AC/DC im Gemeinderat?

So lautet der Titel einer Werbekampagne, die ich gerade auf Facebook laufen habe. Sie richtet sich an AC/DC- und Hardrock-Fans aus Dietikon zeigt mich auf Fotos mit den AC/DC-Gitarristen Angus und Stevie Young, dem Schlagzeuger Chris Stade und dem Sänge Brian Johnson. 2015 durfte ich sie alle kennenlernen, in Zürich, London und Sydney. (Mehr darüber hier.) Was ist mit «AC/DC im Gemeinderat» gemeint? „AC/DC im Gemeinderat?“ weiterlesen

Wie die Digitalisierung die Menschlichkeit fördert und das Staatswesen fordert

Kurz nachdem wir 2015 nach Dietikon gezogen waren, wurde mir schnell klar, dass ich mich hier zum ersten Mal seit 1983 wirklich zuhause fühle. Da lag es nahe, dass ich die Anfrage, Präsident des Quartiervereins Limmatfeld zu werden, annahm, denn wo man sich zuhause fühlt, engagiert man sich auch gerne. (Ich zumindest.) Und als die FDP vorschlug, mich auf der Liste 4 nach ganz vorne zu setzen,um dem Limmatfeld Priorität einzuräumen, war auch hier die Zusage eine logische Konsequenz der ersten beiden Schritte. Und dennoch hatte ich immer auch noch das Gefühl, dass noch mehr dahinter steckt. Bis mir vor einer Weile auf dem Weg vom Bahnhof zum Limmat Tower plötzlich bewusst wurde, dass auch meine Überlegungen zur Digitalisierung eine bis dahin noch unterschwellige, unbewusste Motivation darstellten. Was steckt dahinter? „Wie die Digitalisierung die Menschlichkeit fördert und das Staatswesen fordert“ weiterlesen

Was eigentlich ist business campaigning®?

Diese Frage wurde mir in den letzten Tagen häufig gestellt. Der folgende Text sollte es ganz gut erklären können, denn ich verwendete ihn in einer E-Mail und bekam die Antwort, dass damit alles beantwortet sei.

Campaigning ist die Kunst, Menschen dazu zu bewegen, ihr Verhalten, Denken oder ihre Einstellungen zu ändern, damit man ein bestimmtes Ziel erreicht.

So lernte ich das in den 80er und 90er Jahren bei Greenpeace, für die ich 13 Jahre tätig war, darunter 6 Jahre hauptberuflich und die letzten 3 Jahre als Campaigns Director Greenpeace Schweiz.

Ich habe damals erkannt, dass sämtliche Kampagnen und Veränderungsprozesse am Ende darauf abzielen, das Verhalten, das Denken oder die Einstellungen einzelner Personen zu verändern. Denn es sind nicht Staaten oder Behörden, Verbände oder Unternehmen, die Entscheidungen fällen und etwas tun, es stecken immer  einzelne Menschen dahinter. Daraus folgt, dass jede Kampagne und jeder Veränderungsprozess den gleichen Gesetzmässigkeiten unterliegen.

Und so entstand 1997 bei mir die Idee – hier kommt nun der Physiker in mir zum Ausdruck – eine Theorie der Veränderung zu entwickeln und ein Modell, mit dem man Kampagnen systematisch planen, umsetzen und bewerten und zudem auch noch Campaigner ausbilden kann.

Dieses Modell nannte ich dann 1999 das business campaigning® Modell, denn der Begriff Campaigning stammt aus dem Nonprofit-Bereich und die Ergänzung mit dem Wort Business soll zum Ausdruck bringen, dass das Modell genauso gut durch Unternehmen eingesetzt werden kann. Die letzten 20 Jahre haben das auch bewiesen, wie man hier nachlesen kann.

Das ® kommt daher, dass ich den Begriff business campaigning beim Institut für geistiges Eigentum in Bern als Wortmarke schützen liess, als Qualitätssicherung, damit ich garantieren kann, dass business campaigning «drin steckt, wenn business campaigning drauf steht».

Meh Blau für Dietikon

«Meh Blau für Züri» lautete der Slogan der FDP schon im Gemeinderatswahlkampf 2014, dessen Strategischer Wahlkampfmanager ich damals war. In dieser Funktion hatte ich auch den Spruch unter allen Vorschlägen ausgewählt. Er passte am besten zum Strategischen Campaigning Grundsatz Nr. 1 (Polarisieren, profilieren, positionieren). In Tat und Wahrheit jedoch ist Zürich jedoch vor allem Rot. Und zwar an der Ampel. (Dass ich da lieber mehr Grün sehen würde, kann ich mir aber knapp noch verkneifen. )

Vor Jahren sorgte ein Artikel der New York Times für Aufsehen, in dem ein Mitarbeiter des Tiefbauamtes freizügig zugab, dass man dort Überstunden schiebt, um künstlich Stau zu produzieren, damit möglichst wenig Autofahrer den Weg in die Stadt suchen. Auf Druck der Behörden musste der Artikel wieder vom Netz genommen wurden, aber plausibel war er definitiv. Denn so klein Zürich ist, wie der Tages-Anzeiger vor ein paar Tagen berichtete, hat die Stadt einen undankbaren Spitzenplatz bei Staus inne: „Meh Blau für Dietikon“ weiterlesen

So wählen Sie richtig fürs Limmatfeld

Immer wieder werde ich gefragt, wie man bei den anstehenden Gemeinderats- und Stadtratswahlen richtig wählt. Anbei ein paar Erklärungen.

Grundsätzlich muss man wissen, dass der Gemeinderat das Parlament ist und der Stadtrat die Stadtregierung.

Einem Stadtrat kann man nur eine Stimme geben, einem Gemeinderat mehrere, indem man dessen Namen manuell mehrfach auf den Stimmzettel schreibt (so genanntes Panaschieren, was hier sehr gut anhand der Nationalratswahlen erklärt ist). Manche Namen stehen auch schon von vornherein mehrfach auf der gleichen Liste, wie in meinem Fall, der ich zwei Mal auf der Liste 4 stehe.

Damit unterstreicht die FDP Dietikon die Bedeutung, die sie einer Vertretung des Limmatfelds im Gemeinderat beimisst.

Mein Name ist der 5. auf der Liste 4 der Gemeinderatskandidaten. Auf dem ersten Platz ist Philipp Müller, der auch als Stadtrat kandidiert. Damit ich bessere Chancen habe, in den Gemeinderat gewählt zu werden, ist es wichtig, dass Philipp Müller in den Stadtrat gewählt wird. Denn dann rutsche ich einen Platz nach vorne und bin automatisch gewählt, wenn die FDP keine Stimmen verliert.

Schafft Philipp Müller es nicht in den Stadtrat, braucht die FDP 5 Sitze im Gemeinderat, also einen mehr als heute. Deshalb ist es sehr wichtig, die vollständige Liste 4 ins Stimmzettelkuvert zu tun und nicht einfach nur meinen Namen auf die Liste einer anderen Partei zu schreiben. Das erhöht meine Chancen mehr als Panaschieren.

Und so machen Sie es konkret:


  1. Unterschreiben Sie als erstes Ihren Stimmrechtsausweis.
  2. Nehmen Sie den Wahlzettel Erneuerungswahl des Stadtrates.
  3. Tragen Sie Philipp Müller und Roger Bachmann ein.
  4. Schreiben Sie als Stadtpräsident Roger Bachmann auf.
  5. Wählen Sie aus allen grauen Listen die Liste 4 FDP. Die Liberalen aus und reissen Sie sie von den anderen ab.
  6. Legen Sie beide Zettel (Stadtrats- & Gemeinderatswahlen) in Ihr Stimmzettelkuvert und verschliessen Sie es unbedingt. (Wenn Sie sich auch noch an den nationalen und kantonalen Abstimmungen beteiligen, müssen Sie auch diese zuerst ausfüllen und ins Stimmzettelkuvert legen).
  7. Fast fertig: Nur noch den Stimmrechtsausweis und Ihr Stimmzettelkuvert in Ihr Antwortkuvert legen und verschliessen.
  8. Bringen Sie es heute noch auf die Post!

 

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Jetzt unterzeichnen: Petition Fussgängerstreifen Ueberlandstrasse / Heimstrasse

Wer vom Bahnhof aus ins Limmatfeld möchte, nimmt entweder den Weg entlang der Bahn oder Richtung Limmat Tower und steht dann irgendwann (meist sehr lange) vor der Ampel gegenüber des Limmat Towers. Das wirkt harmlos, kann aber ganz schön gefährlich sein. Ich kenne zwei Berichte von Zeugen, die beobachtet haben, wie Fahrzeuge aus der Heimstrasse bei dunkelgrün über die Kreuzung schossen und dann von einem Anhänger oder einer Ladefläche schweres Material aus Metall verloren, dass genau in den Wartebereich knallte. Zum Glück stand dort gerade niemand. Ob es wirklich zwei verschiedene Ereignisse waren, weiss ich nicht. Es spielt auch keine Rolle. Entscheidend ist, dass etwas Derartiges passierte und sich wiederholen wird. Wer also den Limmat Tower oder das Limmatfeld besuchen möchte, tut gut daran, die Petition des Quartiervereins Limmatfeld zu unterzeichnen. Wir haben noch 6 Tage, die fehlenden 125 Unterschriften zu bekommen. Jede Stimme hilft. Bitte unterzeichnen und weiter verbreiten.

https://www.petitio.ch/petitions/1HT1h

 

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Smartspider von Smartvote leider gar nicht smart…

Obwohl es den Test für die Gemeinderatswahlen in Dietikon gar nicht gibt, habe ich mir einen Spass daraus gemacht, einen Wahlempfehlungstest von Smartvote zu machen. Ich habe dazu einfach den Fragenbogen zu den letzten Nationalratswahlen genommen. Das Ergebnis sollte ja trotzdem passen. Sollte man meinen.

Denn schaut man es sich an, fällt auf, dass ich es beim Thema Umweltschutz auf gerade mal 50 von 100 Punkten schaffe. (Aktualisiert. In der ersten Version stand hier noch 25 Punkte, weil ich den Kreis falsch interpretiert hatte. Das ändert aber nichts an den folgenden Ausführungen.)

Ich, der ich in den achtziger und neunziger Jahren 13 Jahre meines Lebens für Greenpeace gab (das war praktisch damals rund um die Uhr im Zentrum meines Lebens) und parallel noch private Umweltorganisationen auf die Beine stellte, zum Beispiel einen Verein, der sich für den Schutz eines Stücks Regenwald in Brasilien an der Grenze zu Bolivien stark machte, der heute noch als einziges Waldgebiet nicht gerodet wurde? Ich, der ich mich bei jeder Gelegenheit für nachhaltige Lösungen einsetze, beruflich wie privat, soll auf diesem Gebiet nur 25 von 100 Punkten erreichen???

Was stimmt da nicht?  „Smartspider von Smartvote leider gar nicht smart…“ weiterlesen