möglichkeit geben, die Idee und die Kampagne mitzugestalten (durch interaktive Prozesse) und sich gegenseitig ernst nehmen. Synergien ergeben sich zudem via «Integration durch Kultur, Strategie, Wirkungsorientierung, Abstimmungs- und Koordinationsprozesse, Strukturen, Richtlinien, Wiedererkennbarkeit, Wissensmanagement (inkl. Empowerment), Orientierung an den Sichtweisen, Spielregeln und Anschauungen der Zielgruppen und durch Feedbackprozesse. Die Mitarbeitenden kennen das grosse Bild und die Zusammenhänge, in denen sie wirken. Gemeinsame Ressourcen nutzen. Durch die richtige Dramaturgie die einzelnen Aktionen so aufeinander fein abstimmen, dass sie mehr Wirkung erzielen als die Summe der Einzelaktionen. Volle Konzentration auf das Thema mit dem grössten Durchschlagspotential.»

Indem AC/DC sich auf Vorbilder wie Little Richard oder Chuck Berry beziehen, indem sie ein Dutzend Alben produzieren, die (fast) genau gleich klingen, nützen AC/DC ganz natürlich Synergien (und bauen gleichzeitig auf bestehenden Stärken auf). Die folgende, schon weiter oben zitierte Aussage bringt es auf den Punkt: „Wir versuchen lediglich, neue Ausdrucksformen zu finden, und das ist jedes Mal eine Herausforderung – eine neue Idee zu haben und diese dann in AC/DC zu verwandeln und dabei unseren Stil beizubehalten.“ Angus Young (aus: AC/DC – two sides of a story, Paul Stenning)

Jedes AC/DC-Konzert folgt bestimmten Regeln, die das Publikum kennt. Zum Beispiel bekommt man am Eingang leuchtende Hörner zu kaufen, die die meisten Fans sich auf den Kopf setzen. Es gibt fast niemanden, der kein AC/DC-T-Shirt anhat, und natürlich werden diese T-Shirts auch später im Alltag getragen. Bei The Jack nehmen die Kameras die weiblichen Fans ins Visier, die auf den Schultern ihrer Freunde sitzen, welche sich dann in manchen Ländern (je nach Kultur) oft dazu verleiten lassen, ihre T-Shirts zu heben – in anderen Ländern wird nur gelacht.


Viele Fans lassen sich das Logo, den Blitz oder Angus auf den Arm tätowieren. Durch die vielfältige Verwendung der beiden Symbole Blitz und Hörner, ist AC/DC fast überall präsent. Immer wieder trifft man auf sie. AC/DC haben es ihren Fans wirklich leicht gemacht, Werbung für die Band zu machen. Diese fühlen sich umgekehrt von der Band ernst genommen. Auf AC/DC kann man zählen. Sie bleiben ihrer Linie treu, und die Konzerte sind der gelebte Kult – alles nach vorgegebenem und bekanntem Muster.

„Wir geben den Kids, die uns überall hin folgen, gerne etwas zum Essen. Es gibt immer eine Menge Essen hinter der Bühne, mehr als wir essen können. Also, sobald wir den Ort verlassen, sagen wir: ,Okay Jungs!‘ Und die Kids kommen mit ihren Rucksäcken und füllen sie, damit sie zum nächsten Gig kommen können.“ Brian Johnson (aus  AC/DC – Two Sides to Every Glory:, Paul Stenning)

„Wir interpretieren vielleicht unterschiedlich, was wir tun, aber wir wissen beide, am Ende des Tages ist es nur das Resultat, das zählt.“ Angus Young über Malcolm und ihn:

„Ich kenne eine Menge Leute, die Erfolg an Zahlen messen. Für uns war das immer ein tolles Album.“ Angus Young (hatten wir gestern schon)

„Als wir in den Clubs tourten, war unsere Haltung, hatten wir ein Ziel – Rock’n’Roll! Angus Young

Fortsetzung folgt.

Mehr zu den 14 Strategischen Campaigning Grundsätzen im Seminar Campaigning am 21. und 22. Mai (hier klicken).