Die 2. Generalversammlung des Schweizer Verbandes für Krisenkommunikation (VKK) hat am Dienstag einen Kodex für Krisenkommunikation (pdf) verabschiedet. Dieser legt erstmals Qualitätsmassstäbe für die Beratungsarbeit fest und ist für die VKK-Mitglieder verpflichtend, wenn sie Kunden in Krisensituationen kommunikativ unterstützen. Also auch für mich verpflichtend. Leider konnte ich am Dienstag nicht dabei sein, freue mich aber sehr, dass folgende Passage entsprechend meinem Vorschlag aufgenommen wurde: “Wir orientieren uns am Grundsatz der offenen, transparenten und wahrhaftigen Kommunikation.” Dieser Formulierung gingen Diskussionen darüber voraus, dass es manchmal durchaus besser sein kann, nicht immer alles sofort zu kommunizieren, sondern den richtigen Zeitpunkt abzuwarten, ohne dadurch etwas vertuschen oder die Unwahrheit erzählen zu wollen.
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Kodex für professionelle Krisenkommunikation verabschiedet
Posted: March 25, 2011 in Crisis Communication / Reputation Rescue, KrisenkommunikationTags: Campaigning, Krisen-PR, Krisenkommunikation, Krisenmanagement, Krisenprävention, Krisenvorbereitung, Politische Kommunikation, Public Affairs, Public Relations, Strategische Kommunikation
Availability Bias: Warum wir so viele Risiken völlig falsch einschätzen
Posted: November 14, 2010 in Crisis Communication / Reputation Rescue, Know-how, Krisenkommunikation, Life of a CampaignerTags: crisis communication, Krisenkommunikation, Krisenmanagement, Krisenprävention, Reputation Rescue, Reputationsrettung, Strategic Planning
Ich lese zur Zeit gerade “The Black Swan“. In dem Buch geht es um die Frage, warum wir Menschen immer wieder überrascht werden von Dingen, die wir fälschlicherweise für nicht möglich hielten; und wie man solchen Ereignissen, falls sie Gefahren darstellen, besser vorbeugen kann. (Ähnlich dem Truthahn, dessen Vertrauen in die Menschen, die ihn täglich füttern, von Tag zu Tag wächst, bis eines Tages Thanksgiving vor der Tür steht…)
Eine der Ursachen für Risiko-Fehleinschätzungen wurde heute ausführlich in der Sonntagszeitung dargestellt. Zwar ist der Begriff “Availability Bias” etwas seltsam übersetzt, aber interessant ist er trotzdem, wenn man sich wirklich mit Krisenprävention beschäftigt und The Black Swan nicht gelesen hat. Im folgenden der Artikel in voller Länge:
Warum wir lieber einen falschen Stadtplan verwenden als gar keinen
Klarer denken mit Rolf Dobelli: Availability Bias
Oft hört man Sätze wie: «Er hat sein Leben lang jeden Tag drei Päckchen Zigaretten geraucht und wurde über hundert Jahre alt. So schädlich kann Rauchen also nicht sein.» Oder: «Zürich ist sicher. Ich kenne jemanden, der lebt mitten im Niederdorf. Der schliesst seine Tür nie ab, nicht einmal, wenn er in den Urlaub fährt, und noch nie wurde bei ihm eingebrochen.» Solche Sätze wollen irgendetwas beweisen – doch sie beweisen überhaupt nichts. Leute, die so reden, sind dem Availability Bias verfallen, übersetzt etwa: «Fehleinschätzung der Verfügbarkeit».
Was Unternehmen aus der BP-Krise lernen können / Interview für newsaktuell
Posted: July 1, 2010 in business campaigning® concept, Crisis Communication / Reputation Rescue, Know-how, Life of a CampaignerTags: Krisen-PR, Krisenkommunikation, Krisenmanagement, Krisenprävention, Krisenvorbereitung, Reputation Rescue, Reputationsrettung
Weil ich soeben eine email vom Redaktionsbüro Kopp-Press bekam, mit Bitte um ein Rezensionsexemplar meines Buchs und zusätzlich dem folgenden Artikel, wurde ich darauf aufmerksam, dass das Interview, das newsaktuell letzte Woche mit mir machte, nun veröffentlicht ist. Übrigens, die zweite Auflage meines Buchs ist vergriffen, der Verlag hat mich um eine dritte gebeten, aber das kostet Zeit… Zum Glück können die dank modernster Technologie einzelne Exemplare bei Bedarf drucken. Und hier nun das Interview:
news aktuell im Gespräch mit dem Schweizer Experten für Krisenkommunikation Peter Metzinger
Hamburg (ots) – Wer in diesen Tagen ein Paradebeispiel für misslungene Krisenkommunikation sucht, dem fällt schnell BP ein. Der Energieriese tut sich nicht nur bei der Bekämpfung der Ölpest im Golf von Mexiko schwer. Auch bei der Krisenkommunikation macht der Konzern eine unglückliche Figur. Welche Fehler BP von Beginn an gemacht hat und was Unternehmen in einer solchen Situation tun sollten, wollte news aktuell von dem Experten für Krisenkommunikation, Peter Metzinger, wissen. Als Referent bei den media workshops der dpa-Tochter news aktuell vermittelt er das Rüstzeug für internationales Krisenmanagement. Das nächste Seminar zum Thema “International Crisis Communication and Management” findet am 09. und 10. September in Hamburg statt.
news aktuell: Lieber Herr Metzinger, der Fall BP beschäftigt Medien und Menschen nun schon eine ganze Weile und die Negativ-Schlagzeilen reißen nicht ab. Was ist aus Ihrer Sicht als Krisenexperte da von Anfang an grundlegend schief gelaufen?






