4748 Arbeitsplätze geschaffen – die meisten davon nachhaltig

Als Beat Schillig vom Institut für Jungunternehmen in St. Gallen mich vor über 10 Jahren fragte, ob ich bei seiner neuesten Idee dabei wäre, war das keine Frage für mich, sondern eine Ehre. Bei Beat hatte ich 1998 und 1999 das Knowhow erworben, wie man Unternehmen gründet und führt und im Rahmen des IFJ-Kurses meinen Businessplan geschrieben, der mir den Schritt in die Selbständigkeit so richtig erst ermöglichte.

Die private Initiative Venture Kick war nun seine neueste Idee. Sie sollte Unternehmensgründungen im Universitäten Umfeld fördern, sprich: aus Forschern Unternehmer machen. Mein Beitrag: im Rahmen ehrenamtlicher (unentgeltlicher) Jurysitzungen die Präsentationen von Forscherteams beurteilen, die sich um das Preisgeld bewerben. In der ersten Runde gibt es 10’000 Franken, in der zweiten 20’000 und in der dritten Runde 100’000 Franken. Vor allem aber gibt es jedes Mal hartes und kritisches Feedback gepaart mit wohlwollenden Tipps und zwischendurch auch Training und Coaching. Das Ergebnis wurde gestern im Rahmen der 10-Jahres-Feier im benachbarten Schlieren präsentiert, wo er auch den Startup Space gegründet hat, wo die Jury-Sitzungen stattfinden:

  • 522 Projekte wurden finanziert
  • 21’000’000 CHF Start Kapital wurden durch Venture Kick gesprochen
  • 4748 Arbeitsplätze wurden geschaffen
  • 1’808’000’000 CHF Kapital wurden durch die Startups insgesamt beschafft
  • 89% der Startups existieren auch nach 5 Jahren noch, ein aussergewöhnlich hoher Wert

Darunter sind Firmen, die weltweit für Furore gesorgt haben, wie Climeworks. Im Vorfeld der Feier wurden die folgenden 12 Venture Kick Startups online gewählt, als die Startups, die das grösste Potential haben, die Zukunft zu formen:

  • 2007/2008: Insphero – Market leader in 3D cell culture and
    Bioversys – Combating Antimicrobial Resistance
  • 2009: Qualysense – Sorting robot for grains, seeds and beans and
    Scandit – Leading barcode scanner solution (Co-Gründerin Olga Peters ist auf dem Foto neben mir; und neben ihr ist Mehdi Jacques Aminian, in dessen Händen ich 2007 zum ersten Mal ein iPhone sah)
  • 2010: Bcomp – High-performance natural fibre composites
  • 2011: L.E.S.S. – Ultra-bright light source using nano-active fibers
  • 2012: PB&B – Long lasting and biodegradable filler for aesthetics market
  • 2013: ScanTrust – Trust, Transparency & Traceability for your Supply Chain
  • 2014: Flyability – Highly resilient micro-drone able to explore inaccessible place
  • 2015: PharmaBiome – Microbiota therapy to treatment intestinal diseases
  • 2016: MaxWell Biosystems – High-resolution cell imaging platform
  • 2017: Dicronis – Early lymphedema diagnostic using microneedles

Vielleicht fragt sich der eine oder andere, wieso ich das ehrenamtlich mache. Ganz einfach: die vielen neuen Ideen sind immer wieder inspirierend, es macht einfach Spass und manchmal ergeben sich dann doch auch Partnerschaften, wie z.B. mit SThAR oder (indirekt, denn ich war nicht in der Jury) UrbanAlps.

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