Den Kunden zum Helden machen – so gewinnt man richtig loyale Kunden

Vanessa Weber ist Geschäftsführerin der Firma Werkzeug Weber GmbH & Co KG in Aschaffenburg und Unternehmerin aus Leidenschaft. Wie nutzt man Storytelling richtig, dass es eine starke Loyalität bewirkt? Dies wird sie uns am 16. März am Campaigning Summit Switzerland verraten. Thomas vom Campaigning Summit Switzerland-Team hat ihr vorher einige Fragen zu Campaigning und Storytelling gestellt.

Thomas: «Campaigning ist die Kunst, Menschen zu bewegen und alle Register ziehen zu können, um möglichst effektiv und effizient ein Ziel zu erreichen.» Wie wichtig ist in ihrer Firma und für Sie als Unternehmerin das «Menschen bewegen»?

Vanessa Weber: Das ist natürlich sehr wichtig. In der heutigen Zeit will man keine Kunden mehr, sondern Fans. Und diese kann man nur anzünden indem man sie von gewissen Themen begeistert. Dies erreicht man einzig, wenn man als Unternehmer für die Werte, die man vermittelt, einsteht und diese auch nach aussen trägt. Ein Beispiel: Wenn wir im Bereich Nachhaltigkeit eine Kampagne planen (wie zum Beispiel die Initiative ‚Plant-for-the-Planet‘; Anm. d. Red.), stelle ich mich selbst mit den Kindern hin, gründe eine Akademie mit ihnen, oder pflanze Bäume und kommuniziere gegen aussen: «Dafür setze ich mich ein». Das sind Dinge, die können die Leute anfassen und nachgucken. Das hat auch etwas mit Echtheit zu tun. In grossen Unternehmen wird dies oft nicht so gut gemacht. Da werden Werte und Philosophien an die Wand geschrieben, welche dann aber nicht von oben bis unten gelebt werden.
Wenn die Leute merken, dass solche Kampagnen ehrlich gemeint sind und das Engagement von Herzen kommt, dann werden die Kunden zu Fans, vorausgesetzt natürlich man hat einen guten Service und gute Preise (lacht).

Gemeinsam mit ihrem Team haben Sie es in den letzten 10 Jahren geschafft den unternehmerischen Erfolg Ihrer Firma grundlegend neu zu gestalten. Wie wichtig war dabei «Storytelling»?

Es ist der zweite von drei elementar wichtigen Punkten:
Der Unternehmer spricht selbst und ist so am glaubwürdigsten
Der Unternehmer erzählt Geschichten – und somit das «Storytelling»
Diese beiden Punkte habe ich unterbewusst schon immer so gemacht und halfen mir beispielsweise dabei den Umsatz meiner Firma in den letzten zehn Jahren zu verfünffachen.

Die Geschichten müssen natürlich spannend erzählt werden. Für Hyundai haben wir beispielsweise die erste Gläserne Werkstatt gebaut und schon nur der Satz «Anders als der Berliner Flughafen ist unser Projekt sehr pünktlich fertig geworden» weckt bei jedem eine Assoziation und ein Bild vor Augen. Der Vorteil beim Storytelling ist, dass es zum Weitererzählen einlädt, weil man sich Geschichten einfach merken kann. Unsere ganze Menschheitsgeschichte wurde ja früher mündlich überliefert, bevor die Schrift vor 5000 Jahren erfunden wurde. Daher ist es sehr gehirnkonform, wenn wir mit Geschichten arbeiten. Deshalb ist es auch der beste Weg, um zu kommunizieren.

Wie merken Sie, dass ihr Storytelling funktioniert?

Wenn ich Bewerber frage, wie sie auf uns aufmerksam geworden sind, werden oft die sozialen Projekte oder meine Blogbeiträge erwähnt und dass die Bewerber gut finden, wie ich denke. Sie sagen dann «Ich will in ihrem Unternehmen arbeiten, weil ich sie als Mensch interessant finde» oder «Ich finde ihre Ansätze gut, wie sie mit den Mitarbeitern umgehen».

Man merkt, dass die Bemühungen wahrgenommen und gelesen wird. Daher betone ich auch immer: «Tue Gutes und rede darüber». Kommuniziert auch nach aussen, was ihr so macht. Es ist wichtig darüber zu sprechen, wie die Führungskraft an sich als Führungskraft ist.

Welches der dritte, elementar wichtige Punkt für den Unternehmenserfolg ist erfahren wir in Vanessa Weber’s Referat «Storytelling mit Loyalitätseffekt» auf dem Campaigning Summit Switzerland am 16. März 2018.
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