How To Do Business Campaigning – Das neue Manual

Ich bin ja immer wieder erstaunt, wenn mir Leser berichten, dass sie mein Buch Business Campaigning bis zum Schluss gelesen und dabei viel gelernt haben. Es ehrt mich natürlich, aber ich selbst finde es mittlerweile viel zu kompliziert.

Deshalb habe ich schon vor Jahren an einer Art Kochbuch für Kampagnen zu schreiben begonnen, das einen einfach nur durch den Planungsprozess führt, vom ersten Schritt bis zum letzten Schritt. Natürlich baut es auf dem business campaigning® Modell auf, das ist ja logisch. Dieses Manual beinhaltet die Checklisten des Modells in der Reihenfolge, in der sie bearbeitet werden müssen, mit minimalen Erläuterungen. (Wer es genauer wissen will, kann ja im Standardwerk Business Campaigning alles nachlesen.)

Und heute ist es endlich einsatzbereit. Mit unserem neuen Thermobinder, extra dafür angeschafft, haben wir den ersten Prototypen produziert, so dass am kommenden, ersten business campaigning Day in der Campaigning Werkstatt mit diesem Manual gearbeitet werden kann. Natürlich kann man sich auch am Campaigning Summit Switzerland eines der noch limitierten Exemplare schnappen. (Achtung: aktuell nur noch 15 reguläre Tickets übrig.)

Die sieben Phasen der Kampagnenplanung und die USR III

Am Freitag liess die NZZ drei Kampagnenmacher zur Frage zu Wort kommen, warum die Schweizer Abstimmungskampagne für die Unternehmenssteuerreform III scheiterte. Zumindest zwei davon vertraten die Meinung, es sei zu wenig im Vorfeld getan worden. Ich möchte nun ausnahmsweise mal nicht auf die Frage eingehen, ob die Gastautoren den Begriff Campaigning sinnvoll definieren. (Damit meine ich eine Definition, die die Methodik von semantisch verwandten Methoden abgrenzt, insbesondere von der öffentlichen Kommunikation zur Mobilisierung von Menschen. Ein neuer Begriff muss sich klar von bisherigen unterscheiden, damit nicht alter Wein in neuen Schläuchen verkauft wird.)

Stattdessen möchte ich auf die Kampagnen-Mechanik eingehen, wie sie im business campaigning® Modell beschrieben ist und 2003 in meinem Buch Business Campaigning veröffentlicht wurde.

Hier die relevantesten Passagen zweier Gastautoren:

Das mangelnde Vertrauen kam aber primär dadurch zustande, dass die Vorlage nicht verstanden wurde. Nicht, weil die Bürgerinnen und Bürger zu dumm dafür wären, sondern weil die Wirtschaftsverbände und Parteien erst wenige Monate vor dem Abstimmungssonntag begannen, mit wenigen Parolen und Schlagworten eine Abstimmungskampagne zu führen, welche weder die Steuerreform erklärte noch die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ernst nahm.

Die Beschränkung auf eine reine Werbekampagne über drei Monate genügt heute nicht mehr. Sie hat wahrscheinlich noch nie genügt. Wer heute wirtschaftspolitische Vorlagen gewinnen will, muss die Elemente, welche das Erfolgsmodell Schweiz ausmachen, in «Friedenszeiten» erklären und nicht erst im «Krieg» Slogans verkünden und Plakate schwenken. Wo war in den letzten Jahren die provokative Debatte darüber, ob die Schweiz überhaupt eine Unternehmenssteuer brauche? Wo die leicht lesbare Infografik, wie das Steuersystem der Schweiz funktioniert?

(Andreas Hugi)

Politik und Wirtschaft müssen unter dem Jahr zwischen den Abstimmungen wieder mehr in Vertrauensbildung, Wissensvermittlung und Debatten investieren, idealerweise gemeinsam auf einer Plattform oder zumindest koordiniert. Direkte Demokratie ist ernsthafter Dialog durch überzeugende Köpfe und nicht nur Werbung. Nur dieser Dialog führt zur Akzeptanz politischer Positionen und Vorlagen.

Selbstverständlich braucht jede Abstimmungskampagne ihre Plakate und Schlagworte, dies ist jedoch nur noch das werberische Schlussbukett, die Schlussmobilisierung in den letzten Wochen vor dem Abstimmungssonntag, um flächendeckend die Aufmerksamkeit für sein Anliegen zu gewinnen und zum Handeln, also zum Abstimmen, aufzurufen. Zuerst kommt die dialogische Kommunikation (das Wesen der Public Relations), dann die Schlusskampagne (die Werbung). Diese Mechanik – der kurze Werbespot sei an dieser Stelle erlaubt – ist den Kommunikationsprofis in unserer Branche sehr wohl geläufig.

(Roman Geiser)

Dass Campaigning Dialog ist, predige ich ja nun schon seit 20 Jahren, und diese Erkenntnis hat auch Eingang in eine meiner Campaigning-Definitionen gefunden:

Campaigning = Intention x Information x Interaktion x Intervention

Aber wie sieht es mit den anderen Aussagen aus? Braucht es bei Abstimmungskampagnen eine Art Vorkampagne und Dialog in «Friedenszeiten»? – Nach dem business campaigning® Modell ganz klar: Ja.

Denn in der Regel folgen alle Kampagnen sieben typischen Phasen, wie sie in der Grafik symbolisch dargestellt sind.

  1. Kampagnen-Planung

    Während der Kampagnen-Planung wird die erste Idee formuliert, einer Analyse unterzogen, die Strategie ausgearbeitet und die verschiedenen Projekte oder Teilprojekte definiert. Notwendige Sofortmassnahmen werden im Massnahmenplan festgehalten, umgesetzt und evaluiert. Dazu gehört auch, was es in Phase 2 zu tun gibt.

  2. Community-Aufbau

    Die interne Kampagne kommt immer zuerst. Sie dient auch als Test für die Umsetzbarkeit nach aussen. Interne Meinungsmacher, Beeinflusser und Entscheider werden involviert und können Einfluss nehmen. Die Grenze zwischen intern und extern entscheidet darüber, ob damit nur «innerhalb der eigenen Organisation» oder z.B. «innerhalb der Branche» usw. gemeint ist. Je nach Feedback wird der Kampagnen-Plan angepasst.

  3. Community-Ausweitung

    Weitere Stakeholder werden involviert oder informiert. Spätestens jetzt sind damit auch externe Akteure bis hin zur gesamten Öffentlichkeit gemeint. Bei Abstimmungskampagnen ist in dieser Phase der in den Gastautoren-Beiträgen der NZZ erwähnte Dialog, die Vertrauensbildung und  die Wissensvermittlung zu leisten. Je nach Feedback wird der Kampagnen-Plan angepasst.

  4. Logistische Vorbereitungen

    Während dieser Phase werden die Kampagnenmaterialien produziert, das Team ausgebildet, die Infrastruktur aufgebaut usw. Bei Abstimmungskampagnen werden Plakate, Flyer usw. produziert.

  5. Lancierung

    Ob sie nur einen Tag geht oder eine ganze Woche: die Lancierung sollte als gesonderte Phase betrachtet werden, weil sie eine andere Dynamik als der Rest der Kampagne hat und weil von ihr so viel abhängt («you never get a second chance to make a first impression»). Je nach Feedback wird der Kampagnen-Plan angepasst.

  6. Umsetzung

    In dieser Phase wird umgesetzt und beim Erreichen von Meilensteinen gemessen, ob man auf Kurs ist. Die Meilensteine wurden schon während der Planung festgelegten; das ist sehr wichtig. Auch die Art und Weise, wie die Zielerreichung gemessen wird, muss bereits zusammen mit der Kampagnen-Strategie ausgearbeitet worden sein. Nur so kann man verhindern, dass die Wirksamkeitsmessung mehr vom eigenen Wunschdenken beeinflusst wird als von den Fakten. Je nach Ergebnis werden Analyse, Strategie,  Projektplanung und/oder die Massnahmenplanung überarbeitet.

  7. Abschlussphase

    Die Kampagne ist beendet, anhand der zu Beginn festgelegten Kriterien wird ihr Erfolg beurteilt und aus dem Ergebnis die Lehren für die nächste Kampagne gezogen und schriftlich festgehalten. Diese finden ihren Eingang in die Analyse, Strategie, Projekt- und Massnahmenplanung für die nächste Kampagne.

Abschliessend sei noch erwähnt, dass dieses Modell fraktal ist. Denn die sieben Phasen gelten auf jeder Ebene bzw. zu einem gewissen Mass auch wiederum in den einzelnen Phasen. Die interne Kampagne folgt dem gleichen Muster, wie auch die Phasen der Community-Ausweitung und die Lancierung.

Ich freue mich auf Fragen und Kommentare und/oder Diskussionen über dieses Bild am business campaigning Day mit anschliessendem Campaigning-Meetup am 30. März und/oder beim Campaigning Summit Switzerland am 31. März. (Es sind weniger als 20 reguläre Tickets übrig.)

 

Jede Kampagne hat eine eigene Identität: die Campaign Identity

Kaum zu glauben, dass es nur noch wenige Wochen bis zum 5. Campaigning Summit Switzerland sind. Vor wenigen Tagen haben wir einen Newsletter verschickt, dessen Inhalt es durchaus wert ist, ihn hier nochmals zu wiederholen.

Die Abstimmung über die Unternehmenssteuerreform III hat es mal wieder gezeigt: der Erfolg einer jeden Kampagne hängt enorm ab vom Image der Organisation dahinter. Dabei spielt es keine grosse Rolle, ob es sich um eine Abstimmungskampagne oder eine Werbekampagne für ein Produkt handelt. Letztendlich geht es immer um Vertrauen, Nutzen und Relevanz.

Insofern hat auch jede Kampagne ihre eigene Identität, weshalb ich gerne auch von der Campaign Identity spreche, in Anlehnung an den Begriff Corporate Identity. Das ist  – neben anderen – auch ein Grund, weshalb wir bei business campaigning GmbH mit Michel Philipona einen Markendesigner im Team haben. Er entwickelt nicht nur Corporate Identities, Logos usw., sondern stellt zu Beginn einer jeden Kampagne die richtigen Fragen nach deren Identität und Positionierung. (Und natürlich kann er das alles dann auch gleich noch graphisch umsetzen.)

Vor wenigen Jahren bin ich auf Michael Brandtners Blog «Brandtner on Branding» gestossen, der sich Woche für Woche der Frage widmet, wie man sich positionieren muss, um seine Ziele zu erreichen.

Obwohl ich immer viel zu wenig Zeit zum Lesen habe, lese ich diesen Blog regelmässig und sehr gerne. Denn Michael Brandtner bringt auf eine andere und frische Art zum Ausdruck, was auch ich über Markenpositionierung denke.

Und deshalb haben wir Michael ja auch als Referent an den kommenden, fünften Campaigning Summit Switzerland eingeladen.

Die folgenden Beiträge der letzten Zeit finde ich besonders gut:

Mercedes versus BMW oder das große Markenduell 2017

Über Jahrzehnte wurde vor allem auch in den Medien das Markenduell zwischen Mercedes-Benz und BMW zelebriert. So stand Mercedes für Prestige und Fahrkomfort, während BMW auf das Gegenthema „Fahrfreude“ setzte. Nur vor einigen Jahren sah es dann auf einmal so aus, dass das große Duell BMW versus Audi lauten wird. Nur dann tappte zuerst Audi und dann auch BMW in die „Designperfektions-Falle“. Hier weiterlesen.

Positionierung und Repositionierung oder woran man eine starke Markenidee erkennt

Starke Markenideen positionieren nicht nur die eigene Marke in der Wahrnehmung der Kunden, sie repositionieren auch immer den Mitbewerb direkt oder indirekt. Wenn Coca-Cola in der Wahrnehmung „The real thing“, also das Original ist, dann sind automatisch alle anderen Colas dazu „verdammt“, nur Kopien zu sein. Hier weiterlesen.

30 Jahre Red Bull oder das eigene Markendenken beflügeln

… Dabei geht es gar nicht darum, wer als Erster eine Produkt- oder Dienstleistungskategorie erfindet, sondern vor allem darum, wer diese als Erster besetzt. Tesla hat sicher das Elektroautomobil nicht erfunden, aber Tesla ist dabei, die erste Elektroautomobilmarke zu bauen…. Hier weiterlesen.

Vom Lesen alleine wird man nicht schlau. Wir freuen uns deshalb sehr auf das Referat von Michael Brandtner am 31. März und die Möglichkeit, sich mit ihm in den Pausen persönlich auszutauschen.

Wer noch ein Ticket ergattern möchte, sollte sich beeilen: www.CampaigningSummitSwitzerland.com bzw. direkt hier im Ticketportal.

Last not least, nicht vergessen: wer ein Ticket für den Campaigning Summit Switzerland hat, spart 100 Franken am business campaigning Day mit der ersten Schweizer Campaigning Werkstatt.

Internes Marketing und Empowerment als Unterstützer der Transformation

Heute morgen durfte ich am Marketing Tag 2017 ein Colab mit dem Titel «Internes Marketing & Empowerment als Unterstützer der Transformation» leiten. Schon kurz bevor es losging wurde es sehr spannend, denn ausser Lorena, die mitarbeitete, waren gerade mal drei Leute im Raum. Und dann auf einmal war er voll.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ging um Strategien und konkrete Rezepturen des Empowerments und der Steuerung von Change Management Prozessen. Denn die digitale Transformation von Unternehmen braucht einen strategisch gesteuerten
Prozess, der mentale und emotionale Hürden abbaut, Zuversicht schafft und im Sinne eines Change Managements neue Prozesse, Denkweisen und Kulturen einführt, die die Mitarbeitenden befähigen, die anstehende Transformation produktiv und effizient zu bewältigen und sie eher als Chance zu sehen denn als Gefahr.

Nach einem kurzen Impulsreferat (kann man hier herunterladen) ging es an die Arbeit. Zuerst liessen wir 2er-Teams arbeiten, diese dann zu 4er-Teams fusionieren und diese dann zu zwei grossen Arbeitsgruppen, so dass nach 20 Minuten präsentiert werden konnte, obwohl dann mehr als 40 Personen im Raum waren. «Fusionierende Arbeitsgruppen» nannte ich die Technik.

Die Aufgabenstellung lautete, sich vorzustellen, man sei als Projektleiter/in damit beauftragt, die eigene Firma für die Digitale Transformation fit zu machen und dazu diese Frage zu beantworten:

Wie bewege ich die Unternehmensführung und Mitarbeitende dazu, sich der Digitalen Transformation zu stellen und gemeinsam Lösungen auszuarbeiten und umzusetzen?

Die Ergebnisse waren eindeutig:

  1. Zuerst einen guten Plan machen, statt in Hektik und Aktivismus zu verfallen. Basierend auf einer guten Analyse, die auch den Daseinszweck nochmals klar definierte (Passion, Vision, Mission gemäss dem business campaigning® Modell).
  2. Dabei nicht top-down, oder bottom-up planen, sondern beides: sowohl top-down als auch bottom-up.
  3. Generell gilt heutzutage immer mehr: sowohl-als-auch (wer sich erinnert: das ist der Strategische Campaigning Grundsatz Nr. 5, Flexibilität pflegen), denn es gibt auch nicht nur eine Zielgruppe und dementsprechend so viele Ansätze wie Charaktere in der Firma.
  4. Daraus folgte: richtige Zielgruppenorientierung anstatt vermeintlicher braucht es mehr denn je.
  5. Emotionen sind enorm wichtig.

Emotionen war vermutlich auch das am meisten gehörte Wort am heutigen Marketing Tag. Auch sonst war es ganz interessant. Zwei Referate befassten sich mit der Digitalen Transformation und erinnerten ein wenig an das, was Yuri van Geest bald am Campaigning Summit Switzerland 2017 erzählen wird. Und das Referat von Christian Schuldt, das sich mit dem Folgen der Digitale Transformation befasste, klang wie eine Zusammenfassung meines Buchs Business Campaigning (das aber aus dem Jahr 2003 stammt, sogar noch aus der Zeit vor Social Media).

Kein Wunder, dass Campaigning als Methode dem klassischen Marketing beim Umgang mit den Folgen der Digitale Transformation weit voraus ist.

Ich habe gerade mal nachgeschaut. Es sind nur noch 33 reguläre Tickets für den  Campaigning Summit Switzerland übrig. Wer 100 Franken sparen will, sollte sich beeilen.

Wir machen Kampagnen. Aber anders.

Seit 19 Jahren versuche ich in allen Varianten zu erklären, was wir eigentlich machen. Wenn ich Campaigning als die Kunst, ALLE Register ziehen zu können, definiere, bringe ich gerne als Erklärung die Anekdote von der Inhaberin einer kleinen Firma, die von uns eine Werbekampagne wollte, um Kundenverluste zu kompensieren. Stattdessen empfahl ich ihr eine Traumatherapie, weil sie zwei Wochen bevor die Probleme der Firma anfingen, einen Autounfall mit Schleudertrauma als Folge und Schmerzen hatte. Wenn die Inhaberin einer sehr kleinen Firma ein Riesenproblem hat und dann auf einmal die Firma auch, sollte man das zuerst lösen bevor man eine Werbekampagne macht, war mein Gedanke, der sich auch als erfolgreich herausstellte.

So gesehen ist Campaigning eine bestimmte Art zu denken, um Probleme zu lösen.

Aber natürlich machen wir auch ganz normale Kampagnen, Werbekampagnen, Wahlkämpfe, Abstimmungskampagnen, PR-Kampagnen, Social Media Kampagnen, Produktlancierungen usw. Wir entwerfen die Strategie, planen die Umsetzung, produzieren alles, was es braucht, bereiten die Lancierung vor, suchen die passenden Partner und koordinieren als Kampagnenhauptquartier die Umsetzung. Oder wir begleiten Partner dabei.

Nur, so wie wir unseren Kunden immer wieder empfehlen, ihre Angebote aus den Augen der Zielgruppe zu betrachten, weil man selbst dem Fluch des Wissens unterliegt und gar nicht richtig vermitteln kann, was für die Zielgruppe relevant ist, so geht es uns auch. Wir brauchen Feedback von aussen, am besten von Personen, die sich noch ganz frisch mit der Materie befassen.

Als Bruno Hofer, der Standortförderer Limmattal, in dem wir nun seit über einem Jahr domiziliert sind, letztes Jahr zu Besuch war, um mein Referat beim Wirtschaftsfrühstück vom 17. Januar vorzubereiten und erfuhr, was wir alles machen, brachte er es so auf den Punkt: «Ihr macht Kampagnen. Du hast ein Modell, mit dem Du Leute ausbilden und Kampagnen strukturiert nach dem immer gleichen und bewährten Muster planen kannst. Und Du hast ein Team von am Modell ausgebildeten Leuten, die für Dich Kampagnen umsetzen können.»

Das stellt eine Umkehrung des Schwerpunkts dar. Wir machen Kampagnen. Aber wir machen nicht einfach nur Kommunikationskampagnen. Unter einer Kampagne verstehen wir einen strategisch gesteuerten Prozess zur Erreichung eines Ziels, bei dem ich Menschen dazu bringen muss, ihr Verhalten oder Denken zu ändern, ohne dass ich das befehlen kann. Der Fokus liegt hier auf der Kampagne, nicht auf der Denkweise.

Diese Art Kampagnen zu machen, unterscheidet sich ganz wesentlich von dem, was man sonst unter Kampagne versteht. Deshalb haben wir das «wir machen Kampagnen» ergänzt mit «aber anders». Anders, weil wir mit dem business campaigning® Modell eine Theorie als Basis haben, die definiert, dass Campaigning mehr ist als Kommunikation.

Anders, weil wir vom Ziel aus rückwärts und wirkungsorientiert denken. Weil wir Kampagnen mit Hilfe des business campaigning® Modells durch die Zielgruppe selbst entwickeln lassen (Target Community Labs™). Weil wir kein normales Büro haben, sondern mit dem Campaigning Center ein zentrales Home Office als Co-Working-Space. Weil wir Querdenker sind und meist einen dritten Weg sehen, wo andere nur zwei sehen. Und so weiter.

Wir machen Kampagnen. Aber anders.

Neues Meetup zum Thema Campaigning

Heute in einer Woche und danach jeweils einmal im Monat philosophieren wir im Campaigning Center im Limmat Tower über Campaigning – passend dazu gibt es ein Feierabendbier.

Interessiert?

Dann freue ich mich auf Deine Zusage unter folgendem Link: http://meetu.ps/e/Cnqgb/xw5g6/f

Jede Menge Missverständnisse rund um Cambridge Analytica

Am letzten Samstag erschien im «Magazin» des «Tages-Anzeigers» ein Artikel, wie die Big-Data-Firma Cambridge Analytica Donald Trump zum Wahlsieg verholfen hat. Basierend auf Daten von Facebook-Benutzern sowie weiteren hinzugekauften Datenbeständen seien von 220 Millionen amerikanischen Bürgern detaillierte Persönlichkeitsprofile erstellt, die es der Trump-Kampagne ermöglicht haben sollen, gezielt kleinste Wählergruppen mit massgeschneiderten Informationen zu beeinflussen. Dieses so genannte Microtargeting habe Trump schliesslich ins Weisse Haus gebracht. Auch in der Brexit-Kampagne sei die Firma involviert gewesen.

Kritik an Cambridge Analytica zielt am eigentlichen Thema vorbei

Es dauerte nicht lange, bis Kritik an dieser Darstellung laut wurde. Die Schweiz am Sonntag schreibt heute, im Vorwahlkampf hätte Cambridge Analytica noch für Trumps Konkurrenten Ted Cruz gearbeitet und nun habe die Firma behauptet, ihm aus dem Nichts zu einem «Blitzaufstieg» verholfen zu haben, was kompletter Unsinn sei, denn Ted Cruz sei nicht aus dem Nichts gekommen, sondern war seit Jahren ein Star der Tea-Party-Bewegung. Trump habe bei den Stammwählern der Republikaner weniger Stimmen geholt, als Mitt Romney, und die Clinton-Kampagne habe ebenfalls auf Big Data und Microtargeting gesetzt.

Auch andere Autoren haben schon Kritik geübt. Was dabei aber völlig vergessen ging, ist die Tatsache, dass es NIE nur einen Einflussfaktor gibt, der über den Erfolg einer Kampagne entscheidet. In meinem, dem business campaigning® Modell gibt es 14 Strategische Campaigning Grundsätze, an die man sich halten sollte und 21 Strategische Campaigning Positionen, die den Erfolg mit beeinflussen. Die Wahl der richtigen Instrumente und die präzise Zielgruppenansprache sind zwar enorm wichtig, aber nicht die einzigen, wie man schon alleine anhand der Anzahl Einflussfaktoren sieht. Zu sagen, Microtargeting wie Cambridge Analytica es anbietet, sei nur einer von vielen Faktoren und deshalb solle man es nicht überbewerten, stellt also eine Erkenntnis dar, die so neu ist, wie die Erkenntnis, dass die Sonne im Osten aufgeht und im Westen unter.

Wer die Tatsache, dass es auch andere Einflussfaktoren gab und gibt, zum Anlass nimmt, die Bedeutung dessen, was Cambridge Analytica neu anbietet, herunterzuspielen, verschliesst deshalb die Augen vor der wirklichen Relevanz und Innovation einer Entwicklung, die eben erst richtig in Gang gekommen ist.

Angst ist immer ein schlechter Ratgeber

In der aktuellen Ausgabe des GDI Impuls («2050  – Gebrauchsanleitung für die Zukunft») steht geschrieben

Wir haben das hinter uns gelassen, das die Wirtschaftshistorikerin Carlota Pérez als Installationsphase der Software bezeichnet, die auf die grundlegende Infrastruktur wie Betriebssystem fokussiert ist. Stattdessen sind wir nun in einer Anwendungsphase, die sich auf Applikationen wie soziale Netzwerke, Ride-Sharing und E-Books konzentriert. In ihrer bahnbrechenden Arbeit zur Technikgeschichte zeigte Pérez auf, dass dieser Übergang von der Installations- zur Anwendungsphase bei jeder bedeutenden Technologie von einer chaotischen Übergangsphase geprägt ist – mit Kriegen, Finanzskandalen und tief sitzenden Ängsten vor dem Zusammenbruch der Zivilisation.

Kommt einem irgendwie bekannt vor… Es ist diese Angst, die uns den Blick auf das verstellt, was wirklich passiert, und die verhindert, dass wir die bahnbrechenden Veränderungen, die sich zur Zeit exponentiell vollziehen, nicht nüchtern betrachten und diskutieren können.

Letzten Montag haben wir – meine Campaigning-Firma business campaigning GmbH – unser Campaigning Center für einen Tag geschlossen und uns intensiv Gedanken über die Zukunft gemacht. Dabei kamen drei Szenarien heraus: Terminator (die Maschinen übernehmen die Kontrolle und finden, es braucht uns nicht mehr), Paradies (Maschinen erledigen alle Arbeiten, wir widmen uns dank den bedingungslosen Grundeinkommens nur noch der Kunst, dem Brot und den Spielen) und Goldene Mitte (Maschinen könnten theoretisch alles für uns übernehmen, wir müssen nicht mehr arbeiten, aber wir entscheiden bewusst, wie weit das gehen darf und behalten gewisse Betätigungsfelder für uns, in denen weiterhin Menschen die Arbeit verrichten und Entscheidungen treffen).

Drei Szenarien für die Zukunft

Für jedes Szenario haben wir uns überlegt, was uns als Firma noch übrig bleibt. Bei den ersten beiden Szenarien gab es nicht viel zu überlegen: kämpfen bzw. geniessen. In der Goldenen Mitte wird vor allem die Qualität der zwischenmenschlichen Beziehungen wichtiger. Wenn zum Beispiel ein Pilot eine Airline überzeugen will, dass er nun den Flug nach New York machen soll und nicht die Maschine selbst, wird die Entscheidung weniger von seinen Fähigkeiten abhängen als vom Goodwill der Entscheider. Bei diesem Szenario gibt es zum Glück eine Menge Arbeit für uns auf dem Weg dahin. Denn Menschen und Unternehmen müssen einen Kulturwandel bestreiten, es wird jede Menge Change Management und Involvement der Mitarbeitenden bei der Transformation brauchen; klassische Betätigungsfelder für internes Campaigning also.

Unter dem Strich blieb deshalb  übrig, dass wir uns vor allem auf das konzentrieren sollten, was wir auch in Zukunft noch gut können (müssen): Campaigning als die Kunst, nicht nur alle Register ziehen zu können, sondern vor allem auch als die Kunst, Menschen zu bewegen. Fürs Erste sind wir sicher…

Microtargeting ist gar nichts Neues. Es ist neu nur billiger.

Mit einer gewissen Ruhe im Kopf sollte man sich also ganz nüchtern betrachten, was die Cambridge Analytica Story wirklich bedeutet. Sie besagt nämlich nicht, wie es seit einer Woche immer heisst, dass es neuerdings möglich ist, Zielgruppen-Segmente bis herunter zur einzelnen Person personalisiert anzusprechen.

Denn das war schon immer möglich. Es war lediglich enorm aufwendig und bei grossen Zielgruppen viel zu teuer. Der News-Gehalt in dieser Story ist die Tatsache, dass die personalisierte Ansprache von Zielgruppen bzw. Zielpersonen heutzutage massenhaft zu einem spottbilligen Preis möglich ist, den man sich bis vor kurzem schlicht nicht vorstellen konnte. Und das wird unweigerlich in einer weitere Demokratisierung der Kampagnenführung münden.

Am Ende wird jeder jeden auf diesem Planeten persönlich ansprechen könne, ohne vorher von der Zielperson gewusst zu haben. Am Ende wird  Software stehen, der ich die Vermarktung meiner Ideen oder Produkte praktisch gänzlich überlassen kann, weil sie genau weiss, wen sie wo, wann und wie am besten erreichen kann. So, wie ich das schon vor zweieinhalb Jahren am Campaigning Summit Switzerland  2014 (damals hiess er noch Campaigning Summit Zurich) vorhergesagt habe:


Andere kritisieren, dass das Psychometrie-Modell, das hinter der Arbeit von Cambridge Analytica steht. Auch diese Kritik kann man getrost vergessen, denn sollte sie sich als richtig erweisen, wird das Modell einfach durch ein anderes ersetzt, das besser funktioniert. So oder so ist die Büchse der Pandora nun offen und man darf gespannt sein, was da alles bei herauskommt.

Mit Campaigning in die Zukunft

Das Motto des Campaigning Summit Switzerland 2017 – Hashtag #CSCH17 – lautet nicht umsonst «Mit Campaigning in die Zukunft».

Die aktuellen Themen und was alles noch bis dahin bekannt wird, werden uns intensiv beschäftigen, und mit Yuri van Geest haben wir auch einen Referenten, der sich unter dem Titel «Digital Big Bang – we are right in the middle of it!» intensiv mit den Folgen der technologischen Entwicklungen fürs Campaigning befassen wird.

(Übrigens: wer sich sein Ticket – fast die Hälfte ist schon weg – bis Weihnachten sichert, nimmt automatisch an der Verlosung einer Teilnahme am Speakers Dinner teil. Direkt zum Ticketshop geht’s hier.)

Es reicht nicht, die Zielgruppe präzise zu erreichen

Zum Schluss noch eine Bemerkung zur wirklichen Zielgruppenorientierung. Angesicht der enormen Möglichkeiten, die Big Data heute bietet, vor allem in Kombination mit lernender Software, habe ich mich natürlich gefragt, ob es in Zukunft überhaupt noch Target Community Labs™ braucht, unser Workshop-Angebot, bei dem Zielgruppen die Kampagnenstrategie, deren Botschaften usw. für sich selbst entwickeln. In Daniel Grafs Beitrag bin ich aber über folgende Passage gestolpert:

Während wir das «Keyvisual» , eine glückliche, 30jährige Frau mit zwei Hunden, für alle Versionen einsetzen, sorgen unterschiedliche Hintergrundbilder für einen regionalen Wiedererkennungseffekt.

Zielgruppen ticken meist anders, als wir denken

Wer dies aufmerksam durchdenkt, wird feststellen, dass diese Aussage auf einer (vielleicht) nicht überprüften Hypothese beruht, nämlich der Hypothese, dass ein ländliches Hintergrundbild ländliche Zielgruppen anspricht und ein urbanes städtische Zielgruppen. Aber stimmt das auch wirklich?

Als bluewin vor vielen Jahren junge Menschen mit einer Kampagne ansprechen wollte, die junge Menschen beim Snowboarden zeigt, erlebte sie einen Ansturm neuer Kunden aus dem KMU-Kader-Segment. Denn es waren vor allem deren Sehnsüchte – die sie sich viel zu selten erfüllen konnten –, die angesprochen wurden, während die jungen Leute die Werbesujets mehrheitlich ignorierten, schliesslich zeigten sie nichts Besonderes. Man muss sich also schon sehr gut überlegen, was denn am Ende wirklich bei der Zielgruppe richtig ankommt.

Target Community Labs™ wird es noch eine ganze Weile brauchen

Deshalb denke ich, wir können uns bei business campaigning GmbH entspannt zurücklehnen. So schnell wird die 2016 enorm angestiegene Nachfrage nach Target Community Labs™ nicht versiegen. Gleichzeitig bauen wir mit jedem Target Community Lab™ unser Wissen über das aus, was die verschiedenen Zielgruppen-Segmente, die schon teilgenommen haben, wirklich bewegt. Wir werden dadurch dank unserem eigenen Datensatz permanent besser darin, zu wissen, was bei wem funktioniert und was nicht. (Wer mehr über Target Community Labs™ wissen will, kann sich hier für einen spezifischen Newsletter anmelden und bekommt noch ein White Paper dazu.)

Eines Tages werden wir das in einen Algorithmus füttern. Aber bis dahin haben wir sicher eine neue Idee, was es auch in Zukunft noch für uns zu tun gibt.

Wir gehen weiter mit Campaigning in die Zukunft.

Warum eine Markenstrategie mehr beinhaltet als nur Kommunikation

Vor kurzem – könnte auch schon eine Weile her sein – las ich diesen Blog-Artikel von Michael Brandtner: «Die Macht der Meinung oder warum viele Markenstrategien scheitern». Darin schildert er eindrücklich, warum Coca Cola, weil Wahrnehmung immer die Realität schlägt, mit einer Intervention in Form einer langsamen Veränderung ihres Haupt-Produktes besser fahren würde, als mit der Lancierung einer weiteren Marke. 

Brandtners Statement erinnert dabei sehr an die Campaigning-Definition, nach der Campaigning das Produkt aus Strategischer Kommunikation und Intervention darstellt, d.h. dass Kommunikation alleine meist nicht ausreicht und es immer wieder auch konkrete, direkte Veränderungen von Systemen und / oder Prozessen braucht.

Ausserdem beleuchtet der Artikel die enorme Bedeutung richtiger, nicht nut vermeintlicher Zielgruppenorientierung. Alleine die Zielgruppe bestimmt, was bei ihr wie ankommt, sonst niemand! (Weshalb wir bei business campaigning GmbH ja auch ganze Kampagnenstrategien durch die jeweilige Zielgruppe entwickeln lassen.)

Last not least ist der Beitrag ein Plädoyer für den Strategischen Campaigning Grundsatz Nr. 9: Achtsamkeit und Weitsicht (… Permanenten Zielgruppenkontakt pflegen, um die Zielgruppe zu kennen und die eigenen Aktivitäten besser auf dieses Wissen abstimmen zu können. … Richtig zuhören. Kein Detail ist zu klein.)

Ich lese Michael Brandtners Blog regelmässig und immer gerne, denn seine Ansichten sind identisch mit den meinen, und ich finde es immer wieder erfrischend, diese mal anders formuliert zu sehen, vor allem aber auch die Fallbeispiele, die er immer wieder bringt.

Deshalb freue ich mich ganz besonders, dass Michael Brandtner am 31. März 2017 als Referent beim Campaigning Summit Switzerland auftritt. Wer ihn erleben möchte und noch kein Ticket hat, sollte jetzt zuschlagen. Zum Zeitpunkt, als ich dies schreibe, sind nur noch 3 Early Bird Tickets verfügbar. Danach gelten dann die regulären Ticketpreise.

Diese Kampagne könnte Leben kosten

Ich traute meinen Augen nicht, als ich diese Nachricht über eine neue Kampagne von Havas Worldwide Zürich las:

Suizide hinterlassen Lücken. Wer sich das Leben nimmt, beeinflusst damit auch stets zahlreiche andere Leben nachhaltig. Zusammen lancieren die SBB und die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich eine Kampagne mit dem Ziel, Hemmnisse und Hürden abzubauen, die es Betroffenen und deren Umfeld erschweren über Suizidgedanken zu sprechen. Suizidgedanken anzusprechen darf kein Tabu sein. Ein Gespräch entlastet, führt dazu, dass Suizidgedanken abnehmen und kann neue Perspektiven eröffnen.

Kann sein, dass es funktioniert, dass mehr Suizidgefährdete das Gespräch suchen. KANN sein. Was aber sicher passiert, ist die unterschwellige Vermittlung dieser Botschaft hier: Suizid ist ein so weit verbreitetes Problem, dass es sich lohnt, dagegen eine teure Werbekampagne zu lancieren. Diese Botschaft führt automatisch zum Einsatz des Herdentriebes. Was viele gut finden, kann ja nicht so schlecht sein. Dieser Effekt hat auch schon in zahlreichen anderen Kampagnen kontraproduktiv gewirkt. Ein gutes Beispiel ist eine durch Nancy Reagan initiierte Kampagne gegen Drogenkonsum, die die Botschaft vermitteln wollte, dass es ein Leichtes ist, Nein zu sagen, indem Vorbilder gezeigt wurden, die Nein sagten. Aber das Gegenteil passierte: der Drogenkonsum nahm zu. Details und weitere Beispiele im Buch «Schneller und besser: Von der Macht bahnbrechender Ideen».

Statt einer breit angelegten Werbekampagne sollte man lieber auf die Befähigung potentiell Betroffener setzen und diese ansprechen, mit dem Ziel, aufmerksamer auf Signale zu achten und rechtzeitig bei Suizidgefährdeten zu intervenieren. Vielleicht, indem man die positive Botschaft vermittelt, wie viele Menschen dadurch schon gerettet wurden. (Wobei eigentlich nur die Zielgruppe selbst genau weiss, was bei ihr funktioniert und ich im Zweifelsfall deshalb immer ein Target Community Lab™ empfehle.)

Fazit: auch wenn die Kampagne Gespräche erfolgreich initiieren sollte, darf nicht mit dem Feuer spielen und den Herdentrieb entfachen. Diese Kampagne könnte mehr Leben kosten, als sie rettet. Havas Worldwide Zürich kann man dafür aber nicht verantwortlich machen. Es ist alles eine Frage des Briefings und in der Verantwortung derjenigen, die dieses erstellt und grünes Licht für die Kampagne erteilt haben.

In Szenarien denken bei Kooperationsverträgen

Vor ein paar Tagen las ich diesen Blog-Beitrag  von Seth Godin (unten zitiert). 

A deal, whether in writing or orally, is not to be considered lightly, because you fully expect to keep your end of the bargain. Three things to consider before saying, „yes“:

What happens now: Who owes who what? What, precisely, does each side promise to do, and what does each side get? It can’t hurt to write this out in English and add it to the agreement, just to be sure you both agree.

What happens if things don’t work out: If you don’t do what you say you’ll do, what happens? If the other person can’t pay or can’t deliver, or wants to walk away, then what? When you leave yourself (and the other person) an out, you’re almost certainly investing in a better future, because you know in advance what the options are.

What happens if things do work out: If everyone’s wildest dreams come true, then what? Does that person who gave you three days of advice end up owning half your gourmet foods business that you’ve worked on for twenty years? Describe the hypotheticals, and plan them out together, because today’s hypothetical is tomorrow’s unfair reality.

The fine print is there for a reason, and if you don’t like it or can’t live with it, cross it out or walk away. There’s no better time than this very moment to be clear, to be honest and to have a difficult conversation.

Besonders interessant daran ist, dass Seth hier genau das emfpiehlt, was ich zum Strategischen Campaigning Grundsatz Nr. 12 immer erzähle: dass man sich drei Szenarien ausmalen soll, ein Business-As-Usual-Szenario («What happens now»), ein Worst-Case («if things don’t work out») und ein Best-Case-Szenario («if things do work out:»).

Und wenn man das macht, fällt es einem leichter, den Strategischen Campaigning Grundsatz Nr. 2 zu befolgen: die Agenda kontrollieren.