Big Data, Cambridge Analytica und andere Social Media-Mythen

So lautete der Titel eines Referats, das ich am 11. April beim Verband smama halten durfte. Heute entdeckte ich eine gute Zusammenfassung durch die Netzwoche, enthalten in diesem Artikel:
Tenor: «Die Zukunft liegt in Relevanz und Authentizität»

Content Campaigning richtig gemacht

Content Campaigning richtig gemacht

Ein sehr guter Beitrag von Vanessa Arber, in dem sie einen Bezug zwischen gutem Content Campaigning und den 14 Strategischen Campaigning Grundsätzen herstellt.

Campaigning Blog - alles rund um's campaigning!

Content-CampaigningViel wird geschrieben, nichts wird gelesen. Es ist längst nichts Neues, dass die tägliche Flut an Information heute kaum mehr zu bewältigen ist. In Romans Worten, im Lärm die Musik zu hören wird immer schwieriger. Schon lange wissen wir auch, dass klassische Werbung allein keinen Bestand mehr hat. Nur wem es gelingt, spannende, relevante und hilfreiche Inhalte zu schaffen, hat heute eine Chance, überhaupt wahrgenommen zu werden. Es gilt, dem Empfänger einen echten Mehrwert zu bieten und sinnvolle, wenn möglich emotionale Anreize zu schaffen.

Ursprünglichen Post anzeigen 250 weitere Wörter

It’s the numbers, stupid!

Am Freitag durfte ich mal wieder an der ZHAW in Winterthur innerhalb des CAS Kommunikationsmanagement das Thema Campaigning unterrichten; bzw. mein business campaigning® Modell.

Nach der Einführung in die Strategielehre des business campaigning® Modells gab es eine Gruppenaufgabe: eine Grob-Strategie für ein konkretes Projekt bzw. eine Kampagne ausarbeiten.

Was mir bei der Präsentation wieder einmal auffiel war, wie wichtig es ist, Ziele messbar in konkreten Zahlen auszudrücken.

Bei einer Gruppe ging es darum, ein bestimmtes Bevölkerungssegment dazu zu bewegen, deren Kinder an einem Bildungsangebot teilhaben zu lassen. Die Strategie enthielt dann ein Ziel, Denner für die Mitarbeit zu gewinnen, weil man dort dieses Bevölkerungssegment gut erreichen kann. Das klang plausibel, aber als ich nicht locker liess und nach den konkreten Zahlen fragte, stellte sich heraus, dass diese so klein war, dass man mit einer solche Zusammenarbeit mit Kanonen auf Spatzen geschossen hätte. Stattdessen genügte es völlig, mit ein paar Quartiervereinen und ähnlichen Institutionen in Zürich zusammenzuarbeiten. Das sollte genügend Eltern erreichen und bewegen können.

Was man daraus lernt: wenn man die Zahlen nicht konkret benennt, kann ein einfach zu lösendes (Kampagnen-/Marketing-/Kommunikations-/Change-) Problem gigantisch erscheinen. Und auch wenn die Zahlen gross sind, hat man dann immerhin die Möglichkeit, sie in mehrere kleinere Pakete herunterzureichen, die jedes für sich wiederum einfach(er) zu bewältigen sind.

Ziele müssen konkret und messbar formuliert sein, wie es der «LACKMUS-Test für die Zielformulierung» aus dem business campaigning® Modell fordert:

L ösungsneutral

A nspornend, motivierend

C hancenreich, multiplikativ

K lar und eindeutig

M essbar, überprüfbar

U msetzbar, realisierbar, erreichbar

S ystemkonform, konsistent, Zielkonflikte vermeidend

Wer wer wissen will oder eine Ausbildung im business campaigning® möchte, kann sich hier anmelden oder am 3. Juli zum Informationsabend kommen.

Campaigning: Storytelling (Tell Me About Yourself!) – Campaigning (Zürich) – Meetup

https://www.meetup.com/de-DE/Campaigning/events/239870732/?eventId=239870732

business campaigning GmbH checkt Fakten zur Altersvorsorge

De nächsten Monate werden intensiv. Gestern veröffentlicht:

Medienmitteilung vom 16. Mai 2017

business campaigning GmbH checkt Fakten zur Altersvorsorge

Dietikon. Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP hat business campaigning GmbH mit einer Faktencheck-Kampagne zur «Altersvorsorge 2020» beauftragt. Wie der Verband am Freitag in Bern bekannt gab, sagt er «mit Vorbehalten Ja zum beschlossenen Kompromiss und fokussiert sich im Abstimmungskampf auf einen Faktencheck». Dazu gehört die Weiterentwicklung der bereits bestehenden und ebenfalls durch business campaigning GmbH konzipierten und betreuten Website dringendereform.ch und der dazugehörigen Social Media Konten. Auch ein von business campaigning GmbH konfigurierter Chatbot, der Auskunft zur Altersvorsorge gibt, befindet sich bereits in der Testphase.

Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP hat seine Mitglieder zur Reform der Altersvorsorge befragt. Dabei wurde die Haltung des Vorstands von über 80% der antwortenden Mitglieder unterstützt. Bezüglich Gesamtbeurteilung der Vorlage bewegen sich die Meinungen zwar innerhalb einer bestimmten Bandbreite: Mehrheitlich wird – teilweise mit Vorbehalten – zugestimmt; eine Minderheit lehnt, unter Betonung der zusätzlichen monatlichen CHF 70 für Neurentner und der umsetzungstechnischen Nachteile für die berufliche Vorsorge, die Vorlage aber ab. Aufgrund dieser Ergebnisse sagt der ASIP nach Abwägen der Vor- und Nachteile Ja zum beschlossenen Kompromiss.

Die Palette von Meinungen unter den ASIP-Mitgliedern lässt sich auf deren unterschiedliche Strukturen zurückführen. Die Meinungsvielfalt ist nachvollziehbar und zu respektieren. Es liegt in der Verantwortung jeder Pensionskasse, zu entscheiden, wie sie sich im Abstimmungskampf positionieren und in welcher Form sie ihre Versicherten informieren will.

Als unabhängiger Fachverband ist der ASIP Ansprechpartner für alle Akteure im Umfeld der beruflichen Vorsorge. Er wird sich daher keinem Abstimmungskomitee anschliessen. Gleichwohl wird sich der ASIP im Abstimmungskampf engagieren: Mittels einer primär im digitalen Bereich geführten Aufklärungs- und Faktencheck-Kampagne wird er die Vor- und Nachteile (Chancen/ Risiken) der Vorlage sowie die Konsequenzen bei einem Ja und bei einem Nein aufzeigen.

Der ASIP setzt sich zum Ziel, das Verständnis bezüglich Vorsorgefragen zu verbessern und gleichzeitig Falschinformationen entgegenzuwirken. Wichtig für den ASIP ist eine ausgewogene und fachlich fundierte Meinungsbildung der Stimmbevölkerung. Dreh- und Angelpunkt bleibt die schon bestehende Website http://www.dringendereform.ch.

Tell Us About Yourself (A storytelling Meetup)

Tell Us About Yourself (A storytelling Meetup)

Storytelling war schon immer eine der Königsdisziplinen im Campaigning. Denn nur wer seine Geschichte gut erzählen und den Sinn von Kampagnen gut vermitteln kann, wird es schaffen, Zielgruppen zu mobilisieren, damit sie einem helfen. (Zur Erinnerung: Zielgruppen sind beim Campaigning keine passiven Informationsempfänger, sondern definiert als Menschen, die einem helfen, sein Ziel zu erreichen.)
Unser nächstes Meetup mit dem Thema Storytelling im Recruiting bzw. für die eigene Stellenbewerbung verspricht deshalb spannende neue Einsichten, denn oft, wenn man ein Thema aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, ergeben sich ganz neue Erkenntnisse. Nächsten Montag im Campaigning Center. Wer ist dabei?

Campaigning Blog - alles rund um's campaigning!

Our lives are becoming more and more digitalised so what will happen when automations take over our jobs? It is becoming more and more clear that personal relationship skills are going to be key to succeeding in the new world! We all know how to write a CV when looking for a new job, or send out sales emails, but how do we connect with people and build relationships? Storytelling and telling people about yourself is at the heart of relationship building.

On Monday 22nd of May, Rinat Strahlhofer, who created the blog „Tell me about yourself“ will join us in the Campaigning Centre, Limmat Tower, Dietikon, to present on the importance of storytelling, a key skill whether you are looking for a job, or you are a campaigner. If you want to come along and learn more please go to Meetup.com and sign up!

Rinat Strahlhofer’s Story

Ursprünglichen Post anzeigen 442 weitere Wörter

Economiesuisse hat aus dem USR-III-Debakel gelernt – aber da fehlt noch was

Die Neue Zürcher Zeitung berichtete gestern über eine Analyse des USR-III-Debakels durch den Wirtschaftsdachverband Economiesuisse.

Nach dem ersten Wundenlecken hat Economiesuisse intern und extern die Ursachen für die misslungene Kampagne eruieren lassen. Zuständig für die interne Analyse zeichnet die Geschäftsstelle, extern befasste sich Iwan Rickenbacher, der frühere CVP-Generalsekretär, mit dem Abstimmungsdebakel. Diese Woche hat sich der Vorstandsausschuss von Economiesuisse mit den Ergebnissen auseinandergesetzt. Der NZZ liegen die Schlussfolgerungen der Verantwortlichen vor.

Das klare Volksverdikt sei nicht allein auf die Kampagne zurückzuführen, urteilen sie. Massgebenden Einfluss hätten das Umfeld, also etwa Globalisierungsängste, und die Vorlage selber ausgeübt. Economiesuisse stellt sich insgesamt sogar ein gutes Zeugnis aus, spricht von nicht beeinflussbaren Faktoren, nur punktuellen Fehleinschätzungen und nur einzelnen handwerklichen Schwachstellen in der Kampagnenarbeit. Tiefgreifende Änderungen, so das Fazit, seien aufgrund der Analysen nicht nötig. Rickenbacher bilanziert: «Die Kampagne wurde professionell und engagiert geführt. Auch eine andere Kampagne hätte diese Vorlage voraussichtlich nicht zu einem Ja geführt.»

Engagiertere Wirtschaft

Aus Sicht des Wirtschaftsdachverbands spielte das «über Jahre geschürte Misstrauen gegenüber der Elite / Classe politique» eine wichtige Rolle: Werde über Vertrauensfragen abgestimmt, bleibe der geschürte Elite-Basis-Konflikt nicht ohne Folgen. Relevant sei überdies das Engagement der Wirtschaft. In der direkten Demokratie sei es notwendig, dass sich Unternehmen als Teil der Gesellschaft verstünden und Wirtschaftsvertreter einen permanenten Dialog pflegten – «nicht nur, wenn konkrete Interessen auf dem Spiel stehen». Der Verband konstatiert: Das politische Engagement der Wirtschaftsführer ist in den letzten Jahren kleiner geworden. Dies bleibe nicht folgenlos.

(…)

Geprüft hat Iwan Rickenbacher eine Aufteilung des Dachverbands in eine Lobby- und eine Kampagnenorganisation. Eine solche Aufstellung wäre heute nicht mehr zielführend, schreibt der Berater. Dieser Ansicht schliesst sich der Dachverband an: «Die Interessen der Wirtschaft könnten weniger effektiv durchgesetzt werden als mit dem heutigen Modell, das Lobbying und Campaigning verzahnt und aus einer Hand anbietet.»

Ich masse mir nicht an, diese Analyse in Zweifel zu ziehen oder gar zu kritisieren. Nur in einem Punkt muss ich widersprechen, nämlich bei der Gleichstellung von Lobbying und Campaigning. Campaigning ist eine Denkweise und somit überhaupt nicht vergleichbar mit Lobbying. Das wäre, wie wenn man eine Obstschüssel mit Äpfeln vergleicht. Und wie die Obstschüssel kann Campaigning im konkreten Fall Lobbying enthalten, wie auch andere Methoden (Werbung, PR, Digital Marketing usw.). Iwan Rickenbacher meint vermutlich Public Campaigning als modern wirkendes Synonym für Öffentlichkeitsarbeit. Dem wäre nichts entgegenzuhalten. Ohne das Wörtchen Public ist Campaigning aber immer «mehr als Kommunikation».

Interessanterweise kann man genau das sogar aus der Analyse herauslesen. Rickenbacher empfiehlt «Engagement der Wirtschaft», also konkrete Taten statt nur Worte. Dies wäre dann im Sinne des anderen Teils, der zur Definition von Campaigning gehört: Interventionen, konkrete Taten und Veränderungen, die nicht primär kommunikativen Charakter haben.

Campaigning = Kommunikation x Intervention
(meine Campaigning-Formel von 1998)