Posts Tagged ‘Krisenkommunikation’

Die 2. Generalversammlung des Schweizer Verbandes fĂŒr Krisenkommunikation (VKK) hat am Dienstag einen Kodex fĂŒr Krisenkommunikation (pdf) verabschiedet. Dieser legt erstmals QualitĂ€tsmassstĂ€be fĂŒr die Beratungsarbeit fest und ist fĂŒr die VKK-Mitglieder verpflichtend, wenn sie Kunden in Krisensituationen kommunikativ unterstĂŒtzen. Also auch fĂŒr mich verpflichtend. Leider konnte ich am Dienstag nicht dabei sein, freue mich aber sehr, dass folgende Passage entsprechend meinem Vorschlag aufgenommen wurde: “Wir orientieren uns am Grundsatz der offenen, transparenten und wahrhaftigen Kommunikation.” Dieser Formulierung gingen Diskussionen darĂŒber voraus, dass es manchmal durchaus besser sein kann, nicht immer alles sofort zu kommunizieren, sondern den richtigen Zeitpunkt abzuwarten, ohne dadurch etwas vertuschen oder die Unwahrheit erzĂ€hlen zu wollen.

 

Heute, im Jahre 2011 am 12. Februar vor exakt 13 Jahren unterrichtete ich zum ersten Mal eine erste Fassung des Campaigning-Modells, das kurz spÀter den Namen «business campaigningŸ» erhielt. Es war dies damals auf Anfrage durch die Gewerkschaft Bau & Industrie.

Aufgrund dieses JubilĂ€ums, und weil das JubilĂ€umsjahr so fantastisch begonnen hat, dass ich fĂŒr 2011 bereits ausgebucht bin, verschenke ich nun 26 Seminar-Gutscheine.

Bevor ich zu den Details komme, noch ein «kurzer» RĂŒck- und Ausblick.

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The Stats on Digg
Via: OnlineSchools.org

Kursinhalt

Wenn die Reputation eines Unternehmens Schaden nimmt,  zeigt sich das nicht selten im Aktienkurs und an der Verkaufsfront. Internet und soziale Medien erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass aus einem Vorfall eine Krise wird. Rechtzeitige KrisenprÀvention hilft Schaden vermeiden: Feuerlöscher und Rauchmelder installiert man, bevor es brennt! Wer vorbereitet ist, hat bessere Chancen und kann auch die Potentiale nutzen, die in jeder Krise stecken. Sie verantworten die organisatorische und kommunikatorische BewÀltigung von Krisen Ihres Unternehmens? Sie möchten einer Krisensituation mit den richtigen Werkzeugen begegnen? Der strategische Krisenplan soll gut vorbereitet sein? Dieser media workshop vermittelt Ihnen die notwendige Sicherheit.

 

Themenschwerpunkte

  • Arten und FrĂŒherkennung von Krisen
  • Verlauf und Dynamik von Krisen
  • Arbeitsweise von Journalisten und Medien in Krisensituationen
  • Aufbau eines nationalen oder internationalen Krisenmanagements
  • Media-Relations wĂ€hrend der Krise
  • Social Media: eine neue QualitĂ€t in der Kommunikation
  • Erarbeitung von Krisenmanagement- und -kommunikationskonzepten

Bonus: Jeder Teilnehmer erhÀlt ein Set von praxiserprobten Checklisten, die bei der KrisenprÀvention helfen.

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Ich lese zur Zeit gerade “The Black Swan“. In dem Buch geht es um die Frage, warum wir Menschen immer wieder ĂŒberrascht werden von Dingen, die wir fĂ€lschlicherweise fĂŒr nicht möglich hielten; und wie man solchen Ereignissen, falls sie Gefahren darstellen, besser vorbeugen kann. (Ähnlich dem Truthahn, dessen Vertrauen in die Menschen, die ihn tĂ€glich fĂŒttern, von Tag zu Tag wĂ€chst, bis eines Tages Thanksgiving vor der TĂŒr steht…)

Eine der Ursachen fĂŒr Risiko-FehleinschĂ€tzungen wurde heute ausfĂŒhrlich in der Sonntagszeitung dargestellt. Zwar ist der Begriff “Availability Bias” etwas seltsam ĂŒbersetzt, aber interessant ist er trotzdem, wenn man sich wirklich mit KrisenprĂ€vention beschĂ€ftigt und The Black Swan nicht gelesen hat. Im folgenden der Artikel in voller LĂ€nge:

 

Warum wir lieber einen falschen Stadtplan verwenden als gar keinen

Klarer denken mit Rolf Dobelli: Availability Bias

Oft hört man SĂ€tze wie: «Er hat sein Leben lang jeden Tag drei PĂ€ckchen Zigaretten geraucht und wurde ĂŒber hundert Jahre alt. So schĂ€dlich kann Rauchen also nicht sein.» Oder: «ZĂŒrich ist sicher. Ich kenne jemanden, der lebt mitten im Niederdorf. Der schliesst seine TĂŒr nie ab, nicht einmal, wenn er in den Urlaub fĂ€hrt, und noch nie wurde bei ihm eingebrochen.» Solche SĂ€tze wollen irgendetwas beweisen – doch sie beweisen ĂŒberhaupt nichts. Leute, die so reden, sind dem Availability Bias verfallen, ĂŒbersetzt etwa: «FehleinschĂ€tzung der VerfĂŒgbarkeit».

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Unter dem Titel “Experten kritisieren: Swisscom war nicht vorbereitet” berichtet heute der Tages-Anzeiger ĂŒber die gestrige Kommunikation der Swisscom, nachdem eine Panne am Dienstag das mobile Datennetz der Swisscom schweizweit lahmgelegt hatte. Auch ich wurde interviewt und gab meine klaren Statements ab. Man braucht keine hellseherischen FĂ€higkeiten, um mit einem solchen Ausfall zu rechnen. Nicht umsonst habe ich SIM-Karten mehrerer Anbieter, so dass ich bei Ausfall eines Netzes dann auf ein anderes wechseln kann. Aber am Dienstag schlug dann doch wieder Murphy zu: ich hatte die andere SIM-Karte zuhause gelassen, als ich mich auf den Weg machte… Dennoch ist es unverzeihlich, dass die Swisscom so lange nicht kommunizierte, und dann auch noch widersprĂŒchlich. Eine gute Vorbereitung, fĂŒr die wir uns immer engagieren, hĂ€tte das Schlimmste vermeiden lassen. Gerade heute, wo wir alle so sehr auf die Online-Verbindung angewiesen sind, mĂŒsste das eigentlich Pflicht sein.

Die Artikel mit den Zitaten können als pdf hier runtergeladen werden:

Interview zu Swisscom Panne Tagi Seite 1

Interview zu Swisscom Panne Tagi Seite 42

Interview zu Swisscom Panne Der Bund

 

Workshop «International Crisis Communication and Management» just got confirmed. Will be in Hamburg :-) http://samu.li/91XEZ6 (via seReive)