Dualist*innen-Talk: Peter Metzinger “Mr. Campaigning”

Heute morgen ist der folgende Beitrag im dualist.cc-Forum erschienen:

«Sind mehr Systematik und stärkere Professionalisierung die Lösung? Eine Kultur-Lobby? Learning from Greenpeace? Mit Peter Metzinger aka Mr. Campaigner gehen wir diesen und anderen Fragen nach.

Über mehr Selbstbewusstsein in der Kultur, darüber, dass es keine Schwarzweiss-Lösungen gibt und weshalb sich die «Fronten zwischen Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft aufweichen» sollten.

Peter Metzinger im Gespräch mit Dualist Initiantin Fosca Tóth.»

Hier geht es zum Podcast.

CO2-Gesetz: friends of swisscleantech wollen Big Oil kontern

Jahrelang hat das Schweizer Parlament am neuen CO2-Gesetz gearbeitet. Im September wurde es als gut schweizerischer Kompromiss verabschiedet. An Teilen davon (gute Rahmenbedingungen für synthetische Treibstoffe und synthetisches Kerosin beziehungsweise Power-to-X) habe ich mitgewirkt.

In meinen Augen und denen der friends of swisscleantech legt das Gesetz ein solides Fundament für die Schweizer Klimapolitik der nächsten Jahre. (Die friends of swisscleantech ist die Organisation der Einzelmitglieder des schweizerischen Wirtschaftsverbands swisscleantech, an deren Gründung ich ebenfalls mitgewirkt habe.)

Big Oil ergreift das Referendum

Umso bestürzter sind wir nun alle über die Ankündigung von Big Oil, auf Kosten der kommenden Generationen das Referendum zu ergreifen. Auch dass sie dabei Unterstützung durch einen Teil der Klimajugend bekommen, macht die Sache nicht besser. Ein Nein würde die Schweizer Klimapolitik um Jahre zurückwerfen und keine Verbesserung bringen.

Die friends of swisscleantech rufen nun zum Top-the-Vote-Challenge auf. Per sms «IVote» an die Nummer 488 (CHF 2 ) sollen doppelt so viele Stimmen für das CO2-Gesetz gesammelt werden, wie es für ein Referendum brauchen würde. Der Ertrag wird für die Kampagne zur Rettung der Schweizer Klimapolitik verwendet.

Ich habe schon abgestimmt. Bitte gib‘ auch Du Deine Stimme für den Klimaschutz und verbreite diese Information in Deinem Umkreis, so dass wir unser Ziel erreichen. Vielen Dank.

Weitere Informationen:
https://top-the-vote.ch

Photo by Heather Mount on Unsplash

22 Jahre Campaigning Training

Heute sind es ganz genau 22 Jahre her, seit ich das erste Mal ein Campaigning-Seminar durchgeführt habe. Grundlage waren Spielregeln und Erfolgsrezepte, deren ich mir während meiner Zeit bei Greenpeace bewusst geworden war.

Beim ersten Seminar überforderte ich die Teilnehmenden noch masslos mit viel zu viel Material, das sie in einem Tag gar nicht verarbeiten konnten. Ihr Feedback half mir dann, das Konzept weiterzuentwickeln, so dass das nächste Seminar im April 1998 schon wesentlich besser verarbeitet werden konnte.

Was ist seitdem passiert?

Im Rahmen von Seminaren und einzelnen Kurstagen als Bestandteil von Weiterbildungen habe ich schätzungsweise 2’500 bis 3’000 Personen in der Anwendung meines Campaigning-Modells unterrichtet, in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Vietnam und den USA. Ich habe zwei Bücher auf seiner Grundlage veröffentlicht und es vor kurzem nochmals weiter vereinfacht, in Form von vier Dreiecken, die es zu berücksichtigen gilt, wenn man etwas verändern will, egal ob Unternehmenskultur, Politik oder Marktverhalten.

The Science of Change Modell, Stand 12. Februar 2020

Ich habe mit meinem Campaigning-Modell hunderte von Klienten beraten, unter anderem das World Economic Forum in Davos mit dem Konzept für das Open Forum und eine politische Partei, die daraufhin 23.5 Prozent mehr Stimmen erhielt.

Dank meiner Frau konnten wir zwischen 2013 und 2019 sieben Mal den Campaigning Summit Switzerland durchführen, mit über 1’200 Teilnehmenden, von denen zahlreich allerdings mehrmals dabei waren (manche sogar an allen Veranstaltungen) und mit prominenten Rednern aus allen Kontinenten ausser Australien und der Antarktis. Darunter sogar einer der früher führenden Präsidentschaftswahlkämpfer aus den USA, Joe Trippi.

Das Umfeld hat sich verändert. Während ich noch 2003 bei der Erstauflage und 2006 im Rahmen der Zweitauflage meines ersten Buches beklagte, dass (Unternehmens-)Kommunikation in der Schweiz nur als einseitiger Prozess definiert ist, dass man keine Wirkungsmessungen vornimmt und statt Zielgruppen-orientiert Elite-orientiert kommuniziert (und Veränderungsprozesse plant), ist es mittlerweile Standard, zuerst einmal genau hinzuhören bevor man richtig loslegt und dann genau zu analysieren, was dabei herauskommt, um dazuzulernen. Der wichtigste Treiber für diese Veränderung war wohl nicht mein Buch, sondern das Aufkommen der sozialen Medien vor über 10 Jahren und die ganze Digitalisierung.

«Veränderung ist die einzige Konstante», dieses Zitat war für mich immer ein guter Leitsatz. Kein Wunder, dass ich den Firmennamen im Durchschnitt alle vier Jahre wechselte. Aber bei Mr. Campaigning wird es nun wohl für die nächsten 22 Jahre bleiben. Die positiven Rückmeldungen sind einfach zu gut und zahlreich.

Eine weitere Veränderung betrifft die Arbeit selbst. Künstliche Intelligenz nimmt mir heute einen enormen Teil der Analyse-Arbeit ab, Dienste wie Zapier und IFTTT helfen, Routinearbeiten zu automatisieren, insgesamt helfen mir diese neuen Technologien bei der Umsetzung mehr in der gleichen Zeit zu erledigen.

Die dadurch hinzu gewonnene Zeit nutze ich nun für «Campaigning For Good» Projekte, aktuell vor allem im Klimaschutz, sowie für meine lokalpolitische Arbeit.

In den kommenden Jahren werden wir noch mehr Automatisierung erleben und Künstliche Intelligenz wird uns noch mehr Arbeit abnehmen können.

Nutzen wir die hinzugewonnene Zeit, uns für einen Planeten zu engagieren, auf dem sich gut leben lässt, auch noch in sieben Generationen, wie indigene Völker es gerne formulieren.

Ich freue mich auf die nächsten 22 Jahre Campaigning!

«Man hätte es nicht besser planen können»

Letzte Woche sorgten Linksextreme für Schlagzeilen, weil sie die SVP-Politiker Roger Köppel und Christoph Mörgeli in einem Zürcher Lokal mit Getränken überschüttet hatten. Für das Lokal sollte dieser Vorfall jedoch keine negativen Folgen haben, «meint der Image-Experte Peter Metzinger gegenüber RADIO TOP.»
— Weiterlesen www.toponline.ch/

Aus business campaigning wird Mr. Campaigning

Gestern rief mich Isabel Strassheim von 20 Minuten an, um meine Meinung über die Krisenkommunikation der Credit Suisse im Zusammenhang mit dem aktuellen Banker-Zoff einzuholen. Unter dem Titel «Banker-Zoff: So kann die Credit Suisse ihre Reputation retten» kann man das heute in 20 Minuten nachlesen. Da Sie mich über The Reputation Rescue Company AG gefunden hatte, die seit Dienstag Mr. Campaigning AG heisst, war ich gezwungen, die Namens- und Strategieänderung vorzeitig bekanntzugeben, was andererseits auch nicht schlecht ist, liebe ich doch ab und zu den Adrenalin-Kick, wie Loric Lehmann von persoenlich meint, der mich hier zur Namensänderung interviewt hat.

Mehr dazu hier:

www.linkedin.com/pulse/aus-business-campaigning-wird-mr-peter-metzinger

Fridays – der Film, sucht Sponsoren

FRIDAYS – It’s our future | Der neue Kinodokumentarfilm von Carl-A. Fechner & Johanna Jaurich.

Offizielle Homepage des Kinodokumentarfilms „FRIDAYS – It’s our future“.— Weiterlesen fridays-film.de/english


Eine Teilnehmerin vom letzten Campaigning Summit Switzerland, die unserem Summit einer Veranstaltung mit Barack Obama vorgezogen hatte, schickte mir eine E-Mail mit Informationen zu diesem Film und der Bitte, als Multiplikator und Botschafter das Fundraising zu unterstützen, was ich hiermit gerne tue. Zitate aus der E-Mail, die ich erhalten habe:

„Fridays – der Film, sucht Sponsoren“ weiterlesen

Ozeane: Immer mehr Ausreißer-Ereignisse

«Typischerweise reagieren die Ozeane nur langsam auf Klimaveränderungen. … Doch als die globale Erwärmung sich beschleunigte, begann auch die Zahl der Temperatur-Ausreißer anzusteigen. … Insgesamt könnte dadurch die Artenvielfalt und Produktivität der Meeresökosysteme abnehmen, wie die Forscher berichten. … Historische Erfahrungen werden weniger relevant. Um erfolgreich zu sein, müssen Institutionen, darunter Unternehmen, Gemeinden, Managementagenturen und Regierungen, sich Strategien aneignen, die nach vorn statt nach hinten schauen», betonen die Forscher.

Letzteres ist für Campaigner eigentlich schon lange seläbstverständlich. Meine Firma hies ursprünglich mal «4C – Campaigning and Crisis Communication Consulting», wobei 4C als «foresee» ausgesprochen wurde – vorausschauen. Darin liegt begründet, warum ich mich so sehr für die neuesten Technologien, Techniken und Strategien im Campaigning und Innovation im allgemeinen interessiere und mir beim Thema Klimawandel primär Gedanken über Chancen und Gefahren mache, statt den Status Quo zu betrachten und mich auf vergangene Erfahrungen abzustützen.

— Weiterlesen www.wissenschaft.de/erde-klima/ozeane-immer-mehr-ausreisser-ereignisse/

Digitalisierung ist Beteiligung und auf dem Rapidplatz könnte man Bäume pflanzen

Impressionen von unser Studienreise mit den FDP Frauen und swisscleantech nach Mailand. Fazit: gemäss Roberta Cocco, Mailänder Stadträtin für Digitalisierung ist erfolgreiche Digitalisierung sehr nützlich, Dialog, Beteiligung der Bevölkerung, Erfahrungsaustausch mit anderen Städten und Teilen des Gelernten.

Und der Bosco Verticale beweist es: auf dem Rapidplatz könnte man durchaus (mobile) Bäume pflanzen!

Ohne Empathie keine KI

Campaigning-Experte Peter Metzinger im Interview: Aktuelle Herausforderungen, die Schweizer Startup-Szene und die Zukunft der Schweiz in einer globalen Welt.
— Weiterlesen www.newsaktuell.ch/blog/ohne-empathie-keine-kuenstliche-intelligenz/

Executive Coach Lisa Christen’s Business Podcast on Future of Marketing

Business leadership podcast by Executive Coach Lisa Christen with AI Marketing and business campaigning guru Peter Metzinger.
— Weiterlesen christenconsulting.ch/ep-13-the-future-of-marketing-is-ai-humans-with-peter-metzinger/