Bildung – das beste Bollwerk gegen Alternative Fakten

Der Preis der Freiheit heisst Verantwortung. Verantwortung für das übernehmen, was man unternimmt. Dabei die richtige Entscheidung zu treffen hängt erheblich von der Qualität der Informationen ab, die man zur Verfügung hat. Qualitativ schlechte Informationen bedeuten meist auch schlechte Entscheidungen, nicht selten Entscheidungen, die gegen die eigenen Interessen gehen. Wie zum Beispiel das Nein zur Senkung des Mindest-Umwandlungssatzes vor 8 Jahren. Viele dachten damals, das sei ein Rentenklau, weil sie schlecht oder falsch informiert waren. Sie verstanden nicht, dass der wahre Rentenklau genau andersrum verläuft, über eine unnötig niedrige Verzinsung zur Finanzierung der gestiegenen Lebenserwartung, notwendig gemacht durch einen zu hohen Mindest-Umwandlungssatz.

Die Fähigkeit, gute von schlechten – unzureichenden oder falschen – Informationen zu unterscheiden, das Wissen darüber, wie man Informationen bewertet, ist deshalb eine Grundvoraussetzung einer freiheitlichen bzw. liberalen Gesellschaft.

Diese Fähigkeit ist heute mehr denn gefordert. Wenn sogar Regierungen Fehlinformationen als «Alternative Fakten» präsentieren und schamlos Fake News verbreiten, dann müssen wir uns als Wählerinnen und Wähler entsprechend rüsten. Dabei ist dies nur die Spitze des Eisberges. Im Internet, wo heute jeder zum Medienproduzenten wird, kursieren die verrücktesten Geschichten und Videos, die alle den Eindruck machen, echt zu sein, dabei aber frei erfunden bzw. gefälscht sind, wie zum Beispiel Videos von Personen, die über rasende Rennfahrzeuge springen – purer Unsinn.

Leider bringt unsere Gesellschaft denkbar schlechte Voraussetzungen mit, diese neuen Herausforderungen zu bewältigen. Wir sind es gewohnt, Informationen im Nachrichtenformat zu vertrauen. Und genau so kommen diese Videos und Alternativen Fakten daher, sie machen den Eindruck von Nachrichten. Nur dass die leider niemand auf Echtheit geprüft hat.

Wir müssen also eine für viele Menschen ungewohnte (und für alle Menschen unbequeme) Denkweise erlernen, die Denkweise des kritischen Hinterfragens, wie sie in den Naturwissenschaften praktiziert wird.

Dabei müssen wir bei den Kindern im Schulalter beginnen. Je früher sie geschult werden, alles kritisch zu hinterfragen, desto besser sind sie nachher gewappnet. Das ist meiner Meinung nach die wichtigste Aufgabe, die Bildung heute hat. Alles andere ist Beilage.

Eine gute Bildung ist ein Erfolgsfaktor für eine liberale Wirtschaft und die Basis unserer Innovationskraft. Am Ende schafft sie auch noch Arbeitsplätze.

 

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