Die Konvergenz von Technik, Mensch und Medien – Teil 3

(Fortsetzung)

Während Sie zum Getränkestand gehen, schauen Sie sich über die iLense virtuell einen Online-Kurs an. Ein implantierter Chip ermöglicht es Ihrem Gehirn, die Lerninhalte zu verarbeiten und im Gedächtnis zu verankern, so dass Sie gleichzeitig auf den Weg und Ihre Umgebung achten können.

Am Stand Nr. 4 angekommen registriert die digitale Kasse Ihre Bestellung und iLense, gleicht sie mit der Datenbank des Getränkelieferanten ab und stellt fest, dass Sie 10% Rabatt bekommen. Weil das Bier, das Sie im Visier hatten, voll biologisch und zertifiziert ist, so dass Sie sich über alle Inhaltsstoffe und deren Herkünfte und Verarbeitung genau informieren können, gehört es zur Sorte der so genannten Gläsernen Produkte, die in der Regel wesentlich teurer sind als Produkte, über deren Gestehung es kaum Informationen gibt. (Eine iLense hat selbstverständlich einen integrierten Strichcode- und QR-Code-Reader und kann damit alle Daten von der Flasche abrufen.) Sie werden deshalb noch vor die Wahl gestellt, ob Sie nicht lieber doch ein billigeres No-Info-Produkt möchten.

Ihre Ablehnung signalisiert der Sales-Software eine gewisse Bereitschaft, Opfer für einen guten Zweck zu bringen, und so schlägt sie Ihnen vor, die 10% Rabatt einer gemeinnützigen Organisation zu spenden. Sie akzeptieren.

Ohne Zeitverzögerung wird Ihnen in der iLense der richtige Preis angezeigt und eine Auswahl möglicher gemeinnütziger Organisationen. Sie bezahlen dieses Mal bar, denn Geld ist einfach zu schön, um es nur noch virtuell zu haben. Die 10% sind trotzdem in weniger als einer Sekunde auf dem Konto von Pro Infirmis.

(Fortsetzung folgt)

Seminar: Campaigning – erfolgreich Kampagnen planen und umsetzen
27. und 28. November 2014
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