Fürs Limmatfeld in den Gemeinderat?

Am 4. März 2018 wählt Dietikon einen neuen Gemeinderat. Damit das Limmatfeld dort vertreten ist, habe ich entschieden, zu kandidieren.

Zudem engagiere ich mich für eine Stärkung des Standorts Dietikon im allgemeinen und schon lange für nachhaltige Arbeitsplätze durch Innovation und gute Rahmenbedingungen, sowie eine nachhaltige und gleichzeitig wirtschaftsfreundliche Energie- und Verkehrspolitik.

Gute Rahmenbedingungen für Startups, hochwertiges Bauen und die Chancen der Digitalisierung runden meine Themen ab.

Melden Sie sich für meinen Newsletter an, like Sie meine Facebook-Seite und  wählen Sie am 4. März 2018 die Liste 4.

«Komplizen, Gangster und die Führung – am Campaigning Summit Switzerland»

So lautet der Titel vom jüngsten Blogpost beim Campaigning Summit Switzerland. Ich freue mich sehr, dass wir mit Nadja Schnetzler eine profilierte Unternehmerin als vierte Referentin gewinnen konnten, die Erfdahrungswissen mitbringt, über das nur wenig verfügen.

Aus dem Blog des Campaigning Summit Switzerland:

Was haben Campaigning und Gangster gemeinsam? – Erfolg durch Komplizenschaft. Wie man mit Komplizen in Führung kommt, zeigt die vierte Referentin am Campaigning Summit Switzerland: die Schweizer Kollaborations-Spezialistin Nadja Schnetzler.

Gemeinsam mit dem Project R-Team hat die Unternehmerin einen Weltrekord im Crowdfunding aufgestellt. Am 16. März 2018 lässt sie die Teilnehmenden des Campaigning Summit Switzerland an ihrem Erfolg und Know-how teilhaben. In ihrem Referat «Leadership – zum Erfolg mit Komplizen» zeigt sie, wie man mit Kollaboration und der richtigen Community sein Ziel erreichen kann.

Als Gründerin und Initiantin mehrerer Unternehmen und Projekte zeigt Nadja Schnetzler, dass sie schon viele Menschen und Ziele erreicht hat. Unternehmen wie «Word and Deed», BrainStore oder Project R hat sie massgebend mit gestaltet. Ausserdem ist sie TEDx Referentin und Buchautorin von «Die Ideenmaschine: Methode statt Geistesblitz – Wie Ideen industriell produziert werden».

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Jubiläumsinterview: Zuerst zuhören und die Kunden reden lassen.

https://www.ifj.ch/Jubilaeumsinterview-Zuerst-zuhoeren-und-die-Kunden-reden-lassen

Dietikon wird Standort der ersten kommerziellen Power-to-Gas-Anlage und zeigt der Welt, wie man die Energiesektoren koppeln kann (und muss)

Letzte Woche erlebte ich eine Präsentation, die es in sich hatte. Dietikon wird zum Meilenstein einer neuen Energiepolitik. Doch eins nach dem anderen…

Als meine Frau und ich vor zwei Jahren nach Dietikon kamen,  geschah dies in einer sehr zuversichtlichen Aufbruchstimmung. Wir hatten im Limmat Tower eine Wohnung gekauft, dem brandneuen Markenzeichen des neuen Stadtteils Limmatfeld. Und im Limmattal, einer der prognostizierten Wachstumsregionen im Raum Zürich sahen wir viel Potential für die Zukunft, liegt doch Schlieren um die Ecke, wo in den letzten Jahren eine lebendige Startup-Szene entstanden ist. Dietikon wäre die nächste logische Destination für Innovation.

Dann lernte ich den Standortförderer Michael Seiler kennen, der sich zum Ziel gesetzt hatte, in Dietikon Green Innovation zu unterstützen und vermarkten. Weil das auch meiner Vision entspricht, luden wir schliesslich gemeinsam gleichgesinnte Unternehmer aus Dietikon zu einer Gruppe ein, um gemeinsam etwas in Richtung Green Innovation zu machen.

Bei einem ersten Lunch-Meeting diskutierten wir die Idee, beim zweiten vor einer Woche gab es eine Präsentation über ein Projekt, dass Dietikon zum Hotspot auf der Landkarte der nachhaltigen Innovationen machen wird. Dabei ging es um ein Thema, das mich schon seit 3 Jahren beruflich begleitet:  Power-to-Gas und klimafreundlicher Sprit für die Zukunft.

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4748 Arbeitsplätze geschaffen – die meisten davon nachhaltig

Als Beat Schillig vom Institut für Jungunternehmen in St. Gallen mich vor über 10 Jahren fragte, ob ich bei seiner neuesten Idee dabei wäre, war das keine Frage für mich, sondern eine Ehre. Bei Beat hatte ich 1998 und 1999 das Knowhow erworben, wie man Unternehmen gründet und führt und im Rahmen des IFJ-Kurses meinen Businessplan geschrieben, der mir den Schritt in die Selbständigkeit so richtig erst ermöglichte.

Die private Initiative Venture Kick war nun seine neueste Idee. Sie sollte Unternehmensgründungen im Universitäten Umfeld fördern, sprich: aus Forschern Unternehmer machen. Mein Beitrag: im Rahmen ehrenamtlicher (unentgeltlicher) Jurysitzungen die Präsentationen von Forscherteams beurteilen, die sich um das Preisgeld bewerben. In der ersten Runde gibt es 10’000 Franken, in der zweiten 20’000 und in der dritten Runde 100’000 Franken. Vor allem aber gibt es jedes Mal hartes und kritisches Feedback gepaart mit wohlwollenden Tipps und zwischendurch auch Training und Coaching. Das Ergebnis wurde gestern im Rahmen der 10-Jahres-Feier im benachbarten Schlieren präsentiert, wo er auch den Startup Space gegründet hat, wo die Jury-Sitzungen stattfinden:

  • 522 Projekte wurden finanziert
  • 21’000’000 CHF Start Kapital wurden durch Venture Kick gesprochen
  • 4748 Arbeitsplätze wurden geschaffen
  • 1’808’000’000 CHF Kapital wurden durch die Startups insgesamt beschafft
  • 89% der Startups existieren auch nach 5 Jahren noch, ein aussergewöhnlich hoher Wert

Darunter sind Firmen, die weltweit für Furore gesorgt haben, wie Climeworks. Im Vorfeld der Feier wurden die folgenden 12 Venture Kick Startups online gewählt, als die Startups, die das grösste Potential haben, die Zukunft zu formen:

  • 2007/2008: Insphero – Market leader in 3D cell culture and
    Bioversys – Combating Antimicrobial Resistance
  • 2009: Qualysense – Sorting robot for grains, seeds and beans and
    Scandit – Leading barcode scanner solution (Co-Gründerin Olga Peters ist auf dem Foto neben mir; und neben ihr ist Mehdi Jacques Aminian, in dessen Händen ich 2007 zum ersten Mal ein iPhone sah)
  • 2010: Bcomp – High-performance natural fibre composites
  • 2011: L.E.S.S. – Ultra-bright light source using nano-active fibers
  • 2012: PB&B – Long lasting and biodegradable filler for aesthetics market
  • 2013: ScanTrust – Trust, Transparency & Traceability for your Supply Chain
  • 2014: Flyability – Highly resilient micro-drone able to explore inaccessible place
  • 2015: PharmaBiome – Microbiota therapy to treatment intestinal diseases
  • 2016: MaxWell Biosystems – High-resolution cell imaging platform
  • 2017: Dicronis – Early lymphedema diagnostic using microneedles

Vielleicht fragt sich der eine oder andere, wieso ich das ehrenamtlich mache. Ganz einfach: die vielen neuen Ideen sind immer wieder inspirierend, es macht einfach Spass und manchmal ergeben sich dann doch auch Partnerschaften, wie z.B. mit SThAR oder (indirekt, denn ich war nicht in der Jury) UrbanAlps.

Campaigning soll auch Spass machen

So lautet zumindest eine Interpretation des 14 Strategischen Campaigning Grundsatzes Nr. 8 («Ausnützung von Synergien und Multiplikationseffekten»). Deshalb haben wir Comedian-Newcomerin Sam-Elise Etienne mit «Peanuts» auf dem 6. Campaigning Summit Switzerland: http://www.de.campaigning.swiss/sam-elise-etienne
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20 Years Business with Campaigning

(For the English version scroll down, please.)

Heute vor genau 20 Jahren war es so weit. Am ersten Tag in meinem «Leben nach Greenpeace» kratzte ich alles Geld zusammen, das ich hatte und kaufte mir einen Mac, einen Bildschirm und einen Drucker.

Ich hatte schon zuvor die Idee gehabt, dass sämtliche Kampagnen und Veränderungsprozesse den gleichen Mustern und Gesetzmässigkeiten folgen. (Im Endeffekt sind Kampagnen nichts anderes als Veränderungsprozesse, denn sie zielen auf Änderungen im Wissen, Verhalten oder Denken von Zielgruppen ab.)

Wenn dem so wäre, dachte ich, muss es doch möglich sein, ein Modell dafür zu entwickeln, bestehend aus Begriffsdefinitionen, allgemein gültigen strategischen Grundsätzen, Checklisten und Prozessen, die definieren, wie diese Checklisten abgearbeitet werden. Mit diesem Modell sollte man Kampagnen planen, umsetzen und auswerten, sowie Campaigner ausbilden können, so meine Überlegung. Es sollte wie ein Computer-Programm funktionieren: man gibt Informationen hinein und heraus kommt ein Kampagnenplan.

Zum Teil wurde ich auch noch inspiriert von dem, was ich in damals 5 Jahren Ninjutsu-Training gelernt hatte. Auch dort gibt es Checklisten für alles mögliche und klar definierte Reihenfolgen zum Abarbeiten dieser Checklisten.

Neben dem Computer hatte ich auch noch Bücher über militärische und betriebswirtschaftliche Strategielehre gekauft, denn mein grösstes Problem war nicht ein Mangel an Ideen oder Knowhow, sondern ein Mangel an Begriffen, um das, was ich in damals 15 Jahren Campaigning gelernt hatte, in Worte zu fassen.

So wurde das business campaigning® Modell, das ich nun in meiner 2.5-Zimmer-Wohnung im Zürcher Kreis 6 zwischen dem 19. November 1997 und Anfang Februar 1998 entwickelte, auch von den verschiedenen Gebieten der Strategielehre massgeblich beeinflusst.

Das erste Seminar fand dann am 12. Februar 1998 statt. Das Feedback der Teilnehmer zeigte mir vor allem eins: für einen Tag Unterricht hatte ich viel zu viel ins Programm gepackt. Aber auch, dass das Modell im Prinzip dem entsprach, was die Teilnehmer brauchten und erwarteten. Mit den Checklisten konnten sie arbeiteten, wie sich auch im Laufe der nächsten 20 Jahre zeigen sollte.

Mit dem business campaigning® Modell wurde das Open Forum Konzept am WEF in Davos entwickelt, im Rahmen einer Diplomarbeit das Businessmodell für den Kulturmarkt in Zürich, das Marketing- und Kommunikationskonzept für den Film «Mein Name ist Eugen», die Jubiläums- und Imagekampagne der Urner Kantonalbank, bei Dow Chemicals ein Change Projekt, Abstimmungs- und Wahlkampagnen, verschiedene Startups haben damit ihre Strategie und/oder ihr Marketingkonzept entwickelt und vieles mehr. In 20 Jahren kann man eine Menge machen.

Was bringen die nächsten 20 Jahre?

Aus der Einzelfirma wurde eine business campaigning GmbH genannte Unternehmensberatung, eine Kommunikationsagentur und eine Grafik Design Agentur mit Angestellten, die vor allem konzipieren, Content erarbeiten und koordinieren. Unsere Spezialität ist echte Zielgruppenorientierung. Dazu haben wir ein Netzwerk von Spezialisten für die verschiedenen Dienstleistungen, die es für umfassendes Campaigning braucht. Unsere Einsatzgebiete reichen von der internen Kommunikation über Change Management und Kulturwandel, Branding, Marketing, Kommunikation und Social Media bis hin zur politischen Kommunikation und Public Affairs.

Vor kurzem war ich eingeladen, eine Rede zum Thema bei einem Fortune 500 Unternehmen in Beverly Hills zu halten. Gerade in den USA wird Campaigning mit Wahlkampf verwechselt, was mich zum Nachdenken über einen anderen Begriff anregte.

Während einer langen Fahrt durch die Sandhügel von Nebraska entstand dann im Gespräch mit einem guten Freund vor drei Wochen die Idee, dem ganzen einen neuen Namen zu geben: The Science of Change. Denn einerseits geht es beim Campaigning immer darum, Veränderungen zu bewirken (im Wissen, Verhalten oder denken von Zielgruppen) und andererseits hat das business campaigning® Modell eine wissenschaftliche Basis alleine schon, weil es erheblich vom Denken beeinflusst ist, das ich während meines Physikstudiums lernte.

Das erste Referat mit dem Titel «The Science of Change» werde ich am Vormittag des 20. Januar in Kenia halten, auf Einladung einer Konferenz afrikanischer Change Makers, die sich der Frage widmet, wie die Sustainable Development Goals in Afrika implementiert werden können.

Mal schauen, was die nächsten 20 Jahre bringen.

It’s A Long Way To The Top (If You Wanna Rock’n’Roll)
R.I.P. Malcom Young

ENGLISH

Exactly 20 years ago today, the time had come. On the first day of my «life after Greenpeace», I scraped all the money I had and bought a Mac, a monitor and a printer.

I had previously had the idea that all campaigns and change processes follow the same patterns and laws. (In the end, campaigns are nothing more than change processes because they target changes in the knowledge, behavior, or thinking of audiences.)

If so, I thought, it must be possible to develop a model for it, consisting of definitions, generally applicable strategic guidelines or principles, checklists, and processes that define how these checklists are handled. With this model one should plan campaigns, implement and evaluate, as well as train Campaigners, so my thoughts. It should work like a computer software: put in information and out comes a campaign plan.

In part, I was also inspired by what I had learned in five years of Ninjutsu training. There too are checklists for all possible situations and clearly defined sequences for working through these checklists.

In addition to the computer, I had also bought books on military and business strategy, because my biggest problem was not a lack of ideas or knowhow, but a lack of concepts to verbalize what I had learned in 15 years of campaigning.

So, the business campaigning® model that I developed between 19th November 1997 and the beginning of February 1998 in my 2.5-room apartment in Zurich’s neighborhood No. 6 was also significantly influenced by the various areas of strategy teaching.

The first seminar took place on 12th February 1998. Feedback of the participants showed me one thing: I had packed too much information into a program for one day of lessons. But also that the model was basically what the participants needed and expected. They were able to work with the checklists, as should be seen over the next 20 years.

With the business campaigning® model, the Open Forum concept was developed at the WEF in Davos, within the framework of a diploma thesis the business model for the Kulturmarkt in Zurich, the marketing and communication concept for the film „My name is Eugen“, the jubilee and image campaign of the Urner Kantonalbank, a change project at Dow Chemicals, voting and election campaigns, various startups have developed their strategy and / or marketing concept and much more. In 20 years you can do a lot.

What will the next 20 years bring?

The one man show became a business consulting company called business campaigning Ltd., a communications agency and a graphic design agency with employees who primarily write and design content, develop and coordinate campaigns. Our specialty is real target group orientation. We have a network of specialists for the various services needed for comprehensive campaigning. Our missions range from internal communication via change management and cultural change, branding, marketing, communication and social media to political communication and public affairs.

Recently, I was invited to give a speech at a Fortune 500 company in Beverly Hills. Especially in the US, campaigning is confused with election campaigning, which inspired me to think about another term.

During a long drive three weeks ago through the sand hills of Nebraska then, with a good friend the idea came up  to give the whole thing a new name: The Science of Change. On one hand, campaigning is always about making changes (in the knowledge, behavior, or thinking of target groups), and on the other hand, the business campaigning® model has a scientific basis because it’s heavily influenced by the thinking that I learned while studying physics.

I will be holding the first speech titled „The Science of Change“ in Kenya on the morning of 20th January 2018, at the invitation of a conference of African change makers on how to implement the Sustainable Development Goals in Africa.

Let’s see what the next 20 years bring.

It’s A Long Way To The Top (If You Wanna Rock’n’Roll)
R.I.P. Malcom Young