Bluereport, Social Media Monitoring Anbieter und Vertriebspartner beim Campaigning Summit Zürich 2013, hat den Hauptreferenten Joe Trippi interviewt. Als die Anfrage kam, habe ich mich echt gefreut, also vielen Dank an Simone Wagner und Denis Nordmann, die das ermöglichten. Das Interview mit dem Titel “Joe Trippi auf dem Campaigning Summit Zürich und im Interview” gibt es hier zu lesen

(Interview with Campaigning Summit Zürich 2013 Speaker Joe Trippi, in English, here.)

Tickets gibt für den Campaigning Summit Zürich 2013 es hier. Bis zum 30. Mai nimmt man an der Verlosung einer Teilnahme am Referentendinner teil.

Als ich 1998 meine Selbständigkeit vorbereitete, hatte ich nach dem Physik-Studium und 6 Jahren Arbeit für Greenpeace gerade mal 6’010.- Franken auf dem Sparkonto. 6’000.- brauchte ich für einen Mac mit Zubehör… Die erste Zeit hatte ich deshalb nur ein Ziel: so viel Geld wie möglich verdienen. Das fiel mir auch nicht schwer, denn kurz nachdem ich richtig gestartet hatte, war ich schon mit Aufträgen zugedeckt. Ende 1999 dann die grosse Krise. Erschöpft, genügend Reserven angespart, fragte ich mich “Wozu das alles?”

Gut zu verdienen ist wichtig, vor allem, wenn man bei Arbeitslosigkeit keinen Anspruch auf Unterstützung hat. Aber Geld ist nicht alles. Ich brauchte eine zusätzliche Motivation. Die fand ich dann im Ärger über dämliche Akquisitonsversuche durch PR- und Werbeagenturen, die uns während meiner Zeit bei Greenpeace immer wieder ihre Kampagnen verkaufen wollten. Was wir regelmässig ablehnten. Denn was uns da geboten wurde, kam uns eher wieder wie eine Beleidigung unseres gesunden Menschenverstands vor. Zugegeben, ich habe in der Zwischenzeit auch richtig gute Werbe- und PR-Agenturen kennengelernt, aber damals prägten mich die Erfahrungen, die ich bis dahin gemacht hatte. (Und heute würde ich sogar sagen, es gibt PR- und Werbeagenturen, die machen eigentlich Campaigning, aber sie nennen es nicht so.)

Nun wurden die Fahnen gehisst, und es ging auf in den Kampf gegen stupide, einseitige Werbung, die von einem Schaf als Konsumenten ausging, und gegen PR, die auch den grössten Schrott noch mit einer süssen Sülze zu überdecken versuchte. Das war übrigens noch im letzten Jahrtausend.

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Vor ein paar Tagen ging die neue Website des Schweizerischen Pensionskassenverbands ASIP online. Das Konzept stammt von mir, das Layout von meiner Frau (und Graphic Designer) Lorena Valentini Metzinger, und die Realisation übernahm mein bevorzugter Webdesigner René Obi, mit seinem Kollegen Reto Gassmann. Roger Hausmann überarbeitete die – schon auf der bisherigen Website vorhandenen – Texte, um sie verständlicher zu machen. Es war eine ziemliche Herausforderung, eine neue Website für den Verband zu entwerfen, die einerseits die ganze Komplexität der Materie berücksichtigen musste – mit entsprechend viel Inhalt – und gleichzeitig auf allen Geräten, also auch mobil, einfach aussehen und die Verständlichkeit fordern sollte. Zudem sollte eine optimale Integration von Social Media ermöglicht werden. Ich finde, das ist sehr gut gelungen und bin stolz auf das, was meine Frau, René und Reto hingezaubert haben. Ich freue mich schon auf das nächste gemeinsame Projekt. Und hier noch die Medienmitteilung:

Schweizerischer Pensionskassenverband ASIP mit neuer Website

Veranstaltungshinweis (“Peter Metzinger” – das bin ich):

Der SOMEXCLOUD Circle (#somexcircle) geht am Donnerstag, 16. Mai 2013, um 19.00 Uhr in die dritte Runde.

SOMEXCLOUD-Experte Peter Metzinger verrät, was du dir in Sachen Strategie von AC/DC und Rock’n'Roll abschauen kannst. AC/DC hat es geschafft, durch eine stringente Strategie auch nach 40 Jahren noch eine der beliebtesten Rockbands der Welt zu sein

Programm:
18.30 – 19.15 Uhr Eintreffen
19.15 – 19.30 Uhr “Das AC/DC-Prinzip, was wir von einer Band in Sachen Strategie lernen können”;
Referat Peter Metzinger
19.30 – 20.00 Uhr Diskussions-/Fragerunde; moderiert durch David Schäfer
20.00 – 21.00 Uhr Gratis-Apéro mit Spendenkässeli, Networking

Teilnehmer
SOMEXCLOUD-Experten, -Teilnehmer und -Alumnis und alle Social Media-Interessierten (weitersagen erlaubt und erwünscht!).

Anmeldung:
Via Facebook oder Google+ (Die Teilnahme ist kostenlos.)

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P.S. Campaigning Summit Zürich 2013 nicht verpassen. Ticket hier sichern und bei der Verlosung für eine Teilnahme am Referentendinner mitmachen (wird in den nächsten Tagen offiziell bekanntgegeben).

Vorletzte Woche bat mich die Handelszeitung um ein paar Antworten  im Zusammenhang mit der Frage, wieso grosse Firmen sich so schwer damit tun, ihre Innovationskraft zu behalten, ob es an Arroganz oder Blindheit löge, oder woran sonst. Ein Teil meiner Antworten floss dann ein in den folgenden Artikel. Nicht ganz einverstanden bin ich mit dem Vergleich Apple-Samsung, denn bekanntlich basiert der Erfolg von Samsung auf dem Abkupfern der Innovationen von Apple.

Werbefenster

Campaigning Summit Zürich 2013. Helft mit, dem Campaigning in der Schweiz eine internationale Plattform zu geben und sichert Euch JETZT Euer Ticket

http://zurich.campaigning-summit.com

Viele erfolgreiche Unternehmen verteidigen zu lange ihr altes Geschäftsmodell. Plötzlich drohen Rivalen besser und schneller zu sein – so wie im Duell Apple gegen Samsung

Seit einiger Zeit tritt Apple-Chef Tim Cook häufiger mit Entschuldigungen an die Öffentlichkeit als mit Innovationen. So verbuchte Apple kürzlich den grössten Gewinnrückgang der vergangenen zehn Jahre. Vieles spricht dafür, dass der Konzern von Samsung abgehängt wird. Die Samsung-Käufer stehen Schlange für das Smartphone Galaxy S4, das Unternehmen macht Rekordgewinne.

Apple gilt als exemplarisch für eine Reihe führender Unternehmen, die feststellen müssen, dass ihr bewährtes Rezept immer weniger funktioniert, während die einst belächelten Konkurrenten vorpreschen. Der Pionier von einst könnte sich damit bald in die Runde jener Champions einreihen, die nach jahrelangen Grosserfolgen träge und taub geworden sind. So war Sony der Schöpfer der kommerziell erfolgreichsten Transistorradios und galt als Synonym für Qualität in der Unterhaltungselektronik. Dann stufte im letzten Herbst die Ratingagentur Finch die Kreditwürdigkeit des japanischen Elektronikkonzerns auf Ramsch­niveau herab. Sony hat längst den Anschluss an die Rivalen Apple und Samsung verloren.

Blättern in den Fotoalben des Erfolgs

Grundsätzlich seien die Marktführer von gestern nie diejenigen von morgen, sagt der Bonner Strategieberater Hermann Simon. Der Mechanismus sei stets derselbe: «Ein neuer Wettbewerber tritt auf, benutzt ungewöhnliche Methoden, die zunächst oft belächelt werden, und zerstört so, erst langsam, dann schneller, das Geschäft des Etablierten.»

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Das zumindest behauptet die Social Media Marketing Firma Syncapse. Mashable hat über deren Studie berichtet, die sie gemeinsam mit  dem Forschungsinstitut  Hotspex durchführten. $174 ist ein Durchschnittswert, der von Marke zu Marke variieren kann. Die Studie verglich Facebook-Fans und Nicht-Fans bezogen auf ihre Produktkäufe, Markentreue, Neigung, eine Marke zu empfehlen, Werbewert, Akquisitionskosten und Markenaffinität. Hier geht’s zum Originalartikel:

http://mashable.com/2013/04/17/facebook-fan-value-researcher

Eine Formel zum Berechnen des ROI von Social Media gibt’s in meinem Buch «Der relative ROI von Social Media»

Totgesagte leben länger, heisst es im Volksmund. Das gleiche wird wohl auf Social Media Campaigning zutreffen. Mitch Joel hat einen exzellenten Artikel geschrieben, über zu hohe oder falsche Erwartungen an Social Media und wie man dies vermeiden kann. Sein Fazit:

Don’t kid yourself, social media works. In fact, all media works… you just have to do the hard work of figuring out how to make it work for you. There are no silver bullets.

Kurz zusammengefasst kann man sagen:

  • man muss Social Media genauso verstehen, wie jedes andere Instrument, das man bedienen möchte
  • man muss auch wissen, was man überhaupt erwarten KANN
  • es braucht eine gute Strategie, und darauf aufbauend dann auch eine gute Umsetzung
  • man muss Anderen einen Nutzen bieten, wenn man möchte, dass sie etwas geben

Eigentlich alles nichts Neues. Angesichts der einzigartigen – und nicht reproduzierbaren – Erfolgsgeschichten aus den Anfangszeiten der Social Media Nutzung tut es aber gut, mal wieder – oder endlich… – daran zu erinnern. Social Media sind ein Kanal von vielen. Nicht mehr, nicht weniger. Sie funktionieren gut, wenn man sie richtig einsetzt. So einfach ist das eigentlich. 

Hier der Link zum oben erwähnten Blogbeitrag: http://www.twistimage.com/blog/archives/the-failure-of-social-media/

 

Wer auf wenigen Seiten erfahren will, wie man den Social Media Erfolg messen und berechnen kann, findet in meinem neuen Buch eine FormelDer relative ROI von Social Media

Die Social Media Akademie SOMEXCLOUD hat mich kürzlich angefragt, wieder Strategie 2.0 zu unterrichten, und gleich drei Kurse ausgeschrieben:

Daten

Kurs 1: 7. und 8. Oktober 2013

Kurs 2: 31. Oktober und 1. November 2013

Kurs 3: 4. und 5. November 2013

http://www.somexcloud.com/seminare/strategie-2-0

Aber vorher findet das Campaigning Summit Zürich 2013 statt, bei dem es unter anderem auch um Social Media Campaigning geht, mit DEM Social Media Campaigning Pionier aus den USA. Nicht verpassen! Hier Tickets kaufen.