«Provokation! – Anleitungen zum Überschreiten von Grenzen» als Thema am Campaigning Summit Switzerland

Wir greifen die aktuelle Diskussion über die Symbolik der Durchsetzungsinitiative und das Hakenkreuz am Zürcher Hauptbahnhof auf und ergänzen das Campaigning Summit Switzerland Vorabend-Programm am 10. März um einen Workshop mit dem Titel «Provokation – Anleitungen zum Überschreiten von Grenzen. Das Ziel ist der Schuss nach hinten». Moderiert wird der Workshop von mir persönlich.

Rockbands wie AC/DC setzen schon lange darauf, Benetton tat dies in den neunziger Jahren und zeigte auf Plakaten sterbende Aids-Patienten mit Familie, die SVP preschte in der Schweizer Politik damit voran und die Gegner der Durchsetzungsinitiative setzen aktuell darauf: Provokation!

Dabei geht es immer darum, maximale Aufmerksamkeit zu bekommen und die eigenen Anhänger emotional zu bewegen und zusammenzuschweissen, notfalls unter Inkaufnahme verletzter Gefühle bei einem Teil der restlichen Öffentlichkeit. Gratwanderungen beinhalten jedoch die Gefahr des Absturzes, nämlich dann, wenn die eigenen Anhänger vor den Kopf gestossen werden.

Deshalb kritisiere ich auch das Hakenkreuz-Plakat, befürworte allerdings die Plakate mit den Springerstiefeln und der Abrissbirne. «Das Hakenkreuz führt im schlimmsten Fall dazu, dass sich Leute aus dem eigenen Lager enthalten oder Unentschlossene aus Protest „Ja“ stimmen» , so meine Stellungnahme gegenüber 20 Minuten.

Im Workshop sollen die Grenzen kommunikativer Ethik erforscht und Empfehlungen ausgearbeitet werden, wie man dank übertriebener Provokation ein Maximum an Aufmerksamkeit erreicht, bis hin zum Absturz der eigenen Botschaft. Dabei wird auch der Strategische Campaigning Grundsatz Nr. 1 beleuchtet: polarisieren, profilieren, positionieren.

Nur wer die Grenzen einmal überschritten hat, kennt sie von beiden Seiten und kann dann sehr bewusst entscheiden, wie weit er oder sie gehen will. Ich werde den Workshop mit einem Impulsreferat eröffnen, anschliessend arbeiten die Teilnehmenden Empfehlungen aus, wie man ganz sicher Grenzen überschreitet, um ein Maximum an Provokation zu erreichen. Das Ziel ist ein Schuss nach hinten.

Der Vorabend-Workshop am 10. März wird von business campaigning GmbH gesponsert und ist für Teilnehmende des am 11. März stattfindenden Campaigning Summit Switzerland gratis. Letzte Tickets gibt es unter www.CampaigningSummitSwitzerland.com

Kommentar verfassen