Operation Libero am Campaigning Summit Switzerland 2017

Viel wurde über Operation Libero geschrieben und ein wiederkehrendes Thema ist die Frage, wer eigentlich dahinter steckt bzw. dass die Medien es sich zu einfach machen, wenn sie immer Flavia Kleiner ins Zentrum der Berichterstattung stellen.

Da wir mit dem Campaigning Summit Switzerland auch gerne Hintergründe von Kampagnen und Organisationen beleuchten wollen, und nachdem ich die Brillanz eines der Teammitglieder von Operation Libero im Rahmen einer Strategiesitzung live erleben durfte, entschieden wir uns vor ein paar Wochen, Operation Libero anzufragen, ob sie bereit wären, als Team beim Campaigning Summit Switzerland auf der Bühne zu stehen. Es freute uns sehr, als eine Weile später – sie steckten mitten in den Vorbereitungen einer weiteren Kampagne – die Zusage kam.

Ihr  Thema lautet: «Campaigning aus dem Nichts – Wie man eine Riesenwelle schlägt und danach darauf reitet».

Zusammen mit dem passionierten Advocacy-Campaigner, Jonathan Ellis, den ich ebenfalls als brillanten Referenten bei einem Seminar erleben durfte, stehen somit schon mal zwei von vier Referenten fest (und über 10% der Tickets sind schon weg). Die anderen werden wir im Laufe des Herbstes bekannt geben und uns dabei mehr auf Business-Themen konzentrieren.

Weitere Informationen gibt es hier und die besonders günstigen Early-Bird-Tickets gibt es hier (solange der Vorrat reicht; auch die Anzahl Tickets auf unserem kleinen, blauen Planeten ist nicht endlos).

Warum ich als liberal und wirtschaftsfreundlich denkender Mensch für die Initiative für eine grüne Wirtschaft stimmen muss und gar nicht anders kann

Meiner Greenpeace-Vergangenheit und aller Besorgnis über den Klimawandel zum Trotz habe ich mich in den letzten 5 Jahren immer mehr darüber aufgeregt, wie die links-grüne Szene Andersdenkenden ihren Lebensstil aufzwingen will.

Neben einer zutiefst ökologischen Einstellung war Freiheit für sind immer genauso wichtig.

Ich glaube weder daran, dass jemand das Recht hat, noch dass es auf Dauer funktionieren kann, Anderen einen bestimmten Lebensstil aufzuzwingen.

Wenn wir also den Klimawandel abbremsen und die Wirtschaft nachhaltig organisieren wollen, dann kann das nur über Innovation und gute Lösungen gehen, mit einem absoluten Minimum an Vorschriften.

Die sogenannte grüne Zwängerei ist mir zutiefst zuwider.

Also wurde ich Mitglied der Partei, die für Freiheit steht, der FDP, und half ehrenamtlich und entscheidend mit, die Wahlkampfstrategie für Zürich 2014 zu entwickeln, die nach dem business campaigning Modell entworfen wurde. (Umgesetzt wurde sie dann durch Furrer.Hugi, damit es nicht zu Interessenkonflikten kommen konnte.)

Als Unternehmer habe ich in der FDP viele gleich Denkende gefunden. Und weder das Feindbild noch die Vorurteile, die grosse Teile der Öffentlichkeit gegenüber der Partei haben, sind durch die Realität zu rechtfertigen. Das zeigt sich alleine schon daran, wie viele Mitglieder zur Eröffnung des Wahlkampfs auf dem Tessinerplatz mit dem Velo kamen. Schubladendenken und Feindbilder sollten wir getrost mal über Bord werfen.

Auf die Grünen war ich lange Zeit auch gar nicht gut zu sprechen, wenngleich ich das Ziel einer nachhaltigen Wirtschaft unbedingt teile. Ich hasse Bevormundung, erst recht wenn sie im Tarnmantel einer guten Sache daherkommt.

Und trotzdem befinde ich mich gerade in einer Linie mit den Grünen und in Opposition zu meiner Partei. Ich unterstütze die Volksinitiative für eine grüne Wirtschaft. Als freier Mensch darf ich das. Abr wieso tue ich es auch?

Auslöser war die Gegenkampagne. Zu sehr hat sie mich an die irrationalen Abwehrkampagnen der 80er und 90er Jahre erinnert. Wären diese Kampagnen erfolgreich gewesen, hätten wir bis heute keine sauberen Gewässer und keine Autos mit Katalysatoren, geschweige denn bleifreies Benzin. Und das Ozonloch wäre fröhlich weiter gewachsen. Aber zum Glück waren diese Abwehr-Kampagnen ja nicht erfolgreich.

Und nun wieder die gleiche Rhetorik. Also habe ich mich näher damit befasst und bin entsetzt über den Rückfall ins letzte Jahrtausend.

Kein denkender Mensch kann doch darauf hereinfallen, eine nachhaltige Wirtschaft würde dazu führen, dass man weniger Fleisch essen, warm duschen und reisen kann.

Jeder weiss doch, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Je nachhaltiger eine Ressource genutzt wird, desto mehr hat man davon.

Oder anders betrachtet: die Atmosphäre ist nicht unendlich. Die Menge an CO2, die wir einbringen können, ohne uns erhebliche Probleme mit dem Klimawandel einzufangen, ist daraus folgend ebenfalls endlich. Eine gewisse Menge ich erlaubt. Nicht mehr.

Eine nachhaltige Wirtschaft wird bei gleichem oder sogar geringeren CO2-Ausstoss mehr – Fleisch, Warmwasser und Reisekolometer – produzieren als eine nicht-nachhaltige. Eine nicht nachhaltige Wirtschaft zwingt uns also logischerweise zu grösseren Einschränkungen als eine nachhaltige.

Wer sich möglichst wenig einschränken will, muss also für Nachhaltigkeit stimmen und nicht dagegen.

Somit wäre das erste Argument der Initiativgegner widerlegt.

Das zweite lautet, Nachhaltigkeit im geforderten Umfang sei technisch gar nicht möglich. Darüber kann man in der Tat streiten. Aber es sind doch noch 34 Jahre bis das Ziel erreicht sein muss. VIER UND DREISSIG!! Rückwärts gerechnet sind wir dann im Jahr 1982, zwei Jahre bevor IBM und Apple ihre ersten PCs auf den Markt brachten. Und heute hat jede Armbanduhr mehr Rechenleistung. Das ist es, was Innovation ermöglicht. Sämtliche Berechnungen zur Nachhaltigkeit im Jahr 2050 basieren auf dem technologischen Stand von heute. Mit diesen Studien zu argumentieren ist also höchst unsinnig. Das einzige, was wir über die Technologie des Jahres 2050 wissen, ist, dass wir nichts wissen. Ebenso wenig wissen wir, welche Parteien und Verbände in 34 Jahren in unserem Land das Sagen haben. Wie wollen wir dann jetzt schon wissen, wozu uns diese zwingen werden? Wir sollten also etwas bescheidener sein mit Aussagen à la grüner Zwang und ähnlichem. Wir sollten bei den Fakten bleiben, die wir kennen.

Ob wir denken, dass Nachhaltigkeit im Jahr 2050 nur mit Zwängerei erreicht werden kann oder durch Innovation, hängt also nicht von Fakten aber, sondern einzig und allein vom Glauben an die Innovationskraft der Schweizer Wirtschaft. Wer nicht daran glaubt, muss natürlich von Zwängerei ausgehen. Insofern sei den Gegnern der Initiative verziehen, dass sie mit Zwängerei argumentieren. Ihnen fehlt vielleicht einfach der Glaube an das, was unsere Wirtschaft kann. Wohlgemerkt die Wirtschaft des Landes mit dem weltweit höchsten Patentaufkommen pro Kopf…

Ich selbst glaube an die Schweizer Wirtschaft und ihre Innovationskraft. Deshalb bin ich auch felsenfest überzeugt, dass Nachhaltigkeit über Innovation gelingen wird und wir keine Angst vor grüner Zwängerei haben müssen.

Beispiele gibt es genug. Eines davon ist sehr neue Möglichkeit, CO2 kostengünstig aus der Luft zu filtern und aus diesem CO2 synthetische, praktisch klimaneutrale Treibstoffe herzustellen, die jedes herkömmliche Fahrzeug tanken kann. Für die Produktion dieser Treibstoffe braucht es keine fossilen Energieträger mehr. Wer hätte das vor 34 Jahren für möglich gehalten? Und wer hätte vor 10 Jahren daran geglaubt, dass eine solche Technologie ausgerechnet von der Autoindustrie – dem klassischen Feindbild grüner Politik – vorangetrieben würde? (Mehr dazu hier.)

Das letzte Argument betrifft die Zielsetzung.

Angesichts des Klimawandels, der schneller gekommen ist, als wir das selbst bei Greenpeace in den 80er Jahren für möglich hielten, brauchen wir dieses Ziel. Es gibt keine ernsthafte Alternative. Wenn wir es in 34 Jahren nicht schaffen, nachhaltig zu wirtschaften, WANN DANN?? 10 Jahre später, 20 Jahre später? Um wie viel werden die globale Durchschnittstemperatur und die Meeresspiegel bis dahin gestiegen sein?

[Nachtrag: Wenn wir es bis 2050 nicht geschafft haben, nachhaltig zu wirtschaften, wird grüne Zwängerei wohl eher das geringste unserer Probleme darstellen.]

Aus all diesen Gründen werde ich am 25. September Ja stimmen zur Volksinitiative für eine grüne Wirtschaft.

Weil es zum Ziel keine Alternative gibt, weil ich an das Potential der Schweizer Wirtschaft glaube und weil ich nichts weiss über den technologischen Stand und die Politik in der Schweiz in 34 Jahren.

Das einzige, das ich weiss, ist dass wir den weiteren Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur unbedingt bremsen müssen und dass das sowieso nur über Innovation möglich sein wird. Deshalb habe ich auch keine Angst vor einer eventuellen grünen Zwängerei in 34 Jahren. (Genauso wenig wie vor den Kommentaren meiner Parteikolleginnen und -Kollegen, auf die ich mich nun einstellen darf. Freedom!)

Weitere Informationen und Argumente, sowie einen Faktencheck gibt es übrigens hier.

Organisation, Konsistenz und das business campaigning® Modell

Seth Godin ist einer meiner Lieblingsblogger (den ich übrigens gerne mal als Referent zum Campaigning Summit Switzerland einladen möchte, was aber wahrscheinlich nicht finanzierbar wäre… Oder kennt jemand einen Sponsor, der das bezahlen würde?)

Kürzlich las ich diesen Beitrag von ihm: Alphagrams

It turns out that competitive Scrabble players always arrange the letters on their rack in alphabetical order.

The reason makes sense: By ensuring consistency, the patterns appear. You’ve seen this before…

That same discipline works in most kinds of problem solving. Develop a method where you organize all the inputs, the assumptions and the variables in the same order. Consistently grouping what you see will make it ever more clear that you’ve seen something like this before.

History doesn’t repeat itself, but it rhymes.

Genau diesen Effekt hat die Arbeit mit dem business campaigning® Modell. Indem man die Informationen nach Vorgabe in eine bestimmte Ordnung bringt, erkennt man Muster, die einem vorher verborgen geblieben sind. Aufgrund dieser Muster lassen sich dann bessere strategische Entscheidungen treffen.

Wer mehr zum Thema wissen möchte, kann mir schreiben oder in meinem Buch nachlesen.

In Szenarien denken bei Kooperationsverträgen

Vor ein paar Tagen las ich diesen Blog-Beitrag  von Seth Godin (unten zitiert). 

A deal, whether in writing or orally, is not to be considered lightly, because you fully expect to keep your end of the bargain. Three things to consider before saying, „yes“:

What happens now: Who owes who what? What, precisely, does each side promise to do, and what does each side get? It can’t hurt to write this out in English and add it to the agreement, just to be sure you both agree.

What happens if things don’t work out: If you don’t do what you say you’ll do, what happens? If the other person can’t pay or can’t deliver, or wants to walk away, then what? When you leave yourself (and the other person) an out, you’re almost certainly investing in a better future, because you know in advance what the options are.

What happens if things do work out: If everyone’s wildest dreams come true, then what? Does that person who gave you three days of advice end up owning half your gourmet foods business that you’ve worked on for twenty years? Describe the hypotheticals, and plan them out together, because today’s hypothetical is tomorrow’s unfair reality.

The fine print is there for a reason, and if you don’t like it or can’t live with it, cross it out or walk away. There’s no better time than this very moment to be clear, to be honest and to have a difficult conversation.

Besonders interessant daran ist, dass Seth hier genau das emfpiehlt, was ich zum Strategischen Campaigning Grundsatz Nr. 12 immer erzähle: dass man sich drei Szenarien ausmalen soll, ein Business-As-Usual-Szenario («What happens now»), ein Worst-Case («if things don’t work out») und ein Best-Case-Szenario («if things do work out:»).

Und wenn man das macht, fällt es einem leichter, den Strategischen Campaigning Grundsatz Nr. 2 zu befolgen: die Agenda kontrollieren.

Campaigning, Kampagnenführung 2016 und die Sache mit dem Symphonieorchester statt Blasmusikkorps

Kürzlich las – und verzwitscherte – einen Blog-Beitrag einer PR-Agentur, die sich gerne mit Campaigning schmückt. Der Artikel ist nicht schlecht. Er enthält ein paar gute Ansätze, wie zum Beispiel den Vergleich mit dem Symphonieorchester (eine Vielfalt als Instrumenten) und dem Blasmusikkorps (nur eine Instrumente-Kategorie). Diesen Vergleich kennen wir ja schon seit mindestens 2002. Aber der Artikel ist noch nicht perfekt. Er braucht noch ein paar Feinschliffe und Korrekturen. Deshalb habe ich mir erlaubt, ihn zu korrigieren. Die korrigierte Version gibt es hier unten, das Original hier.

Der Plakataushang und breitangelegte Inseratekampagnen in den klassischen Medien allein haben noch nie genügt, um Menschen von Meinungen zu überzeugen und Haltungen zu verändern. Am Ende des Tages ist der Mix der eingesetzten Massnahmen – seit 2004 ein Mix auf digitalen und analogen Kanälen – zusammen mit der Glaubwürdigkeit der Akteure und weiteren Erfolgsfaktoren (siehe die 14 Strategischen Campaigning Grundsätze und die 21 Strategischen Campaigning Positionen) für den Erfolg einer Kampagne entscheidend. Meinungen haben sich schon immer vor allem im Austausch und können meist nur indirekt über Werbebotschaften, die über die klassischen „Ein-Weg-Kanäle“ verbreitet werden, beeinflusst werden. Denn gemäss der Netzwerk-Theorie gibt es in einer Gesellschaft ein paar wenige Menschen, die sich aktiv informieren und dabei alle Kanäle und Informationsquellen nutzen, zu denen sie Zugang haben. Diese Menschen sind meist auch gut vernetzt und beeinflussen dann im Gespräch bzw. Austausch ihr Umfeld. Meinungen en masse entstehen schon immer eher im Gespräch bzw. Austausch als durch den Konsum von Massenmedien durch die Massen. Diesen Netzwerk-Effekt machen sich Campaigner schon seit Jahrzehnten zunutze. Ich selbst lernte diesen Ansatz Ende der achtziger Jahre kennen und nutzen.

Mit anderen Worten: An Stelle eines Blasmusikkorps braucht es ein grosses Symphonieorchester, das auf einer ganzen Palette von Instrumenten zu spielen weiss – analog meiner Definition von Campaigning als der Kunst, alle Register ziehen zu können, um Ziele zu erreichen und Menschen zu bewegen. Eine zunehmend wichtigere Rolle spielen langsam auch die digitalen Kanäle, was ca. 18 Jahre nach den ersten vor allem im Internet geführten und erfolgreichen Kampagnen sich langsam als Erkenntnis durchgesetzt hat. Die Gouverneurs-Kampagne von Jesse Ventura 1998 gilt hier als wegweisend (Quelle).

Dialog statt „Ein-Weg-Kanäle“, wie in der Campaigning-Formel «I hoch 4»

Der aufgeklärte Stimmbürger will von einer Abstimmungs- oder Wahlempfehlung überzeugt werden. Dies kann am besten, wer mit den Leuten im Dialog steht und für jede Zielgruppe eine nutzenstiftende und individualisierbare Botschaft hat. Deshalb lautet auch seit 2003 die Campaigning-Formel, dass Campaigning das Produkt

Intention x Information x Interaktion x Intervention = (I hoch 4)

ist.  Die Interaktion steht hier für den Dialog. 

Der Einsatz der (seit 18 Jahren und deshalb nicht mehr wirklich) neuen dialogischen Kanäle muss deshalb von Anfang an in die Überlegungen einfliessen und prägt das Kampagnen-Design entscheidend mit – sofern dies Sinn macht. Welche Plattform im digitalen Campaigning und in der Markenbildung führend ist, hängt dabei jeweils sehr von der Zielgruppe, der geographischen Region und der Thematik ab. Aussagen wie «Die führende Plattform im digitalen Campaigning und in der Markenbildung ist heute Facebook» sind deshalb mit grosser Vorsicht zu geniessen.

Mittels Fokusgruppen-Analysen lassen sich die Argumente, die im Zusammenhang mit dem Kampagnenziel die grösste Wirkung haben, identifizieren. Mittels Target Community Labs™ lässt  sich sogar die gesamte Kampagnen direkt durch die Zielgruppe(n) entwickeln. Kampagnenprofis müssen die Vorgaben dann nur noch richtig umsetzen. 

Die durch die Zielgruppe selbst entwickelte Strategie erlaubt es dann, die Zielgruppen richtig – zielführend – zu dem zu bewegen, was man von ihnen möchte. Kontinuierliches Wiederholen der Argumente auf allen Kanälen (Social Media, Website, Medienarbeit, Flyer, Infografiken, Print, etc.) ist wichtig, reicht jedoch nicht aus, damit die umgesetzten Mehrheiten erreichen. Dazu braucht es noch ein wenig mehr. 

business campaigning für die Internationale Physik-Olympiade

Am Montag war für mich ein besonderer Tag. Als Physiker, der eigentlich nie in seinem Beruf gearbeitet hat, durfte ich an der Eröffnung der Internationalen Physik-Olympiade 2016 teilnehmen, die dieses Jahr an der Universität Zürich stattfand und heute ihren Abschluss findet. Meine Campaigning-Firma business campaigning GmbH war von Anfang an involviert. 

Als Beratungsagentur haben wir die Projektleitung bei der Entwicklung der Marketing-und Kommunikationsstrategie begleitet und unterstützt und als Agenturdienstleister haben wir bei der Umsetzung mitgeholfen. 

Auf den Fotos sind Kira und Roman zu sehen, die die ganze Woche während der Olympiade vor Ort mit dabei waren und noch sind. Kira leitet das Redaktionsbüro, Roman ist für die Fotos verantwortlich und Michel (hier nicht zu sehen, weil er von seinem Büro aus arbeitet) ist verantwortlich für das Layout des täglich erscheinenden Newsletters. 

Das Team, bestehend aus Studentinnen und Studenten und einen Wissenschaftsjournalisten (Vorname: Atlant) hat tagtäglich einen super Job gemacht.

Auf einem anderen Foto sind Maurice Cosandey zu sehen und Janine Hermann. Maurice hat vor 30 Jahren das erste Schweizer Wissenschaftsoympiade-Team ins Leben gerufen und Janine, die bei Interpharma arbeitet, hat bei der Sponsorensuche geholfen. 

Wie bewegt man Menschen dazu, Fahrradhelme zu tragen?

Diese Frage beschäftigte vor ein paar Jahren die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt SUVA

Gestern in Bern kamen mir nacheinander nicht wenige Fahrradfahrer entgegen. Und keinE einzigeR von ihnen trug einen Helm, wie man sie früher als typische Fahrradhelme kannte, diese hässlichen Gerippe, die die Frisur kaputt machten; sofern man eine slche hatte.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? – Ganz einfach: die SUVA liess uns damals ein Target Community Lab™ durchführen, um durch die Zielgruppe Velofahrer (so nennt man hier in der Schweiz Fahrradfahrer) ein Konzept für eine Kampagne ausarbeiten zu lassen, mit der man sie dazu bewegen könnte, mehr Velohelme (Fahrradhelme) zu tragen.

Ergebnis: keine rein kommunikative Kampagne dieser Welt würde das schaffen, solange es nur diese hässlichen Gerippe gibt. Stattdessen sollte man sich bemühen, dass mehr Helme mit anständigem Design in den Handel gelangen. Dies war denn auch unsere Empfehlung. Der Rest ist Geschichte.

Man kann zwei Dinge daraus lernen:

  1. Nicht alle Probleme dieser Welt lassen sich durch Kommunikation alleine lösen. Campaigning ist deshalb auch mehr als Kommunikation, der zweite Faktor sind Interventionen.
  2. Zielgruppen denken nicht in Kategorien wie Marketing, Kommunikation usw. Für sie zählt einzig und allein, was ankommt. (Ich sage schon lange: «Aufs Ankommen kommt’s an». © by business campaigning GmbH)