Erster Kampagnen-Chatbot der Schweiz lanciert, für die Ja-Kampagne zur «Altersvorsorge 2020»

Mit der folgenden Medienmitteilung betreten wir – business campaigning GmbH – Neuland. Denn Chatbots gibt es bisher nur für den Dialog zwischen einem Anbieter und den Nutzern von dessen Online-Angebot. Mit dem heute präsentierten Chatbot für die «Altersvorsorge 2020» steht nun ein Chatbot zur Verfügung, der nicht nur dem Dialog zwischen dem Schweizerischen Pensionskassenverband ASIP und der Öffentlichkeit dient, sondern der gleichzeitig vom Kampagnenteam der Ja-Kampagne als Textdatenbank und Informationsquelle genutzt werden kann.

Diese Massnahme setzt die folgenden Strategischen Campaigning Grundsätze um: Nr. 3 (Konzentration der Kräfte), Nr. 7 (Wirkungsorientierung und Abstimmung von Zielen und Mitteln), Nr. 8 (Ausnützung von Synergien und Multiplikationseffekten), Nr. 10 (unité de doctrine), Nr. 11 (Effizienz und Einfachheit) und Nr. 14 (Goldene Brücken bauen)

 

Medienmitteilung vom 29. Mai 2017

business campaigning GmbH entwickelt Chatbot als Dreh- und Angelpunkt für die Ja-Kampagne zur «Altersvorsorge 2020»

Dietikon. Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP und business campaigning GmbH präsentieren den ersten Chatbot, der auch als Kampagnen-Werkzeug eingesetzt werden kann. Man kann ihm auf der Facebook-Seite von dringendereform.ch Fragen zur «Altersvorsorge 2020» stellen. Getreu dem Mitmach- und Empowerment-Campaigning-Ansatz der ersten Schweizer Campaigning-Agentur dient der Chatbot aber auch der Kommunikation mit den Kampagnenteams. Denn er liefert zu Argumenten der Gegner die entsprechenden Argumente der Befürworter. Unterstützer der Ja-Kampagne können den Chatbot deshalb für ihre Überzeugungsarbeit nutzen.

Weiss jemand zum Beispiel nicht, was man auf ein kritisches Argument antworten soll, kann man den Chatbot fragen. Er gibt dann eine fachlich korrekte Antwort, die man einfach kopieren kann. Weiss der Chatbot einmal nicht weiter, werden durch das Redaktionsteam laufend neue Antworten ins System gegeben. Der Chatbot wird dadurch zum Dreh- und Angelpunkt der Kampagne. Er wird permanent weiterentwickelt.

Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP hat business campaigning GmbH mit einer Faktencheck-Kampagne zur «Altersvorsorge 2020» beauftragt. Wie der Verband am 12. Mai in Bern bekannt gab, sagt er «mit Vorbehalten Ja zum beschlossenen Kompromiss und fokussiert sich im Abstimmungskampf auf einen Faktencheck». Dazu gehört die Weiterentwicklung der bereits bestehenden und ebenfalls durch business campaigning GmbH konzipierten und betreuten Website dringendereform.ch und der dazugehörigen Social Media Konten.

Als unabhängiger Fachverband ist der ASIP Ansprechpartner für alle Akteure im Umfeld der beruflichen Vorsorge. Er wird sich daher keinem Abstimmungskomitee anschliessen. Gleichwohl wird sich der ASIP im Abstimmungskampf engagieren: Mittels einer primär im digitalen Bereich geführten Aufklärungs- und Faktencheck-Kampagne wird er die Vor- und Nachteile (Chancen/ Risiken) der Vorlage sowie die Konsequenzen bei einem Ja und bei einem Nein aufzeigen.

Der ASIP setzt sich zum Ziel, das Verständnis bezüglich Vorsorgefragen zu verbessern und gleichzeitig Falschinformationen entgegenzuwirken. Wichtig für den ASIP ist eine ausgewogene und fachlich fundierte Meinungsbildung der Stimmbevölkerung. Zentrale Plattform bleibt die schon bestehende Website http://www.dringendereform.ch.
Weitere Informationen:
Auftraggeber: Schweizerischer Pensionskassenverband ASIP
Konzeptionen & Umsetzung: business campaigning GmbH

Kontakt:
Peter Metzinger (business campaigning GmbH)
Telefon +41 79 628 61 26
E-Mail peter@businesscampaigning.com
Website http://www.businesscampaigning.com
Twitter @campaigning

business campaigning GmbH ist die Nr. 1 für Campaigning in der Schweiz. Wir machen Kampagnen. Aber anders. Denn der Campaigning Ansatz basiert auf einer integrativen, cross-medialen und strategischen Denk- und Arbeitsweise und Campaigning ist die Kunst, alle Register ziehen zu können, um wirkungsvoll und effizient ein gegebenes Ziel zu erreichen und/oder Menschen zu bewegen.

 

Die Zukunft ist «digituell»

Zielgruppen-Orientierung im klassischen Sinne wird schon bald komplementär ergänzt durch Individualisierung. Neue Technologien erlauben eine Atomisierung der Zielgruppen-Segmente. Die Zukunft ist nicht nur digital, sie ist auch individuell. Wieso soll ich auch  auf ein Segment wie «50+, gut verdienend aus Bern» abzielen, wenn ich Hans Mustermann ganz persönlich als AC/DC-Fan ansprechen kann? Im ersten Fall habe ich bedingtes, im zweiten ein ganz sicheres und starkes Interesse.

Die Firma Frosmo, die wir am Campaigning Summit Switzerland 2016 in der Toolbox vorstellten, macht genau das möglich. Ohne Programmieraufwand kann sie quasi einen Schleier über eine Website legen, so dass jeder Nutzer eine andere, auf ihn persönlich zugeschnittene Website zu sehen bekommt.

Interessant ist das nicht nur für Webshops, die Nutzer anhand ihres bisherigen Kaufberhaltens erkennen und ihnen gezielt interessante, massgeschneiderte Angebote anzeigen können, sondern auch für politische Kampagnen, bei denen man zum Beispiel weiss, dass man Nutzern aus dem Wallis andere Kernbotschaften anzeigen sollte als solchen aus St. Gallen, um sie fürs Mitmachen zu gewinnen.

Frosmo hat dazu einen interessanten Beitrag auf ihrem Blog geschrieben.

«The Future of Personalization is Individualization» findet sich hier.

Übrigens, eine begrenzte Zahl der extrem günstigen «Too Early Bird» für den nächsten Campaigning Summit Switzerland gibt es nur bis zum 30. April 2016. Jeder zehnte der diesjährigen Teilnehmer hat sich seinen Platz schon gesichert. So falsch kann das nicht sein.

Sichere Dir hier jetzt Dein Too Early Bird für nur 250 Franken.

Rock’n’Roll like Campaigning: AC/DC und der Strategische Campaigning Grundsatz Nr. 14

SCG 14: Goldene Brücken bauen

Mit diesem Blogpost beende ich die 14teilige Serie über AC/DC und die 14 Strategischen Campaigning Grundsätze. Ich hoffe, ich konnte möglichst verständlich aufzeigen, wie diese Spielregeln, die die Erfolgswahrscheinlichkeit von Kampagnen und Unternehmen erhöhen, auch für Musikbands gelten, wie man sie erfolgreich in die Praxis umsetzen kann, und vor allem, wie sie überhaupt zu verstehen sind. Und vielleicht versteht jetzt auch der eine oder andere, wieso ich als Claim für meine Agentur „Campaigning like Rock’n’Roll“ gewählt habe.

Auf Anregung aus der AC/DC-Fan-Community heraus (um ehrlich zu sein, ich hatte die Idee selbst schon) werde ich diese Serie in Buchform veröffentlichen. Bis dahin bin ich dankbar für jeden zusätzlichen Input in Form von Verständnisfragen, Informationen zu AC/DC, die ich nicht kannte, für weniger wichtig hielt oder vielleicht einfach vergessen habe, und auch für Kritik, wenn irgendetwas nicht stimmt. Jeder Beitrag wird im Buch verdankt.

Sollte ich mit dem Buch etwas verdienen, werde ich 10% der Einnahmen dafür einsetzen, junge Musikbands zu unterstützen, die den Geist von AC/DC weiterleben und in uns das Vertrauen wachsen lassen, dass es vielleicht eines Tages doch noch ein Leben nach AC/DC geben wird. Allen voran die spanische Band ´77, die ich persönlich als die Fortsetzung von AC/DC aus den Siebzigern bezeichne.

Beim Grundsatz «Goldene Brücken bauen» geht es im Prinzip darum, es der Zielgruppe so leicht wie möglich zu machen, das zu tun, was man von ihr will (eine Auswahl):

  • Technische Hürden abbauen
  • Emotionale Hürden abbauen
  • Sinn gebende, echte Mehrwerte erzeugen und sinnvolle, wenn möglich emotionale Anreize schaffen
  • Authentizität, Benutzerfreundlichkeit und Wahrhaftigkeit pflegen
  • Vertrauensbildende Massnahmen entwickeln
  • Kunden und Mitarbeitende als Partner, Freunde, Verbündete, Unterstützer und Anhänger betrachten
  • Die Grenzen des Zumutbaren nicht überschreiten
  • Offene Kommunikationskanäle
  • Kontaktaufnahme für Anhänger so leicht wie möglich gestalten
  • Bei Fehlleistungen freiwillig und grosszügig eine Wiedergutmachung gewähren. Kulanz zeigen
  • Der Konkurrenz immer einen Rückzugsweg offenlassen und Gesichtsverlust ersparen
  • Professionell arbeiten und auftreten

AC/DC weckt die richtigen Emotionen durch die richtige Musik und baut dadurch emotionale Hürden ab, für die Band einzustehen und sich für sie zu engagieren. Dass die Musik so klar und einfach ist, macht die Sache leichter. Man muss sich nur umschauen, wenn in einer Bar AC/DC läuft – mindestens die Hälfte der Anwesenden hat auf einmal ein deutliches oder leichtes Lächeln im Gesicht. Die Leute freuen sich einfach.

Durch die Arbeit mit wenigen, eindeutigen und für diese Band ganz typische Symbole machen sie es den Leuten einfach, sich selbst als Werbeträger zu betätigen, zum Beispiel in Form von T-Shirts, Mützen oder Tätowierungen.

Auch dadurch, dass die Band sich als „Jungs wie Du und ich“ präsentieren, werden emotionale Hürden abgebaut. Es gibt eigentlich nur zwei Unterschiede zwischen AC/DC und ihren Fans: AC/DC stehen auf der Bühne, die Fans davor und die Mitglieder von AC/DC  tragen selten AC/DC-T-Shirts.

Die Texte handeln oft von realen Erlebnissen, wie jeder sie erleben kann, und meistens aus der Sicht der Fans. Beispielsweise handeln die Songs It‘s A Long Way To The Top und Waitin Round To Be A Millionaire vom Wunsch, reich zu sein, obwohl die Band es schon lange war, als sie die Songs immer noch spielte. Und Downpayment Blues handelt von chronischem Geldmangel.

AC/DC hat auch immer die Nähe zum Publikum gesucht. Wie schon weiter oben beschrieben, hatte die Band eine kleine Krise, als das Publikum – und damit die Bühne und Distanz zum Publikum – immer grösser wurde.

AC/DC ist authentisch, die Mitglieder sind immer freundlich gegenüber den Fans. Nach den Konzerten verteilen sie das Backstage-Essen unter ihnen. Viele Fans bekommen die Chance, sich mit einem der Mitglieder fotografieren zu lassen. Auf Facebook wimmelt es von entsprechenden Profilfotos.

Die Band arbeitete von Anfang an höchst professionell, man kennt die Mitglieder als hart arbeitend, direkt, ehrlich und äusserst zuverlässig. Bei AC/DC weiss man einfach, was man erwarten darf – was im übrigen auch auf die Musik selbst zutrifft. Man kennt den Stil, und so klingen auch neue Songs sofort vertraut.

Angus geht auch dann auf die Bühne, wenn er krank ist, wenn andere sich schon lange hätten krank melden lassen.

Kommentare über die Konkurrenz beschränken sich auf die Aussage, man verstünde sie nicht und könne deshalb nichts dazu sagen. Man mache halt einfach nur guten, alten Rock’n’Roll.

Ende. (Feedback erwünscht)

Wer mehr zu den 14 Strategischen Campaigning Grundsätzen, hat vielleicht noch Glück und ergattert den letzten freien Platz im Seminar Campaigning am 21. und 22. Mai (hier klicken).