Klimawandel: Permafrost-Boden weicht auf – 70 Jahre zu früh! – FOCUS Online

In der Arktis weicht der Permafrostboden derzeit mit ungeheurer Geschwindigkeit auf – schuld ist der Klimawandel. Messungen zeigen, dass in einigen kanadischen Regionen der Boden bereits so stark abgetaut ist, wie Klima-Experten es eigentlich erst für das Jahr 2090 erwartet hatten.
— Weiterlesen m.focus.de/wissen/klima/klimawandel-permafrost-schock-70-jahre-zu-frueh-neue-daten-erschuettern-forscher_id_10842134.html

Solares Kerosin zum Fliegen bringen | ETH Zürich

5 Rappen pro Liter Kerosin würden reichen!

— Weiterlesen www.ethz.ch/content/main/de/news-und-veranstaltungen/eth-news/news/2019/06/blog-nachhaltiges-fliegen-patt.html

LinkedIn – Im Netz der Karrieristen läuft einiges schief

Ein Artikel von heute aus der Schweiz am Wochenende erinnert mich an eine eigene Geschichte mit LinkedIn: man kann den Profilen dort nicht trauen.

Vor ein paar Monaten entdeckte ich, dass unser früherer Mitarbeiter S. P. in seinem LinkedIn-Profil angibt, er sei bei business campaigning GmbH als Campaign Manager mit einer Budget-Kompetenz von 50’000 CHF angestellt gewesen. Tatsache ist: er hatten einen Job als Junior Campaigner und nur in einem einzigen Fall überhaupt Budgetkompetenz – über max. 1’500 CHF, niemals jedoch über 50’000 CHF.

Daraufhin kontaktierte ich LinkedIn, um das Netzwerk auf diese Falschangaben hinzuweisen. Ich wollte verhindern, dass zukünftige Arbeitgeber in die Irre geführt werden und jemanden als «erfahrenen» Campaign Manager einstellen, der bisher nur Erfahrung als Junior sammeln konnte. Und was tat LinkedIn daraufhin? Sie antworteten, sie hätten S. P. kontaktiert und dieser habe angegeben, es stimme alles. Dann legten sie den Fall zu den Akten, obwohl ich anbot, schriftliche Beweise für die Falschinformationen zu liefern.

Fazit: traue niemals einem LinkedIn-Profil. Es gibt keinerlei Qualitätsgarantie.

Und hier noch der Artikel über weitere Verfehlungen im Karrieristen-Netzwerk:

epaper-service.azmedien.ch/Nachrichten/24-akt-linkedin-p1060433.html

In jeder Krise steckt eine Chance – so auch für Dietikon in der Klimakrise

Gemeinderat Andreas Wolf (Grüne) wollte vom Stadtrat wissen, wie sich der Klimawandel auf Dietikon auswirkt, was die Stadt dagegen zu tun gedenkt und was das kostet. Fragen und Antworten kann man hier nachlesen.

Im Rahmen der Diskussion der Antworten habe ich am Donnerstag während der Gemeinderatssitzung konkrete Vorschläge seitens FDP vorgetragen, wie Dietikon die Chancen packen kann, die in der Klimakrise stecken: nachhaltige Arbeitsplätze durch Innovation schaffen.

Hier meine Rede, die man demnächst hier auch hören kann:

Diese Woche wurde wieder ein Rekord veröffentlicht: der höchste CO2-Gehalt, der je gemessen wurde. Die Antwort des Stadtrates hat bestätigt, was heutzutage jedes Schulkind weiss: der Klimawandel kommt, er kommt schneller und heftiger als noch vor kurzem prognostiziert, er betrifft uns alle, auch lokal und wir haben zu lange nichts dagegen unternommen.

Nun leuchtet es sicher auch den streikenden Schülern ein, dass wir mit lokalen Massnahmen nicht die Welt retten können, aber genauso wie die Menschheit kein anonymer globaler Organismus ist, sondern aus Individuen besteht, die es geschafft haben, durch ihr Handeln das während 10000 Jahren stabile Klimasystem durcheinanderzubringen, genauso muss jeder für sich selbst in Eigenverantwortung die richtigen Massnahmen zum Abdämpfen der schon gar nicht mehr zu verhindernden Katastrophe unternehmen.

Aber.. leider reicht das nicht.

„In jeder Krise steckt eine Chance – so auch für Dietikon in der Klimakrise“ weiterlesen

Wie man eine Flugticketabgabe sinnvoll verwenden könnte, auch wenn sie klein ist (ergänzt)

Kürzlich habe ich in Dietikon Marcel Hänggi getroffen, den Initianten der Gletscher-Initiative. Dabei kam mir eine Idee, wie man eine Flugticketabgabe auch dann noch sinnvoll erheben könnte, wenn sie so klein ist, dass sie keine Lenkungswirkung entfaltet (täte sie das gäbe es bekanntlich einen Aufsachrei und Ausweichmanäver).

Marcel Hänggi erzählte mir von einem Vorschlag, den Prof. Anthony Patt von der ETH hat. Ziel der Idee ist es, die Produktionskosten für synthetisches Kerosin mit der Zeit so weit zu senken, dass man in Zukunft mit diesem erneuerbaren Treibstoff klimaneutral fliegen kann. Gerade für die Fliegerei ist das wichtig, denn kein Energieträger hat eine höhere Dichte, als Kohlenwasserstoffe, weshalb sie für die Fliegerei viel interessanter und effizienter sind als Batterien.

Prof. Patt schlägt vor, dass man der Airline-Industrie eine ganz kleine Mindestmenge synthetisches Kerosin zum Beimischen vorschreibt. Diese Menge ist so klein, dass die sonst viel zu hohen Kosten für diesen Treibstoff keine Rolle spielen. Durch die trotzdem grossen Mengen sinken die Produktionskosten mit der Zeit. Parallel steigt die vorgeschriebene Menge zuverlässig gemäss klaren Vorgaben. Irgendwann ist man dann im wirtschaftlich tragbaren Bereich ist.

Soweit die Idee von Prof. Patt. Da wir aus Gründen der politischen Kompromissfindung kaum um eine Flugticketabgabe herumkommen, kam mir dann die Idee, diese mit einer vorübergehenden (!!!!) Flugticketabgabe zu kombinieren, wie von Ständerat Ruedi Noser vorgeschlagen, zur Förderung neuer Technologien:

Die Flugticketabgabe dient als Kompensation für die Airlines, um die (geringen) Mehrkosten, die diesen durch das synthetische Kerosin entstehen, zu kompensieren. Somit wäre die Beimischung für die Airline-Industrie kostenneutral und entsprechend auch kein Widerstand von dieser Seite zu erwarten. Und die Airline-Industrie würde die Weiterentwicklung von Direct Air Capture (DAC) zur Serienreife und die damit einhergehende Kostenreduktion durch Skaleneffekte finanzieren.

Ich muss zugeben, dass eine solche Vorschrift nicht besonders liberal ist, wenn man den Gesamt-Kontext ausser Acht lässt. Darin jedoch handelt es sich wohl um die liberalste und innovativste Idee zur Lösung eines Problems, die so dringend benötigt wird, dass wir Gefahr laufen, in unserem Handlungsspielraum immer mehr eingeengt zu werden.

Ich freue mich auf die Diskussion.

Nachtrag vom 13. Juni 2019

Der folgende Artikel zeigt die Probleme der Luftfahrtindustrie auf, die die dargestellte Idee lösen helfen könnte: 

http://www.airliners.de/synthetische-treibstoffe-retter-luftfahrt-klimabilanz/50510

 

Drei Pavillons und 20 Stühle für den Rapidplatz

Die Stadt übergibt dem Quartierverein Limmatfeld drei Pavillons und 20 Stühle für den Rapidplatz.
— Weiterlesen www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/drei-pavillons-und-20-stuehle-fuer-den-rapidplatz-nun-muss-das-quartier-den-platz-beleben-134572093

Blockchain Technologie – wie man sie erfolgreich einführt

Roger Bittel betreibt Upcrypto-Your Cryptocurrency News, einen News-Kanal und Community-Plattform rund um das Thema Blockchain.

Gestern hat er mich interviewt zur Frage, wie man Blockchain Technologie erfolgreich einführt. Basis des Interviews ist mein Modell mit den vier Dreiecken, den The Science of Change Triangles.

Hier geht’s zum Interview:
https://upcrypto.org/2019/05/28/blockchain-technologie-wie-man-sie-erfolgreich-einfuhrt-interview-mit-peter-metzinger/

Purpose statt Leitbild: So kommunizieren Unternehmen der Zukunft

Interessant. Das habe ich alles schon 2003 in meinem Buch Business Campaigning geschrieben…
— Weiterlesen pr-blogger.de/2019/03/27/purpose-statt-leitbild/

Junge Menschen bewegen, Künstliche Intelligenz in Kampagnen

Medienmitteilung vom 4. April 2019

Junge Menschen bewegen, Künstliche Intelligenz in Kampagnen

Dietikon. Das sind nur zwei der Themen, die morgen am Campaigning Summit Switzerland in Zürich behandelt werden. Unter den fünf Referentinnen und Referenten sind Lucero Oyarzun von der mit dem Nobelpreis ausgezeichneten ICAN-Kampagne gegen Atomwaffen, Harnaam Kaur, weltberühmtes bärtiges weibliches Model und Körperpositivitäts-Aktivistin und Online-Marketing-Pionier Peter Hogenkamp. KI-Marketing-Pionier Steffen Konrath wird anhand konkreter Beispiele zeigen, wie Künstliche Intelligenz schon seit 2017 in der Schweiz in Kampagnen eingesetzt wird. Sophie Hundertmark und Christoph Süess von Paixon werden live demonstrieren, wie ein KI-basierter Chatbot entsteht. Die Veranstalterin business campaigning GmbH hat für 2020 eine Pause angekündigt, um sich auf die Weiterentwicklung der Online-Plattform campaigning.swiss zu konzentrieren.

«Brandaktuell ist das Referat von Lucero Oyarzun. Nicht nur wegen der heute bekannt gewordenen Debatte im Bundesrat zur Unterzeichnung des Atomwaffen-Verbotsvertrags. Das Referat von Lucero könnte auch als Anleitung für das gebraucht werden, was über Greta kolportiert wird – wie man junge Menschen bewegt. Dabei ist es ein grosser Zufall, dass dieses Thema so aktuell ist. Wir hatten Lucero schon lange vorher angefragt», so Veranstalter Peter Metzinger. Sein Team freue sich auch sehr auf das Referat von Harnaam Kaur, die mit ihrem Thema «sich selbst erkennen und zu sich stehen» einen Kontrapunkt zur Digitalisierung und den omnipräsenten Algorithmen setzt, wie zum Beispiel das automatisierte Content Marketing, das Peter Hogenkamp vorstellen wird.

„Junge Menschen bewegen, Künstliche Intelligenz in Kampagnen“ weiterlesen

Greta fernsteuern – so geht das. Oder?

Am Freitag findet der siebte Campaigning Summit Switzerland statt, ein Gipfeltreffen für Campaigner, das ich gerne als mein teuerstes Hobby bezeichne, durchaus doppeldeutig gemeint.

Wenn sich eine Bewertung wie ein roter Faden durch mittlerweile sechs Jahre Campaigning Summit Geschichte durchzieht, dann ist es «Durchgängig sehr hohe Qualität der Referenten und Referate. Man merkt, dass Ihr Euch vorher abstimmt.»

Und in der Tat wird jedeR ReferentIn ausführlich über den Summit, seine Werte und Leitplanken informiert, zuerst die Inhalte der Referate grob besprochen und nachher gibt es dann noch ein detailliertes Feedback auf den letzten Entwurf der Präsentation.

Heute bin ich mit Lucero Oyarzun ihre Präsentation durchgegangen. Lucero arbeitet bei ICAN, der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten internationalen Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen. Ihr Thema: Wie man junge Menschen bewegt.

Während ich mich durch die Präsentation klickte, wurde mir bewusst, dass ihr Referat auch als Anleitung für das gebraucht werden könnte, was über Greta gemunkelt wird. Manche Zeitgenossen beschäftigen sich Kaliber it der Frage, ob Greta Teil einer perfekt inszenierten PR-Kampagne ist oder wirklich von selbst aktiv wurde, statt sich mit der wirklich wichtigen Frage zu beschäftigen, wie wir die Klimakrise lösen…

Allerdings – und das ist fast wie ein Widerspruch in sich – ist eine der Lektionen, die Lucero vermittelt, praktisch identisch mit «Lass‘ das sein», denn junge Leute von heute lassen sich nicht so einfach fernsteuern.

Womit wir wieder bei Greta wären. Mir persönlich ist es völlig egal, ob sie Teil einer hervorragend inszenierten PR-Kampagne ist. Sie hat es nach Jahrzehnten nur mässig erfolgreicher Bemühungen durch etablierte Umweltorganisationen endlich geschafft, unsere Aufmerksamkeit so auf die sich schleichend anbahnende Klimakatastrophe zu lenken, dass wir nicht mehr wegsehen können und den vielen Worten nun endlich Taten folgen müssen. Letztendlich ist das, was zählt.

Aber nochmal zurück zum Campaigning Summit Switzerland: wer wissen will, wie man (junge) Menschen bewegt, wie Künstliche Intelligenz schon heute in Kampagnen eingesetzt wird, wie man durch Liebe zu sich selbst die Welt verändert oder mit automatisiertem Content Marketing viel Zeit gewinnt, der/die muss am Freitag dabei sein. Um 9:15 Uhr geht es los.

www.campaigning.swiss