Das angeblich fehlende Umweltbewusstsein der FDP ist auch eine Folge falschen Denkens

Als ich vor vielen Jahren die Mitglieder der FDP im Kreis 3 in Zürich kennenlernte und selbst noch kein Mitglied war, war ich überrascht, wie viele von ihnen in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz die gleiche Position vertraten, wie ich.

Von aussen hatte die Partei ja schon damals das Image, nicht besonders umweltbewusst zu politisieren. Doch am mangelnden Bewusstsein fehlte es nicht. Vielmehr herrschte Einigkeit, dass man Umweltschutz viel schneller und besser durch Innovationen erreicht, als durch Verbote, die erstens jederzeit wieder aufgehoben werden können und zweitens im Widerspruch zu einer liberalen Lebens – und Wirtschaftsweise stehen.

Wie ich schon in meinen letzten beiden Beiträgen auf diesem Blog dargelegt habe, sind viele Lösungen schon da, andere müssen noch entwickelt werden, aber so oder so werden es Unternehmer und Unternehmen sein, die sie an den Markt bringen und uns damit wesentlich schneller in eine nachhaltige Wirtschaftsweise führen, als dies durch die ewigen Streitereien möglich sein wird, die entstehen, wenn man anderen versucht, eine bestimmte Lebensweise aufzuzwingen.

An diesem falschen Image ist aber auch Smartvote schuld. Anfang letztes Jahr schon habe ich kritisiert, dass man dort als wenig umweltbewusst eingestuft wird, wenn man Unweltpolitik nicht mit Verboten betreiben will. So erging es auch mir.

Das macht aber doch keinen Sinn. Entscheidend für das Umweltbewusstsein sollte doch sein, welche Priorität man einer nachhaltigen Wirtschaftsweise einräumt und was man alles unternimmt, um diese zu ermöglichen. Verbote sind nur ein Teil des Repertoires, dass einem zur Verfügung steht. Dass dieses bei Smartvote überbewertet wird bzw. sogar als fast das einzige Kriterium gilt, ist ein grober Fehler im System.

Er führt dazu, dass Politiker/innen, die sehr wohl sehr umweltbewusst sind und auch sehr viel für den Schutz der Umwelt konkret unternehmen – wie zum Beispiel FDP-Kantonsrat Andreas Geistlich – bei Smartvote als wenig umweltbewusst eingestuft werden. Es wäre höchste Zeit, dass man das endlich mal korrigiert.

Mit dem Teufel den Beelzebub austreiben?

Wie der Sonntagszeitung gestern zu entnehmen war, will FDP-Nationalrat und Gewerbeverbandsdirektor Hans-Ulrich Bigler das Klima retten, indem die Schweiz die Entwicklung neuer Atomtechnologien fördert.

In der Kristallkugel hat er eine neue Generation ungefährlicher und sauberer Atomkraftwerke entdeckt. Sie könnten, prophezeit Bigler, die Welt vor dem Klimakollaps bewahren, weil man mit diesen neuen Atomkraftwerken dann so viel Strom produzieren kann, dass es kein Erdöl mehr braucht. Man dürfe bloss die Entwicklung neuer Atomtechnologien nicht bremsen. Seine Atomlobby wird ihm danken für diesen Werbespruch. Es ist zwar möglich, dass es in 50 Jahren sichere Kernenergie gibt. Ein Mittel im Kampf gegen den Klimawandel wird sie aber nicht sein. Denn in 50 Jahren ist es zu spät. Der Vorschlag, nun einfach auf das Atomwunder zu warten, ist fatal.

Dieser Analyse schliesse ich mich weitgehend an. Es gibt aber noch drei viel gewichtigere Gründe gegen diesen Vorschlag:

  1. Eine Lösung dafür, den hochradioaktiven Müll für mindestens 200’000 Jahre sicher zu lagern, ist noch nirgendwo in Sicht, auf das Finden einer solchen Lösung zu wetten, in höchstem Masse riskant.
  2. Wir werden uns so über die Atomkraft lange streiten, bis es sowieso zu spät ist.
  3. Wir brauchen keine Atomkraft in der Schweiz. Die 40% Atomstrom können wir viel schneller mit erneuerbarem Strom ersetzen. Erst recht, wenn wir das Geld, das für die Entwicklung neuer AKWs benötigt würde, in den Ausbau der Erneuerbaren stecken; wenn wir es schon unbedingt ausgeben müssen…

Setzen wir lieber auf Innovation. Das bringt Arbeitsplätze für die Zukunft und macht uns energetisch unabhängig vom Ausland.

«MK-Vordenker Peter Metzinger: 2019 werden wichtige Weichen gestellt»

Marketing & Kommunikation hat mich 2015 zum MK-Vordenker gekürt und vor kurzem gefragt, was ich 2019 denke.

Es werden meiner Meinung nach wichtige Weichen gestellt. Weiterlesen hier: www.werbewoche.ch/digital/2019-02-03/mk-vordenker-peter-metzinger-2019-werden-wichtige-weichen-gestellt

Antarktis: Woher kommt das Riesenloch im Gletscher?

Der Thwaites-Gletscher in der Westantarktis macht Klimaforschern Sorgen: Der Gigant zieht sich beschleunigt zurück – und verliert auch von innen an Masse.

Die Antarktis verliert heute jedes Jahr etwa dreimal so viel Eis wie noch am Anfang des Jahrtausends

— Weiterlesen www.spektrum.de/news/woher-kommt-das-riesenloch-im-gletscher/1621474

«Freisinnige Klimakatastrophe»

Die Republik berichtet heute über die Gründung von Forum Futur und erwähnt mich dort als Initianten:

Der Zürcher Kantonsrat (Olivier Hofmann) glaubt, dass sich analog zur «FDP Urban» bald eine parteiinterne Bewegung für Klimapolitik formiert.

Tatsächlich: Einige Freisinnige haben diesen Weg bereits eingeschlagen.

Peter Metzinger, FDP-Gemeinderat aus Dietikon, hat – als Reaktion auf die Debatte im Nationalrat – eine Website unter dem Namen «Forumfutur» online geschaltet. Der Unternehmer baut mit rund einem Dutzend weiterer FDPler ein Kompetenznetzwerk auf. Die Politiker planen, Empfehlungen für eine nachhaltige Klimapolitik auszugeben. Dies auch mit dem Ziel, die parteiinterne Klimadebatte zu beeinflussen.»

Den Artikel in voller Länge gibt es hier: www.republik.ch

uno_sdg_transparent.pngDie Idee dazu entstand schon vor etwa einem Jahr zusammen mit Marco Weber, bis vor kurzem Präsident der FDP Zollikon. Auf dem Rückweg von Chur (ich hatte dort für die FDP Graubünden ein Referat mit dem Titel «Gibt es nur in Amerika modernen Wahlkampf oder geht das auch in Graubünden?» gehalten) waren wir uns einig, dass die FDP als Staatsgründer-Partei auch eine besondere Verantwortung für die Zukunft der Schweiz hat.

Diese setzt eine umfassende und ganzheitliche Betrachtung dessen voraus, was die Wahrung wirtschaftlicher Interessen in Wirklichkeit bedeutet und wie diese in Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen («SDG») der UNO zu bringen sind. Ein funktionierendes Staatswesen, das Freiheit ermöglicht, muss liberale Lösungen für Probleme rechtzeitig entwickeln und umsetzen, bevor sie sonst unweigerlich nur noch mit Verboten bekämpft werden können.

Der Klimawandel ist ein solches Problem. In einer Welt, die mehr und mehr vom Klimawandel gebeutelt wird, werden wir auch mehr und mehr unserer Freiheiten verlieren.

Um auch nur das Schlimmste zu verhindern, braucht es schon heute drastische Massnahmen. Um ohne unnötige Einschränkungen unserer Freiheit das Schlimmste verhindern zu wollen, müssen jetzt sofort liberale Lösungen auf den Tisch und umgesetzt werden. Weiteres Abwarten können wir uns nicht mehr leisten.

Wir könnten zum Beispiel den Umbau des Energiesystems viel schneller vorantreiben, wir könnten eine Mobilität entwickeln, die dank einer cleveren Sektorenkoppelung (Power-to-Gas / Power-to-Fuel) sowohl den Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion vorantreibt, um irgendwann auch Elektromobile klimaneutral fahren zu können (das tun sie nämlich heute nicht, solange noch Kohlestrom im Netz ist), als auch die bestehende Flotte – bis sie ausgedient hat – mit synthetischen Treibstoffen betanken und somit klimaneutral fahren. Mehr dazu siehe hier: www.CleanFuelNow.com

Aber dazu müssten die linken und rechten Enden des politischen Spektrums endlich Kompromisse eingehen, wie sie immer als wesentlicher Erfolgsfaktor der Schweiz gegenüber dem Rest der Welt galten. Die aktuelle Blockadepolitik, das Muskelspiel darum, wer die Macht im Lande hat, führt nicht zu Lösungen, sondern zu Stillstand. Wer zum Beispiel kein Inlandziel für die CO2-Reduktion will – dafür git es nachvollziehbare Gründe – muss das Problem mit der Kontrolle lösen. Alles andere ist Augenwischerei.

Wenn wir so weitermachen wie bisher, dann werden wir irgendwann um Verbote nicht herumkommen, um wenigstens die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu verhindern. Der vergangene Sommer sollte als eindringliches Warnzeichen gelten.

Nur ein Beispiel, um das Ausmass dessen zu demonstrieren, was wir als einen der schönsten Sommer der Geschichte erlebten: der Rhein bräuchte mehrmonatigen und flächendeckenden Niederschlag , damit sich die Tiefe der Fahrrinne im Rhein zumindest mittelfristig bessert (Spektrum der Wissenschaft).

Wollen wir unsere Freiheit schützen, müssen jetzt Lösungen her. Diese zu identifizieren, vorzuschlagen und voranzubringen, sachorientiert auf wissenschaftlicher Basis und frei von jeglicher Ideologie, das wäre eigentlich die Aufgabe der FDP.

Und das werden wir uns wahrscheinlich als eine der Kernaufgaben von Forum Futur definieren. («Wahrscheinlich» deshalb, weil die entscheidende Besprechung erst in den kommenden Tagen stattfindet und dann erst definitiv entschieden wird. Bis dahin ist dies nur meine persönliche Meinung.)

Die Ereignisse überschlagen sich genauso wie die Besorgnis erregenden Nachrichten von der Klimafront. Dass über die Gründung von Forum Futur in der Republik berichtet wurde, kam überraschend und schnell. Weitere News folgen.

P.S. In den Worten eines Parteikollegen:

Ja, ich will! Ich will die Vision einer CO2-freien Schweiz, Ja ich will dies mit liberalen Ansätzen, ich glaube an unseren Erfindergeist und unser Können. Dafür brauchen wir einen schlanken Staat, der Leitplanken setzt und effizient arbeitet.
Ja, der Staat soll bei 35% des BIP gedeckelt werden. Wir benötigen ein neues Jahrhundert mit industrieller Innovation. Deshalb sind wir FDP.

What Deep Learning Shares With Little Kids

Yesterday I came across this article in Psychology today:

The beauty of deep neural network is that they seem to have much in common with the human mind—on steroids and capable of learning at the speed of light.
— It contains the statement „scientists are experts at correcting their errors. And they do this by purposefully making them.“ I like this statement a lot, because it explains the core of scientific thinking which is the fundament of „evidence based campaigning“.

Read the article: www.psychologytoday.com/intl/blog/statistical-life/201810/what-deep-learning-shares-little-kids

Wie geht’s Dir?

Die Kampagne «Wie geht’s dir» erscheint in Neuauflage – bei der Strategie-Entwicklung war ich Berater, nur liest man sowas nie 😜

https://www.persoenlich.com/kategorie-werbung/wie-geht-s-dir-erscheint-in-neuauflage

Künstliche Intelligenz – Wann übernehmen Maschinen in Journalismus und Organisationskommunikation?

Das Thema «Künstliche Intelligenz KI»stellt viele Organisationen vor grosse Fragen und Herausforderungen. Welche Aufgaben werden klug programmierte Maschinen in Zukunft in Redaktionen und Kommunikationsabteilungen übernehmen? Was sind Chancen und Risiken? Bleibt neben dem Potenzial automatisierter Textproduktion das kreative Element dem Menschen vorbehalten? Und welche Kompetenzen brauchen Kommunikatoren und Journalisten künftig, um neue Techniken gewinnbringend zu nutzen, ohne ihren eigenen Job damit abzuschaffen?

Am 9. Juli, also am kommenden Montag, werde ich zusammen mit Reinhard Karger, Unternehmenssprecher Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, DFKI,
Daniel Perrin, Direktor Departement Angewandte Linguistik, ZHAW und
Thilo Stadelmann, Stv. Schwerpunktleitung Information Engineering an der ZHAW und Leitung ZHAW Datalab, diese Fragen auf dem Podium der IAM-Columni-Veranstaltung diskutieren.

Wieso ich? – Weil meine Firma business campaigning GmbH seit einem Jahr Künstliche Intelligenz in Kampagnen einsetzt und damit zu den Pionieren gehört und weil ich zusammen mit zwei Partnern die erste Firma der Schweiz gegründet habe, die Künstliche Intelligenz nutzbar macht – eigentlich für alle, aber vor allem für KMU und andere Unternehmen. Sie heisst übrigens evAI Intelligence GmbH.

Gäste sind willkommen.

Mehr dazu hier.

„«Gefühlt hunderte Zigarettenstummel» und «ekelhafte, dunkle Flecken»: Metzinger fordert sauberere Heimstrasse“

Die Limmattaler Zeitung berichtet heute über einen der ersten vier politischen Vorstösse, die ich zum Wohle des Limmatfelds und der Stadt Dietikon eingereicht habe. Eigentlich wäre es Zeit, endlich mal über meine neue Tätigkeit als Gemeinderat zu berichten, doch leider, getreu dem Motto «Taten statt Worte», fehlt mir aktuell noch die Zeit dazu. Ich versuche es in den kommenden Tagen.

Für FDP-Gemeinderat Peter Metzinger ist es rund um den Rapidplatz zu dreckig. Deshalb hat er eine Interpellation eingereicht.

Mehr auf:
https://www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/region-limmattal/gefuehlt-hunderte-zigarettenstummel-und-ekelhafte-dunkle-flecken-metzinger-fordert-sauberere-heimstrasse-132733921

Roger Bachmann als Stadtpräsident

Roger Bachmann als StadtpräsidentIch war nicht gerade begeistert, als ich vor einer gefühlten Ewigkeit erfuhr, dass es keinen FDP-, sondern einen SVP-Kandidaten geben sollte, den die FDP Dietikon als Stadtpräsident unterstützen würde, bin ich doch der Meinung, dass die FDP ein eigenes Profil stärken muss, um ihren Wählern gegenüber die gegebenen Versprechen einlösen zu können (sonst könnten diese ja auch gleich eine andere Partei wählen). Als ich aber Roger Bachmann dann persönlich, beim Wirtschaftspodium Limmattal,  kennenlernte, änderte sich meine Meinung. Mit ihm tritt jemand an, der definitiv nicht die typischen Klischees der SVP erfüllt. Ich lernte ihn kennen als jemanden, der gut zuhört, sehr offen für und interessiert an Innovationen ist, dem eine nachhaltige Wirtschaftspolitik kein Dorn im Auge, sondern ein echtes Anliegen ist und der mit seiner Art sicher ausgleichend wirken kann, eine Eigenschaft, die ein Präsident mitbringen sollte, kommt der Begriff doch vom lateinischen Wort für Vorsitz und meint eine gute Sitzungsleitung bzw. Teamführung.

Zudem ist er sehr daran interessiert, was im Limmatfeld passiert und ich habe bei ihm sicher ein wirklich offenes Ohr, nicht eines, das nur hört, was es sich selbst sowieso schon gesagt hat.

Ganz abgesehen davon ist er AC/DC-Fan 🤘

Roger Bachmann hat von 2004-2014 die Rechnungsprüfungskommission der Stadt präsidiert, war 2009/2010 Präsident des Gemeinderates und aktuell präsidiert er die Sozialbehörde und ist Vizepräsident der Sozialkonferenez des Kantons Zürich. Er setzt sich für qualitatives Wachstum der Stadt ein, was bedeutet, Dietikon soll primär erneuert und modernisiert werden und nicht unbedingt quantitativ weiterwachsen. Die Stadterneuerung soll letztlich auch positive Auswirkungen auf die sozialen Lasten und die finanziellen Probleme der Stadt haben. Die Stadterneuerung soll aber auch dazu führen, dass Dietikon weiter an Attraktivität als Wohn- und Arbeitsort gewinnt.

Aus all diesen Gründen unterstütze ich Roger Bachmann als Stadtpräsident von Dietikon. Wählen auch Sie Roger Bachmann, indem Sie am besten jetzt gleich brieflich abstimmen, falls noch nicht getan.