Die Zukunft ist «digituell»

Zielgruppen-Orientierung im klassischen Sinne wird schon bald komplementär ergänzt durch Individualisierung. Neue Technologien erlauben eine Atomisierung der Zielgruppen-Segmente. Die Zukunft ist nicht nur digital, sie ist auch individuell. Wieso soll ich auch  auf ein Segment wie «50+, gut verdienend aus Bern» abzielen, wenn ich Hans Mustermann ganz persönlich als AC/DC-Fan ansprechen kann? Im ersten Fall habe ich bedingtes, im zweiten ein ganz sicheres und starkes Interesse.

Die Firma Frosmo, die wir am Campaigning Summit Switzerland 2016 in der Toolbox vorstellten, macht genau das möglich. Ohne Programmieraufwand kann sie quasi einen Schleier über eine Website legen, so dass jeder Nutzer eine andere, auf ihn persönlich zugeschnittene Website zu sehen bekommt.

Interessant ist das nicht nur für Webshops, die Nutzer anhand ihres bisherigen Kaufberhaltens erkennen und ihnen gezielt interessante, massgeschneiderte Angebote anzeigen können, sondern auch für politische Kampagnen, bei denen man zum Beispiel weiss, dass man Nutzern aus dem Wallis andere Kernbotschaften anzeigen sollte als solchen aus St. Gallen, um sie fürs Mitmachen zu gewinnen.

Frosmo hat dazu einen interessanten Beitrag auf ihrem Blog geschrieben.

«The Future of Personalization is Individualization» findet sich hier.

Übrigens, eine begrenzte Zahl der extrem günstigen «Too Early Bird» für den nächsten Campaigning Summit Switzerland gibt es nur bis zum 30. April 2016. Jeder zehnte der diesjährigen Teilnehmer hat sich seinen Platz schon gesichert. So falsch kann das nicht sein.

Sichere Dir hier jetzt Dein Too Early Bird für nur 250 Franken.

Good Niuws – Peter Metzinger als Kurator 

Heute wurde die folgende Medienmitteilung lanciert:

Medienmitteilung vom 10. Dezember 2015

Die App Niuws bietet Nachrichten und Empfehlungen von rund 60 Expert(inn)en, nämlich ausgewählten Kuratoren, die Artikel nach Relevanz ordnen, kommentieren und weiterempfehlen. Peter Metzinger wurde offiziell als Kurator von Niuws ausgewählt. Er wird ab heute mehrmals pro Woche seine Inputs über Campaigning-Themen teilen.   „Good Niuws – Peter Metzinger als Kurator „ weiterlesen

Aus dem Campaigning-Alltag: Hinter unseren Kulissen

Dezentralisierung: arbeiten im Team – aber ohne gemeinsames Büro?!

Business Campaigning Switzerland versucht immer so innovativ und modern wie möglich zu sein – dazu gehört auch viel Experimentierfreue und keine Scheu vor den impossible missions. Wir stellen uns gerne neuen Herausforderungen und widmen unsere Gedanken neuen Ideen.

Eine unserer Ideen, die sich auch irgendwie als Herausforderung darstellt, ist die Dezentralisierung unseres Büros. Was heisst das genau?

Unsere Mitarbeiter sitzen nicht klassisch in einem gemeinsamen Büro, sondern sind über den Globus verstreut.

Wir sind ein Team – mit vielen Homeoffices. Ein Grundgedanke von business campaigning Switzerland ist es nämlich, ein weites Netzwerk von Experten, Beratern und Mitarbeitern zu spannen, die weltweit angesiedelt sind und dennoch eine hervorragende (Team-)Arbeit leisten. Durch die fortschreitende Globalisierung ist diese Flächenausweitung wahrscheinlich ein positives und auch notwendiges Kriterium moderner Arbeitsweise. Mit dieser Struktur möchten wir unseren Kunden/ Partnern einen speziellen Service gewährleisten, nicht zuletzt durch unsere Internationalität und Interdisziplinärität. Hinzu kommt der Vorteil, dass wir durch die Zeitverschiebung einen 24 h Service anbieten können (dies ist z.B. besonders wichtig beim Krisenmanagement und -monitoring).

Noch ist es vielleicht untypisch, dass ein Team physisch nicht am gleichen Ort sitzt, aber dafür sind wir mental verbunden – und das dank dem WorlWideWeb. So kommunizieren wir wie ein „normales Büro“, aber halt eben via Email, Skype, Whatsapp, Facebook und modernen Team-Organisations-Programmen wie asana, Evernote etc. Wir halten Team-Sitzungen per Videokonferrenz, Skype, Google Hangout oder per Telefon ab. Treffen uns in öffentlichen Gemeinschafsbüro´s oder organisieren Workshops, wenn wir alle gemeinsam an einem Ort sein müssen. Dazu reist der ein oder andere Mitarbeiter nach Zürich in unser Headoffice; entweder mit dem Auto, dem Zug oder unsere Kollegen aus den USA, mit dem Flieger. Eines unserer Partnerbüros hat seinen Sitz nämlich in der Metropole Washington DC, ein weiteres in Barcelona, und ausserdem haben wir Partner in Wien und in Australien.

Die meisten Teammitglieder wohnen und arbeiten von Zürich aus, wir haben aber auch Mitarbeiter aus Bern und drei aus dem Team arbeiten von Deutschland aus.

Unsere Firmenstruktur und die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten, bietet uns viele Vorteile und vor allem Freiheiten, aber manchmal haben auch wir unsere Problemchen. Wie es uns mit dieser Organisation ergeht und welche Erfahrungen wir machen, möchte ich gerne mit Euch in diesem Blog teilen.

Fortsetzung folgt!

Wenn Physiker sich zusammen schliessen

Big-Data-Partnerschaft für virales Street-Marketing

Das EPFL Start-Up SThAR «Social Thermodynamics Applied Research» und business campaigning GmbH schliessen sich im Zuge einer neuen Partnerschaft zusammen und bieten in naher Zukunft gemeinsam eine neuartige und innovative Dienstleistung an: die Software DEMOGRAPHICA. Dank ihr können Werber, Marketer und Promoter die idealen Orte und Zeitpunkte bestimmen, um ihre Botschaften so zu platzieren, dass sie sich viral verbreiten.

Wie erreiche ich die virale Verbreitung meiner Botschaft?

Das ist die Frage, die sich jede Unternehmung stellt. Denn nichts schont das Kommunikationsbudget mehr als eine Botschaft, die zum Selbstläufer wird. Campaigning-Organisationen und Firmen wie business campaigning GmbH sind deshalb darauf spezialisiert, Botschaften inhaltlich so zu gestalten, dass sie die idealen Voraussetzungen für die virale Verbreitung erfüllen. Den richtigen Ort und Zeitpunkt für die anfänglich aktive Verbreitung zu finden, war jedoch bislang fast reine Glückssache. Die von SThAR entwickelte und absolut innovative Software DEMOGRAPHICA liefert nun die Lösung. Sie berechnet anhand von Big Data den richtigen Ort und den richtigen Zeitpunkt zur Informationsverbreitung, so dass die grösstmögliche Informationsverbreitung wirkungsvoll erreicht werden kann.

Wie erfolgreich die Software DEMOGRAPHICA ist, zeigte sich bereits im spanischen Wahlkampf. Erstmals setzte eine der Parteien die Software ein und erzielte dadurch auf Anhieb signifikant bessere Wahlergebnisse als alle anderen Parteien.

Ein starkes Campaigning-Duo

Durch die Exklusiv-Partnerschaft von SThAR mit business campaigning GmbH ergibt sich eine einzigartige Kooperation aus technischem und praktischem Know-how.

Durch jahrelanger Campaigning-Erfahrung weiss business campaigning GmbH genau wie eine erfolgreiche Kampagne strategisch geplant und durchgesetzt werden muss, um die geplanten Ziele zu erreichen. Dies gekoppelt mit der neuen Software ermöglicht das, was bisher nicht möglich war: Das Wissen darüber, wo sich die Zielgruppe befindet, wie sie sich bewegt und wie man sie mobilisiert. Denn die Software identifiziert den wirkungsvollsten Zeitpunkt und Ort, um eine Botschaft effizient in der Zielgruppe zu platzieren und (viral) zu verbreiten.

Wie gelingt DEMOGRAPHICA das?

Die Software von SThAR  beruht auf sogenannten «soziothermodynamischen Voraussagen», beschreibt soziale Trends und ist darüber hinaus in der Lage, diese sogar vorherzusagen. Mit dem Ziel den Erfolg von Marketingkampagnen (vom Produktsegment bis hin zu Wahlkampagnen einsetzbar) noch weiter zu maximieren, zeichnet  DEMOGRAPHICA nämlich menschliche Mobilitätsmuster ab. Daten darüber, wie sich die Zielgruppe bewegt, liefern sichere Ergebnisse und Vorhersagen über Transportnetzwerke, Konsummuster und Verkaufstrends – dies bildet insofern die Basis für optimale Business-Intelligence.

Das Start-Up SThAR

Die Technologie, als Ergebnis jahrelanger Forschung in den Laboratorien von EPFL, verwendet eine Prognosemethode, die bislang nur in der Physik genutzt wurde und koppelt diese mit demographischen Daten. SThAR wurde aufgrund der aufsehenerregende Innovativität  für das EPFL Innogrants Programm ausgewählt, um DEMOGRAPHICA zu entwickeln und gewann darüber hinaus die Unterstützung vom Venture Kick Programm und von Swissnex Innovation, einem Förderprogramm der Schweizer Regierung.

«Ich habe SThAR als Mitglied der Venture Kick-Jury kennengelernt. Ich war sofort begeistert, weil SThAR genau das anbietet, wonach wir seit mindestens 12 Jahren gesucht haben» sagt Peter Metzinger, Gründer und Inhaber der business campaigning GmbH. Seine Firma und SThAR haben eine Vereinbarung unterzeichnet. Diese sieht business campaigning GmbH als exklusiven Partner für strategische Beratung und für die Durchführung von Kampagnen vor, während sie gleichzeitig zu der Vermarktung der Software beiträgt.

«Wir sind überzeugt, dass es sich bei diesem Joint Venture um eine Win-Win-Win-Situation handelt», sagt Alberto Hernando de Castro von SThAR. «Wichtiger als die Vorteile für SThAR und für business campaigning GmbH ist uns nämlich der Mehrwert für unsere Kunden. DEMOGRAPHICA ermöglicht unseren Kunden, den genauen Ort und die genaue Zeit zur Promotion ihrer Produkte, Dienstleistungen oder Informationen auszumachen. Dank DEMOGRAPHICA lässt sich auch mit limitierten Budgets ein maximaler Erfolg erzielen», so sind beide Partner, die übrigens alle – bis auf einen Chemiker – von Hause aus Physiker sind, überzeugt.

Unser Uri. Unsere Bank. Unsere Kampagne.

Unter diesem Slogan startete Ende letzten Jahres (2014) eine kreative Kampagne, die es nun sogar mit einem eigenen Fernsehbericht in die Medien geschafft hat (sehen Sie hier den Bericht von Tele1 ). Die Urner Kantonalbank suchte für ihr 100–Jahr-Jubiläum eine Campaigning-Agentur. Ja genau, eine traditionelle Bank suchte gezielt nach einer unkonventionellen Campaigning-Agentur, um gemeinsam eine außergewöhnliche Jubiläums-Mitmach-Kampagne ins Leben zu rufen. Die Wahl der Agentur fiel dabei recht schnell auf business campaigning, da wir langjährige Erfahrung in der Verbindung solcher vermeintlicher Gegenpole aufweisen und wir darüber hinaus wissen, wie man unterschiedliche Akteure wirkungsorientiert zusammenführt.

Die Idee mit einer Sitzbank als Symbol für die 100-Jahr-Jubiläums-Kampagne der Urner Kantonalbank zu arbeiten, kam Peter und Lorena bei einem Arbeits-Spaziergangs an der Sihl, den sie mit dem Ziel unternommen hatten, eine kreative Idee für diese Mitmach-Kampagne zu entwickeln. Mit einer Sitzbank als Symbol zu arbeiten war nur eine davon. Im Laufe des Jahres und in Zusammenarbeit mit dem Projekt-Team der UKB wurde die Idee weiter ausgearbeitet und aus dem Wortspiel wurde Realität:

Unser Uri. Unsere Bank. Unsere Kampagne.
business campaigning hat ganz zu Beginn ein integrales Konzept ausgearbeitet, mit dem wir die Jubiläumskampagne und alle anderen Initiativen der Bank in den Bereichen Marketing, Kommunikation und Unternehmensentwicklung unter einem Dach vereinen konnten, so dass sich Synergien nutzen lassen. Das Konzept beinhaltete einige spannende Aktionen, denn als Bank der Urnerinnen und Urner engagiert sich die UKB seit jeher für den Lebensraum Uri und seine Bewohner.

Mitmach-Aktionen für alle Urner und Urnerinnen
Der Jubiläumseinstig der crossmedialen Kampagne war die Liebeserklärung an den Kanton Uri, welche alle Bewohner Uris einreichen konnten. Und das taten die Urner fleissig, insgesamt gingen nämlich innerhalb kürzester Zeit elektronisch 300 Liebeserklärungen für Uri ein, die nun auf die Holzbank eingraviert werden.

Um die Sprüche online einreichen zu können, wurde eine Kampagnen-Microsite eingerichtet (http://www.unseruri.ch). Für die Programmierung der Kampagnen-Microsite empfahlen wir die DU DA GROUP aus Zürich (www.dudagroup.com), mit der wir schon seit einigen Jahren zusammen arbeiten. Das Design und die klassischen Werbemittel wurden von der Blatthirsch GmbH aus Seewen und Altdorf (www.blatthirsch.ch) geliefert. Die strategische Verantwortung lag bei business campaigning GmbH (www.businesscampaigning.com) selbst.
Nachdem diese Liebeserklärung-an-Uri-Aktion so gut ankam, sind die Beteiligten schon ganz gespannt, wie die nächste Mitmach-Aktion ankommen wird: Unser Uri. Dein Projekt. 
Mit dieser Aktion möchte die UKB kreative und tatkräftige Menschen unterstützen, ein von ihnen, im Kanton Uri, geplantes Traum-Projekt finanziell zu unterstützen. Zu diesem Zweck wurde ein Projektwettbewerb lanciert. Bis Ende Juli können Projekt-Vorschläge eingereicht werden.
Die Gewinner werden durch ein mehrstufiges Votingverfahren ermittelt. Der Votingprozess wurde als Teil der Strategie auch von business campaigning entwickelt und zwar nach dem oberstes Credo der Fairness und Transparenz.

Auf der Kampagnen-Mircosite finden Sie die eingereichten Projekte (www.unseruri.ch).

Change vs. Tradition und die Rolle des Campaigning

Die Welt verändert sich täglich
Das Internet und die digitale Revolution haben ganze Geschäftsbereiche revolutioniert und transformiert. Das Resultat? Traditionelle Branchen stehen vor gewaltigen Veränderungen; sogar vielleicht vor dem Problem der Existenzrechtfertigung.
Dies zeigt ganz deutlich den Effekt disruptiver Technologien, das heisst, dass ein bestehendes Produkt oder eine bestehende Dienstleistung möglicherweise vollständig verdrängt wird. (Quelle: Campaigning Summit Switzerland Blog)

Eigentlich nichts Neues für Leser meines Blogs. Denn, weil es sich um ein Thema handelt, das immer noch viele Branchen und Personen beschäftigt, befasst sich das erste Referat am Campaigning Summit Switzerland genau mit diesem Thema. Mehr dazu auf dem Campaigning Summit Switzerland Blog.

Die Konvergenz von Technik, Mensch und Medien – Teil 10

(Fortsetzung)

  • Lernen Sie Ihre Zielgruppen richtig kennen. Das Wohnzimmer in der Agentur Jung von Matt / Limmat ist ein guter Ansatz. Aber suchen Sie auch das Gespräch, verbringen Sie Zeit mit richtigen Menschen aus Ihrer Zielgruppe, auch wenn es nur online ist. Keine Marktforschung kann das ersetzen. Nur dann sind Sie in der Lage, die richtigen Botschaften zu formulieren. Und zwar so, dass keine noch so gute Maschine Ihnen das wird abnehmen können.
  • Schauen Sie über den Tellerrand hinaus. Tauschen Sie sich aus mit anderen, die nicht aus Ihrer Branche stammen, die aber eines mit Ihrem Job gemeinsam haben: die Frage, wie man Menschen bewegt, damit sie einem dabei helfen, seine Ziele zu erreichen. Verfolgen Sie die amerikanischen Wahlkämpfe. Was dort neu entwickelt wird, ist ein paar Jahre später auch hier von Bedeutung. Lernen Sie alles über Big Data.
  • Bis auf weiteres können Maschinen nur nachvollziehen. Sie können nichts Neues erschaffen. Kreativität wird zum Erfolgsfaktor. Verwechseln Sie diese aber nicht, wie das heute in der Werbung üblich ist, mit Originalität. Kreativität ist das Erschaffen von etwas Neuem, das Bestand hat und relevant ist. Das muss überhaupt nicht originell sein. Zwei Spatzenarten unterscheiden sich kaum im Äusseren, aber sie besetzen unterschiedliche ökologische Nischen und sind darin sehr erfolgreich. Originell, zumindest optisch, ist das aber nicht.
  • Verabschieden Sie sich von einer Welt, in der man entweder-oder denkt. Die Bedeutung von sowohl-als-auch wird in Zukunft immer wichtiger.
  • Überzeugen Sie Ihren Chef, dass er sich mit technologischen Zukunftstrends beschäftigen muss. Eigentlich wäre das Standard für jeden Marketingleiter und Unternehmensführer. Aber Beispiele wie Kodak zeigen, dass immer wieder Tausende von Arbeitsplätzen vernichtet werden, weil die Chefs die Trends verschlafen oder nur die Trends beobachten, aber nicht überlegen, wo sie hinführen.
  • Bilden Sie sich weiter. Schauen Sie, was andere machen. Reservieren Sie sich pro Woche eine Stunde und alle drei Monate einen Tag, um neueste Campaigning-Tools, -Technologien und -Techniken kennenzulernen und auszuprobieren. Überlassen Se das nicht den anderen. Lesen Sie Science Fiction Romane. Vertrauen Sie nicht darauf, dass morgen alles ist wie gestern. Denken Sie an meinen 37. Geburtstag. Das war der 11. September 2001… Von einem Tag auf den anderen war die Welt eine andere. Verlassen Sie sich nicht auf Trends. Denn die können brechen. Entwickeln Sie unterschiedlichste Szenarien und eine – oder mehrere – Strategie(n), die auch in verschiedenen Szenarien noch funktioniert. Auch für sich selbst. Der grosse Knall kann morgen für Facebook & Co und alle Social Media Marketeers kommen, falls jemand die Technologie von Ethereum nimmt und damit ein neues soziales Netzwerk bastelt, auf das man per Knopfdruck hinüberwechseln und trotzdem mit seinen bisherigen Freunden vernetzt bleiben kann.
  • Hören Sie auf den 14 Strategischen Campaigning Grundsatz Nr. 2: Bewegen Sie sich, bevor Sie bewegt werden.

Sie denken jetzt vielleicht, dass das alles gar nicht so kommen wird, dass das alles nur Science Fiction ist. Vor 11 Jahren hatte ich ein Gespräch mit Hans Heinrich Coninx. Nach dem Erscheinen meines ersten Buches hatte er mich in die Teppichetage des Tamedia-Konzerns eingeladen. Ich versuchte damals, ihn für eine branchenweite Initiative zu gewinnen, mit dem Ziel, den Werbeauftraggebern darin zu unterstützen, dass ihre Inserate bei den Lesern eine messbare und die erwünschte Wirkung zeigen, so dass der Wert von Werbung in Printmedien erkennbar würde. Ich sagte ihm, wenn das nicht gelänge, käme es zu einer Abwanderung der Budgets in den Online-Bereich, und die Zeitungen würden massive Verluste erleiden. Er nahm das freundlich zur Kenntnis, aber das war es dann auch schon. Das war im Jahr 2003. Das Beispiel zeigt, dass die Haltung, was bisher erfolgreich war, sei es auch in Zukunft, dazu führen kann, dass man blinden Auges ins Verderben läuft.

Ausschnitt House of Cards:

-> Da haben wir ein typischen «entweder-oder», wo doch ein «sowohl-als-auch» viel besser wäre.“

«Campaigning ist die Kunst, Menschen zu bewegen und alle Register ziehen zu können, um auf möglichst effektive und effiziente Art ein Ziel zu erreichen.»

Alle Register ziehen können, bedeutet, dass Sie ständig nach neuen Tools, Techniken und Technologien Ausschau halten müssen, die nicht unbedingt Kommunikations-Instrumente sein müssen, sondern vor allem geeignet sind, etwas zu verändern. Alles ist Kommunikation, aber Kommunikation ist nicht alles. Und Campaigning ist mehr als Kommunikation.

(Ende)

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Seminar: Campaigning – erfolgreich Kampagnen planen und umsetzen
27. und 28. November 2014
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Die Konvergenz von Technik, Mensch und Medien – Teil 9

(Fortsetzung)

Was müssen wir in Zukunft noch können?

Wenn allen die gleichen Mittel zur Verfügung stehen, wenn die Massen bewegt werden können, weil es massenhaft möglich wird, Individuen zu bewegen, worauf kommt es dann noch an?

Wie werden wir darauf reagieren?

Die reine Technik können wir voraussagen. Was wir daraus machen, nicht.

Aber wir können die Dinge voraussagen, auf die es wahrscheinlich ankommen wird, und die zu beherrschen auch heute schon von Nutzen ist.

  1. Stellen Sie sich auf die Atomisierung der Märkte in Segmente mit 150 Personen ein. Wer versucht, allen zu gefallen, wird dann erst recht niemandem richtig gefallen. Aber weil die Technik die Kosten für massgeschneiderte Kommunikation für kleine Zielgruppensegmente fast auf Null reduziert hat, können Sie sich das auch leisten. Ein Plakatsujet für die ganze Schweiz wird es sicher auch in Zukunft geben. Aber parallel dazu werden wir einen Boom intelligenter Plakate erleben, die den Angehörigen der verschiedenen Stämme die genau für sie relevanten Botschaften zeigen.
  2. Sozio-demographische Zielgruppen-Segmentierung oder Sinus-Milieus können Sie unter diesen Umständen vergessen. Zielgruppen werden in Action Based Segments eingeteilt, d.h. anhand dessen, was sie bisher getan haben. Blue State Digital, die Firma, für die Gregor Poynton arbeitet, ist darin ja ein Pionier.
  3. Wenn alle Firmen eine Community haben, wird es umso mehr darauf ankommen, nicht nur aufzufallen und aus der Masse einzigartig herauszustechen. Die richtigen Werte hinter einer Idee für die richtige Gruppierung werden enorm an Wichtigkeit zulegen. Wenn Sie in Zukunft nicht mehr erklären können, warum ein Produkt, eine Idee, eine Botschaft oder eine Kampagne für die Zielgruppe relevant sein soll, können Sie die Arbeit auch gleich den Maschinen überlassen. Die Frage nach dem Warum wird den Unterschied machen zwischen maschinengesteuerten Kampagnen und solchen, hinter denen noch richtige Menschen stecken, die andere Menschen bewegen wollen.

(Fortsetzung folgt)

Ungeduldig?

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Die Konvergenz von Technik, Mensch und Medien – Teil 8

(Fortsetzung)

Von welchen Trends können wir ausgehen?

  • Ihre Toilette wird ihren Gesundheitszustand analysieren und automatisch beim Arzt nach einem Rezept nachfragen, falls dabei bestimmte Krankheiten identifiziert werden. Das Medikament wird innerhalb von Minuten per Drohne frei Haus geliefert. Vorbei sind die Zeiten, in denen man daran denken musste, bei der Apotheke vorbeizugehen.
  • In der Folge erleben wir ein Ende der Individualität, wie wir sie heute kennen, denn wenn wir alle die gleichen Informationen bekommen, werden wir zwangsläufig immer gleicher. Spätestens hier müssen wir als Marketeer, als NGO-Campaigner, als Kommunikationsspezialist usw. aufhorchen. Denn ist es nicht die Individualität, mit der wir immer zu kämpfen haben? Wäre sie nicht so viel einfacher zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen, wenn alle Menschen gleich ticken würden? Andererseits, ist es nicht genau das, was unseren Job so spannend macht, was verhindert, dass wir einfach nur stupiden Routinen folgen, die uns sogar Maschinen abnehmen können.
  • Seien Sie beruhigt. Zu jedem Trend gibt es einen Gegentrend. Menschen WOLLEN sowohl zu einem Stamm gehören, und gleichzeitig individuell sein. Dank der omnipräsenten Verfügbarkeit von Wissen und der Dezentralisierung der Produktion – 3D-Drucker sind vermutlich nur der Anfang – finden wir neue Formen der Individualität, die wir komplementär zur Stammeszugehörigkeit ausleben. Die Zielgruppe der Zukunft wird dadurch typischerweise jedoch nicht mehr als ca. 150 Individuen umfassen.
  • Was ebenfalls immer gleicher wird, ist die Länge der Spiesse. Geld alleine wird immer weniger für den Erfolg von Kampagnen erfolgsentscheidend.
  • Die Bedeutung von Fotos, Bildern, Videos und Symbolen in der Kommunikation wird massiv zunehmen. Und ebenso die Bedeutung von spannenden und relevanten Geschichten.
  • Weil sämtliche Informationen über die Welt von allen Orten abrufbar sind, erleben wir heute schon eine neue Art von Aufmerksamkeit, das produktive Erkunden. Das werden Sie in Zukunft verstehen und nutzen müssen, wenn Sie Ihre Zielgruppe noch erreichen wollen.
  • Und weil Wissen und Informationen im Wertesystem der Menschen an Bedeutung zunehmen, die Ressourcen hingegen abnehmen, wird Besitz materieller Güter immer weniger wichtig. Stattdessen teilt man sie sich, was ebenfalls dadurch erleichtert wird, dass jeder Gegenstand im Netz eine eigene Identität hat und seine Verfügbarkeit transparent abgerufen werden kann.
  • Produktion in Echtzeit nimmt zu. Falls Sie selbständig sind, machen Sie sich darauf gefasst, dass Ihre Kunden jederzeit Ihre Verfügbarkeit, die Zufriedenheit der anderen Kunden mit Ihnen, die Kosten und Ihr Team sehr gut kennen. In der Folge wird Reputation das neue Kapital und Authentizität löst das professionelle Auftreten ab. Dienstleister müssen viel flexibler werden als heute.
  • Wir werden viel mehr von zu Hause arbeiten, wo wir fast nur noch online erreichbar sind. Beruf und Privatsphäre verschmelzen noch mehr als heute.
  • Das heutige Startup Nvisio wird zum entscheidenden Bestandteil jeder Plakatkampagne, denn seine Software analysiert Gesichtsausdrücke, um die emotionale Wirkung von Werbung zu analysieren. Überhaupt wird in Zukunft viel mehr gemessen, wie eine Kampagne wirkt. Vorbei sind die Zeiten, als ADC-Preise für Mass für die Qualität einer Werbekampagne herhalten mussten. Nicht die Effizienz zählt in Zukunft, sondern die Wirksamkeit, also die Effektivität.
  • Die Welt rückt noch mehr zusammen. Es wird globale Durchschnittsprodukte geben und parallel dazu perfekt auf die lokalen Bedürfnisse massgeschneiderte Angebote.
  • Drohnen und 3D-Drucker werden die Logistik revolutionieren.
  • Produkte werden geliefert, noch bevor wir überhaupt wissen, dass wir sie kaufen wollen.
  • Klimawandel und ein massiver Anstieg des Ölpreises werden irgendwann zu einem Kollaps der Weltwirtschaft führen, aus dem wir uns nur erholen werden, indem wir selber alle zu Produzenten mutieren, die auch gleich noch die dezentral die Energieversorgung sicherstellen, denn dank der alles umfassenden Vernetzung kann jedes Haus zu einem kleinen Kraftwerk umgebaut werden.
  • Die Roboter der Zukunft sind nicht aus Metall, sondern aus Kohlenstoff..

(Fortsetzung folgt)

Ungeduldig?

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27. und 28. November 2014
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Die Konvergenz von Technik, Mensch und Medien – Teil 7

(Fortsetzung)

Von welchen Trends können wir ausgehen?

  • IT wird uns alles abnehmen, was automatisiert werden kann. Dazu gehört insbesondere die Analyse von Daten, und zwar von grossen Datenmengen, und das ist das eigentlich Neue daran. Sie wird uns auch das Ausarbeiten immer massgeschneiderter Empfehlungen abnehmen und die optimal zum Angebot passende Mediaplanung. Amazon mit seinen Empfehlungen in der heutigen Form wird bald alt und primitiv aussehen.
  • Es wird keine Datenfriedhöfe mehr geben, alle Daten werden analysiert. Grosse Einkaufszentren werden wissen, wie sich der Fleischabsatz verhält, wenn gerade eine Wein Aktion läuft. Software-Lösungen wie Splunk können beliebige Datenbanken miteinander verknüpfen und im Nachhinein oder in Echtzeit Nutzerverhalten analysieren, zum Beispiel in welcher Region oder Ortschaft welche Nutzertypen Ihre Website wie benutzen, welche Themen sie besonders interessieren und welche sie eher abschrecken. Zudem kann man Veränderungen des Verhaltens verfolgen, die auf Veränderungen bei der Einstellung schliessen lassen. Wie verändert sich das Einkauf- oder Stimmverhalten im Laufe der Zeit in welchen Regionen nach Lesen welcher Artikel? Oder nachdem Greenpeace oder die Erklärung von Bern eine Firma ins Visier genommen hat? – Sie denken, das ist Science Fiction? Splunk wird heute schon von Watson genutzt, um herauszufinden, welche Segmente der Bevölkerung in welcher Region sich für welche Story interessieren. Die Software Individuen in Echtzeit beobachten.
    Ein weiteres Anwendungsbeispiel: Man integriert einen Shortlink zu Facebook, der einen Tracking-Link in einen Newsletter enthält; jeder, der darauf klickt, wird in Splunk erfasst; seine Spur kann dann weiterverfolgt werden. Man bekommt genaue Informationen über das Nutzerverhalten in Abhängigkeit von den zur Verfügung gestellten Informationen, und damit erhält man Wissen darüber, welche Informationen wie wirken.
  • Ihr Kühlschrank wird wissen, welche Produkte Sie wo einkaufen. Er wird automatisch melden, wenn Nachschub gekauft werden muss. Sie selbst müssen sich keine Marken und Namen mehr merken, denn selbstverständlich kommuniziert Ihr Kühlschrank mit ihrer Einkaufs-App, über Sie Ihre Einkäufe organisieren. Diese zeigt Ihnen mehrere Vorschläge, das günstigste Angebot und das bio-fairtrade-transparente Angebot. Es gibt unterschiedliche Listen für unterschiedliche Geschäfte, alle in Ihrer Nachbarschaft.

(Fortsetzung folgt)

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