Die Konvergenz von Technik, Mensch und Medien – Teil 1

Vor einer Woche am Campaigning Summit Zurich 2014 hielt ich ein Referat zum Thema «Die Konvergenz von Technik, Mensch und Medien».  Das Referat stiess auf grossen Anklang und löste einige Diskussionen aus. Ich habe deshalb entschieden, es in Form einer kleinen Serie in den kommenden Tagen hier zu veröffentlichen. Feedback willkommen.

Ich werde Ihnen jetzt zunächst ein mögliches Zukunftsszenario schildern, anschliessend aktuelle Trends, mit denen wir rechnen müssen und am Schluss Empfehlungen mit auf den Weg geben, wie Sie sich optimal vorbereiten können, so dass es möglichst wenig Überraschungen für Sie gibt.

Um das Szenario zu entwerfen und Trends zu erkennen, habe ich Blogs gelesen, die ich mit meinem meinen RSS-Reader Feedly überwache, sowie Bücher und Wissenschaftsmagazine, aber auch Recherche betrieben und vor zwei Wochen die Future Of… Konferenz besucht. Über Monate habe ich Informationen und Gedanken mit Hilfe von Evernote gesammelt. Diese habe ich dann kombiniert und mit eigenen Überlegungen ergänzt. Von der erwähnten Konferenz hat mich besonders das Referat von Daniel Niklaus inspiriert. Er ist heute im Publikum, und ich möchte mich bei ihm bedanken.  Ebenfalls bedanken möchte ich mich bei Lorena Valentini, Christine Hinnen und René Lisi, die mir wertvolles Feedback gegeben haben.

20 Minuten sind zu kurz für mein Thema. Ich werde Ihnen nur einen Teil dessen erzählen können, was ich mir überlegt habe. Ich habe aber alles in einem Dokument niedergeschrieben und werde Sie per E-Mail informieren, wie Sie sich das Dokument herunterladen können.

Es gibt in meinem Campaigning-Modell 14 Strategische Campaigning Grundsätze (©), an die man sich halten sollte. SCG Nr. 12 lautet, «in Szenarien denken» und sich gut auf alles mögliche vorzubereiten, um selbst bei überraschenden Entwicklungen nicht in die Defensive zu geraten und in Aktionismus zu verfallen.

Kürzlich berichtete der Tages-Anzeiger leicht ironisch, dass sich das US-Militär auf eine Zombie-Invasion vorbereitet. Auch wenn es die nie geben wird, das Szenario ist perfekt, sich auf den schlimmstmöglichen Fall, auf das Undenkbare, vorzubereiten. Genau so macht man das. Nur wenn man sich auf das vorbereitet, was man eigentlich nicht für möglich hält, ist man wirklich gut vorbereitet.

Stellen Sie sich vor, Sie stehen in der hintersten Reihe bei einem Konzert mit 20’000 Teilnehmern. Trotzdem sehen Sie die Bühne aus der Perspektive eines Konzertbesuchers in der ersten Reihe. Der trägt nämlich die Apple-Alternative zu Google Glass. Google Glass ist in der Zwischenzeit an mangelnder sozialer Akzeptanz gescheitert. Denn wann immer jemand in einer Menge mit der Brille auftauchte, wurde er gebeten, sie auszuziehen. Die Menschen um ihn herum fühlten sich von der ganzen Welt beobachtet, wenn die Brille auf sie gerichtet war. Es kam sogar zu handgreiflichen Auseinandersetzungen und regelrechtem Glass-Bashing, und als ein Google Glass Träger auf der Flucht vor einer wütenden Menge einem bergab fahrenden Fahrradfahrer in den Weg lief, dieser tödlich verunfallte und die aufgebrachte Menge den Glass-Träger vor ein Tram stiess, wo auch dieser seinen letzten Lebenshauch ausatmete, traute sich keiner mehr, so ein Ding zu tragen.

Doch Technologie lässt sich nicht stoppen. Sie mutiert einfach, um zu überleben.

(Fortsetzung folgt)

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