Farner PR macht jetzt auch Campaigning

Gestern Abend, nachdem ich einen Strategie-Workshop für easyvote geleitet hatte, mit dem Ziel, jungeStimmberechtigte zur Wahlbeteiligung zu motivieren, war ich an einem Campaigning-Anlass der PR-Agentur Farner.Viel zu berichten gibt es nicht, denn Farner verwechselt Campaigning mit der Spezial-Disziplin Digital Campaigning. Schade, denn Campaigning hat so viel mehr zu bieten, und ich hatte schon gehofft, einen neuen Verbündeten zu finden, der mithelfen würde, den Ansatz breiter bekannt zu machen. Nun besteht im Gegenteil die Gefahr der Verwässerung, wie es einst dem Konzept der Integrierten Kommunikation ging.

Bezeichnend war dementsprechend, dass der CEO Dinge als völlig neu bezeichnete, die wir schon seit vielen Jahren wissen und einsetzen, allen voran digitale Mitmachstrategien und -tools. So drehte sich die Diskussion denn auch sehr schnell um den Einsatz von Social Media. Die Kritik an Social Media zeigte dabei von einem grossen Unverständnis darüber, wofür man sie wirklich und gut einsetzen kann.

Dabei war das Podium eigentlich ganz gut besetzt (Christian Engeli, Kampagnenleiter Greenpeace Schweiz, @ChristianEngeli, Dr. Daniel Heller, Politberater, a. Grossrat / Fraktionspräsident FDP AG, Farner Consulting AG, @daniheller2, Christa Markwalder, Nationalrätin FDP, @ChristaMarkwald, Patrik Müller, Chefredaktor «Schweiz am Sonntag», @patrik_mueller, Aline Trede, Nationalrätin GPS, @alinetrede). Das lag wohl daran, dass einerseits die, die wirklich etwas zu erzählen gehabt hätten, kaum zu Wort kamen. Und andererseits durfte das Publikum gerade mal zwei Fragen stellen. Dabei hiess es vorher noch, Campaigning sei Dialog…

Wer sich wirklich fürs Campaigning interessiert, in seiner ganzen Vielfalt, sollte zum Campaigning Summit Switzerland kommen. Der nächste findet am 11. März 2016 statt.

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