Was, wenn es uns nicht gäbe?

Ich bin gerade in Bern an der Generalversammlung eines Wirtschaftsverbands und mache mir meine Gedanken über dessen Corporate Identity, die mir zu wenig klar und auf den Punkt gebracht definiert zu sein scheint. Was würde passieren, wenn es den Verband nicht mehr gäbe? Diese eine Frage zu beantworten könnte hier ganz sicher mehr Klarheit bringen.

Schnapp dein Schnäppchen. Die «Hypi Lenz-Burger» sind da!

«Wer Burger mag, wird die beef.ch lieben» heisst es bei der Hypothekarbank Lenzburg, für die meine Firma business campaigning GmbH eine Mini-Kampagne entwickelt hat. Ziel der Kampagne ist es, maximale Aufmerksamkeit und Besucher für deren Stand an der beef.ch zu generieren.

Die Hypothekarbank Lenzburg ist Sponsor der beef.ch. Nur am 6. und 7. September gibt es dort am Plan-B-Kitchen Food Truck die neuen «Hypi Lenz-Burger». Die Qualitätsburger gibt es zum halben Preis für alle, die die Hypothekarbank Lenzburg-Seite liken: https://www.facebook.com/HypiLenzburg.
business campaigning GmbH ist verantwortlich für Konzept, Umsetzungsideen-Workshop, Kreation, Grafik-Design, Facebook-Kampagne und Event-Organisation.
«Vorbeikommen lohnt sich. Denn jeder, der die Seite der Hypi auf Facebook liked, bekommt die deliziösen Lenzburger zum halben Preis. Also, auf zum Bundesplatz nach Bern», wird Lorena Valentini Metzinger in der Medienmitteilung zitiert.

Verantwortlich bei Hypothekarbank Lenzburg: Peter Schöpp, Leiter Marketing und Kommunikation und Marc Fischer, Leiter Digitale Medien
Verantwortlich bei business campaigning GmbH: Lorena Valentini Metzinger (Projektleitung und Grafik-Design), Kira Hussinger (Facebook-Kampagne)

Lernwerkstatt Strategisches Campaigning am Digital Summit für KMU

Übernächste Woche findet zum ersten Mal der Digital Summit für KMU im Zusammenhang mit der SuisseEMEX statt. Über 50 Expertinnen und Experten  werden Referate halten und Lernwerkstätten durchführen.

Auch ich werde eine Lernwerkstatt anbieten zum Thema «Strategisches Campaigning als Leadership-Methode zur Gestaltung der digitalen Transformation» (als ich dies schreibe, steht da noch ganz falsch «Digital Campaigning für KMU»).

In der Lernwerkstatt geht es um strategisch gesteuerte, interne Veränderungsprozesse, die einen gezielten kulturellen, mentalen und organisatorischen Wandel auslösen.

Wie schaffe ich es, meine Mitarbeitenden zu Komplizen zu machen, zu einem eingeschworenen Team von Mitstreitern, die sich proaktiv den Herausforderungen stellen und dabei mithelfen, Chancen zu packen und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sogar noch zu steigern? Welche Art von Leadership gepaart mit welcher Art von Kommunikation braucht es dazu?

Der eine oder andere mag sich vielleicht fragen, was Campaigning mit Kulturwandel und Leadership zu tun hat oder warum es in Zusammenhang mit der Digitalen Transformation relevant ist. Dazu muss man wissen, dass es zu jedem Megatrend einen Gegentrend gibt.

Letzten Dezember hatten wir bei uns in der Agentur einen «Disruption Day» durchgeführt. Dabei ging es darum, Szenarien für die digitale Transformation auszuarbeiten. Wir haben uns mit deren Bedeutung befasst und darüber spekuliert, was dadurch auf uns zukommen wird. Wir haben vor allem eine wichtige Erkenntnis gewonnen: Im gleichen Masse wie Algorithmen und Softwares oder Roboter uns Arbeit abnehmen werden, wird die Bedeutung des Zwischenmenschlichen zunehmen.

Anhand des Beispiels eines Piloten kann man das gut verstehen: Piloten lieben ihren Job. Sie würden auch fliegen, wenn sie dies nicht mehr für den Lebensunterhalt machen müssten. Wenn aber eines Tages Algorithmen Flugzeuge fliegen können – und das zu einem günstigeren Preis – warum sollte eine Airline noch einen menschlichen Piloten fliegen lassen? – Ganz einfach: Weil dieser Pilot ein Vertrauensverhältnis mit den zuständigen Entscheidern hat, die hoffentlich keine Maschinen sind. Vielleicht auch, weil dort ein Mensch sitzt, der einem Menschen einen Job verschaffen will. Letztendlich geht es um Vertrauen, Empathie und Menschlichkeit.

Wenn die Digitale Transformation aber zunehmend an Bedeutung gewinnt, müssen sich Unternehmen darauf einstellen, dass auch die Zwischenmenschlichkeit an Bedeutung gewinnt. Sie müssen sich die Frage stellen, wie man die Kultur in einem Unternehmen proaktiv in diese Richtung lenken kann.

Hier kommt das Campaigning in das Spiel. Campaigning ist die Kunst, Menschen zu einer Veränderung ihres Denkens und Verhaltens zu bewegen. Kultur definiert sich durch Spielregeln, an die man sich hält und durch gemeinsame Weltanschauungen und Werte. In dem Sinne ist Campaigning eine hervorragende Methode, um Kulturen in Unternehmen zu verändern.

Aber auch hier gilt es so vorzugehen, wie bei jeder klassischen Kampagne: Man muss zuerst ein klares Ziel definieren. Es muss definiert werden, wie die neue Kultur erkennbar sein soll und wie sie sich von dem, was heute ist, unterscheidet. Die Ist-Situation muss erfasst werden: Was ist die heutige Kultur? Worin äusserst sie sich? Welche Spielregeln gelten und welche Werte sind verankert? Woran erkennt man sie? Anschliessend muss die heutige Kultur in eine zukünftige, neue Kultur transformiert werden, die das Unternehmen besser in die Lage versetzt, als Team gemeinsam die Digitale Transformation zu bewältigen. Dazu braucht es den strategischen Planungsprozess, wie man das von anderen Kampagnen gewohnt ist.

Ein schöner Nebeneffekt dabei ist – und der ist nicht nur schön, sogar ganz essentiell in Zusammenhang mit der Digitalen Transformation –, dass man dies auf eine Art und Weise macht, dass alle mitziehen und damit zu Komplizen werden. Die Transformation ist eine gemeinsame Sache, denn man verändert die Unternehmenskultur gemeinsam. Es ist nicht so, dass von oben Anordnungen erteilt werden, an die sich alle halten müssen.

Denn beim Campaigning geht es immer darum, eingeschworene Kampagnenteams zu kreieren. Wichtig ist das deswegen, weil die Digitale Transformation mehrere Faktoren erfüllt, die man fast nur auf der Unternehmenskulturebene bewältigen kann. Das sind die folgenden Faktoren: Komplexität, Unsicherheit, und Ambivalenz.

Mit Ambivalenz ist gemeint, dass es in Zukunft nicht mehr so einfach sein wird, zwischen dem «Entweder» und dem «Oder» zu entscheiden. Müssen wir unser IT-Know-How ausbauen und Prozesse digitalisieren? Ja. Müssen wir besser lernen, Menschen zu verstehen und auf der zwischenmenschlichen Ebene Empathie zu haben? Ja. Es stellt sich also nicht die Frage zwischen Humanisierung und Digitalisierung, denn es braucht beides.

Wer sich mit der digitalen Transformation beschäftigt hat, wird feststellen, dass die zunehmende Ambivalenz in vielen Bereichen zutrifft. Gemäss Empfehlungen des früheren CEOs von «Intel», Andrew S. Grove, in seinem Buch «High Output Management» kennzeichnen diese drei Faktoren – wenn sie hoch sind – eine Situation, in der man nur noch auf der Kulturebene eingreifen und steuern kann. Andere Mittel sind nicht mehr möglich.

Damit sind wir wieder bei der Erkenntnis angelangt, dass die Digitale Transformation mehr bedeutet, als Auslagerung in die Cloud, Digitalisierung von Prozessen, Ausbau oder Einkauf von IT-Know-How. Es bedeutet genauso sehr, einen kulturellen Wandel hin zu Teams, die als Komplizen, als Eingeschworene Mitarbeiter, an gemeinsamen Zielen arbeiten. Dabei besitzen sie wesentlich mehr Autonomie als bisher. Für das Management bedeutet es, mehr die Leadership-Qualitäten zu stärken, weg vom althergebrachten Management-Verständnis von dem Einen an der Spitze, der weiss, wie es geht und Befehle erteilt. In Zukunft wird es sowohl dies brauchen als auch Entscheidungsprozesse, die im Team reifen und dort entwickelt werden, ein weiteres Beispiel für Ambivalenz.

Wer mehr darüber erfahren möchte, ist herzlich zu meiner Lernwerkstatt eingeladen.

Tipp: Für meine Blog-Leserinnen und -Leser gibt es vergünstigte Tickets. Die ersten 50 sparen CHF 230 mit dem Aktionscode: X17-DSKMU-CAMPAIGNING-PARTNER

Hier geht es zu den Tickets.

Vanessa Weber ist Referentin am Campaigning Summit Switzerland

Heute morgen haben wir bekannt gegeben, dass die erste Referentin für den Campaigning Summit Switzerland 2018 feststeht: Vanessa Weber, Unternehmerin seit sie mit 22 Jahre die Traditionsfirma ihrer Familie übernommen hat. Ich durfte sie schon einmal live erleben. Was ich sehr spannend im Zusammenhang mit Campaigning fan, waren ihre Ausführungen dazu, wie man Geschichten so erzählt, dass sie einem richtig loyale Kunden bringen; indem man diese zum Helden macht. Was man daraus lernen kann, ist auch für Nonprofit-Organisationen essentiell, denn diese sind ja in ganz besonderem Ausmass auf loyale Unterstützer angewiesen. Das war denn auch der Grund, weshalb ich Vanessa anfragte. Ich freue mich schon sehr auf ihr Referat. Mehr hier:

Source: Vanessa Weber ist Referentin am Campaigning Summit Switzerland

Mit Crowdfunding 100 Tonnen CO2 aus der Luft filtern

Yes, we can, Mr. Trump! Und zwar CO2 aus der Luft filtern. Wir brauchen keine USA, wir packen selbst an. Letzte Woche war ich dabei, als in Hinwil die weltweit erste kommerzielle Anlage zum Filtern von CO2 aus der Atmosphäre in Betrieb ging, erfunden und installiert von ClimeworksHier gibt es einen tollen Bericht dazu (nur auf Englisch). Es war sehr bewegen und gab einem das Gefühl, einem historischen Moment beizuwohnen, weil damit der Beweis erbracht wurde, dass man CO2 aus der Luft nicht nur aus der Luft filtern und unterirdisch, wo es mit Gestein reagiert, sicher lagern kann, sondern man kann es auch als Rohstoff nutzen und damit fossile Energie ersetzen. Und das ganze einen Tag bevor Trump nur Mist erzählte, als er ankündigte, die USA würden sich vom Pariser Klimaabkommen verabschieden.

Wie das mit Campaignern so ist, führen solche Reaktionen manchmal zu Gegenreaktionen, getreu dem Motto «putting words to action». Und so haben wir von business campaigning GmbH nun eine Crowdfunding-Kampagne lanciert, mit der wir einerseits das Beseitigen von 100 Tonnen CO2 aus der Luft finanzieren wollen und andererseits Aktivitäten, die es weltweit bekannt machen, dass die Menschheit nun eine Chance hat, mit Innovation und Technologie den Klimawandel zu bekämpfen.

Unser Ziel ist es, 50’000 Franken zusammenzubekommen. Ab 1 Franken ist man dabei. Wir freuen uns über jeden einzelnen, der mitmacht und damit nicht nur CO2 aus der Atmosphäre entfernt, sondern auch ein Startup unterstützt. Let’s make it mit wemakeit:

https://wemakeit.com/projects/let-s-remove-100-tons-co2 

Erster Kampagnen-Chatbot der Schweiz lanciert, für die Ja-Kampagne zur «Altersvorsorge 2020»

Mit der folgenden Medienmitteilung betreten wir – business campaigning GmbH – Neuland. Denn Chatbots gibt es bisher nur für den Dialog zwischen einem Anbieter und den Nutzern von dessen Online-Angebot. Mit dem heute präsentierten Chatbot für die «Altersvorsorge 2020» steht nun ein Chatbot zur Verfügung, der nicht nur dem Dialog zwischen dem Schweizerischen Pensionskassenverband ASIP und der Öffentlichkeit dient, sondern der gleichzeitig vom Kampagnenteam der Ja-Kampagne als Textdatenbank und Informationsquelle genutzt werden kann.

Diese Massnahme setzt die folgenden Strategischen Campaigning Grundsätze um: Nr. 3 (Konzentration der Kräfte), Nr. 7 (Wirkungsorientierung und Abstimmung von Zielen und Mitteln), Nr. 8 (Ausnützung von Synergien und Multiplikationseffekten), Nr. 10 (unité de doctrine), Nr. 11 (Effizienz und Einfachheit) und Nr. 14 (Goldene Brücken bauen)

 

Medienmitteilung vom 29. Mai 2017

business campaigning GmbH entwickelt Chatbot als Dreh- und Angelpunkt für die Ja-Kampagne zur «Altersvorsorge 2020»

Dietikon. Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP und business campaigning GmbH präsentieren den ersten Chatbot, der auch als Kampagnen-Werkzeug eingesetzt werden kann. Man kann ihm auf der Facebook-Seite von dringendereform.ch Fragen zur «Altersvorsorge 2020» stellen. Getreu dem Mitmach- und Empowerment-Campaigning-Ansatz der ersten Schweizer Campaigning-Agentur dient der Chatbot aber auch der Kommunikation mit den Kampagnenteams. Denn er liefert zu Argumenten der Gegner die entsprechenden Argumente der Befürworter. Unterstützer der Ja-Kampagne können den Chatbot deshalb für ihre Überzeugungsarbeit nutzen.

Weiss jemand zum Beispiel nicht, was man auf ein kritisches Argument antworten soll, kann man den Chatbot fragen. Er gibt dann eine fachlich korrekte Antwort, die man einfach kopieren kann. Weiss der Chatbot einmal nicht weiter, werden durch das Redaktionsteam laufend neue Antworten ins System gegeben. Der Chatbot wird dadurch zum Dreh- und Angelpunkt der Kampagne. Er wird permanent weiterentwickelt.

Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP hat business campaigning GmbH mit einer Faktencheck-Kampagne zur «Altersvorsorge 2020» beauftragt. Wie der Verband am 12. Mai in Bern bekannt gab, sagt er «mit Vorbehalten Ja zum beschlossenen Kompromiss und fokussiert sich im Abstimmungskampf auf einen Faktencheck». Dazu gehört die Weiterentwicklung der bereits bestehenden und ebenfalls durch business campaigning GmbH konzipierten und betreuten Website dringendereform.ch und der dazugehörigen Social Media Konten.

Als unabhängiger Fachverband ist der ASIP Ansprechpartner für alle Akteure im Umfeld der beruflichen Vorsorge. Er wird sich daher keinem Abstimmungskomitee anschliessen. Gleichwohl wird sich der ASIP im Abstimmungskampf engagieren: Mittels einer primär im digitalen Bereich geführten Aufklärungs- und Faktencheck-Kampagne wird er die Vor- und Nachteile (Chancen/ Risiken) der Vorlage sowie die Konsequenzen bei einem Ja und bei einem Nein aufzeigen.

Der ASIP setzt sich zum Ziel, das Verständnis bezüglich Vorsorgefragen zu verbessern und gleichzeitig Falschinformationen entgegenzuwirken. Wichtig für den ASIP ist eine ausgewogene und fachlich fundierte Meinungsbildung der Stimmbevölkerung. Zentrale Plattform bleibt die schon bestehende Website http://www.dringendereform.ch.
Weitere Informationen:
Auftraggeber: Schweizerischer Pensionskassenverband ASIP
Konzeptionen & Umsetzung: business campaigning GmbH

Kontakt:
Peter Metzinger (business campaigning GmbH)
Telefon +41 79 628 61 26
E-Mail peter@businesscampaigning.com
Website http://www.businesscampaigning.com
Twitter @campaigning

business campaigning GmbH ist die Nr. 1 für Campaigning in der Schweiz. Wir machen Kampagnen. Aber anders. Denn der Campaigning Ansatz basiert auf einer integrativen, cross-medialen und strategischen Denk- und Arbeitsweise und Campaigning ist die Kunst, alle Register ziehen zu können, um wirkungsvoll und effizient ein gegebenes Ziel zu erreichen und/oder Menschen zu bewegen.

 

Big Data, Cambridge Analytica und andere Social Media-Mythen

So lautete der Titel eines Referats, das ich am 11. April beim Verband smama halten durfte. Heute entdeckte ich eine gute Zusammenfassung durch die Netzwoche, enthalten in diesem Artikel:
Tenor: «Die Zukunft liegt in Relevanz und Authentizität»