AC/DC „Play Ball“ oder von Kritikern und anderen „einfachen Geistern“

Rosie und Angus YoungKürzlich habe ich zwei Artikel gelesen. Der eine betrifft das Musik-Video von AC/DC „Play Ball“ und der andere kommentiert mein Buch „Das AC/DC Prinzip – Rock’n Roll oder 14 Strategische Campaigning Grundsätze“.

Beide Beiträge haben eines gemeinsam, nämlich AC/DC. Zwei unterschiedliche Perspektiven, welche illustrieren, dass man sich wirklich mit etwas auseinandersetzen kann oder alternativ einfach nur etwas dahinschreibt.

AC/DC is All About Balls, Bikinis, Bloopers in New Video for ‚Play Ball”

Das Magazin Billboard publizierte am 11. November 2014 einen Beitrag über das Musik-Video “Play Ball”. Das Video nimmt das Songthema auf und illustriert es mit einer für AC/DC typischen, humorvollen Art. Der Autor Colin Stutz schreibt dazu Sachen, wie

“But really if parody is what they’re going for, it may be a bit heavy on the misogyny to have fully achieved its intent.”

Es scheint mir, dass der Autor das Phänomen AC/DC nicht ganz verstanden hat, da er mit seinem Beitrag eigentlich die Band dafür kritisiert so zu sein, wie sie sind und immer schon waren, nämlich einzigartig, authentisch und seit Jahrzehnten ihrer Linie treu. Das hat nichts mit Sexismus zu tun. Ganz zu schweigen davon, dass andere Musikvideos heutzutage noch viel weiter gehen als dieses sehr harmlose Video von AC/DC.

Radio Rock 92.6 The Blitz – Tom Slick’s Book Reviews

Am selben Tag (11. November 2014) schrieb Tom Slick einen Beitrag über mein Buch «Das AC/DC Prinzip – Rock’n’Roll und die 14 Strategischen Campaigning Grundsätze».

“Now this is a first! A real first! Never in a million years would I have dreamed that you could use the band AC/DC as a model to create a successful business. But you know what – it truly makes sense!”

Auch Tom ist ein grosser Fan von AC/DC und im Gegensatz zu Billboard hat er die Essenz der Gruppe verstanden und bringt es auf den Punkt. AC/DC charakterisiert sich dadurch, dass

    • sie nie irgendwelchen Trends folgten;
    • sie ebenfalls nicht irgendwelchen Modeerscheinungen unterlagen;
    • sie sich über alle die Jahre selber treu geblieben sind;
    • sie sich nicht um die Kritiker kümmerten, welche hassten wofür sie stehen.

Ich beschreibe in meinem Buch, wie AC/DC intuitiv den 14 Strategischen Campaigning Grundsätzen gefolgt sind, indem sie folgenden Polen gefolgt sind (Strategischer Campaigning Grundsatz Nr. 1):

    1. AC vs DC (Wechselstrom vs Gleichstrom)
        1. Laut vs leise
        2. Elektrisch vs unplugged
        3. Die mit der Schulunifomr vs alle anderen
        4. Live-Band vs Studioband
        5. Authentizität vs Marketing-Produkt
        6. Singles-Band vs Album-Band
        7. Engagement und Hingabe vs kurzfristige Gewinne
        8. Spass vs Langeweile
        9. Wild vs Mild
        10. Rebellion vs Establishment
        11. Hart vs weich
        12. Rock’n’Roll vs Heavy Metal
        13. Klare Linie vs Anpassung an Trends

Was ich daraus gelernt habe

Kritik ist notwendig und sinnvoll, aber nur dann, wenn der Autor sich mit dem Inhalt wirklich auseinandersetzt.

Es liegt somit auf der Hand dass das Video zu „Play Ball“ einmal mehr ganz auf der Linie der Band liegt. Es grenzt fast an „Ignoranz“ AC/DC dafür zu kritisieren, dass sie neben ganz vielen anderen „Balls“ auch weibliche Football-Player in Bikinis zeigen, denn damit bleiben sie ja nur ihrer Linie treu.

Wie viele Unternehmen kennen Sie, die 40 Jahre lang ihrer Linie treu geblieben und ihrer so definierten Strategie konsequent gefolgt sind? (Strategischer Campaigning Grundsatz Nr. 6)

Wie viele Unternehmen kennen Sie, die 40 Jahre lang ihre Fan-Basis konsequent ausgebaut haben?

Die Antwort spricht für sich…

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