Michael Schumacher, die Rega und wie die Medien funktionieren

Gestern rief 20 Minuten an, um mich zur Frage zu interviewen, ob der Tod des Rega-Kadermitarbeiters im Zusammenhang mit der Herausgabe der Krankenakte von Michael Schumacher für die Rega ein Problem darstellen könnte (s. Artikel mit meiner Stellungnahme hier).

Ich sagte, es käme sehr darauf an, wie die Rega nun kommuniziert, aber wenn sie keine Fehler machen, sondern bei den Fakten bleiben und sich zuerst einmal um die Angehörigen ihres Mitarbeiters kümmern würde, sei nicht mit grösseren Imageschäden und Spendeneinbrüchen zu rechnen. Teil 1 wurde dann ausgelassen, weil „schon ein anderer Kommunikationsberater“, der ebenfalls interviewt worden war, darauf hingewiesen hatte. Die Medien brauchen spannende Geschichten, die sich oft durch Widersprüche ergeben. Der „andere“ Kommunikationsexperte Marcus Knill sagte eigentlich das gleiche wie ich, durch das Auslassen von Teil 1 ergab sich aber ein scheinbarer Widerspruch. Ich dachte mir dazu, kein Problem, denn einerseits regt dies zum Nachdenken an und zweitens können beide Experten sich so differenzieren, ganz im Sinne der Erkenntnis, dass es weniger wichtig ist, besser zu sein, als anders zu sein (Zitat aus Das AC/DC Prinzip).

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